Dortmund

„Müssen bekämpft werden“: Stadt ruft zur Rattenbekämpfung auf

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In Dortmund ruft das Ordnungsamt zur großen Rattenjagd auf. Vom 1. bis 15. März sind Bürgerinnen und Bürger zur Schädlingsbekämpfung aufgerufen.

Dortmund – Sie sorgen bei den meisten Menschen eher für Ekel-Gefühle, als für Zuneigung – und richten Schäden an, übertragen Krankheiten und halten sich gern in Menschennähe auf. Die Rede ist natürlich von Ratten, denen es jetzt in der NRW-Metropole Dortmund an den Kragen gehen soll. „Nach dem Infektionsschutzgesetz müssen sie bekämpft werden. Deshalb ruft das Ordnungsamt zu einer Aktion auf“, teilt die Stadt mit. So sollen sich vom 1. bis 15. März „möglichst viele Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer im gesamten Stadtgebiet der Rattenbekämpfung anschließen“, erklärt die Stadt – doch wie funktioniert das?

Große Rattenjagd in Dortmund – „eigenverantwortlich gegen Schädlinge vorgehen“

In Dortmund sind Bürgerinnen und Bürger zur Rattenbekämpfung aufgerufen (Symbolbild).

Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer in Dortmund haben verschiedene Möglichkeiten, um gegen die Ratten vorzugehen. „Ob sie eine professionelle Firma beauftragen oder auf zugelassene Mittel aus dem Handel zurückgreifen: Das Ordnungsamt bittet darum, in diesem Zeitraum auf dem eigenen Grundstück eigenverantwortlich gegen die Schädlinge vorzugehen“, so die Stadt. Auch Rattengift dürfe eingesetzt werden, aber: „Fällt die Wahl auf Gift, sind unbedingt Sicherheitsvorkehrungen zu treffen – zum Beispiel auf Spielplätzen, um Kinder nicht zu gefährden“, heißt es weiter.

Stadt Dortmund gibt Tipps zur Vorbeugung von Rattenbefall – was empfohlen wird

  • Betonfundamente sowie ausbetonierte Keller und Stallräume: Diese verhindern, dass sich die Ratten Zugang zu den von ihnen begehrten Objekten und Nahrungsquellen verschaffen.
  • Grundstücke sauber halten: Mangelnde Hygiene durch Abfallablagerungen, achtlos weggeworfene oder in der Toilette entsorgte Speisereste sowie überfüllte und offene Mülltonnen locken Ratten an. Mit Abfall gefüllte Kunststoffsäcke sollten deshalb rattensicher aufbewahrt und erst kurz vor der Abholung auf die Straße gestellt werden.
  • Wildtiere und Vögel nicht übermäßig füttern: Dies kann Ratten auf das Grundstück oder den Balkon locken.
  • Beim Kompostieren geschlossene Kompostsysteme nutzen. Gekochte Speisereste und tierische Abfälle wie Knochen und Fleisch gehören zudem nicht in den Kompost.
  • Stark wuchernde Sträucher oder Bodendecker regelmäßig zurückschneiden: So können Ratten sich gar nicht erst einnisten.

Kostenlose Hinweisschilder bei Giftnutzung seien beim Dortmunder Ordnungsamt (Olpe 1, Zimmer G 345) in verschiedenen Sprachen erhältlich, heißt es weiter. Darüber hinaus bittet die Stadt, Haustiere wie Hunde und Katzen während der Aktion besonders zu beaufsichtigen. „Außerdem sollten Giftköder-Behältnisse so aufgestellt werden, dass sie für Ratten, aber nicht für Igel oder andere besonders geschützte Tiere erreichbar sind – beispielsweise auf oder in Kisten mit hohen Wänden, etwa 50 Zentimeter großen Blumenkübeln, Bretterstapeln oder Mauervorsprüngen“, erklärt die Stadt.

In NRW gab es bereits in der Vergangenheit Probleme mit Ratten. Schons Ende 2022 hatten auch Mieter auf der Königsberger Straße in Hamm über ein Paradies für Ratten in einem Wohnkomplex berichtet. Über die Ungeziefer-Problematik hatten sich damals auch Hammer Gastronomen beschwert. (mo)

Rubriklistenbild: © photothek/Imago

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