Der aktuelle Stand

Bauernproteste in Köln – Polizei zieht erstes Fazit

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Bundesweite Bauernproteste sorgten auch in NRW für Staus, auch in Köln waren die Traktoren unterwegs. Allerdings ohne größere Zwischenfälle.

Update vom 8. Januar, 21:46 Uhr: Die Bauernproteste sind in Köln ohne größere Zwischenfälle zu Ende gegangen. „Uns liegen keine Informationen zu Vorfällen im Rahmen mit den Protesten vor“, sagte ein Sprecher der Leitstelle der Polizei Köln am Montagabend (8. Januar) auf 24RHEIN-Nachfrage.

Bauernproteste in Köln – mehr Teilnehmer als gedacht

Update vom 8. Januar, 16 Uhr: Bereits seit mehreren Stunden rollen die Traktoren durch Köln. Die ersten haben dabei bereits das Demoziel erreicht. „Die hinteren Fahrzeuge befinden sich aktuell an der Ecke Universitätsstraße/ Dürener Straße“, sagt ein Polizeisprecher gegenüber 24RHEIN.

Obwohl mehr Fahrzeuge als ursprünglich angenommen an der Demo teilgenommen haben und es dadurch zu größeren Verkehrsstörungen gekommen ist, sei der Bauernprotest in Köln weitgehend störungsfrei gelaufen. Die Teilnehmer hätten sich an die Auflagen gehalten, so der Polizeisprecher weiter.

Wegen Bauernproteste in Köln: Tierheim muss schließen

Update vom 8. Januar, 14:40 Uhr: Aufgrund der Bauernproteste in Köln musste am Montag das Tierheim in Zollstock zeitweise schließen. „Da die Protestblockade der Bauern heute auf der Vorgebirgstraße Ecke Vorgebirgstor, also direkt bei uns, aufgelöst wird, müssen wir das Tierheim leider heute für Besucher schließen“, heißt es am Montag in einem Facebook-Post.

„Die Zufahrt zum Tierheim wird für Besucher am Nachmittag nicht mehr möglich sein, und damit unsere Mitarbeiter eine Chance haben, rechtzeitig vor dem Chaos nachhause zu kommen, bleibt ab mittags nur eine kleine Besetzung vor Ort.“

Fotos der Bauernproteste in NRW: Landwirte sorgen für Verkehrschaos

Bauernproteste in Düsseldorf.
„Wir räumen Sie beiseite“: In ganz NRW und Deutschland protestieren am 8. Januar Landwirte mit Traktoren und landwirtschaftlichen Fahrzeugen. Seit Montagmorgen werden viele Straßen blockiert, so auch in Düsseldorf.  © David Young/dpa
Startaufstellung von einem Traktor Konvoi in Wachtberg Villip im Rahmen der landesweiten Bauernproteste.
Die ersten Bauernproteste starteten am Montag (8. Januar) bereits um 5 Uhr morgens. In Villip (Rhein-Sieg-Kreis) hielt selbst der Schneefall die Landwirte nicht auf. © Marc John/imago
Bauernproteste mit Traktoren in Düsseldorf.
Der Bauernverband hat zu einer Aktionswoche aufgerufen, um gegen die Streichung von Subventionen für die Branche zu demonstrieren. Eine teilweise Rücknahme der Sparpläne der Bundesregierung reicht dem Verband nicht aus. © David Young/dpa
Proteste von Landwirten in Münster.
„Ist der Bauer ruiniert, wird dein Essen importiert“: Mit solchen Schildern wie in Münster tragen Landwirte bei den Protesten ihren Frust über die Bundesregierung auf die Straße. © Rüdiger Wölk/imago
Traktor Konvoi fährt durch Bonn auf der Adenauerallee B9 im Rahmen der landesweiten Bauernproteste.
Ein Traktor Konvoi fährt durch Bonn im Rahmen der landesweiten Bauernproteste. Etwa 100 Landwirte fahren als Teil einer Sternfahrt in die Bonner Innenstadt. Auch hier kam es daher zu langen Staus. © Marc John/imago
Traktoren fahren über die Severinsbrücke in Köln.
Auch in Köln nehmen insgesamt mehrere hundert Personen am Bauernprotest teil. Die Demo startete am Eifeltor, fuhr dann in Richtung Südstadt, um von der Severinsbrücke ins Rechtsrheinische zu kommen. Neben Autofahrern ist auch die KVB durch die Proteste stark eingeschränkt. © Sascha Thelen/dpa
Bauernproteste mit Schildern in Essen.
Auch viele Bauern in Essen haben sich versammelt, um gegen die Pläne der Regierung zu demonstrieren. Es standen vor allem Blockaden von Autobahnauffahrten, Sternfahrten und langsam fahrende Kolonnen auf dem Programm.  © Socrates Tassos/imago

Bauernproteste in Köln: Traktoren rollen – Einschränkungen bei der KVB

Update vom 8. Januar, 13:10 Uhr: Bereits seit mehreren Stunden rollten Traktoren und weitere landwirtschaftliche Fahrzeuge durch Köln. Insgesamt nehmen mehrere Hunderte Personen am Bauernprotest teil, so die Polizei Köln. Der Demozug startete am Eifeltor, fuhr dann in Richtung Südstadt, um von der Severinsbrücke ins Rechtsrheinische zu kommen. Dort fuhren die Landwirte unter anderem am RTL-Gebäude in Köln-Deutz vorbei.

Bauernproteste in Köln: Traktoren rollen – Einschränkungen bei der KVB

Update vom 8. Januar, 12:10 Uhr: Auch die KVB ist von den Bauernprotesten in Köln betroffen. „Aufgrund der heutigen Großdemonstration der Landwirte kommt es aktuell und im Laufe des Tages auf etlichen Linien zu Einschränkungen“, teilt das Unternehmen mit. Betroffen sind unter anderem folgende Linien:

  • KVB-Linie 12: Die Bahnen fahren nur zwischen Merkenich und Zülpicher Platz, bzw. zwischen Zollstock Südfriedhof und Eifelplatz
  • KVB-Linie 15: Die Bahnen fahren nur zwischen Chorweiler und Zülpicher Platz
  • KVB-Linie 16: Die Bahnen fahren nur zwischen Bad Godesberg und Schönhauser Str. weiter zur Severinstr. bzw. zwischen Niehl Sebastianstr. und Poststraße weiter zur Koelnmesse
  • KVB-Linie 17: Der Betrieb der Linie 17 ist eingestellt, dafür fahren Linie 16 und 18 über geänderte Strecken.
  • KVB-Linie 18: Die Bahnen fahren nur zwischen Bonn Hbf und Hürth-Hermülheiml bzw. zwischen Holweide Vischeringstr. und Poststr.

Bauernproteste in Köln: „Mehr Fahrzeuge als ursprünglich angemeldet“

Update vom 8. Januar, 11:44 Uhr: Vor rund einer Stunde ist der Bauernprotest in Köln gestartet – mit rund 90 Minuten Verspätung. Aktuell befindet sich der Demozug kurz hinter der Severinstorburg. Nächstes Ziel: Über die Severinsbrücke ins Rechtsrheinische und anschließend in die Kölner Innenstadt. „Es sind mehr Fahrzeuge als ursprünglich angemeldet“, so ein Polizeisprecher gegenüber 24RHEIN. Dadurch ist es möglich, dass der Demozug deutlich länger benötigt, um durch die Stadt zu kommen als ursprünglich angedacht.

Bauernproteste in Köln: A4-Auffahrten blockiert – weitere Sperrungen

Update vom 8. Januar, 10:27 Uhr: Bereits am Freitag warnte die Polizei Köln, dass es aufgrund der Bauernproteste massive Staus in Köln geben kann. „Der Protestzug ist gerade gestartet“, so eine Polizeisprecherin gegenüber 24RHEIN. An dem Bauernprotest nehmen „mehrere Hundert Teilnehmer teil“. Auch Landwirte aus den umliegenden Regionen sind nach Köln gekommen, sagt die Polizeisprecherin.

Die Polizei Köln hat darum die Verkehrsmaßnahmen angepasst. Neben der Anschlussstelle Eifeltor der A4 ist auch die Militärringstraße zwischen der Aachener Straße und der Dürener Straße gesperrt. Wie lange die Sperrung anhält, ist noch unklar. Die Polizei geht derzeit jedoch von mehreren Stunden aus.

Bauernproteste in NRW: massives Verkehrschaos in Köln

Erstmeldung vom 8. Januar: Köln – Auf vielen Straßen geht am Montagmorgen nichts mehr. Der Grund: Bundesweite Bauernproteste. Auch in NRW protestieren vielerorts Landwirte, die Folge sind Einschränkungen auf den Straßen. Und auch in Köln haben die Bauernproteste massive Auswirkungen.

Bauernproteste in Köln: Demo mit 70 Traktoren – Autobahn-Auffahrt gesperrt

Bereits am Freitag warnte die Polizei Köln, dass es aufgrund der Bauernproteste massive Staus in Köln geben kann. Den ganzen Tag zieht eine Demo mit rund 70 Traktoren und 50 weiteren Fahrzeugen durch das Kölner Stadtgebiet. Die Polizei weist in diesem Zusammenhang „auf erhebliche Verkehrsstörungen in Köln und Leverkusen hin“.

Am Montag gibt es in Köln Bauernproteste (Archivbild).

Die Anschlussstelle Eifeltor – Auf- und Abfahrten zur A4 – wird von 7 Uhr bis voraussichtlich 18 Uhr für beide Fahrtrichtungen gesperrt, so die Polizei Köln.

Darum protestieren die Bauern

► Der Bauernverband will mit den Aktionen dafür sorgen, dass die Bundesregierung geplante Streichungen von Subventionen vollständig zurücknimmt.

► Die Ampel-Koalition von SPD, Grünen und FDP hatte am Donnerstag angekündigt, sie wolle einen Teil der angedachten Kürzungen doch nicht umsetzen.

► Dem Bauernverband reicht das aber nicht aus. Konkret geht es um Subventionen beim Agrardiesel, die laut den aktuellen Regierungsplänen schrittweise abgeschafft werden sollen. Die ursprünglich geplante Abschaffung der Kfz-Steuerbefreiung für Landwirtschaft und Forst ist kein Thema mehr.

Bauernproteste in NRW: Unterstützung von Ralf Schumacher – „wünsche den Bauern viel Erfolg“

Während viele Kölnerinnen und Kölner von den Protesten genervt sind – teilt Formel1-Legende Ralf Schumacher seinen Zuspruch: „Ich wünsche den Bauern viel Erfolg und hoffe, dass unsere Regierung zur Vernunft kommt. Die Landwirtschaft ist extrem wichtig für unser Land und das sollte der Allgemeinheit auch was wert sein“, schreibt er am Montagmorgen in einem Instagram-Post. (jw) Fair und unabhängig informiert, was in Köln, Düsseldorf & NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren. Dieser Text wird laufend aktualisiert.

Rubriklistenbild: © Zoonar/Imago

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