VonJohanna Werningschließen
In Köln kommt es am Montag zu einem Bauernprotest. Die Polizei warnt vor einem Verkehrschaos. Allein die A4-Zufahrt „Eifeltor“ wird stundenlang gesperrt.
Köln – Deutschlandweit gibt es aktuell massive Bauernproteste. Grund dafür sind geplante Kürzungen von Subventionen in der Landwirtschaft. Am Montag, 8. Januar, wollen darum Tausende Landwirte auf die Straße gehen und demonstrieren – auch in Köln.
- Am Montag findet ein Bauernprotest zum Thema „Abschaffung der Dieselrückerstattung und grünen Kennzeichen“ mit rund 70 Traktoren und 50 weiteren Fahrzeugen im Kölner Stadtgebiet statt.
- Die Demo finden von 9 bis 18 Uhr statt. Die Polizei weist in diesem Zusammenhang „auf erhebliche Verkehrsstörungen in Köln und Leverkusen hin“.
- Unter anderem wird die Auf- und Abfahrt „Eifeltor“ der A4 am Montag von 7 Uhr bis voraussichtlich 18 Uhr für beide Fahrtrichtungen gesperrt
Bauernprotest in Köln: „Erhebliche Verkehrsstörungen“ – rund 70 Traktoren dabei
Eine Privatperson hat in der Zeit von 9 Uhr bis 18 Uhr eine Versammlung zum Thema „Abschaffung der Dieselrückerstattung und grünen Kennzeichen“ mit rund 70 Traktoren und 50 weiteren Fahrzeugen im Kölner Stadtgebiet angemeldet. Das teilt die Polizei Köln am Freitag mit. Betroffen ist dabei vor allem der Stadtbezirk Köln-Innenstadt – sowohl rechts- als auch linksrheinisch.
„Der Aufzug startet am Eifeltor und soll von dort über innerstädtische Straßen, über die Severinsbrücke ins Rechtsrheinische und anschließend über die Innenstadt zur Vogelsanger Straße führen“, so die Polizei weiter. Die mögliche Folge: viele Straßensperrungen und drohende Staus. Unter anderem wird die Auf- und Abfahrt „Eifeltor“ der A4 am Montag von 7 Uhr bis voraussichtlich 18 Uhr für beide Fahrtrichtungen gesperrt, teilt die Polizei weiter mit.
Bauernproteste legen Straßen in NRW lahm
Über alle Entwicklungen zu den Bauernprotesten in NRW berichtet 24RHEIN im Ticker.
Bauernprotest in NRW und deutschlandweit – das sind die Gründe
Auch in Leverkusen und anderen Städten in NRW wurden bereits Bauernproteste für Montag angemeldet. Beispielsweise in Aachen und Bonn. Besonders in Großstädten wird mit einem massiven Aufkommen an Zugmaschinen gerechnet, wie wa.de berichtet. Doch auch im Rest von NRW sollten Autofahrer mehr Zeit einplanen.
Mit den Protesten wollen die Landwirte bundesweit ihren Frust über die Regierungspolitik vor allem mit Verkehrsstörungen spürbar machen. Bei der Aktionswoche gegen geplante Subventionskürzungen stehen vor allem Blockaden von Autobahnauffahrten, Sternfahrten in größere Städte und langsamfahrende Kolonnen auf dem Programm, wie die Landesbauernverbände mitteilten. Die tatsächlichen Auswirkungen dürften dabei regional sehr unterschiedlich ausfallen, berichtet die dpa.
Darum protestieren die Bauern
► Der Bauernverband will mit den Aktionen dafür sorgen, dass die Bundesregierung geplante Streichungen von Subventionen vollständig zurücknimmt.
► Die Ampel-Koalition von SPD, Grünen und FDP hatte am Donnerstag angekündigt, sie wolle einen Teil der angedachten Kürzungen doch nicht umsetzen.
► Dem Bauernverband reicht das aber nicht aus. Konkret geht es um Subventionen beim Agrardiesel, die laut den aktuellen Regierungsplänen schrittweise abgeschafft werden sollen. Die ursprünglich geplante Abschaffung der Kfz-Steuerbefreiung für Landwirtschaft und Forst ist kein Thema mehr.
Nach dem Auftakt am Montag dürfte die Intensität der Proteste in den meisten Regionen zurückgehen. Die Aktionswoche gipfelt dann aber noch mit einem Protest in Berlin am 15. Januar, zu dem laut Polizei 10.000 Teilnehmer angemeldet wurden. Auch Tausende Traktoren werden dann in der Hauptstadt erwartet. (jw mit ots und dpa) Fair und unabhängig informiert, was in Köln, Düsseldorf & NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.
Rubriklistenbild: © Ulmer Pressebildagentur/Imago & Marc John/Imago

