Starker Wind, Gewitter und Frost in NRW: „Wetterlage ändert sich grundlegend“
VonHannah Decke
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Die Schönwetter-Lage endet. Nach NRW strömt kühle Meeresluft, das Wetter wird unbeständiger. Vor dem Wochenende wird es teils „sehr kühl“. Im Bergland droht Frost.
Update vom 23. Mai, 9.55 Uhr: Zum Ende der Woche sollten sich die Menschen in Nordrhein-Westfalen auf Regen und gelegentliche Gewitter vorbereiten. Auch am Freitag ziehen Wolken auf, und es kommt immer wieder zu Schauern, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Ebenfalls könnten kurze Gewitter mit Graupel auftreten. Der DWD gibt für den nördlichen Teil von NRW eine Amtliche Warnung vor Windböen heraus. Sie gilt von 10 bis 19 Uhr.
Starker Wind und Gewitter auch am Freitag in NRW
Die Temperaturen erreichen am Freitag Höchstwerte von 12 bis 16 Grad und es bleibt „kühl bis sehr kühl“. Ein mäßiger Wind weht, der bei Regen und Gewittern vereinzelt von Wind- oder Sturmböen begleitet wird.
Bedrückende Bilder: Wetterextreme der vergangenen Jahre in NRW
Am Samstag ziehen laut Angaben des DWD zunehmend Wolken über Nordrhein-Westfalen. Ab dem Nachmittag setzt Regen ein. Die Temperaturen steigen auf maximal 15 bis 18 Grad. Der Wind bleibt mäßig, kann aber in Böen stark werden. Auch am Sonntag bleibt es in Nordrhein-Westfalen regnerisch und wolkig. Die Temperaturen erreichen Höchstwerte zwischen 16 und 20 Grad. Der Wind weht mäßig und frischt teilweise stark böig auf.
[Erstmeldung] Hamm - Lange Zeit war es nun in NRW mild und trocken – ungewöhnlich trocken. Schon zu Jahresbeginn war Regen „absolute Mangelware“, laut den Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) erlebte NRW den trockensten März seit 1929. Das führte zu einer „ungewöhnlich frühen und markanten Niedrigwasserphase des Rheins“. Viel ging nicht beim Wetter. Doch das soll sich jetzt ändern.
„Wetterlage ändert sich grundlegend“ – Starker Wind, Gewitter und Frost in NRW
„Die Wetterlage ändert sich grundlegend“, sagt Meteorologin Verena Leyendecker von Wetteronline. Die Chancen auf Regen würden steigen. Allerdings seien die genauen Mengen derzeit noch nicht klar. Es gebe „Unsicherheiten in den Modellen“, so die Wetter-Expertin. Übers Wochenende würde sich über Island ein mächtiges Tief aufbauen. Deutschland liege am Rande des Tiefs in einer westlichen Strömung. „Typisch für die Westwetterlage ist mäßig warme und feuchtere Luft vom Atlantik“, erklärt Leyendecker. „Feuchtere Luft bedeutet, dass die Regenwahrscheinlichkeit bei uns grundsätzlich steigt.“
Bevor jedoch am Wochenende Atlantikluft zu uns strömt, wird am Rande eines Tiefdruckgebiets über Südschweden kühle Meeresluft nach NRW geführt. Die Folge: Am Donnerstag, 22. Mai, muss östlich einer Linie vom Niederrheinischen Tiefland bis ins Bergische Land zeitweise mit starken Böen um die 55 km/h gerechnet werden. Der Deutsche Wetterdienst warnt am Donnerstag bis 18 Uhr in weiten Teilen von NRW vor Windböen. Im Bergland soll es auch am Freitag windig werden.
Im Nordosten von NRW sind am Donnerstagnachmittag einzelne Gewitter nicht ausgeschlossen. Örtlich kann es im Laufe des Tages immer wieder regnen. Auch am Freitag kann es nass werden, laut DWD sind kurze Gewitter mit Graupel möglich. Die Meteorologen beschreiben die Höchstwerte in NRW mit „kühl bis sehr kühl“. Sie würden am Freitag zwischen 12 und 16 Grad liegen, in Hochlagen seien maximal 10 Grad drin.
Warme Atlantikluft lässt Temperaturen steigen – doch die Sonne bleibt fern
Bis Samstag werden die Nächte vor allem im Bergland noch einmal frostig kalt. In der Nacht zu Freitag liegen die Tiefstwerte in „ungünstigen Tallagen“ lokal bei bis zu 0 Grad, in der Eifel sind in der Nacht zu Samstag sogar bis -1 Grad möglich. In Bodennähe kann es dann zu leichtem Frost kommen. Abseits vom Bergland liegen die Höchstwerte in den Nächten bei 2 bis 6 Grad.
Mit der Atlantikluft steigen am Wochenende die Temperaturen wieder. Die Höchstwerte liegen am Samstag zwischen 16 und 19 Grad, am Sonntag zwischen 17 und 21 Grad. Allerdings zeigt sich die Sonne kaum. Immer wieder ist Regen möglich. Keine guten Aussichten, wenn es nach einer Bauernregel geht. Diese besagt, dass das Wetter am 25. Mai, der St. Urbanstag, die Witterung im Herbst vorhersagt.