Arbeitskampf

Streik im ÖPNV läuft: In diesen Städten in NRW fahren keine Busse und Bahnen

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Die Gewerkschaft Verdi hat erneut zum Streik im Nahverkehr aufgerufen – auch in NRW. Das betrifft Bahnen und Busse. Seit Donnerstag wird für 48 Stunden gestreikt.

Hamm - Eine Woche nach dem letzten Streik im Nahverkehr hat die Gewerkschaft Verdi erneut zum Streik im ÖPNV aufgerufen. Laut Mitteilung ist ein Wellen-Streik in einzelnen Bundesländern geplant. Auch in Nordrhein-Westfalen legen Beschäftigte im kommunalen Nahverkehr ihre Arbeit nieder – für 48 Stunden.

Verdi ruft wieder zum Streik im Nahverkehr auf – Bus und Bahn in NRW betroffen

Der Wellen-Streik soll sich laut Verdi bundesweit seit Montag, 26. Februar, bis Samstag, 2. März, ziehen. „In einzelnen Bundesländern wird an unterschiedlichen Tagen in diesem Zeitraum – vornehmlich ganztags und überwiegend mehrtägig – gestreikt“, teilt die Gewerkschaft mit. Der Hauptstreiktag sei der Freitag, 1. März.

In NRW ist der Streik bei kommunalen Verkehrsunternehmen für Donnerstag, 29. Februar, und Freitag, 1. März, geplant. Busse und Bahnen sollen also für 48 Stunden still stehen. Diese Nahverkehrsbetriebe in NRW sind zum Streik aufgerufen:

  • Duisburger Verkehrsgesellschaft Aktiengesellschaft (Duisburg)
  • Rheinbahn AG (Düsseldorf), wie 24RHEIN berichtet
  • WSW mobil GmbH (Wuppertal)
  • Stadtwerke Solingen GmbH (Solingen)
  • Stadtwerke Remscheid GmbH (Remscheid)
  • Bahnen der Stadt Monheim GmbH (Monheim)
  • MVG Märkische Verkehrsgesellschaft GmbH (Lüdenscheid)
  • Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr mbH (Ennepetal)
  • Hagener Straßenbahn Aktiengesellschaft (Hagen)
  • Kölner Verkehrs-Betriebe Aktiengesellschaft (Köln), erläutert 24RHEIN
  • Stadtwerke Bonn GmbH (SWB) – Bonn
  • Stadtwerke Bonn Dienstleistungs-GmbH (SWBD) – Bonn
  • Stadtwerke Bonn Verkehrs-GmbH (SWBV) – Bonn
  • wupsi GmbH (Leverkusen)
  • WestVerkehr GmbH (Geilenkirchen)
  • Beteiligungsgesellschaft Kreis Düren mbH (BTG) – Düren
  • Niederrheinische Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft NIAG (Moers)
  • SWK Mobil GmbH (Krefeld)
  • NEW mobil und aktiv Mönchengladbach GmbH (Mönchengladbach)
  • NEW mobil und aktiv Viersen GmbH (Viersen)
  • Dortmunder Stadtwerke Aktiengesellschaft DSW21 (Dortmund)
  • Vestische Straßenbahnen GmbH (Herten)
  • Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen Aktiengesellschaft (Bochum)
  • Ruhrbahn GmbH (Essen)
  • STOAG Stadtwerke Oberhausen GmbH (Oberhausen)
  • Straßenbahn Herne - Castrop-Rauxel GmbH (Herne)
  • Stadtwerke Hamm GmbH (Hamm)
  • Verkehrsbetrieb Hamm GmbH (Hamm)
  • Stadtwerke Gütersloh GmbH (Gütersloh)
  • Stadtwerke Münster GmbH (Münster)
  • REVG Rhein-Erft-Verkehrsgesellschaft mbH (Kerpen)
  • moBiel GmbH (Bielefeld) 

Am 1. März findet bundesweit auch der Klimastreiktag statt. Dabei handelt es sich um eine gemeinsame Aktion von „Fridays for Future“ und Verdi. „Gemeinsam mit Beschäftigten im Nahverkehr, Fahrgästen und Klimabewegten gehen wir für gute Arbeit und klimafreundliche Mobilität für alle auf die Straße“, heißt es in der Ankündigung mit dem Titel „Wir fahren zusammen“. Ziel sei es, eine Bewegung aufzubauen, „die für Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit zusammen kämpft“.

Klimastreik am 1. März – auch Nahverkehr in NRW betroffen

Auf der Internetseite von „Fridays for Future“ findet sich eine Übersicht mit Uhrzeit und Ort der geplanten Klimastreiks. Aufgelistet sind auch einigen Städte in NRW, darunter Dortmund, Essen, Köln und Münster. „Eine klimafreundliche Verkehrswende ist nur mit einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen und mehr Personal umsetzbar. Deshalb werden wir am 1. März gemeinsam ein Zeichen setzen. Hier muss mehr Druck auf den Kessel und mehr Geld ins System“, so Andrea Becker, Fachbereichsleiterin bei Verdi NRW.

Hintergrund des Streikaufrufs sind nach Angaben von Verdi die laufenden Tarifverhandlungen für rund 30.000 Beschäftigte im kommunalen ÖPNV, die auch zuletzt auch in zweiter Runde ergebnislos geblieben seien. Es gehe der Gewerkschaft hauptsächlich um eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen und eine Entlastung der Beschäftigten.

Leerer Busbahnhof: Die Beschäftigten im Nahverkehr wurden für Ende Februar erneut zum Streik aufgerufen. (Symbolbild)

„Wir bedauern, dass mit den Streikmaßnahmen auch die Fahrgäste getroffen werden. Durch die frühe Ankündigung versuchen wir für Planbarkeit zu sorgen, damit sich die Menschen auf die Ausfälle einstellen könnten“, heißt es seitens Verdi.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Funke Foto Services

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