VonMarvin K. Hoffmannschließen
Die Gewerkschaft Verdi hat zum Streik aufgerufen. Betroffen davon ist seit Donnerstag auch der ÖPNV in Dortmund. Bahnen und Busse von DSW21 fahren nicht.
Dortmund – Die Busse und Bahnen werden in Nordrhein-Westfalen wieder bestreikt. Die Gewerkschaft Verdi hat dazu am Donnerstag, 22. Februar, aufgerufen. Laut Mitteilung ist ein Wellen-Streik in einzelnen Bundesländern geplant. Konkret sollen Beschäftige im kommunalen Nahverkehr in NRW für 48 Stunden ihre Arbeit niederlegen. Auch in Dortmund.
ÖPNV-Streik in Dortmund: Welche Busse und Bahnen nicht fahren
Der Wellen-Streik soll sich laut Verdi bundesweit von Montag, 26. Februar, bis Samstag, 2. März, ziehen. „In einzelnen Bundesländern wird an unterschiedlichen Tagen in diesem Zeitraum – vornehmlich ganztags und überwiegend mehrtägig – gestreikt“, teilt die Gewerkschaft mit. Der Hauptstreiktag sei der Freitag, 1. März.
Pendler in Dortmund, die den ÖPNV nutzen wollen, sollten sich auf Ausfälle am Donnerstag, 29. Februar, und Freitag, 1. März einstellen. Denn wie auch bei den vorausgegangenen Streiks, werden an diesen Tagen sämtliche Stadtbahn- und Buslinien von DSW21 an diesen beiden Tagen nicht fahren“, heißt es. Dies gelte vom Betriebsbeginn am Dnnerstag gegen 3 Uhr bis zum Betriebsende in der Nacht zu Samstag gegen 1.30 Uhr.
Betroffen sind ebenfalls die „NachtExpress“-Linien von DSW21. Diese fahren um 0.15 Uhr oder um 0.45 Uhr „vom zentralen Ausgangspunkt „Reinoldikirche“ sternförmig in alle Stadtteile starten“. Ebenfall ausfallen werden von DSW21 in anderen Städten betriebenen Linien:
- Castrop-Rauxel 480, 481, 482 und NE 11
- Schwerte: 430, 435 und NE 25
- ExpressBuslinie X13 (Dortmund – Waltrop – Datteln, betriebenen mit der Vestischen)
Neben den Ausfällen der Busse und Bahnen in Dortmund bleiben die Kundencenter „Petrikirche“, „Hörde Bahnhof“ und „Castrop Betriebshof“ ganztägig geschlossen.
Ausgenommen vom Streik sind die H-Bahn und die miteinander verknüpften Flughafen-Sonderlinien AirportExpress, AirportShuttle und 490. „Diese drei Linien werden grundsätzlich über den Dortmunder Airport koordiniert und fahren eigenständig und autark zum übrigen DSW21-Linienbetrieb“, heißt es.
Streik bei Bus und Bahn in vielen Orten in NRW
Auch weitere Nahverkehrsbetriebe in NRW sind zum Streik aufgerufen:
- Duisburger Verkehrsgesellschaft Aktiengesellschaft (Duisburg)
- Rheinbahn AG (Düsseldorf)
- WSW mobil GmbH (Wuppertal)
- Stadtwerke Solingen GmbH (Solingen)
- Stadtwerke Remscheid GmbH (Remscheid)
- Bahnen der Stadt Monheim GmbH (Monheim)
- MVG Märkische Verkehrsgesellschaft GmbH (Lüdenscheid)
- Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr mbH (Ennepetal)
- Hagener Straßenbahn Aktiengesellschaft (Hagen)
- Kölner Verkehrs-Betriebe Aktiengesellschaft (Köln)
- Stadtwerke Bonn GmbH (SWB) – Bonn
- Stadtwerke Bonn Dienstleistungs-GmbH (SWBD) – Bonn
- Stadtwerke Bonn Verkehrs-GmbH (SWBV) – Bonn
- wupsi GmbH (Leverkusen)
- WestVerkehr GmbH (Geilenkirchen)
- Beteiligungsgesellschaft Kreis Düren mbH (BTG) – Düren
- Niederrheinische Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft NIAG (Moers)
- SWK Mobil GmbH (Krefeld)
- NEW mobil und aktiv Mönchengladbach GmbH (Mönchengladbach)
- NEW mobil und aktiv Viersen GmbH (Viersen)
- Dortmunder Stadtwerke Aktiengesellschaft (Dortmund)
- Vestische Straßenbahnen GmbH (Herten)
- Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen Aktiengesellschaft (Bochum)
- Ruhrbahn GmbH (Essen)
- STOAG Stadtwerke Oberhausen GmbH (Oberhausen)
- Straßenbahn Herne - Castrop-Rauxel GmbH (Herne)
- Stadtwerke Hamm GmbH (Hamm)
- Verkehrsbetrieb Hamm GmbH (Hamm)
- Stadtwerke Gütersloh GmbH (Gütersloh)
- Stadtwerke Münster GmbH (Münster)
- REVG Rhein-Erft-Verkehrsgesellschaft mbH (Kerpen)
- moBiel GmbH (Bielefeld)
Verdi ruft zum Streik auf
Hintergrund des Streikaufrufs sind nach Angaben von Verdi die laufenden Tarifverhandlungen für rund 30.000 Beschäftigte im kommunalen ÖPNV, die auch zuletzt auch in zweiter Runde ergebnislos geblieben seien. Es gehe der Gewerkschaft hauptsächlich um eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen und eine Entlastung der Beschäftigten.
Am Freitag, 1. März, findet bundesweit auch der Klimastreiktag statt. Dabei handelt es sich um eine gemeinsame Aktion von „Fridays for Future“ und Verdi. „Gemeinsam mit Beschäftigten im Nahverkehr, Fahrgästen und Klimabewegten gehen wir für gute Arbeit und klimafreundliche Mobilität für alle auf die Straße“, heißt es in der Ankündigung mit dem Titel „Wir fahren zusammen“. Ziel sei es, eine Bewegung aufzubauen, „die für Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit zusammen kämpft“.
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