VonNina Wetteschließen
Der Eichenprozessionsspinner verbreitet sich weiter in NRW. Nicht nur Menschen sollten ihn meiden, auch für Haustiere ist die Raupe ein Risiko. Ein Tierheim aus der Gegend warnt eindringlich.
Hamm - Die kleinen, behaarten Eichenprozessionsspinner können nicht nur bei Menschen Irritationen und allergische Reaktionen hervorrufen, sondern auch für Hunde eine Bedrohung darstellen. Die Raupen entwickeln sich häufig in Nestern an Baumstämmen und Ästen. Daher ist besondere Vorsicht in der Nähe von Wäldern und Alleen geboten. Das Tierheim Bonn macht nun Hundehalter auf die Gefahr aufmerksam.
NRW-Tierheim warnt: Eichenprozessionsspinner sind eine „Lebensgefahr“ für Hunde
„Achtung, Lebensgefahr für Hund & Katze“, so warnt das Bonner Tierheim in einem Facebook-Post Mitte April 2025 vor den Eichenprozessionsspinnern, die im Frühjahr in ganz Deutschland zu einem Risiko für Haustiere werden können. Wie das Tierheim erklärt, kann die Raupe für Hunde zum Problem werden, da die Vierbeiner beim Gassigehen viel herumschnüffeln und neugierig sind.
So könne es zu einem Kontakt mit den giftigen Haaren des Prozessionsspinners und der Schnauze und den Pfoten des Hundes kommen. Im schlimmsten Fall nehmen Hunde die Haare auch auf. Das kann laut den Bonner Tierschützern zu „starkem Speichel, Atemnot, Erbrechen oder sogar Tod führen“.
Eichenprozessionsspinner sind für Hunde eine Gefahr
Je nach Wetterlage bilden die Eichenprozessionsspinner ungefähr ab Ende April ihre giftigen Haare, in NRW sind die Giftraupen sogar schon früher als in anderen Bundesländern gesundheitsgefährdend. Die Vierbeiner können nach dem Kontakt mit den giftigen Haaren unter weiteren verschiedenen Symptomen leiden, berichtet das Magazin edogs.de:
- Ausschlag, meist an Nase, Schleimhäuten oder zwischen den Zehen
- Schwellung der Schnauze, des Nasenrückens und des Augenbereichs
- Quaddeln
- Hautknötchen
- Bindehautentzündung
- Nasenschleimhautentzündung
- Schwellung der Atemwege
- Schluckbeschwerden
- häufiges Niesen
- Atemnot
- Rötungen und Wunden im Bereich der Zunge und des Rachens
- Abgeschlagenheit
- Fieber
- starkes Hecheln
- allergischer Schock
Wie können Hundehalter ihre Tiere schützen?
Hundehalter sollten von Gebieten, in denen Nester und Ansammlungen gesichtet wurden, größtmöglichen Abstand halten, empfiehlt der Naturschutzbund. Da die Härchen der Raupe bis zu einem Jahr lang schädlich sein können, sollten Hundehalter in betroffenen Gebieten auch noch im Herbst vorsichtig sein. Wenn ein Hund dann doch mit dem Eichenprozessionsspinner in Berührung gekommen ist, sollten die betroffenen Stellen direkt großzügig mit Wasser gereinigt werden. Anschließend sollte ein Tierarzt aufgesucht werden.
Da sie eine Gefahr für Tier und Mensch sind, gehen viele Städte in NRW aktiv gegen den Eichenprozessionsspinner vor. Es gibt eine kuriose Methode gegen die Gift-Raupen.
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