- VonFrank Osiewaczschließen
Lange Zeit tat sich äußerlich nichts an dem 40-Millionen-Projekt in der Innenstadt, nun sind die Veränderungen auf der Baustelle zwischen Ritterstraße und Westenwall beinahe stündlich zu erkennen. Eröffnung des „B-tween“ soll laut Projektleiterin Anna Funke Ende 2024 sein.
Hamm – Der Abbruch des westlichen Teils der Ritterpassage mit schwerem Gerät schreitet zügig voran, bis Ende Oktober soll er abgeschlossen sein. Wie es danach weitergeht, erläuterte Projektleiterin Anna Funke (Fokus Development) gegenüber wa.de.
Von Nord nach Süd trägt der Arm des Baggers in Präzisionsarbeit den westlichen Gebäudeteil der alten Passage ab. Zur Ritterstraße hin wird dabei wie schon am Westenwall eine riesige Matte zum Einsatz kommen, die benachbarte Gebäude, den Verkehr und Passanten vor herabfallendem Schutt schützt und die Arbeiten abschirmt. Nach dem oberflächlichen Abbruch erfolgten weitere Abrissarbeiten in den Kellerräumen, erläuterte Funke.
Kampfmittelräumdienst sucht Blindgänger
Dann übernimmt zunächst der Kampfmittelräumdienst die Regie auf der Baustelle und sondiert den Boden auf mögliche Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg. Nach der Freigabe des Geländes werde eine Brechanlage zur Zerkleinerung des vorhandenen Materials aufgestellt. So werde die Unterlage bereitet für das Bohrgerät, das unter anderem für die Baugrubenumschließung notwendig ist. Damit sei Anfang 2023 zu rechnen, so Funke. „Wegen des hohen Grundwasserspiegels werden wir mehrere Brunnen installieren. Damit wird der Spiegel tief gehalten, und die Baugrube läuft nicht voll Wasser“, sagt Funke.
Baubegleitend – möglicherweise noch zum Ende dieses Jahres – werden laut Projektleiterin die Archäologen des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) die Baustelle nach Spuren aus der Vergangenheit untersuchen. Das Gelände, das durch das „B-tween“ überbaut werden soll, befindet sich in unmittelbarer Nähe zur mittelalterlichen Stadtbefestigung.
„Bisher sehr zufrieden mit dem Verlauf“
Zeitenwende am Westenwall: Sobald die Archäologen mögliche Fundstellen dokumentiert haben, kann der Hochbau beginnen. „Wir rechnen mit einer Eröffnung des B-tween Ende 2024“, sagt Anna Funke. „Endlich hat der Zug den Bahnhof verlassen. Bisher sind wir sehr zufrieden mit dem Verlauf.“ Die Vermietung der Wohn- und Gewerbeflächen werde mit dem weiteren Baufortschritt erfolgen.
Rettungsübung
Nachdem die Feuerwehr zuletzt im Allee-Center gegenüber für den Ernstfall geprobt hatte, folgt nun eine Übung auf der B-tween-Baustelle: Am Dienstag (18. Oktober) gegen 18.45 Uhr führt die Rettungshundestaffel der Freiwilligen Feuerwehr Hamm gemeinsam mit der Hundestaffel des Technischen Hilfswerks (THW) eine Rettungsübung auf der Baustelle zwischen Ritterstraße und Westenwall durch.