Anstehende Projekte

Überblick der Bauarbeiten in 2024: Wenn die Bagger in Welver endlich rollen

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Noch im Januar darf der erste Spatentisch für die Neugestaltung des Marktplatzes erwartet werden, auch wenn die Angelegenheit deutlich teurer wird als einst geplant.
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Vom Schreibtisch soll Vieles in 2024 auf die Baustelle wandern. Was in diesem Jahr in der Gemeinde Welver ansteht.

Welver – Gut Ding will Weile haben, sagt ein Sprichwort. Getreu dieser Weisheit handeln wahrlich viele Verantwortliche der öffentlichen Hand. Wer glaubt schon, dass ein Bauvorhaben in jenem Zeitfenster umgesetzt wird, für das es einmal geplant worden ist? Leidvoll mussten und müssen dies auch die Bürger der Gemeinde Welver erfahren, wie unlängst in dieser Zeitung am Beispiel des Bahnhofs dargestellt, dessen schon vor geraumer Zeit anvisierte Umgestaltung auf den St. Nimmerleinstag verschoben worden ist.

Mit dieser Entscheidung, oder eben Nicht-Entscheidung, hat die Gemeinde Welver nun wahrlich nichts zu tun, auch wenn einige Kommentatoren in den Sozialen Medien den Mitarbeitern im Rathaus dafür den Schwarzen Peter zuschieben wollen. Gleichwohl gibt es auch Projekte, die in der Verantwortung der Gemeinde liegen, die noch nicht so weit sind, wie es sich Bürgermeister Camillo Garzen und sein Team wünschen würden.

Gespannter Blick auf 2024

Umso gespannter dürfen die Welveraner dem Jahr 2024 entgegenblicken. Denn nun sollen einige Vorhaben tatsächlich vom Schreibtisch auf die Baustelle wandern, sollen nicht nur Kugelschreiber und Tastaturen bewegt werden, sondern Bagger und Schaufel.

Noch im Januar darf der erste Spatentisch für die Neugestaltung des Marktplatzes erwartet werden, auch wenn die Angelegenheit deutlich teurer wird als einst geplant. Ist der Marktplatz fertig, fahren die Bagger gleich weiter in die Straße Am Markt. Läuft alles wunschgemäß, dann dürfen die Welveraner hoffen, im Jahr 2025 wieder über den Abendmarkt flanieren zu dürfen.

Abwasserkanäle und Richtfeste

Ebenso gespannt blicken die Bürger aus Klotingen, Einecke, Berwicke und Stocklarn den nächsten Monaten entgegen. Dann werden auch dort große Baumaschinen zur Tat schreiten und den Menschen in diesen Ortsteilen jenen ebenfalls erheblich verteuerten Fortschritt ins Dorf bringen, den viele von ihnen gar nicht haben wollten. Doch am Verlegen der Abwasserkanäle führt kein Weg mehr vorbei. Hohe Gerichte haben längst das letzte Wort gesprochen.

Schon sichtbar sind die Maßnahmen bei der Feuerwehr. In Vellinghausen und Scheidingen sind die Richtfeste der Gerätehäuser längst gefeiert worden, mit der Einweihung ist hier wie da im Sommer 2024 zu rechnen. Dann richtet sich das Augenmerk auf die Vorhaben in Klotingen, Berwicke und Borgeln, wo die Blaukittel ebenfalls eine neue Heimstatt bekommen sollen.

Neues Quartier für Welver

Vielleicht aber wird das große Projekt für Feuerwehr und Rettungsdienst im Zentralort noch eher Wirklichkeit. Denn hier hängen weitere Vorhaben dran; Stichworte OGS, Grundschule, Lehrschwimmbecken. Hier müssen in 2024 Politik und Verwaltung noch ganz große Räder drehen.

Zuerst aber steht ihnen noch eine ganz heikle Aufgabe bevor. Denn es gilt, einen Haushalt für die Gemeinde Welver aufzustellen. Und das ohne ausgewiesenen Experten auf der Position des Kämmerers. Hier hat die Gemeinde bis zuletzt vergeblich versucht, einen Fachmann anzuwerben.

Vierte Amtszeit für Garzen

Nun liegt es in Zeiten, landauf, landab knapper werdenden Kassen an Bürgermeister Camillo Garzen, im vierten Jahr seiner Amtszeit, und seinem Vize Udo Kötter, Welver finanziell so aufzustellen, dass die unseligen Zeiten der Haushaltssicherung für Welver nicht wieder zurückkehren.

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