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Die A42 bleibt wegen Brückenschäden zwischen Bottrop und Essen bis ins Frühjahr 2024 gesperrt. In Essen will die Stadt das Umleitungskonzept verbessern.
Bottrop/Essen – Die Sperrung der A42 zwischen Bottrop und Essen dauert länger als zunächst gedacht. Ursprünglich hätte die Autobahn seit Mitte Dezember wieder offen sein sollen. Seit der Entdeckung von Schäden an einer Brücke über dem Rhein-Herne-Kanal ist allerdings klar, dass die A42-Sperrung bis ins Frühjahr verlängert werden muss. Autofahrer sollen in der Zeit auf andere Autobahnen im Ruhrgebiet ausweichen – auch um Verkehrschaos in den Städten zu verhindern. In Essen prüft die Stadt zudem weitere Ausweichmöglichkeiten.
A42-Vollsperrung zwischen Bottrop und Essen: Die wichtigsten Infos auf einen Blick
- Wo ist die Autobahn gesperrt? Die A42 ist zwischen der Anschlussstelle Bottrop-Süd bis zum Autobahnkreuz Essen-Nord in beide Richtungen voll gesperrt.
- Wie lange dauert die Sperrung? Seit dem 11. Dezember (3 Uhr) ist die komplett gesperrt. Statt der geplanten sechs Tage soll die Vollsperrung noch bis zum Frühjahr 2024 dauern. Nach der Sperrung soll die Brücke zunächst für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen wieder freigegeben werden.
- Wie wird umgeleitet? Die großräumigen Umleitungen verlaufen über die umliegenden Autobahnen und werden auf digitalen Anzeigetafeln angezeigt. Autofahrer aus Richtung Westen sollen über die A3 nutzen und danach entweder über die A2 oder die A40 nach Osten weiterfahren. Autofahrer aus Richtung Osten sollen über die A45 fahren und im Anschluss die A2 oder A40 für die Weiterfahrt in Richtung Westen nutzen.
- Warum wird gesperrt? Die Autobahn Westfalen führt „Erhaltungsarbeiten“ an der Rhein-Herne-Kanal-Brücke durch. Dabei wurden laut der Autobahn GmbH Risse im Brückenwerk festgestellt. Daher muss die Brücke neu gebaut werden.
- Hinweis: Stand vom 3. Januar 2024 – alle Angaben ohne Gewähr, da kurzfristige Änderungen möglich sind. Quelle: Autobahn GmbH.
A42-Sperrung sorgt für viel Verkehr in Essen – Stadt arbeitet an Alternativen
Durch die Sperrung der A42 im Bereich des Rhein-Herne-Kanals kommt es auch in den Städten Bottrop und Essen seit Dezember zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen. In Richtung Osten führt die örtliche Umleitungsstrecke durch das Essener Stadtgebiet. Die Folge sind laut Stadt zusätzliche Belastungen für den Verkehr sowie für Anwohner und die dort ansässige Wirtschaft. Dem soll nun entgegengewirkt werden.
„Um die Verkehrsführung im Essener Stadtgebiet zu verbessern, sind für die innerstädtische Umleitungsstrecke Optimierungen geplant, beispielsweise im Bereich der Kreuzung Vogelheimer Straße / Gladbecker Straße“, teilte die Stadt Essen mit. Die Gladbecker Straße ist auch als B224 bekannt und verbindet die A40 mit der A42 am Kreuz Essen Nord. Also genau dort, wo Autofahrer entweder die A42 verlassen, um auf die Umleitung zu fahren, oder nach bereits gefahrener Umleitung zurück auf die A42 wollen.
Stadt Essen: Optimierungsmöglichkeiten sollen bis Mitte Januar geprüft werden
Wie die genauen Optimierungen der Verkehrsführung aussehen sollen, steht laut Stadt noch nicht fest. Bis Mitte Januar sollen die Möglichkeiten geprüft und anschließend umgesetzt werden. Am 17. Januar soll es zudem eine Sondersitzung des Verkehrsausschusses im Landtag mit Vertretern des Bundesverkehrsministeriums, der zuständigen Autobahn GmbH, der Bezirksregierung Münster und des Landesbetriebs Straßen.NRW geben. Dabei soll es in erster Linie um die Belastung der Ausweichstrecken gehen.
Bis es Lösungen gibt, brauchen Autofahrer, Anwohner und alle anderen Beteiligten allerdings noch weiter Geduld. Und auch über die Dauer der derzeitigen Sperrung könnte die Brücke der A42 über dem Rhein-Herne-Kanal für Verkehrschaos im Ruhrgebiet sorgen. Denn wie die Autobahn GmbH Westfalen mitteilte, muss die Brücke aufgrund der Schäden neu gebaut werden. Wie viel Zeit dafür ins Land gehen wird, ist noch unklar. „Die Dauer des Neubaus ist derzeit noch nicht zu beziffern“, so die Autobahn GmbH. (jr mit dpa)
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