„Umstellung der Großwetterlage“: Ein Sturmtief sorgt für die Wende in NRW
VonHannah Decke
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Anhaltender Regen, kaum Aussicht auf Sonne: Tief Karlheinz verpatzt uns den Sommer. Jedoch bahnt sich eine Wetterwende an. Die Prognose für NRW.
Hamm - Wann wird's mal wieder richtig Sommer? Eine Frage, die sich nicht nur Rudi Carrell in seinem gleichnamigen Schlager-Hit von 1975 stellt. In diesen Tagen ist die Sehnsucht nach Wärme und Sonne groß. Kein Wunder, das Wetter in NRW zeigt sich seit Wochen eher von seiner herbstlichen Seite. So wie der Juli endete, so macht der August scheinbar weiter. Schuld ist das Tief Karlheinz. Doch die Prognosen der Meteorologen machen Hoffnung.
Zunächst einmal muss am 2. und 3. August weiterhin mit unbeständigem Wetter gerechnet werden. Am Samstag drohen in NRW einmal mehr mit Gewitter und Starkregen. „Im Laufe des Tages bildet sich eine große Schauer- und Gewitterlinie“, erklären die Experten vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Die Höchstwerte liegen zwischen 17 und 21 Grad.
Wetter-Wende in NRW: „Sturmtief läutet eine Änderung ein“
Am Sonntag klettern die Temperaturen dann ein bisschen weiter nach oben. Bei maximal 18 bis 24 Grad bleibt es zwar stark bewölkt, es wird aber laut DWD deutlich trockener sein. Im Osten von NRW könnte es noch etwas regnen, am Abend muss der Nordwesten mit Schauern rechnen. Dennis Oswald von Wetteronline macht jedoch Hoffnung für die kommende Woche: „Für weite Teile West- und Mitteleuropas deutet sich eine Umstellung der Großwetterlage an.“
„Die derzeitige Wetterlage wird als „Trog Mitteleuropa“ bezeichnet und sorgt bei vielen Hitzehungrigen für Unmut. Ausgerechnet ein Sturm läutet dabei eine Änderung der aktuellen Witterungsverhältnisse ein“, erklärt der DWD. Am Montag zieht das Sturmtief Floris über die Britischen Inseln hinweg Richtung Süd-Norwegen. „Deutschland wird dabei nur am Rande von diesem Sturm beeinflusst und spürt die Auswirkungen vor allem am Dienstag.“ In der Nordhälfte von Deutschland wird der Wind auffrischen, an den Küsten wird es stürmisch.
Bedrückende Bilder: Wetterextreme der vergangenen Jahre in NRW
„Aber danach kommt es dann – zunächst ganz schwach und dann immer stärker. Ein Hoch weitet seinen Einflussbereich nach Deutschland aus und wird hier von Südwesten her für eine Abtrocknung der Luftmassen sorgen“, so die Prognose der Meteorologen. Es wird wieder trockener in NRW und auch die Sonne zeigt sich wieder. „Die Temperaturen klettern in ihrem Maximum über die 25-Grad-Marke“, schreibt der DWD. Das bestätigt auch ein Blick in die 10-Tage-Prognose für Düsseldorf.