Wetterumschwung in NRW – „Höhentief“ dominiert aber noch den August-Start
VonMarvin K. Hoffmann
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Ein dominantes Höhentief bestimmt das wechselhafte Wetter. In NRW bleibt es regnerisch und kühl. Doch Meteorologen sehen Besserung im August kommen.
Hamm – Graue Wolken, der Wind pfeift herbstlich um die Ecke und immer wieder gibt es Schauer. Wer normalerweise im Sommer mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt, nimmt aktuell wohl lieber doch das Auto – Bahn ist ja schließlich auch schwierig, weil ein mutmaßlicher Sabotageakt den Verkehr dort ziemlich lahmgelegt hat. T-Shirts wurden schon längst gegen Übergangsjacken getauscht. Das Wetter spielt zum Start des Sommermonats August halt einfach nicht mit.
Schuld ist ein Höhentief, das „wie festgetackert über Dänemark“ liegt, sagt Fabian Ruhnau von Kachelmannwetter, der ein „sehr wechselhaftes und unbeständiges Wochenende“ prognostiziert. Doch die Vorhersagen für die kommenden Wochen machen etwas Mut. Der Sommer könnte nach NRW zurückkehren. „Von Südwesten her wird sich eine Stabilisierung bemerkbar machen“, so der Wetterexperte weiter, der aber dennoch „vorsichtig“ bleiben möchte.
Wetterumschwung naht – „Höhentief“ bestimmt aktuell den August-Start
Niklas Weise von wetteronline.de bestätigte ebenfalls gegenüber wa.de, dass das Wetter Anfang August noch auf „sehr wackeligen Beinen“ stehen würde. Das Tiefdruckgebiet will nicht so recht in Richtung Osteuropa abziehen, dafür bleibt auch noch das Hochdruckgebiet eher über Frankreich hängen. „Wärme und weniger Schauer, dafür mehr Sommer“, stellte er immerhin für den späteren August in Aussicht. Zunächst aber müssen die Sonnenanbeter in NRW noch ein verregnetes Wochenende überstehen.
Der Freitag, 1. August, wird laut Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes „wechselnd bis stark bewölkt“ und „wiederholt Schauer sowie teils kräftige Gewitter, lokal mit Starkregen, vereinzelte Unwetter“ seien nicht ausgeschlossen. Die Höchsttemperaturen würden zwischen 19 und 22 Grad liegen, im höheren Bergland zwischen 16 und 18 Grad. In der Nacht zum Samstag ist mit einem wechselnd bewölkten Himmel zu rechnen, es soll einzelne Schauer geben. Die Tiefsttemperatur wird wohl zwischen 13 und 10 Grad liegen.
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Auch der Samstag wird laut DWD wechselnd bis stark bewölkt sein. Im Tagesverlauf sind gebietsweise Schauer und kräftige Gewitter zu erwarten, lokal wieder mit Starkregen. „Temperaturanstieg auf 17 bis 21 Grad, im Hochsauerland um 15 Grad. Mäßiger Wind aus West, bei Schauern und Gewittern starke bis stürmische Böen“, heißt es. In der Nacht zum Sonntag ist dann nur noch gelegentlich etwas Regen möglich, sonst eine eher auflockernde Bewölkung. „Tiefsttemperaturen zwischen 14 und 10 Grad“, teilt der DWD in seiner Prognose mit. Der Sonntag wird ähnlich ablaufen.