Bekanntmachung beim Amtsgericht

Unternehmen aus NRW mit 170 Filialen insolvent – mehr als 300 Mitarbeiter betroffen

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Ein Betrieb aus Nordrhein-Westfalen mit etwa 170 Fachgeschäften in Deutschland hat Insolvenz angemeldet. Über 300 Angestellte sind betroffen.

Köln - Die Zahl der Insolvenzen in Deutschland steigt. Zuletzt meldeten einige Unternehmen Insolvenz aufgrund von finanziellen Problemen an. So stehen zahlreiche Filialen des Schuhhändlers Görtz vor der Schließung – und sollen enorm hohe Mietschulden angesammelt haben. Nun trifft es auch ein Fachgeschäft aus Nordrhein-Westfalen.

Fachgeschäft aus NRW mit 170 Filialen insolvent – mehr als 300 Mitarbeiter betroffen

Die „Matratzen Direkt AG“ mit Sitz in Köln hat nämlich beim zuständigen Kölner Amtsgericht Insolvenz angemeldet. Das geht aus einer Bekanntmachung des Gerichts hervor. Dort wird die Insolvenzbekanntmachung vom 1. April unter dem Aktenzeichen „70g IN 71/25“ geführt. Zunächst werde die Insolvenz in Eigenregie abgewickelt. Ein vom Gericht bestellter Anwalt überwacht den Prozess, während die Geschäftsführung vorerst im Amt verbleibt und nach einer Möglichkeit sucht, die finanzielle Krise zu bewältigen.

Das Unternehmen betreibt unter dem Namen „MFO Matratzen“ laut Angabe der Wirtschaftswoche deutschlandweit aktuell mehr als 120 Filialen – viele davon in NRW. Zudem verkauft es über einen Onlineshop Matratzen, Lattenroste und Bettwaren. Allein in Köln finden sich drei, in Münster zwei Filialen. Wie es aktuell mit den Filialen in Deutschland weitergeht, ist derzeit unklar. Von möglichen Schließungen von Geschäften wurde unterdessen nichts bekannt.

Allein in Köln gibt es drei Filialen von „MFO Matratzen“.

Schon vor Jahren: Zahlreiche Filialen des Unternehmens mussten schließen

Laut einem Artikel der Wirtschaftswoche hat das Unternehmen bereits seit Jahren mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. Schon im Jahr 2017 beantragte die Matratzen Direkt AG ein Schutzschirm-Insolvenzverfahren. „Zahlreiche Filialen mussten schließen, doch das Unternehmen überlebte und konnte weitermachen“, so die Wirtschaftswoche.

Nun werden die mehr als 300 Mitarbeiter von Matratzen Direct in den kommenden Monaten zunächst Insolvenzgeld erhalten, während Geschäftsführung und Sanierungsberater versuchen dürften, die Kosten zu senken, neue Investoren zu finden und das Filialnetz anzupassen, so die Wirtschaftswoche.

Die Konsumflaute spitzt sich weiter zu. Die Auswirkungen treffen die gesamte Branche. So hat kürzlich auch eine bundesweit bekannte Restaurant-Kette einen Insolvenzantrag gestellt. Über 1000 Mitarbeiter sind betroffen. In NRW hat das Unternehmen 12 Standorte.

Rubriklistenbild: © dpa/Wolfgang Kumm

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