VonNina Wetteschließen
Am 23. Februar wird ein neuer Bundestag gewählt. Einige NRW-Städte haben mit Blick auf die Wahl eine Bitte. Bürger sollen besser auf die Briefwahl verzichten.
Hamm - Nach dem Aus der Ampel-Regierung muss in Deutschland neu gewählt werden. Am 23. Februar 2025 öffnen die Wahllokale. Viele Wahlberechtigte nutzen allerdings gerne eine bestimmte Option, um schon vorab ihre Stimme abzugeben. Bei der Briefwahl zur Bundestagswahl 2025 könnte es allerdings kompliziert werden. Einige Städte raten sogar von der Wahl per Brief ab.
Bundestagswahl 2025: Städte in NRW raten von der Briefwahl ab
Eine Herausforderung bei der Wahl im Februar 2025 sind die verkürzten Fristen. Die Städte haben durch die vorgezogene Wahl weniger Zeit als üblich, sich auf den Wahlsonntag vorzubereiten. So suchten die Städte und Gemeinden beispielsweise schon bevor endgültig feststand, dass neu gewählt werden muss, nach Wahlhelfern.
Auch bei der Briefwahl, durch die die Möglichkeit besteht, schon vor dem 23. Februar seine Stimme abzugeben, gibt es durch die kürzeren Fristen Probleme. „Sie müssen ihre Briefwahlunterlagen schneller bei ihrer Gemeinde beantragen, ausfüllen und zurücksenden, als dies bei einer Bundestagswahl zum regulären Ende einer Legislaturperiode der Fall ist“, teilt die Bundeswahlleiterin mit.
Der Versand der Briefwahlunterlagen kann in den meisten NRW-Städten voraussichtlich erst um den 7. Februar erfolgen, wie die Städte Köln, Duisburg und Hilden mitteilen. Um unnötige Wartezeiten zu vermeiden, können die Briefwahlunterlagen in Städten wie Köln aber schon jetzt online beantragt werden. Wer sich für eine Briefwahl entscheidet, soll die ausgefüllten Unterlagen dann so schnell wie möglich zurückschicken. „Wenn Sie sich für die Briefwahl entscheiden, berücksichtigen Sie die verkürzten Fristen und stellen Sie den rechtzeitigen Eingang der Briefwahlunterlagen sicher. Nur so kann Ihre Stimme zählen“, informiert die Bundeswahlleiterin.
Städte empfehlen Urnenwahl
Am sichersten ist es aber immer noch, am Wahlsonntag den 23. Februar die Stimme im Rahmen der Urnenwahl abzugeben. Die Stadt Wermelskirchen macht seine Bürger darauf aufmerksam, dass „durch verkürzte Fristen für die Bundestagswahl am Sonntag, 23. Februar 2025, nur ein Zeitraum von knapp zwei Wochen für die Briefwahl zur Verfügung steht. Deshalb empfiehlt das Wahlbüro vorrangig die Stimmabgabe an der Urne im Wahllokal.“ Auch die Stadt Siegen gibt diesen Hinweis an die Wahlberechtigten weiter: Nutzen Sie „sofern möglich bei dieser Wahl verstärkt die Urnenwahl“, heißt es auf der Website der Stadt.
Und die Stadt Hamm rät derweil zur „Briefwahl vor Ort“ und hat die Zahl der Briefwahl-Büros erhöht.
Rubriklistenbild: © imago
