Einschränkungen und Ausfälle

Verdi ruft zum Streik auf – „Erhebliche Ausfälle“ bei Bussen und Bahnen in NRW

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    Annika Ketzler
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Die aktuelle Streikwelle im öffentlichen Nahverkehr in NRW ist bereits in vollem Gange. Am Montag, dem 10. Februar, bleiben in einigen Städten wieder Busse und Bahnen stehen.

Hamm - Nachdem es bereits Anfang Februar in Teilen von NRW, zum Beispiel am 7. Februar in Köln und Bonn, durch Streiks im Nahverkehr zu erheblichen Einschränkungen kam, müssen sich Pendler und Reisende in der nächsten Woche auf weitere Ausfälle einstellen. Wa.de gibt einen Überblick, in welchen Städten es zu Ausfällen bei Bussen und Bahnen kommen kann.

„Erhebliche Ausfälle“ bei Bussen und Bahnen in NRW – hier hat Verdi zum Streik aufgerufen

In einigen NRW-Städten, besonders im Ruhrgebiet, mussten sich Menschen einen Plan B überlegen, wenn sie am Montag, 10. Februar, eine Fahrt mit Bus oder Bahn geplant hatten. Die Bogestra, die vor allem für das Nahverkehrs-Angebot in Bochum und Gelsenkirchen verantwortlich ist, hat am Montag gestreikt. Auch die Straßenbahn Herne - Castrop-Rauxel GmbH teilte mit, dass im Gebiet des Verkehrsunternehmens am Montag ebenfalls keine Busse fahren werden. Die Fahrgäste in weiteren Ruhrgebiets-Städten wie Oberhausen und Recklinghausen mussten für Montag ebenfalls umplanen. Auch im Kreis Unna kam es zu „erheblichen Ausfällen“.

Warnstreiks in NRW: Auch Einschränkungen am Dienstag und Mittwoch

Am Dienstag, 11. Februar, gibt es weitere Einschränkungen in einigen NRW-Städten. Unter anderem streiken die Busfahrer des Nahverkehrsunternehmens Wupsi in Leverkusen. Zudem soll am Dienstag auch im Nahverkehr der STOAG in Oberhausen gestreikt werden. Am Mittwoch, 12. Februar, soll dann die Essener Ruhrbahn streiken.

Streik in Dortmund am Donnerstag: Züge und Busse betroffen

Auch in Dortmund soll in dieser Woche gestreikt werden. Dies bestätigt DSW21 am Montag, 10. Februar, auf Nachfrage von wa.de. „Im Rahmen der laufenden Tarifverhandlungen für den Öffentlichen Dienst wurde DSW21 darüber informiert, dass die Gewerkschaft ver.di für Donnerstag, den 13. Februar 2025, einen ganztägigen Warnstreik plant. Für die Fahrgäste des ÖPNV in Dortmund bedeutet das, dass sämtliche Stadtbahn- und Buslinien von DSW21 an diesem Tag nicht fahren werden. Dies gilt vom Betriebsbeginn (ca. 3.30 Uhr) bis Betriebsende (ca. 1.30 Uhr am Folgetag)“, so eine Sprecherin.

Betroffen seien zudem auch die NachtExpress-Linien von DSW21, die in Dortmund fahren. In gleicher Weise werden die von DSW21 in den Nachbarstädten Castrop-Rauxel (480, 481, 482 und NE 11) und Schwerte (430, 435 und NE 25) betriebenen Buslinien betroffen sein. Zudem sollen die Fahrten von DSW21 auf der gemeinsam mit der Vestischen betriebene ExpressBuslinie X13 (Dortmund – Waltrop – Datteln) ausfallen. „Die von der Vestischen angebotenen Fahrten finden dagegen statt“, so die Sprecherin.

Vom Streik hingegen nicht betroffen sind laut DSW21 die H-Bahn und die miteinander verknüpften Flughafen-Sonderlinien AirportExpress, AirportShuttle und 490.

Verdi will Druck erhöhen – weitere Streiks nicht ausgeschlossen

Mit den Streiks wolle die Gewerkschaft Verdi so den Druck in den laufenden Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst erhöhen. Die Gewerkschaft fordert in den Tarifverhandlungen acht Prozent mehr Entgelt, aber mindestens 350 Euro mehr im Monat. Eine zweite Runde der Tarifverhandlungen soll am 17. und 18. Februar in Potsdam stattfinden. „Wir wollen bis zur nächsten Runde möglichst viel Druck aufbauen“, sagte ein Sprecher von Verdi auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur. Weitere Streiks seien deswegen nicht ausgeschlossen. 

Zwei Modelle aus Deutschland sind dabei: Das sind die schnellsten Züge der Welt

Deutsche Bahn AG nimmt ICE 3neo in Betrieb
Die Deutsche Bahn belegt mit ihrem ICE 3 den 10. Platz in unserer Rangliste. Sie sind die schnellsten Züge der Deutschen Bahn bis heute mit Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 330 km/h. Hersteller der ICE 3 ist Siemens.  © Boris Roessler/dpa
Der spanische AVE S-103
Der spanische AVE S-103 ist von der Bauart her genau der gleiche Zug wie der ICE 3. Auch er wurde von Siemens hergestellt und fährt in Spanien seit 2005 auf der Schiene. Die Höchstgeschwindigkeit dieser Züge wurde bei 403,7 km/h gemessen.  © Imago
Intercity Experimental
Mit dem Intercity Experimental schafft es die Deutsche Bahn zum zweiten Mal auf die Rangliste. Dieser alte IC rollte erstmals 1985 durch das Land, die höchste gemessene Geschwindigkeit liegt bei 406 km/h.  © Imago
Der Fuxing Hao CR400
Mit bis zu 420 km/h kann man in China mit dem Fuxing Hao CR400 durch die Volksrepublik brettern. Dieser Hochgeschwindigkeitszug kam 2015 auf die Schienen.  © AFP
Der CRH380BL aus China
Der CRH380BL aus China ist älter als der Fuxing Hao, hat aber eine schnellere Geschwindigkeit erreichen können als sein Nachfolger. 2011 wurden bei diesem Exempel 487 Stundenkilomter auf einer Strecke gemessen.  © PETER PARKS/AFP
Transrapid Shanghai
Der „der schnellste kommerzielle Magnetschwebezug der Welt“ ist der Transrapid Shanghai, der als Flughafenzubringer unterwegs ist. 2003 erreichte dieser kleine Zug auf einer Strecke von gerade mal 30 Kilometern eine Geschwindigkeit von 501 km/h.  © Imago
LOURDES, FRANCE - AUGUST 22, 2006: French High Speed train TGV Atlantique ready for departure on Lourdes station platfor
Der TGV Atlantique ist auf Platz vier in diesem Ranking. Dieser Zug kann 515,3 km/h erreichen, diese Geschwindigkeit erreichte er 1990.  © Imago
V150 TGV Hochgeschwindigkeitszug anlässlich der Rekordfahrt von Preny nach Reims Bezannes PUBLICAT
V150 TGV ist einer der schnellsten Züge der Welt auf dem dritten Platz. Dieser französische Zug sicherte sich mit 547 km/h im Jahr 2007 seine Rekordfahrt.  © Imago
JRMaglev MLX01-1 Train in Japan, JRâ??Maglev MLX01-1 Train at SCMaglev and Railway Park in Nagoya, Japan. It is a
Die beiden Top-Plätze werden im Ranking von japanischen Zügen belegt. Der JR-Maglev MLX01 hat 2003 die Top-Geschwindigkeit von 581 km/h gesichert.  © Imago
Der Shinkansen in Japan
Der Shinkansen in Japan ist weltberühmt, und das zu Recht. Er ist der schnellste Zug der Welt mit einer Höchstgeschwindigkeit 603 km/h.  © IMAGO/Kenjiro Matsuo

Auch in anderen Bereichen wurde kürzlich gestreikt. Die Komba-Gewerkschaft rief beispielsweise für Mittwoch, 5. Februar, zum Warnstreik in Hamm auf. Dieser Aufruf galt ganztägig für die Beschäftigten der Stadt Hamm, des Kommunalen Jobcenters und der Stadtwerke Hamm.

Rubriklistenbild: © Arnulf Hettrich/Imago

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