VonDaniel Schröderschließen
Hannah Deckeschließen
Auf der A44 bei Werl ist am späten Donnerstagabend ein Reisebus verunglückt. Viele Berufsschüler wurden verletzt. Die Ursache des Unfalls war ein medizinischer Notfall.
- Auf der A44 nahe dem Kreuz Werl ist ein Reisebus am Donnerstagabend, 28. März, von der Fahrbahn abgekommen und auf die Seite gekippt.
- Im Reisebus befand sich eine Gruppe Berufsschüler, die aus England zurück nach NRW reisten.
- Die A44 war für 10 Stunden gesperrt. Am Freitagmorgen wurde sie wieder freigegeben.
Update vom 29. März, 9.53 Uhr: Nach dem schweren Busunglück auf der A44 bei Werl hat sich die Polizei am Freitagmorgen zu der Unfallursache geäußert. „Nach ersten Erkenntnissen war dem Unfall ein medizinischer Notfall des 53-jährigen Busfahrers vorausgegangen“, heißt es in einer Mitteilung. Bei dem Unfall seien 21 Personen verletzt worden. Es gebe einen Schwerverletzt, bei dem aber nach derzeitigem Kenntnisstand keine Lebensgefahr bestehe. 39 weitere Insassen seien unverletzt geblieben.
Der Reisebus, in dem eine Schülergruppe eines Berufskollegs saß, ist laut Polizei nach rechts von der Fahrbahn abgekommen, gegen die aus dem Boden ragende Schutzplanke geprallt und dann in der Böschung umgekippt. Die A44 war 10 Stunden lang voll gesperrt. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst waren im Großeinsatz. Unter anderem zwei Gelenkbusse waren vor Ort, um die Verletzten und die anderen Insassen des Busses in umliegende Krankenhäuser und zur Feuerwache Unna zu bringen.
Schwerer Reisebus-Unfall auf der A44 zwischen Unna und Werl




Schwerer Reisebus-Unfall auf der A44 bei Werl – viele Schüler verletzt
[Erstmeldung] Unna/Werl - Nur einen Tag nach dem schweren Flixbus-Unfall auf der A9 bei Leipzig hat es in der Nacht zu Karfreitag auf der A44 wieder ein schweres Reisebus-Unglück gegeben. Gegen 23 Uhr verunglückte der Doppeldecker-Bus am Gründonnerstag zwischen Unna und Werl. In dem Reisebus befand sich eine Gruppe Berufsschüler. Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren mit einem Großaufgebot auf der Autobahn im Einsatz.
Wie Gunnar Wortmann, Sprecher der Polizei Dortmund, vor Ort mitteilte, war der Reisebus auf dem Rückweg von England in den Raum Warburg im Kreis Höxter (NRW). Das Fahrzeug kam von der Fahrbahn ab und kippte um. Abseits der A44 blieb der Doppeldecker auf der Seite liegen.
Die meisten Insassen konnten sich laut ersten Informationen selbst aus dem Bus befreien. Zudem wurden Menschen von Kräften der Feuerwehr aus dem Doppeldecker gerettet.
Reisebus-Unfall zwischen Unna und Werl: Polizei spricht von „mehreren Dutzend Verletzten“
Laut ersten Informationen von Gunnar Wortmann gab es „mehrere Dutzend Verletzte“. Zwei Schüler seien schwer verletzt worden. Todesopfer gibt es nicht. Nach derzeitigem Erkenntnisstand schwebt zudem glücklicherweise auch niemand in Lebensgefahr. Volker Meier, Sprecher des Kreises Unna, konkretisierte an der Einsatzstelle: „21 Verletzte kamen in verschiedene Krankenhäuser. Insgesamt saßen 60 Personen in dem Bus. 39 werden an der Feuerwache in Unna betreut.“ Der Kreis Unna hat ein Angehörigen-Telefon eingerichtet: „Personenanfragen sind zu richten an 02303/275038“, heißt es in einer Mitteilung des Kreises.
Für die Einsatzkräfte handelte es sich um eine „richtig große Lage“, so Wortmann. Zwei Linien-Gelenkbusse waren zur Unfallstelle geschickt worden, damit die Reisenden nicht in der Kälte betreut werden mussten
Mit Seilwinden von Rüstfahrzeugen der Feuerwehr wurde der Reisebus wieder aufgestellt. Zunächst war befürchtet worden, dass noch jemand unter dem Bus liegen könnte. Nachdem der Bus mithilfe der Seilwinden aufgerichtet worden war, gab es die erleichternde Gewissheit, dass sich niemand unter dem tonnenschweren Wrack befand.
Unfall mit Reisebus auf der A44 bei Werl – Autobahn 10 Stunden gesperrt
Der Unfall ereignete sich nur 60 Meter vor der Werler Stadtgrenze und rund anderthalb Kilometer vor der Werler A44-Raststätte „Haarstrang“ Süd entfernt. Die A44 war die ganze Nacht über ab dem Kreuz Unna-Ost in Fahrtrichtung Kassel voll gesperrt. Wie die Polizei Dortmund am Freitagmorgen mitteilte, wurde die Sperrung gegen 9 Uhr wieder aufgehoben. „Die Bergungsarbeiten sind beendet und die Fahrbahn wurde gereinigt“, so die Polizei auf „X“.
Im Einsatz waren unter anderem Kräfte aus dem Kreis Unna, dem Kreis Soest und Dortmund. Die Feuerwehr Dortmund war mit ihrem Rüstzug, zu dem unter anderem ein Kran gehört, angefordert worden.
In dem betroffenen Bereich der A44 hatte es Anfang März ebenfalls einen sehr schweren Unfall gegeben. Drei Autos waren beteiligt, zwei Pkw brannten komplett aus. Es gab mehrere Schwerverletzte.





