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Am Montagmittag sprudelten die Fontänen ein erstes Mal. Wann das in Zukunft die Regel sein soll, wie hoch die Fontänen steigen können und warum die Fläche vorerst durch Poller eingegrenzt wird.
Warstein - Am Montagmittag war es eher eine optische Erfrischung, weniger eine Abkühlung, auf alle Fälle ist es aber eine Aufwertung der Innenstadt. Seit Montagmittag sprudelt das Fontänenspiel auf dem Marktplatz, Bürgermeister Dr. Thomas Schöne persönlich durfte den obligatorischen Schalter umlegen, verbunden mit dem Kommando „Wasser Marsch“. Und binnen weniger Sekunden schossen die insgesamt 15 Fontänen dann auch aus den Düsen empor. „Fantastisch“, befand Schöne, gerade in Kombination mit Rathaus- und St. Pankratius-Fassade und blauem Himmel. Doch Farbe „können“ die Fontänen auch selber, entsprechende Lämpchen sorgen für grünes, rotes oder blaues Licht – oder alles drei in Kombination.
7 mal 15 Meter ist die Fläche des Fontänenspiels groß, bis zu vier Meter kann das Wasser gen Himmel schießen. Die Regel wird das aber nicht sein, intervenierte Markus Teutenberg vom Sachgebiet Klima, Energie, Monilität gleich, der die gesamte Baumaßnahme von Beginn an begleitet hatte. Gerade weil der Wind dann das Wasser aus der Fläche „treibt“. Doch unterschiedliche „Motive“ sind sehr wohl möglich, die drei Pumpen, die jeweils fünf Düsen bedienen, sind einzeln programmierbar. Genauso wie das Licht. Immer im Wechsel. Vermutlich am Dienstag wird das Fontänenspiel aber wieder abgeschaltet, vorerst bis zum kommenden Sonntag, schilderte Teutenberg. Bei Frost würde es die Fläche auf dem Marktplatz sonst ungewollt zur Eisbahn machen. Ab dann soll es bis zum dauerhaften Wintereinbruch „so lange wie möglich“ laufen, „dann machen wir es winterfest“. In der Regel sollen die Fontänen täglich von etwa 9 bis 22/23 Uhr sprudeln.
Abgesehen von Mobiliar, das „als Weihnachtsgeschenk“ noch Anfang Dezember aufgestellt werden soll, sei die Marktplatz-Umgestaltung für dieses Jahr abgeschlossen, die Baustellenzäune und Co. werden nun nach und nach abgebaut. Im kommenden Jahr wird es dann noch um die Hygienestation und die digitale Litfaßsäule gehen. „All das ist ein weiterer Baustein des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts“, freute sich Sabine Leitner als Fachbereichsleiterin Bauen und Wohnen. „Ich habe aus meinem Büro ja einen Logenplatz, es kann sich wirklich sehen lassen“, freute sich Stadtkämmerer Stefan Redder.
Ich habe aus meinem Büro ja einen Logenplatz, es kann sich wirklich sehen lassen.
Trinkwasserqualität hat das Fontänenwasser allerdings nicht. Und die sechs Poller, die das Wasserspiel aktuell eingrenzen, seien nicht auf Dauer, sondern lediglich als Sicherheitsmaßnahme für den Winterdienst, schilderte Teutenberg: „Die kommen im Frühjahr wieder weg.“ Und ab dann, mit wieder steigenden Temperaturen, bleibt es auch nicht mehr bei der rein optischen Erfrischung.
