Baustelle

Technikraum für Wasserspiel auf Warsteiner Marktplatz installiert

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Zentimeterarbeit war nötig, um den 25 Tonnen schweren Technikraum in die Marktplatzgrube zu heben.
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Knapp 30 Minuten dauerte der Arbeitseinsatz am Donnerstagmorgen. Was nun auf dem Marktplatz passiert und wann die Wasserfontänen zum ersten Mal sprudeln sollen.

Warstein - Mit aufgehender Sonne streckte sich auch der Schwerlastkran gen Himmel, als die Sonne dann aufgegangen war und den Tag erhellte, konnte der Kran schon wieder „einpacken“: Nicht viel mehr als 30 Minuten dauerte es in den dämmernden Donnerstagmorgenstunden, bis die Schaltzentrale des Marktplatz-Fontänenspiels dort stand, wo sie hinsollte. Eingelassen in den Marktplatzboden.

Zuerst wurde der Kran durch die Mitarbeiter vorbereitet.

Bereits in der Dunkelheit war jener Technikraum per Schwerlasttransport ins Kernstadtzentrum gebracht worden. Markus Teutenberg, der aus dem Warsteiner Rathaus die Marktplatz-Umgestaltung begleitet, machte sich natürlich ein Bild. Und war vielleicht auch etwas angespannt, ob sich am Ende auch alles so fügt, wie es auf dem Papier geplant worden war. Er sollte aber Recht behalten.

Das werden wir ausprobieren, da werde ich auch noch einmal mit dem Brunnenbauer sprechen, welche Erfahrungswerte er hat. Denn wir können hier im Winter keine Eislaufbahn gebrauchen.

Markus Teutenberg, Projektleiter der Marktplatz-Umgestaltung, über die Schaltzeiten des Fontänenspiels

Nachdem die Kran-Mannschaft Ketten, Haken und Co. vorbereitet hatte, ging es für den etwa 25 Tonnen schweren Technikraum in die Luft. Rund 1,5 Meter über den Marktplatz-Boden schwebend, dann hinab in die mit Schalungen vorbereitete Grube. „Man wird von dem Raum später nichts mehr sehen“, erläuterte Teutenberg. Aus zwei kleinen Räumen besteht die Schaltzentrale, hinein geht es „von oben“ per Leiter: „Der Raum wird natürlich be- und entlüftet, damit sich kein Schimmel bilden kann. Da ist die komplette Steuerung der Beleuchtung und der Düsen drin, da sind die Pumpen untergebracht, genauso wie der Rücklauf für das Wasser des Fontänenspiels.“

Steine vom Dr. Segin-Platz

Denn während das Regenwasser, das aus Richtung Rathaus und Dieplohstraße aufgrund des Marktplatzgefälles auf das Fontänenspiel zuläuft, vorher abgefangen „und dann der Kanalisation zugeführt wird“, wird das Wasser der Fontänen aufgefangen, aufbereitet und dem Pumpensystem wieder zugeführt, schilderte Teutenberg: „Sonst würde die Wasseruhr permanent laufen, das könnte niemand bezahlen.“

Die Grube entsprechend vorbereitet worden.

Für die Fläche des Fontänenspiels wurden übrigens die Steine genutzt, die seinerzeit für den Dr. Segin-Platz angeschafft worden waren, aufgrund ihrer Teildurchlässigkeit für Regenwasser dort dann nicht genutzt werden konnten. Nun knapp 50 Meter weiter südlich.

Im Winter, so schilderte Teutenberg am Donnerstagmorgen bei knapp vier Grad Außentemperatur, werde das Fontänenspiel abgestellt. Bei welcher Temperatur genau, „das werden wir ausprobieren, da werde ich auch noch einmal mit dem Brunnenbauer sprechen, welche Erfahrungswerte er hat. Denn wir können hier im Winter keine Eislaufbahn gebrauchen.“ Zur Sicherheit werden in der Winterzeit auch zeitweise „Poller“ gesetzt, damit nicht versehentlich der Schneepflug über das Fontänenspiel fährt und möglicherweise die Düsen zerstört. „Es wird aber nicht grundsätzlich abgesperrt, denn der Marktplatz soll ja verkehrsfrei sein. Aber ich möchte nicht, dass Beschicker des Wochenmarktes oder der Anlieferverkehr über diese Fläche fahren.“

Zum Schluss wurde ausgelotet, ob auch alles gerade ist. Ist es.

Mit Installation und Versorgung des Technikraums werden die weiteren Flächen rundherum nun verfüllt und versiegelt, Anschlüsse hergestellt und Dehnungsfugen installiert: „Und dann sind diese Arbeiten erstmal abgeschlossen.“ Dann geht es mit Marktplatz-Beleuchtung, Mobiliar und Co. weiter. „Das Fontänenspiel soll auf jeden Fall einmal sprudeln, bevor der Weihnachtsbaum steht. Dann soll der Marktplatz komplett wiederhergestellt sein“, so Teutenberg abschließend mit einem Lob an die beteiligten Baufirmen.

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