Karneval

Für mehr Sicherheit: Blockaden an 28 Stellen für Karnevalsumzug

+
Um am Rosensonntag wieder durch die Innenstadt zu ziehen, müssen die Werler Karnevalisten erhöhte Sicherheitsmaßnahmen umsetzen.
  • schließen

Nur eineinhalb Wochen vorm Termin haben die Werler Karnevalisten erfahren, dass für den Umzug mehr Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden müssen.

Werl – Die Zeit ist knapp und die Auflagen sind immens: Bevor die Werler Karnevalisten am Sonntag, 2. März, mit ihren Wagen und Fußgruppen durch die Stadt ziehen können, gilt es, ein umfangreiches Sicherheitskonzept umzusetzen. An insgesamt 28 Stellen auf der Strecke müssen die Zufahrten gesperrt werden, sodass für Autos kein Durchkommen mehr ist.

Beinträchtigungen in der ganzen Stadt

Angesichts der Anschläge auf Menschengruppen – zuletzt in Magdeburg und München – stand für den Dachverband der Werler Karnevalisten um den Vorsitzenden Johannes Langschmidt schon in der vergangenen Woche fest, dass die Sicherheitsauflagen verstärkt werden müssen. In welcher Form erfuhr der Verband jetzt am Mittwoch (19. Februar), also eineinhalb Wochen vorm Termin: Straßensperrungen sind auf der gesamten Strecke notwendig, an 28 Stellen werden Lkw und Traktoren die Zufahrten blockieren. Diese Fahrzeuge müssen auch personell besetzt sein, da sie auch Rettungswege sind und im Notfall schnell geräumt werden müssen.

„Dank der großen Unterstützung durch verschiedene Firmen, durch Landwirte und Schützen bekommen wir das hin“, zeigt sich Langschmidt erleichtert, dass man diese zusätzliche Aufgabe gemeinsam stemmen kann. Die Spedition Mimberg alleine habe Unterstützung durch sieben Lkw samt Fahrer zugesagt. Und auch die anderen Straßensperren können besetzt werden, sodass der Umzug stattfinden kann. Dass die Feuerwehr nicht Zuwege sperren könne, sei klar, erläutert Johannes Langschmdit. „Sie muss ja uneingeschränkt einsatzbereit bleiben.“ Klar ist aber auch, dass die umfangreichen Sperrungen der Zufahrten zu der Strecke Verkehrsbeeinträchtigen in der gesamten Stadt zur Folge haben werden.

Der Karnevalsumzug startet am Rosensonntag, 2. März, um 14.01 Uhr ab dem Bahnhof. Durch die Fußgängerzone Walburgisstraße geht es zum Markt, über die Marktstraße, den Kälbermarkt, die Kämperstraße und die Tütelstraße in die Steinerstraße und zurück zum Markt, wo dann die eigentliche Veranstaltung stattfindet und gemeinsam gefeiert wird. Um den Markt seien es nur drei Zufahrten, die gesperrt werden müssen. „Das ist hier noch relativ einfach“, sagt Langschmidt. Auf dem Rest der Strecke kommen dann aber noch weitere 25 Blockaden hinzu, die kurzfristig organisiert werden mussten. Wo diese in welcher Form im Einzelnen stehen werden, wird aus Sicherheitsgründen vorher nicht bekannt gegeben.

Welche Auflagen gibt es bei künftigen Großveranstaltungen?

In diesem Jahr wird es also so funktionieren. Aber wie geht es künftig bei Großveranstaltungen weiter? „Da wird man Lösungen finden müssen, die auf Dauer funktionieren“, sagt Langschmidt. Es gehe ja nicht nur um Karnevalsumzüge. „Das betrifft ja auch genau so Läufe der DJK oder auch die Schützen.“ Für künftige sogenannte Sternläufe sei das sicherlich besonders schwierig. „Die 5. Kompanie kommt ja ein ganzes Stück aus dem Werler Norden“, erinnert Langschmidt. Und so viel könne man dann gar nicht absichern.

Wichtig sei jetzt erstmal, dass für den Werler Rosensonntagszug alles geregelt ist und die Sicherheitsauflagen erfüllt werden können. Es wird schon jetzt darauf hingewiesen, dass am 2. März die Marktstraße samt der Pkw-Parkplätze dort komplett gesperrt ist – und das vermutlich schon ab dem Morgen.

Noch vor der offiziellen Verkündung der verschärften Sicherheitsmaßnahmen haben sich auch die Körbecker Karnevalisten gedankten gemacht.

Kommentare