Feiertag am Donnerstag

Wetter an Christi Himmelfahrt in NRW – Meteorologen raten für Vatertag: „Vorbereitet sein“

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Der nächste Feiertag steht vor der Tür. Am Donnerstag ist Christi Himmelfahrt – und Vatertag. Verziehen sich Schauer und Gewitter? Die Meteorologen vom DWD haben einen Rat.

Update von 28. Mai, 8.48 Uhr: Die Wetterlage für Vatertag hält sich vorerst so wie prognostiziert. Nach viel Regen, teilweise sogar mit Starkregen, und Gewittern in Nordrhein-Westfalen, ist an Christi Himmelfahrt Besserung in Sicht. Zwar kann es immer noch zeitweise leicht regnen, wie der DWD voraussagt, Gewitter sind aber nicht zu befürchten. Die Temperaturen am Donnerstag sollen Höchstwerte von bis zu 21 Grad erreichen.

[Erstmeldung] Hamm - Schauer, Gewitter, Sturmböen: Das Wetter in Nordrhein-Westfalen ist unbeständiger geworden. Nach einem deutlichen Wetterumschwung in der letzten Woche fühlte es sich zwischenzeitlich eher nach Herbst statt Frühsommer an. Im Bergland gab es örtlich sogar noch einmal Frost. Die Temperaturen sind inzwischen dank milder Atlantikluft wieder gestiegen. Doch es bleibt ungemütlich. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat eine erste, vorsichtige Prognose für den nächsten Feiertag gewagt. Am Donnerstag, 29. Mai, ist schließlich Christi Himmelfahrt – und gleichzeitig auch Vatertag.

Wetter-Prognose für Christi Himmelfahrt in NRW: Wetterlage stellt sich um, aber ...

In dieser Woche werde es im Vergleich zu den vergangene Wochen nasser, sagen die Wetter-Experten. „Es stellt sich eine ,typische Westlage‘ ein, die aber angesichts der Witterung der letzten Wochen schon eher ungewöhnlich wirkt.“ Warme Meeresluft ströme nach Deutschland, gleichzeitig ziehe immer mal wieder ein Tief über die Nordsee. Dadurch werde der Druckgradient verstärkt. Die Folge: auffrischende Winde. „Auch die Ausläufer der Tiefs werden wir zu spüren bekommen. Zwischen den Fronten sorgen Kurzwellentröge in der Höhe für vorübergehende Labilisierung der Luftmasse. Dadurch entstehen Schauer und auch einzelne Gewitter“, erklären die Meteorologen.

An Christi Himmelfahrt ist Vatertag. Viele Männer, und auch Frauen, brechen am Feiertag zu einer Wanderung auf. (Symbolbild)

In der Nacht zu Christi Himmelfahrt liege ein Tiefdruckgebiet über der Ostsee. „Die Kaltfront des Tiefs erstreckt sich zu Beginn der Nacht einmal quer über Deutschland und soll bis zum Ende der Nacht zu den Alpen hin abziehen“, so der DWD. In NRW werden nur zu Beginn der Nacht einzelne Schauer erwartet. Die Temperaturen liegen bei 11 bis 8 Grad.

Am Feiertag selbst stelle sich die Wetterlage dann etwas um. „Ein Hochdruckgebiet entsteht über Frankreich. Sein Einflussgebiet weitet sich im Tagesverlauf über Deutschland hinweg in Richtung Polen aus“, erklären die Meteorologen. Was jedoch zunächst wie eine gute Nachricht für alle Vatertags-Wanderer und Feiertags-Ausflügler klingt, sollte mit Vorsicht genossen werden. „Obwohl sich am Boden der schwache Hochdruckeinfluss ausbreitet, bleibt in der Höhe der Zustrom feuchter Atlantikluft erhalten“, so die Wetter-Experten vom DWD.

Wetter an Christi Himmelfahrt in NRW – Meteorologen raten für Vatertag: „Vorbereitet sein“

„Die Temperaturen bleiben mit 15 bis 22 Grad eher verhalten. Die genaue zeitliche Abfolge der Wetterereignisse am Donnerstag ist noch mit Unsicherheiten behaftet. Der Blick auf die Prognosemodelle zeigt aber, dass es wohl nirgends ganz trocken bleibt“, lautet die ernüchternde Vorhersage. In NRW werden die Temperaturen an Christi Himmelfahrt voraussichtlich zwischen 17 und 21 Grad, in Hochlagen um die 15 Grad liegen. Laut DWD-Prognose muss gebietsweise mit Regen gerechnet werden.

Bedrückende Bilder: Wetterextreme der vergangenen Jahre in NRW

Orkantief Kyrill NRW Wilmsdorf Wald
In der Nacht vom 18. auf den 19. Januar 2007 fegte der Orkan Kyrill mit mehr als 180 km/h über Deutschland hinweg. Auf dem Kindelsberg bei Kreuztal wurden Windgeschwindigkeiten bis 205 km/h gemessen. Elf Menschen starben in Folge des Orkans, sechs davon in NRW. Die Opfer kamen bei Aufräumarbeiten in den betroffenen Wäldern ums Leben. Denn Kyrill richtete Schäden in Milliardenhöhe an. In NRW wurde vor allem in den Wäldern im Sauerland und Siegerland (Foto) die Kraft des Orkans deutlich.  © Bernd Thissen/dpa
Sturmschäden nach dem Orkan Kyrill im Jahr 2007, Meinerzhagen
Nach Angaben der NRW-Landesregierung belief sich der Schaden im Wald auf mehr als 1,5 Milliarden Euro. Dieses Foto wurde in Meinerzhagen im Sauerland aufgenommen. © IMAGO/imageBROKER/Heinz-Dieter Falkens
Baum ist auf ein parkendes Auto gestürzt, Schäden durch das Sturmtief Ela am 09.06.2014
An Pfingsten 2014 überzog das Sturmtief Ela vor allem Nordrhein-Westfalen. Es traten in einem Streifen vom Rheinland bis ins Ruhrgebiet Böen bis Orkanstärke auf, die zusammen mit einem großen Gewitterkomplex auftraten. © IMAGO / blickwinkel
Sturmschäden im Schellenberger Wald oberhalb des Baldeneysee verursacht nach einem schweren Sturm
Am 9. Juni (Pfingstmontag) kamen zwischen 20 und 23 Uhr in Düsseldorf, Essen, Köln und Krefeld insgesamt sechs Menschen ums Leben. In ganz NRW gab es über 60 Verletzte, 30 davon schwer. Bei der Deutschen Bahn waren die Schäden nach eigenen Angaben deutlich stärker als bei Kyrill. Ein Festival in Essen musste evakuiert werden.  © IMAGO / Jochen Tack
Orkan "Friederike" hat in den Wäldern Nordrhein-Westfalens gewütet.
Wieder zu Todesopfern kam es im Jahr 2018 beim Orkan Friederike. NRW war am 18. Januar das erste und auch am stärksten betroffene Bundesland. In Emmerich wurde ein Mann von einem Baum erschlagen. In Lippstadt starb ein Lkw-Fahrer bei einem Unfall, in Sundern ein Feuerwehrmann im Einsatz. In Duisburg wurde Sirenenalarm ausgelöst.  © Arnulf Stoffel/dpa
Entwurzelte Bäume liegen in Bochum im Weitmarer Holz. Der Sturm Friederike hatte die Bäume entwurzelt.
Die Bevölkerung sollte sichere Räume aufsuchen. Auch die Wälder wurden wieder stark zerstört, wie hier in Bochum im Weitmarer Holz. © IMAGO / Funke Foto Services
Die Erde im Flussbett des Rheins ist aufgrund der Dürre ausgetrocknet und aufgerissen.
Das Jahr 2018 war laut Deutschem Wetterdienst das bis dato wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Vom April bis in den Oktober war es in Deutschland außergewöhnlich trocken und heiß. Selbst am 13. Oktober wurden in Tönisvorst in NRW noch 28,6 Grad erreicht. © Christophe Gateau/dpa
Biggesee Biggetalsperre der Pegel Wasserstand hat nach den letzten trockenen Monaten stark abgenommen
Flächendeckend wurden neue Rekorde aufgestellt. In 9 der 15 größten deutschen Flüsse herrschte sehr lange extremes Niedrigwasser. © IMAGO / Rene Traut
Schnee-Chaos auf A2 in NRW
Im Februar 2021, mitten im Corona-Lockdown, wurde NRW regelrecht eingeschneit. Zudem sanken die Temperaturen in den zweistelligen Minusbereich. Auf der A2 bei Bielefeld war der Verkehr in der Nacht im Schnee-Chaos zum Stillstand gekommen. Autofahrer und Lkw-Fahrer mussten bei klirrender Kälte die Nacht in ihren Fahrzeugen verbringen. Rund um Bielefeld bildeten sich zwischenzeitlich mehr als 70 Kilometer Stau. © Festim Beqiri
Februar 2021: Rodeln am Kaiserberg in Duisburg
Selbst im Ruhrgebiet fiel so viel Schnee, dass gerodelt werden konnte – wie hier am Kaiserberg in Duisburg. © IMAGO / Funke Foto Services
Verwüstung und Tote: Die Flutkatastrophe im Juli 2021 in NRW
Die Jahrhundertflut im Sommer 2021 forderte in NRW 49 Todesopfer. Es gab zudem Dutzende Verletzte, unzählige Menschen wurden traumatisiert und verloren alles. Die Schäden werden auf 13 Milliarden Euro geschätzt. Es gab historische Höchststände bei den Flüssen und Bächen in NRW.  © David Young/dpa
Flut im Sommer 2021 in Hagen, 14. Juli
Wohnhäuser, Krankenhäuser, Schulen und auch eine Justizvollzugsanstalt mussten geräumt werden. Gemessen an der Opferzahl war das Hochwasser 2021 die schwerste Naturkatastrophe in Deutschland seit der Sturmflut im Jahr 1962. © IMAGO / Kirchner-Media
14.07.2021, Hagen, Deutschland, - PKW schwimmt in den Sturzfluten
Zunächst hatte es Hagen und das Sauerland getroffen. ©  IMAGO / Marius Schwarz
Flutkatastrophe, NRW, Aufräumarbeiten in Bad Münstereifel
Danach den Kreis Euskirchen. ©  IMAGO / Xinhua
Flut 2021: In Erftstadt-Blessem (NRW) sind Häuser massiv unterspült worden und einige eingestürzt oder in eine nahe Kiesgrube gestürzt.
Und Erftstadt, insbesondere die Ortschaft Blessem. ©  IMAGO / Future Image
Eine Kirche in Lippstadt-Hellinghausen ist durch den Tornado abdeckt worden. Der komplette Turmhelm wurde herunter gerissen.
Abgedeckte Dächer, entwurzelte Bäume, vollkommen zerstörte Autos: Gleich drei Tornados fegten im Mai 2022 durch NRW. In Lippstadt waren binnen Minuten Teile der Innenstadt verwüstet. An einer Kirche stürzte der gesamte Dachstuhl des Turms in die Tiefe. Kurz darauf traf ein zweiter Tornado auf Paderborn. Er war noch verheerender als der erste. Es gab 43 Verletzte. Ein dritter Tornado fegte an diesem Tag durch Höxter.  © Daniel Schröder
Dürre Sommer 2022 Rhein Düsseldorf
Der Sommer 2022 war in Europa erschreckend trocken. Es war überdurchschnittlich warm, und es gab unterdurchschnittliche Regenmengen. Es war zudem der heißeste Sommer in Europa seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881. In NRW wurden am 19. Juli Temperaturen über 38 Grad gemessen. In einigen Regionen fielen die Pegel von Gewässern auf sehr niedrige Werte ab. Am 16. August fiel der Pegelstand des Rheins in Emmerich erstmals auf null und lag zwischenzeitlich noch darunter.  © Federico Gambarini/dpa
Mai 2024: Tornado über Hagen richtet Schäden an
Im Mai 2024 richtet ein Tornado in Hagen enorme Schäden an. Der Wirbelsturm feht am Nachmittag über die Stadt hinweg, deckt Dächer ab und entwurzelt Bäume. © IMAGO/EinsatzReport24

Die Meteorologen raten: „Wer sich auf den Weg macht, sollte sich vom Wetter nicht abschrecken lassen, aber vorbereitet sein und sich neben der Verpflegung auch eine Regenjacke oder Regenschirm mit einpacken.“

Rubriklistenbild: © Thomas Warnack/dpa

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