VonJens Hippeschließen
Firma WestfalenWind hat einen Antrag für den Bau einer Windkraftanlage am „Köpfchen“ südlich von Niederbergheim. Jetzt gibt es Neuigkeiten zu den Plänen.
Allagen/Belecke – Die Firma WestfalenWind hat den Antrag für den Bau einer Windkraftanlage am „Köpfchen“ südlich von Niederbergheim zurückgezogen. Aktuell laufen die Planungen der Windpark Rennweg Betriebs GmbH & Co. KG zum Transport der Rotorblätter in den Arnsberger Wald.
Entscheidung zu Windrad am Köpfchen gefallen
Dass ein beantragtes Windrad in der Übersichtskarte des Kreises Soest von der Farbe Gelb für beantragt auf Blau für eine Genehmigung oder einen Vorbescheid springt, konnte man in den vergangenen Wochen und Monaten häufig sehen. Jetzt aber ist eine solche gelbe Markierung im Bereich des Köpfchens südlich von Niederbergheim komplett verschwunden. Dort hatte das Unternehmen WestfalenWind den Bau einer Windkraftanlage beantragt. „Der Antrag ist zurückgezogen worden“, berichtete Birgit Kalle, Pressesprecherin des Kreises Soest, auf Nachfrage unserer Zeitung.
Weil die rechtlichen Rahmenbedingungen sich geändert haben, war der Antrag so nicht mehr möglich.
Sonja Harrison, Pressesprecherin von WestfalenWind, bestätigte das. „Weil die rechtlichen Rahmenbedingungen sich geändert haben, war der Antrag so nicht mehr möglich“, erklärte sie.
Während das Windrad am Köpfchen aktuell nicht mehr beantragt ist, geht es mit dem Bau der Anlagen der Windpark Rennweg Betriebs GmbH & Co. KG wie geplant weiter. Am Montag sind die letzten Betonturmteile geliefert worden. „Diese letzten Teile sind für die Bürgerwind-Anlage, die WEA13. Diese hatte vorsorglich einen Baustopp, um eine mögliche Ansiedlung des Schwarzstorches nicht zu gefährden. Nachdem klar ist, dass der Schwarzstorch sich nicht in der Nähe dieser WEA aufhält, wird die Anlage nun nach behördlicher Abstimmung weitergebaut“, heißt es auf der Windpark-Homepage.
Entscheidung zu Windrad am Köpfchen gefallen: „Antrag so nicht mehr möglich“
Aktuell werden die Transporte der Rotor-Blätter von der Lagerfläche am Haarweg zu den Windkraftanlagen im Arnsberger Wald geplant. Diesen Transporten, die zunächst über die B55 und B516 erfolgen werden, blickt auch Marcel Papenfort, Geschäftsführer der Windpark Rennweg Betriebs GmbH & Co. KG, gespannt entgegen und kann noch nicht sagen, wie lange ein Transport unterwegs sein wird. Nur so viel weiß er aus Erfahrung: „Die erste Fahrt ist immer die längste.“ Zwar habe man die Fahrten mehrfach simuliert und alles ausgemessen, aber „da guckt man noch viel, viel genauer hin“.
Die Anlieferung der Rotorblätter zu den Standorten – geplant sind zwei bis drei pro Woche – erfolgen mit einem sogenannten „Bladelifter“, bei dem die Rotoren hochgestellt werden können. So ist es unter anderem am Kreisverkehr in Sichtigvor nicht notwendig, die Skulptur abzubauen. Im Vorfeld der Transporte seien für eine möglichst hindernisfreie Fahrt entlang der Bundesstraße Baum- und Astschnittarbeiten durchgeführt worden, so Papenfort. Wann die Transporte starten, will das Unternehmen in den nächsten Tagen bekanntgeben. Zurzeit lagern auf der Logistikfläche am Haarweg sechs Rotorblätter, weitere drei werden in den nächsten Tagen geliefert, berichtet der Windpark-Geschäftsführer.
Gebaut wird auch an anderer Stelle. Am Drewerweg baut die UW Belecke GmbH & Co. KG das Umspannwerk „UW Warstein-Rennweg“. Es soll zur Einspeisung erneuerbarer Energien in das Verteilernetz der Netzbetreiber dienen. „Der Transformator ist da, weitere Arbeiten laufen“, so Marcel Papenfort.

