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Wetterumschwung in NRW: Kaltfront bringt stürmische Böen und Bodenfrost

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In NRW schwingt das Wetter kurzzeitig um. Eine Kaltfront bringt eine Abkühlung mit stürmischen Böen und Bodenforst nach NRW. Es gibt aber gute Nachrichten.

Update vom 9. April, 9 Uhr: Im Vergleich zu den vergangenen Tagen ist es deutlich abgekühlt in NRW. Dabei bleibt es aber immer noch sehr mild bei Höchstwerten zwischen 13 und 15 Grad im Westen und bis 17 Grad im Osten von NRW. Nachdem es am Vormittag mancherorts noch nass werden kann, bleibt es im Laufe des Tages meist trocken. Die kommenden zwei Nächte werden dann recht frisch. Örtlich können die Temperaturen auf bis zu 2 Grad absinken. Dann ist Bodenfrost möglich. Die nächsten Tage erwartet uns also ein typisches Aprilwetter.

Die gute Nachricht: Ab Donnerstag wird es wieder wärmer. Freitag werden in NRW Höchstwerte bis 22 Grad erwartet. Es soll überwiegend trocken bleiben.

Ruppiger Wetterumschwung: Kaltfront bringt Gewitter und Starkregen nach NRW

[Erstmeldung] Hamm - Das erste Wochenende im April hätte schöner nicht sein können. In Nordrhein-Westfalen stellte sich regelrechtes Sommerwetter ein, es war rekordverdächtig warm. Auch die neue Woche begann vielerorts sehr freundlich und mild. Doch ab Montagnachmittag, 8. April, schwingt das Wetter regional um. Eine Kaltfront könnte Gewitter, Starkregen und Hagel nach NRW bringen. Dann wird es wieder kühler. Mitte der Woche wird im Bergland wieder Bodenfrost erwartet. Es gibt aber auch gute Nachrichten.

Eine Kaltfront nähert sich. Zunächst strömt laut wetter.com an der Vorderseite eines Nordseetiefs noch sehr warme Luft aus Nordafrika nach Deutschland, die weiterhin für Saharastaub in der Atmosphäre sorgt. Wer sein Auto vom Saharastaub befreien möchte, sollte vorsichtig sein. Am Montagabend nähert sich dann von Westen eine Kaltfront, die einen Wetterumschwung in NRW mit sich bringt.

Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) könnten sich am Nachmittag und Abend lokal Schauer und kräftige Gewitter bilden. Sturmböen bis zu 85 km/h, Starkregen um die 15 Liter pro Quadratmeter und kleinkörniger Hagel seien ebenfalls nicht ausgeschlossen. Auch in der Nacht zu Dienstag, 9. April, sind laut den Meteorologen im äußersten Westen einzelne kräftige Gewitter mit Starkregen möglich, allerdings nur „gering wahrscheinlich“.

Wetter in NRW: „Regional eng begrenzt kann es sehr, sehr ruppig werden“

„Regional eng begrenzt kann es sehr, sehr ruppig werden“, sagt Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net. Im Nordwesten von Deutschland bestehe auch eine Tornado-Gefahr. Ob das letztlich auch NRW betrifft, ist noch unklar. Die Entstehung von Tornados ist komplex, ihre Vorhersage schwierig. Ob, wo und wann ein Wirbelsturm letztlich auftritt, ist aufgrund der schnellen und doch komplexen Entstehung schwer zu prognostizieren. In Korschenbroich bei Mönchengladbach waren am 4. April 2024 circa 20 Häuser beschädigt worden – möglicherweise durch einen Tornado.

Dominik Jung spricht nur von einer „kurzen Abkühlung“, die die Kaltfront mit sich bringt. Am Dienstag werden in NRW Höchsttemperaturen zwischen 13 und 16 Grad erwartet, in höheren Lagen in der Eifel und im Sauerland sind maximal 12 Grad drin. Dazu könnte es hin und wieder Regen geben. Ähnlich sieht die Prognose für Mittwoch, 10. April, aus. „Völlig normal für die aktuelle Jahreszeit“, ordnet der Meteorologe ein.

Nach der Kaltfront folgt „der nächste Wärmeberg“ in NRW

Auch die Nächte werden kurzzeitig wieder etwas kühler. Der DWD spricht in der Nacht zu Mittwoch von Tiefsttemperaturen zwischen 7 und 3 Grad. In der Nacht zu Donnerstag sinken die Temperaturen im Bergland auf bis zu 2 Grad. Es könnte wieder Bodenfrost geben.

Richtung Wochenende wird es aber schon wieder wärmer in NRW. „Da kommt der nächste Wärmeberg auf uns zu“, sagt Dominik Jung. Im 10-Tage-Trend des DWD schlägt die Temperaturkurve für NRW am Samstag und Sonntag wieder deutlich nach oben aus, berichtet 24RHEIN. Für eine Prognose der genauen Höchsttemperaturen am Wochenende ist es allerdings noch zu früh.

Rubriklistenbild: © Stefan Sauer/dpa

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