VonMichelle Breyschließen
Das Coronavirus ist weiterhin im Fokus der Wissenschaft. Vor dem Winter warnt die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die Infektionen steigen schon im Frühherbst.
Frankfurt – Der Winter naht, wenngleich das Wetter im September noch eher sommerlich ist. Unweigerlich geht mit den kühleren Jahreszeiten auch die Zirkulation von Viren einher. Nicht zuletzt steht die Grippe-Saison vor der Tür. Und auch das Coronavirus spielt eine Rolle. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist schon vor dem kommenden Winter besorgt über den Anstieg der Corona-Fälle in mehreren Ländern.
WHO warnt vor Corona – Anteil der Geimpften sei extrem tief
Leider meldeten nicht mehr alle Länder Fälle, aber unter denen, die die WHO informieren, seien Einweisungen in Krankenhäuser und Behandlungen wegen Covid-19 auf Intensivstationen gestiegen. Das sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch (27. September) in Genf. Er nannte den amerikanischen Kontinent und Europa. Der Anteil der Corona-Geimpften in den Risikogruppen sei besorgniserregend tief.
„Covid-19 ist vielleicht nicht mehr so eine akute Krise wie vor zwei Jahren, aber das bedeutet nicht, dass wir die Krankheit ignorieren können.“
Das Coronavirus hatte etliche Menschenleben gekostet. In Europa seien jedoch durch Impfungen auch über eine Million Todesfälle verhindert worden.
Coronavirus-Varianten: Epidemiologin appelliert an Regierungen
Die Varianten, die zirkulieren, lösten bisherigen Studien zufolge keine schwereren Krankheiten aus als die vorher bekannten Varianten. Das sagte die amerikanische Covid-19-Spezialistin Maria Van Kerkhove. Sie appellierte an die Regierungen, weiterhin zu testen, damit die Ausbreitung von Varianten überwacht werden kann. Indes gibt es Bedenken wegen eines Corona-Medikaments. Wie eine Studie zeigte, soll Molnupiravir die Entstehung gefährlicher Varianten (Variants of Concern, VOC) fördern können.
Schutzmaßnahmen gegen Corona umsetzen
Des Weiteren betonte Van Kerkhofe, dass die bekannten Schutzmaßnahmen vor einer Ansteckung nach wie vor effektiv seien. Sie sollten auch angewendet werden, sagte sie. Dazu zählen:
- Räume lüften.
- Hände desinfizieren.
- In vollen Räumen Maske tragen.
- Sich gegen das Coronavirus impfen lassen.
Zuletzt sorgte auch eine Studie aus Italien für Aufsehen. Demnach sollen „Neandertaler-Gene“ einen schweren Corona-Verlauf begünstigen. (mbr mit dpa)
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