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Ein Tiefdruckgebiet bringt Regen nach Mitteleuropa – und sorgt so für Überschwemmungen auch in Deutschland. Das Hochwasser könnte noch ansteigen, warnt der DWD.
Dieser News-Ticker ist beendet. Alle weiteren Entwicklungen zum Hochwasser in Deutschland lesen Sie in unserem neuen Unwetter-Ticker.
Update vom 15. September, 9.22 Uhr: Nicht nur in Bayern, sondern auch in Sachsen könnte sich die Hochwasser-Lage nochmals verschärfen. Darüber berichtet The Weather Channel. Neuer Starkregen soll demnach am Sonntag einsetzen, auch mit Gewittern. Am Montag sei dann Alarmstufe 3, möglicherweise sogar Alarmstufe 4 möglich. Doch nicht nur die Landeshauptstadt Dresden ist von Hochwasser betroffen, die Welle könnte auch Magdeburg und damit Regionen in Sachsen-Anhalt erreichen.
Trotz der prekären Situation im Osten und Süden Deutschlands, sagt Meteorologe Jan Schenk: „Die Tschechen haben wohl das Schlimmste verhindert.“ „Durch die Regelung des Durchflusses an der Moldau konnte bisher das Hochwasser etwas gesteuert werden.“
Update vom 15. September, 7.34 Uhr: Nach Dauerregen und Überschwemmungen am Samstag wird sich die Wetter-Lage in Teilen Bayerns und Sachsens auch am Sonntag nicht beruhigen. Dort ist erneut mit Dauerregen zu rechnen. Das teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am frühen Morgen nach aktuellen Prognosen mit. Ab dem Nachmittag sei von den Alpen über das Vorland bis nach Niederbayern mit aufkommendem und unwetterartigem Dauerregen zu rechnen. Bis in den Dienstag hinein können dort gebietsweise 40 bis 60 Liter pro Quadratmeter innerhalb von knapp 48 Stunden fallen. Am östlichen Alpenrand 60 bis 90 Liter pro Quadratmeter im selben Zeitraum.
Hochwasser in Österreich, Polen, Tschechien und Bayern: Ausnahmezustand vor Ort – Die Bilder




In Sachsen ist laut DWD ab Sonntagmittag bis zum Montagnachmittag wieder mit Dauerregen zu rechnen. Vom Erzgebirge bis in die Oberlausitz können demnach Regenmengen zwischen 30 und 50 Liter pro Quadratmeter in 24 Stunden fallen. In Staulagen im Osterzgebirge seien eng begrenzt auch Mengen von bis zu 60 Liter pro Quadratmeter möglich.
Hochwasser in Deutschland: Wetter-Lage bleibt wohl angespannt – steigenden Wasserpegel im Norden
Update vom 14. September, 19.32 Uhr: Aktuell konzentriert sich der Regen in Deutschland auf den Süden Bayerns entlang der österreichischen und tschechischen Grenze. Eine amtliche Warnung für Dauerregen spricht der Deutsche Wetterdienst (DWD) derzeit aber auch für die Region rund um Dresden aus.
Das Schlimmste scheint aber noch bevorzustehen: bis Dienstag könnte der Regen gebietsweise wohl anhalten. Noch deutlich später könnten sich Folgen an der Elbe und anderen Flüsse zeigen. Wie Carsten Lippe vom Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) dem NDR sagt, müsse damit gerechnet werden, dass spätestens in einer Woche auch hierzulande die Wasserpegel ansteigen.
Dann könnten auch Flüsse in Norddeutschland anschwellen. So lange brauche demnach eine Hochwasser-Welle von der tschechischen Landesgrenze bis nach Niedersachsen. „Ein Überschreiten der Richtwasserstände der Alarmstufen im Oberlauf in Sachsen ist abzusehen“, so der Sprecher.
Zuvor hatte schon Meteorologe Jörg Kachelmann in einem Beitrag auf X angedeutet, dass die momentanen Unwetter in den Nachbarländern Spätfolgen für Deutschland haben könnten. Auf seinem Account schrieb er zu dem Thema: „Wir reden in einer Woche wieder?“
„Bleibt angespannt“: DWD kündigt weitere Schauer für die nächsten Tage an
Update vom 14. September, 17.15 Uhr: Im Osten Deutschlands hat der Regen etwas nachgelassen – vorerst. Denn wie Marco Manitta vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in einem Video-Update auf YouTube sagt, handelt es sich wohl nur um eine kurze Unwetter-Pause. Neuer Regen werde bereits aus Polen und Tschechen erwartet.
„Heftige Niederschläge greifen im Laufe des Sonntags auf Deutschland über“, so der Wetter-Experte im Zwischenfazit von Samstagnachmittag. Die Regenfront erstrecke sich dann am Sonntag ebenfalls wohl wieder von Sachsen bis Bayern, wo die Lage noch immer angespannt ist. Hier gilt nach wie vor in zahlreichen Landkreisen erhöhte Unwetter-Warnung, warnt der DWD.
Mit dem zweiten Niederschlagsschub steige am Alpenrand auch die Schneefallgrenze an und könnte die Hochwasserlage verschärfen. Die Prognose sagt bis Dienstag Niederschlag voraus. „Das Ganze also bleibt angespannt“, so der Experte vom DWD.
Wetter-Experte mahnt vor Unwetter-Ausmaß, wie in Österreich, Polen und Tschechien
Update vom 14. September, 16.22 Uhr: Die Lage in den Nachbarländern Österreich und Tschechien verschärft sich immer mehr. Doch Experten befürchten auch in Deutschland schlimme Folgen von Unwettern. Meteorologe Jörg Kachelmann kann gar nicht deutlich genug mahnen, dass es auch hierzulande bedrohlich werden könnte.
Huhu Deutschland!
— Jörg @kachelmann anderswo: @realkachelmann (@Kachelmann) September 14, 2024
Ich hatte in diesem Text für @derspiegel auch über deutsche Flüsse geschrieben https://t.co/DGaNKhPi1Q
Ich weiß, dass Sie denken, dass da sowieso nichts mehr kommt, weil es in deutschen Medien wahnsinnig still ist zum Thema.
Wir reden in einer Woche wieder? pic.twitter.com/HCxIwJSirG
Auf seinem X Account zitiert er aus einem Artikel, den der Spiegel mit ihm über deutsche Flüsse gemacht hat. „Ich weiß, dass Sie denken, dass da sowieso nichts mehr kommt, weil es in deutschen Medien wahnsinnig still ist zum Thema“, schreibt er dazu und schließt mit folgenden Worten vielsagend ab: „Wir reden in einer Woche wieder?“
Doch erste Vorboten für schlimme Unwetter gibt es längst in Deutschland. Vor allem Bayern und der Osten rund um Dresden, Berlin und Magdeburg sind betroffen, wie auch die Warnkarte des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zeigt. Für den Freistaat hat die Behörde in 20 Landkreisen die zweithöchste Warnstufe ausgerufen. Schlimmeres muss auch die Dreiflüssestadt Passau befürchten und hat vorsorglich die Altstadt sperren lassen und weitere Maßnahmen ergriffen.
Unwetter weitet sich auf Deutschland aus: Bayerische Alpenregion steht schon unter Wasser
Update vom 14. September, 13.01 Uhr: Nach anhaltendem Dauerregen spitzt sich die Lage im Chiemgau zu. In der Gemeinde Aschau befüllten Einsatzkräfte Sandsäcke, da das Wasser anstieg. Bürger können diese am Bauhof in Aschau und Sachrang abholen.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte, dass vor allem der Südosten Bayerns betroffen sei, insbesondere der Chiemgau, das Mangfallgebirge und das Berchtesgadener Land. Seit Donnerstag (12. September) fielen in der Region 40 bis 80 Millimeter Niederschlag, am Alpenrand bis zu einem Meter, in Berchtesgaden lokal 1,40 Meter Wasser. In den Alpen könnte bis Sonntag bis zu einem Meter Neuschnee fallen.
Auch wenn der meiste Regen bereits gefallen ist, werden die Folgen erst später an den Flüssen spürbar. In Passau, wo Donau, Inn und Ilz zusammenfließen, wurden bereits Vorkehrungen getroffen. Der Pegel der Donau stieg von knapp 5 auf 6,35 Meter, der Inn von 2,50 auf 4,30 Meter. Der Hochwasserscheitel wird am Sonntag erwartet. Für die Donau wird ein Pegel von 7,89 Meter und für den Inn von 5,48 Meter vorhergesagt, was Überschwemmungen verursachen könnte.
Wetterlage in Deutschland bleibt angespannt: Schneefallgrenze sinkt
Update vom 14. September, 9.26 Uhr: Die Schneefallgrenze sinkt, erste Straßen in Bayern sind überflutet und der Hochwasserdienst warnt vor Überflutungen und Erdrutschen: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) meldet vorerst kein Nachlassen von Dauerregen und Schnee im Freistaat und spricht eine Unwetterwarnung aus. Außerdem werde es teilweise auch windig und stürmisch. Ab Samstagnachmittag könne sich die Lage entspannen, der Regen ziehe aber erst am Mittwoch ab.
Am stärksten trifft der Regen dem Hochwassernachrichtendienst Bayern zufolge den Osten der Oberpfalz und die östlichen Alpen. Hier könne es zu Überflutungen und Erdrutschen kommen. Zwischen Mangfallgebirge und Berchtesgadener Alpen soll es mit 80 bis 100 Litern pro Quadratmeter innerhalb von 48 Stunden am meisten regnen. Aber auch im restlichen Südosten Bayerns könne es Hochwasser geben. Bislang meldete nur die Polizei in der Oberpfalz erste überschwemmte Straßen. In Franken bleibe es überwiegend trocken.
In den Alpen fällt die Schneefallgrenze auf knapp 1000 Metern. Knapp darunter auf 800 Metern Höhe kann es durch Schneematsch glatt werden. Die meisten Flocken fallen laut DWD in den Chiemgauer und Berchtesgadener Alpen. Insgesamt könne es um die 40 Zentimeter, teilweise auch 100 Zentimeter Neuschnee geben. In niedrigeren Lagen sei mit maximal 20 Zentimetern zu rechnen.
Hochwasser-Gefahr in Deutschland: Am Samstag könnte es Sachsen treffen
Update vom 14. September, 7.53 Uhr: Die Hochwasser-Lage in Deutschland ist von Achtsamkeit geprägt. Da in den östlichen Nachbarländern Polen und Tschechien bereits Dauerregen in der Nacht zu Samstag Überschwemmungen verursachte, könnte es am Samstag auch Sachsen treffen. Die heftigen Niederschläge östlich von Elbe und Spree lassen nach Ansicht der Meteorologen wohl auch die Wasserstände der Elbe auf sächsischem Boden anschwellen.
Womöglich am Samstagabend wird am Pegel Schöna die Alarmstufe 1 erreicht, für Dresden wird damit am frühen Sonntagmorgen gerechnet, wie das sächsische Landeshochwasserzentrum in einer Warnmeldung informierte. Die höchsten Wasserstände an den sächsischen Elbepegeln werden derzeit ab Mittwoch und Donnerstag kommender Woche erwartet. Die Warnkarte des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zeigte am Samstagmorgen (Stand: 7.32 Uhr) in Bayern und Sachsen gebietsweise Warnstufe Rot.
Hochwasser in Deutschland: Elbe und Spree könnten anschwellen – Experten sagen Alarmstufe 1 voraus
Deswegen drängt die Zeit bei den Abrissarbeiten am eingestürzten Teil der Dresdner Carolabrücke. „Die Zeit rennt uns weg“, sagte Feuerwehrsprecher Michael Klahre am Freitagabend. Eine Spezialfirma arbeite rund um die Uhr, um die Trümmerteile zu beseitigen. Geplant ist, mit Ausnahme des am frühen Mittwochmorgen in den Fluss gestürzten Abschnitts den gesamten Bereich des Brückenzuges C zu beräumen. So sollen Folgeschäden beim drohenden Hochwasser vermieden werden. Die Arbeiten sollen nach bisherigen Angaben bis Sonntagabend erledigt sein.
Für Sachsen meldete der Deutsche Wetterdienst (DWD) am frühen Samstagmorgen, dass der Dauerregen bis zum Samstagmittag voraussichtlich abklingt. Die Nacht zum Sonntag soll demnach weitgehend niederschlagsfrei bleiben. Am Sonntag setzt der Prognose zufolge dann wieder Regen ein.
Update vom 13. September, 21.30 Uhr: „Zurzeit wird die Intensität dieses Regens von Stunde zu Stunde größer“, sagte Wetterexperte Karsten Schwanke in der Tagesschau der ARD mit Blick auf die Gesamtwetterlage. Er blickte auf eine Niederschlagskarte bis einschließlich Montag. Demzufolge würden im Süden Polens, in der Slowakei, in weiten Teilen Tschechiens und Österreich mehr als 100 Liter pro Quadratmeter fallen. „Das sind Größenordnungen, wie wir sie im Ahrtal hatten“, so Schwanke weiter. In Berggebieten könnten es weitaus größere Mengen sein. Der Experte nannte 300 bis 400 Liter pro Quadratmeter.
Der Regen aus Tschechien sammele sich in der Elbe, so der Experte. So erreiche beispielsweise der Ortsteil Schöna, durch den Elbe in Deutschland fließt, am Montag voraussichtlich Alarmstufe 3 und bewege sich in Richtung Alarmstufe 4. Die Situation in Deutschland lasse sich erst am Wochenende konkret einschätzen, wenn bekannt ist, wie viel Niederschlag tatsächlich gefallen sei.
Vorerst beziehen sich die Wetterwarnungen des DWD weiter auf Bayern und Sachsen. In mehreren Bezirken gilt Warnstufe Rot. Das entspricht einer Warnung vor „ergiebigem Dauerregen“.
Update vom 13. September, 18.20 Uhr: Für die kommenden Tage erwarten Experten eine brisante Wetterlage – ansteigende Pegelstände und Hochwasser inklusive. Das Landesamt für Umwelt (LfU) habe für die Lausitzer Neiße, die Oder sowie die Elbe Hochwasserwarnungen herausgegeben. Das berichtet Focus.de. „Die aktuellen Prognosen lassen an Elbe und Oder beachtliche Hochwasser erwarten“, zitiert das Magazin einen Behördensprecher.
Update vom 13. September, 16.40 Uhr: Für Deutschland sagt der DWD ergiebigen Dauerregen an den Alpen und in den östlichen Mittelgebirgen vorher. Dies gelte im Südosten gebietsweise bis Montag. Oberhalb von 1.500 Metern schneit es bis Sonntagfrüh zeitweise kräftig. In Sachsen und an der Lausitz ende der Dauerregen vorläufig am Samstagvormittag. Am Sonntag ziehen der Vorhersage zufolge von Polen und Tschechien her neue Regenfälle auf, allerdings voraussichtlich mit geringerer Intensität.
Am Alpenrand könnten laut Wetterdienst bis Sonntagfrüh binnen 48 Stunden 60 bis 90 Liter pro Quadratmeter zusammenkommen, teils auch um die 100 Liter pro Quadratmeter. In Ostsachsen, am Erzgebirge und in der Niederlausitz sei mit 30 bis 50, in Staulagen bis 70 Litern pro Quadratmeter binnen 24 Stunden bis Samstagmittag zu rechnen.
Hochwassergefahr in Deutschland – auch Nachbarländer betroffen
Update vom 13. September, 12.40 Uhr: In zahlreichen Regionen in Deutschland, Österreich, Tschechien und Polen werden Dauerregen und Unwetter erwartet. Geht es nach dem Wetter-Experten Dominik Jung, müssen manche Regionen gar mit einer „Katastrophe“ rechnen. „Solche Niederschlagkarten kenne ich sonst nur von einem Hurrikan oder Taifun. Das ist einfach nur beängstigend“, so der Experte weiter.
Besonders hart wird demnach unser Nachbarland Österreich betroffen sein, erklärt der Experte. Dort rechnen die Wettermodelle mit Niederschlagssummen zwischen 200 und 400 Litern, eng begrenzt sogar mit bis zu 500 Litern. So etwas kennt man normalerweise nur von einem Hurrikan, erklärt Jung weiter.
Winter-Einbruch in Alpen-Ländern: Fotos zeigen Ausmaß in Österreich und der Schweiz




Update vom 13. September, 11.30 Uhr: Auf dem Feldberg hat es in diesen Tagen erstmals in der Saison geschneit. Noch ist es ein zaghafter Anfang, aber wer zum Ende der Woche auf dem mit 1493 Metern höchsten Berg im Schwarzwald ist, könnte den einen oder anderen Schneeschauer und einige überpuderte Stellen erleben. Das Wintergastspiel ist jedoch von kurzer Dauer. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet ab Mitte nächster Woche wieder Spätsommerwetter.
Zwar ist der Südwesten dem DWD zufolge noch bis Montag unter Kaltlufteinfluss. Am Freitag lag die Schneefallgrenze bei 1200 Metern. „Vielleicht zuckert‘s mal an“, meinte ein DWD-Meteorologe. Weil in den nächsten Tage aber insgesamt wenig Niederschlag zu erwarten ist, machte er kaum Hoffnung auf eine zusammenhängende Schneedecke. Wer einen Ausflug in die Höhe plant, sollte sich jedenfalls warm anziehen. Am Sonntag soll die Sonne dann weitgehend den Nebel vertreiben.
Wetter-Wende angekündigt: Spätsommer soll sich schon bald zurückmelden
Dass es Mitte September auf dem Feldberg schneit, ist nach Angaben des DWD-Experten nicht ungewöhnlich. Auf der Alb und in Schwarzwaldtälern könnte es die kommenden Nächte Bodenfrost geben. Autofahrer sollten auf der Höhe deshalb vorsichtig fahren. Auf den Winter müssen Ski- und Rodelfans noch eine Weile warten. Doch der Liftverbund Feldberg plant laut seiner Homepage ohnehin frühestens Anfang Dezember den Start in die Skisaison. Spätestens Mitte der Woche meldet sich der Spätsommer zurück. Wo die Sonne den Morgennebel vertreibt, kann es im Flachland dann wieder über 20 Grad werden.
Update vom 13. September, 9 Uhr: Das Wetter zeigt sich in zahlreichen Regionen in Deutschland von seiner extremen Seite: Neben Dauerregen und Schnee, sind auch mögliche Hochwasser im Gespräch. Meteorologen blicken besorgt aufs Wetter der kommenden Tage. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sagte „eine bis Sonntagfrüh anhaltende Dauerregensituation am Alpenrand“ mit teils Unwettern voraus, verbreitet mit Mengen zwischen 40 bis 60 Litern pro Quadratmeter, ab dem Chiemgau ostwärts in Staulagen mit rund 100 Litern pro Quadratmeter. Schon am Donnerstag hatte der DWD „ergiebigen Dauerregen“ von der Lausitz über den Böhmerwald bis an den östlichen Alpenrand vorhergesagt.
Wetter in Deutschland: Heftige Regenmengen in den Alpen und im Bayerischen Wald
Der Regen breitet sich auch auf Ostsachsen und Südbrandenburg aus. Besonders stark betroffen sind aber die Alpen und der Bayerische Wald, wo mit heftigen Regenmengen zu rechnen ist. Auch im Zittauer Gebirge könnte es zu Unwettern kommen. In den Hochlagen der Alpen setzt zudem starker Schneefall ein. Auf den Gipfeln der Alpen, des Erzgebirges und möglicherweise auf dem Brocken sind Sturmböen bis zur Stärke 9 möglich, an exponierten Stellen können schwere Sturmböen der Stärke 10 auftreten.
Bayern und Österreich betroffen: Fotos zeigen Winter-Einbruch in zahlreichen Regionen




Am Samstag lässt der Regen in Ostsachsen am Vormittag nach, doch im Südosten Bayerns bleibt es bis in die Nacht zum Sonntag regnerisch, vor allem am östlichen Alpenrand und im Bayerischen Wald drohen weiterhin Unwetter. Auf den Gipfeln der Alpen und des Erzgebirges bleibt es stürmisch. In den bayerischen Alpen könnte es derweil nach dem ersten Schnee laut DWD in den kommenden Tagen auf über 1.500 Metern Höhe bis zu 50 Zentimeter Neuschnee geben, die Meteorologen sprachen von einem „markanten Wintereinbruch“.
Unwetter über Deutschland: Warnung nun auch für Regionen im Osten Deutschlands
Update vom 12. September, 21.51 Uhr: Während im Süden und Südosten ab der Nacht zum Freitag mit heftigen Regenfällen gerechnet wird, gibt der DWD nun auch für Teile im Osten Deutschlands eine erste Warnung heraus. In Regionen an der Grenze zu Tschechien, darunter Dresden und Bautzen, gilt Unwetter-Stufe 2 und 3. Auch hier wird vor ergiebigen Niederschlägen gewarnt.
Update vom 12. September, 16.45 Uhr: Die Karte der Hochwasserzentrale schlägt für Sachsen Alarm. Im östlichen Teil des Bundeslandes führen die Flüsse zu Hochwassern. Für die Spree, die Lausitzer Neiße, die Löbauer Wasser, den Weißen Schöps und Zuflüsse wurden Hochwasserwarnungen der Stufen 1 bis 2 ausgesprochen. Auch für den an Sachsen grenzenden Teil von Brandenburg um Guben besteht eine amtliche Vorwarnung für ein Hochwasser.
Eine Warnung gilt auch für den Süden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) schreibt am Donnerstagnachmittag: „Dauerregen im Berchtesgadener Land. Ab heute Abend ergiebiger Dauerregen (Unwetter) im südlichen Bayern und Bayrischen Wald, Dauerregen in Süd- und Südostbayern.“
Update vom 12. September, 10.20 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt. Betroffen ist das Bundesland Bayern. Es gelten Unwetterwarnungen der Stufen 2 und 3. So gilt eine amtliche Unwetterwarnung vor ergiebigem Dauerregen bis Sonntag, 6 Uhr morgens. „Dabei werden Niederschlagsmengen zwischen 60 l/m² und 90 l/m² erwartet“, informieren die Experten. Betroffen sind beispielsweise die Landkreise Rosenheim und Garmisch-Partenkirchen.
In anderen Regionen gilt eine amtliche Warnung vor Dauerregen bis Sonntag, 0 Uhr. „Es tritt Dauerregen auf. Dabei werden Niederschlagsmengen zwischen 40 l/m² und 60 l/m² erwartet“, heißt es. Betroffen hiervon sind beispielsweise die Landkreise Bad Tölz und Ebersberg. Allgemein schreibt der DWD: „Beginn einer bis Sonntagfrüh anhaltenden Dauerregensituation am Alpenrand. In 48 Stunden verbreitet Mengen zwischen 40 und 60 l/qm, am Alpenrand zwischen 60 und 90 l/qm (Unwetter), ab dem Chiemgau ostwärts zwischen 90 und 120 l/qm (extremes Unwetter).“
Erstmeldung vom 11. September: Frankfurt – Der Sommer scheint vorbei zu sein. Nach Rekord-Temperaturen bis in den September scheint es nun zu einer deutlichen Abkühlung zu kommen. Doch es wird nicht nur kälter, sondern auch regnerisch. Der Dauerregen der nächsten Tage könnte in einigen Gebieten zu Hochwasser führen.
Am Donnerstagmorgen erklärte die Deutsche Wetterdienst (DWD) in seinem aktuellen Warnlagebericht von örtlich starken Gewittern an der Ost- und Nordfriesischen Küste. Das Berchtesgadener Land müsse sich zudem aktuell auf Dauerregen einstellen. In den Alpen werde aktuell mit leichtem Schneefall oberhalb von 1500 Metern gerechnet.
Ein Tiefdruckgebiet zieht vom Golf von Genua in Richtung Wien, Prag und Warschau und bringt extrem hohe Niederschlagsmengen mit sich. Diplom-Meteorologe Dominik Jung berichtet, dass der genaue Niederschlagsschwerpunkt noch unklar ist. Die Niederschlagssummen bis zum Montag zeigen: Österreich und Polen sind besonders stark betroffen. Aber auch Deutschland wird nicht ausgelassen. In Sachsen und in Bayern kann es 100 bis 170 Liter Regen pro Quadratmeter geben.
Aber auch Flüsse, die vom Osten nach Deutschland fließen, wie die Elbe oder die Oder, können zusätzliche Wassermassen bringen. „Die Lage ist ziemlich angespannt“, so der Meteorologe, der schweres Hochwasser in Deutschland als möglich sieht. In Österreich ist entlang der Donau und an deren Zuflüssen mit ziemlicher Sicherheit mit einem hohen bis sehr hohen Hochwasser zu rechnen. Auch die Hauptstadt Wien könnte betroffen sein.
Vorschau bis zum Wochenende zeigt Temperaturabfall und Dauerregen
Der Deutsche Wetterdienst gibt eine Vorschau auf die nächsten Tage. Am Donnerstag, 12. September, ist die Region demnach rund um de Alpen stark bewölkt und regnerisch. Immer wieder kommt es im Tagesverlauf zu Regenschauern. An der Nordsee und im Nordwesten sind auch kurze Gewitter zu erwarten. Zudem weht schwacher bis mäßiger Wind. Die Temperaturen halten sich im Bereich zwischen neun Grad am Alpenrand und bis zu 17 Grad in den Landesteilen auf.
Auch in der Nacht zum Freitag, 13. September, soll der Regen in einigen Regionen wie dem Alpenrand und der Küstennähe anhalten. Hier kann es zu Schauern und Gewittern kommen. Die tiefsten Temperaturen liegen bei nur einem Grad. Die Schneefallgrenze sinkt demnach auf 1300 Meter. Auch tagsüber gibt es zeitweise Regen von Südbayern bis in den Osten, hierbei handelt es sich aber um vereinzelte Schauer. Am Tag können die Temperaturen wieder 17 Grad erreichen.
Am Samstag, 14. September, kommt es nachts voraussichtlich von der Lausitz bis zum Alpenrand zu starkem, lang anhaltendem Regenfall. In der Nacht können die Temperaturen auf drei Grad abfallen. Zudem kommt es an der Ostsee, im Erzgebirge und Bayerischen Wald vermutlich zeitweise zu starkem bis stürmischen Nordwestwind. Und auch die Nacht zum Sonntag bringt laut aktuellen Prognosen noch mehr Regen im Osten und Südosten. (nr)
Rubriklistenbild: © Armin Weigel/dpa











