VonJulia Hanigkschließen
Seismische Aktivität in Italien: Die Phlegräische Felder zeigen erneut Lebenszeichen. Häufige Schwarmbeben erschüttern die Region.
Neapel – Der Vesuv, Italiens berüchtigter Supervulkan, bleibt in ständiger Bewegung. Kleinere Erdbeben treten regelmäßig auf und nähren die Ängste der lokalen Bevölkerung, dass ein möglicher Ausbruch unmittelbar bevorstehen könnte.
Nur 20 Kilometer entfernt sind auch die Phlegräischen Felder aktiv, die ebenfalls als Supervulkan eingestuft werden. Im Mai wurde die Region von einem seismischen Schwarm heimgesucht, der innerhalb von 24 Stunden 160 Erdbeben verursachte. Die vulkanische Aktivität in diesem Gebiet ist hoch, obwohl der letzte Ausbruch, die Monte-Nuovo-Eruption, im Jahr 1538 stattfand. In der Nacht des 25. November gab es erneut einen seismischen Schwarm in den Phlegräischen Feldern, wenn auch in deutlich geringerem Ausmaß.
Erneut seismischer Schwarm in den Phlegräischen Feldern gemessen
Die Phlegräischen Felder, ein Supervulkan, haben sich erneut bemerkbar gemacht und ihre Aktivität unter Beweis gestellt. Laut napolitoday.it ereignete sich gestern Abend in der Nähe von Neapel, in der Region Campi Flegrei (Phlegräische Felder), ein seismischer Schwarm. Damit wird eine Reihe aufeinanderfolgender Erdbeben bezeichnet. Diese Häufung kann von einigen Tagen bis zu einem Jahr dauern, wobei die Beben in der Regel ähnlich stark sind. Der jüngste Schwarm in Italien begann laut Berichten um 17.52 Uhr (UTC 16.52) und endete gegen 23 Uhr, wie das Vesuv-Observatorium bekannt gab.
Schwarmbeben bei Supervulkan in Italien
Die Aktivität unter der Erde und die Schwarmbeben sind immer wieder zu beobachten. Das stärkste Erdbeben ereignete sich um 18.32 Uhr Ortszeit und hatte eine Stärke von 2,2. Das Epizentrum befand sich drei Kilometer unter der Erdoberfläche in der Region Solfatara. Insgesamt wurden 14 Erdbeben mit Stärken zwischen null und 2,2 auf der Richterskala registriert, so lokale Medienberichte.
Bereits am 24. November hatte es eine Serie von Erdbeben in der süditalienischen Caldera Campi Flegrei gegeben, die aus 19 Beben bestand. Das stärkste Beben hatte eine Magnitude von 1,3 und ein Hypozentrum in 1,6 Kilometern Tiefe. Trotzdem gibt es immer neue Tourismus-Rekorde in der Region. Ein Italien-Hotspot schränkte daher bereits den Zugang ein. (jh)
Rubriklistenbild: © imagebroker/IMAGO/Symbolbild

