Europa im Visier von Hurrikan Kirk: „Einer der stärksten Stürme der jüngsten Vergangenheit“
VonBjarne Kommnick
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Meteorologen warnen vor Kirk, dem Hurrikan, der sich aktuell über dem Atlantik auf Europa zubewegt. Die Folgen werden auch in Deutschland zu spüren sein.
Frankfurt – Derzeit wütet der Hurrikan Kirk über dem Atlantischen Ozean. Noch betrifft sein Ausmaß keine bewohnten Regionen. Doch laut Meteorologe Dominik Jung von wetter.net würde sich die Wettermasse langsam Richtung Nordamerika bewegen und anschließend mit einem Schwenk Kurs auf Europa nehmen. In den kommenden Tagen könnte er das Festland treffen.
Hurrikan Kirk auf dem Weg nach Europa – Windspitzen bis zu 270 Kilometern pro Stunde
Laut dem Portal weather.com ist der Hurrikan mit der Stufe 4 auf der sogenannten Saffir-Simpson-Skala klassifiziert. Er würde somit Mittelwinde in Höhe von 230 Kilometern pro Stunde und Windspitzen bis 270 Kilometern pro Stunde erreichen – und gilt damit als Major-Hurrican. In den USA sorgte der Hurrikan „Helene“ zuletzt für schwere Verwüstungen.
Zwar werde Kirk laut Fachleuten nicht die höchste Stufe 5 erreichen, dennoch könnte seine Zugbahn gravierende Folgen für Europa haben. Am Montag soll der Hurrikan laut Prognose noch in der Stufe 2 die Azoren erreichen. Einen Tag später soll der Jetstream den Hurrikan erfassen und ihn damit stark in Richtung Europa beschleunigen. Auch der Hurrikan „Isaac“ beschleunigt derzeit Richtung Europa.
Hurrikan Kirk erreicht Festland von Europa wohl in der Nacht zu Donnerstag
Am Mittwoch soll Kirk die Küste Europas als „außertropischer Sturm“ erreichen und in der Nacht zu Donnerstag mutmaßlich das Land treffen. Wo genau das passieren wird, sei noch unklar. Es deute jedoch darauf hin, dass es am wahrscheinlichsten an der französischen Loire-Mündung passieren könnte.
Die Auswirkungen würden demnach bis in Deutschland spürbar sein. Zwar würde im Bundesgebiet kein „echter Hurrikan“ mehr ankommen, jedoch die Reste davon. Dort wo der Hurrikan Land fasst, würden Niederschläge mit bis zu 300 Litern pro Quadratmeter, Orkanböen und Tornados drohen.
Fachleute erwarten einen der „stärksten Stürme der jüngsten Vergangenheit“
Dabei sei es möglich, dass der Regen auch weiter ins Inland zieht. Deutschland erwarte aufgrund des Hurrikans jedoch insbesondere Sturm. Die Expertinnen und Experten erwarten, dass Kirk hauptsächlich über Nordfrankreich, Benelux, Norddeutschland und Dänemark zieht. Weiter südlich davon komme es zu schweren Stürmen. Auch unser Partnerportal wa.de berichtet darüber.
In Deutschland könnte sich das laut weather.com vor allem am Mittwoch und Donnerstag in Form von Sturm- und Orkanböen zeigen. Bis Kirk jedoch auf das Land gestoßen ist, können sich sein räumlicher Verlauf und die zeitliche Abfolge noch ändern. Meteorologinnen und Meteorologen rechnen jedoch mit einem „der stärksten Stürme der jüngsten Vergangenheit“.
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Hurrikan Kirk auf dem Weg nach Europa: „Im Westen sind mehr als 50 Liter Regen möglich“
Meteorologe Dominik Jung erklärt in seinem jüngsten Wetter-Video von Samstag (5. Oktober), dass schwere Gewitter drohen, wenn die Kaltfront des Orkantiefs vorübergezogen ist: „Vor allen Dingen im Westen sind mehr als 50 Liter Regen möglich“. Dennoch bleibt dem Experten zufolge abzuwarten, ob Kirk Deutschland trifft oder nur streift: „Die Wetterbedingungen ändern sich ständig, und Hurrikane reagieren empfindlich auf Temperaturunterschiede, Winde und Luftdruck.“ (bk)