Letzter Papst-Wunsch sorgt für Aufsehen: Das Franziskus-Testament im Wortlaut
VonVivian Werg
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Papst Franziskus ist am Ostermontag verstorben. Sein Testament zeigt seinen Wunsch nach einem schlichten Erdgrab in der Basilika Santa Maria Maggiore in Rom.
Als Termin für die Bestattungsfeierlichkeiten hat der Vatikan den kommenden Samstag, 26. April, bekanntgegeben. Um 10 Uhr beginnt dann die Beerdigung. Im Unterschied zu den anderen Päpsten der jüngeren Zeit wird Franziskus auf eigenen Wunsch nicht im Petersdom seine letzte Ruhe finden, sondern in der päpstlichen Basilika Santa Maria Maggiore, einige Kilometer entfernt in der Nähe des Hauptbahnhofs von Rom. Das geht aus dem knappen Testament hervor, das der Vatikan am Montagabend veröffentlicht hat.
Testament zeigt einzigen Wunsch von Papst Franziskus
Da er sein Leben, sein „priesterliches und bischöfliches Amt“ immer der Mutter des Herrn anvertraut habe, wolle er bis zum Tag der Auferstehung in der päpstlichen Basilika St. Maria Major ruhen. „Ich wünsche, dass meine letzte irdische Reise in diesem sehr alten marianischen Heiligtum endet, wo ich zu Beginn und am Ende jeder Apostolischen Reise zum Gebet hingegangen bin, um der unbefleckten Mutter meine Anliegen vertrauensvoll anzuvertrauen und ihr für ihre gütige und mütterliche Fürsorge zu danken“, erklärt Franziskus im Testament.
„Das Grab muss in der Erde sein, einfach, ohne besonderen Schmuck und mit der einzigen Inschrift Franciscus“ – mehr hat sich der Papst nicht gewünscht.
Grabmal des Papstes wird von anonymem Wohltäter finanziert
Auch für den Ort seines Grabes machte Franziskus genaue Vorgaben: In der Nische des Seitenschiffs zwischen der Cappella Paolina (Kapelle der Salus Populi Romani) und der Cappella Sforza solle es liegen. Finanziert wird das Grabmal des Papstes von einem Wohltäter. „Die Kosten für die Vorbereitung meines Begräbnisses werden durch die von mir veranlasste Wohltätigkeitssumme gedeckt, die an die päpstliche Basilika St. Mary Major überwiesen werden soll und für die ich Erzbischof Rolandas Makrickas, dem außerordentlichen Kommissar des liberianischen Kapitels, entsprechende Anweisungen erteilt habe“, heißt es im Testament weiter.
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Das Testament endet schließlich mit einem Gebet: „Möge der Herr all jenen, die mich geliebt haben und weiterhin für mich beten werden, einen wohlverdienten Lohn geben. Das Leid, das mir in der letzten Zeit meines Lebens widerfahren ist, habe ich dem Herrn für den Weltfrieden und die Brüderlichkeit unter den Völkern geopfert.“ (vw)