Testament von Papst Franziskus

Letzter Papst-Wunsch sorgt für Aufsehen: Das Franziskus-Testament im Wortlaut

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Papst Franziskus ist am Ostermontag verstorben. Sein Testament zeigt seinen Wunsch nach einem schlichten Erdgrab in der Basilika Santa Maria Maggiore in Rom.

Frankfurt – Die Welt trauert um Papst Franziskus. Am Sonntag (20. April) hatte das Kirchenoberhaupt noch einmal für Frieden und einen besseren Umgang mit Migranten geworben. In den frühen Morgenstunden des Ostermontags verstarb Franziskus in seiner Residenz, der Casa Santa Marta im Alter von 88 Jahren.

Als Termin für die Bestattungsfeierlichkeiten hat der Vatikan den kommenden Samstag, 26. April, bekanntgegeben. Um 10 Uhr beginnt dann die Beerdigung. Im Unterschied zu den anderen Päpsten der jüngeren Zeit wird Franziskus auf eigenen Wunsch nicht im Petersdom seine letzte Ruhe finden, sondern in der päpstlichen Basilika Santa Maria Maggiore, einige Kilometer entfernt in der Nähe des Hauptbahnhofs von Rom. Das geht aus dem knappen Testament hervor, das der Vatikan am Montagabend veröffentlicht hat. 

Der tote Papst Franziskus liegt nun in der Kapelle seiner Residenz Santa Marta im offenen Sarg.

Testament zeigt einzigen Wunsch von Papst Franziskus

Da er sein Leben, sein „priesterliches und bischöfliches Amt“ immer der Mutter des Herrn anvertraut habe, wolle er bis zum Tag der Auferstehung in der päpstlichen Basilika St. Maria Major ruhen. „Ich wünsche, dass meine letzte irdische Reise in diesem sehr alten marianischen Heiligtum endet, wo ich zu Beginn und am Ende jeder Apostolischen Reise zum Gebet hingegangen bin, um der unbefleckten Mutter meine Anliegen vertrauensvoll anzuvertrauen und ihr für ihre gütige und mütterliche Fürsorge zu danken“, erklärt Franziskus im Testament.

„Das Grab muss in der Erde sein, einfach, ohne besonderen Schmuck und mit der einzigen Inschrift Franciscus“ – mehr hat sich der Papst nicht gewünscht.

Grabmal des Papstes wird von anonymem Wohltäter finanziert

Auch für den Ort seines Grabes machte Franziskus genaue Vorgaben: In der Nische des Seitenschiffs zwischen der Cappella Paolina (Kapelle der Salus Populi Romani) und der Cappella Sforza solle es liegen. Finanziert wird das Grabmal des Papstes von einem Wohltäter. „Die Kosten für die Vorbereitung meines Begräbnisses werden durch die von mir veranlasste Wohltätigkeitssumme gedeckt, die an die päpstliche Basilika St. Mary Major überwiesen werden soll und für die ich Erzbischof Rolandas Makrickas, dem außerordentlichen Kommissar des liberianischen Kapitels, entsprechende Anweisungen erteilt habe“, heißt es im Testament weiter.

Papst Franziskus ist tot – die ersten Bilder vom offenen Sarg

Papst Franziskus ist tot
Einen Tag nach dem Ableben von Papst Franziskus hat der Vatikan erste Bilder des verstorbenen Kirchenoberhaupts veröffentlicht. © Juni Kriswanto/Vatikan/AFP
Papst Franziskus gestorben - Aufbahrung im Vatikan
Ab Mittwoch können Gläubige im Petersdom Abschied an dem Sarg nehmen. © Vatican Media/Vatican Media/AP/dpa
Papst Franziskus gestorben - Aufbahrung im Vatikan
Der tote Papst Franziskus liegt nun in der Kapelle seiner Residenz Santa Marta im offenen Sarg. © Vatican Media/Vatican Media/AP/dpa
Papst Franziskus ist tot – erste Bilder im Sarg
Der Leichnam liegt in einem offenen Sarg, flankiert von Mitgliedern der Schweizergarde. © Vatikan/AFP
Papst Franziskus ist tot – erste Bilder im Sarg
Papst Franziskus starb am Ostermontag (21. April) an den Folgen eines Schlaganfalls, wie der Vatikan mitteilte. © Vatikan/AFP
Papst Franziskus gestorben - Aufbahrung im Vatikan
Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella und seine Tochter Laura beten vor dem Leichnahm von Papst Franziskus. © -/Vatican Media via AP/dpa
Der verstorbene Papst Franziskus liegt aufgebahrt in der Kapelle seines letzten Wohnsitzes.
Der verstorbene Papst Franziskus liegt aufgebahrt in der Kapelle seines letzten Wohnsitzes. © Vatican Media/afp
Ein Rosenkranz liegt auf den Händen des toten Papstes. Das ist Teil der traditionellen katholischen Totenrituale, besonders für hohe geistliche Würdenträger wie den Papst.
Ein Rosenkranz liegt auf den Händen des toten Papstes. Das ist Teil der traditionellen katholischen Totenrituale, besonders für hohe geistliche Würdenträger wie den Papst. © Vatican Media/afp
Papst Franziskus gestorben - München
In vielen Kirchen stehen Bilder des gestorbenen Papstes, es liegen Kondolenzbücher aus. © Felix Hörhager/dpa
Nach dem Tod von Papst Franziskus nehmen Mensch auf dem Petersplatz Abschied.
Nach dem Tod von Papst Franziskus nehmen Mensch auf dem Petersplatz Abschied.  © IMAGO/Jakub Porzycki
Papst Franziskus überraschte noch am Ostersonntag mit einer Fahrt mit dem Papamobil über den Petersplatz.
Papst Franziskus überraschte noch am Ostersonntag mit einer Fahrt mit dem Papamobil über den Petersplatz.  © Andrew Medichini/dpa
Papst Franziskus gestorben - Vatikan
Vor dem Petersdom wird Gläubigen mitgeteilt, am wann sie den aufgebahrten Papst Franziskus sehen können. © Christoph Reichwein/dpa
Papst Franziskus gestorben - Petersplatz
Am Abend beteten Tausende auf dem Petersplatz für den toten Papst. © Oliver Weiken/dpa
Ein Bild des verstorbenen Papstes Franziskus wird auf den Obelisken in Buenos Aires, Argentinien, projiziert.
Ein Bild des verstorbenen Papstes Franziskus wird auf den Obelisken in Buenos Aires, Argentinien, projiziert.  © Gustavo Garello/dpa
Jose H. Gomez, Erzbischof von Los Angeles, sitzt hinter einem Bild von Papst Franziskus während eines Gottesdienstes zu Ehren des Papstes in der Kathedrale Our Lady of Angels.
Jose H. Gomez, Erzbischof von Los Angeles, sitzt hinter einem Bild von Papst Franziskus während eines Gottesdienstes zu Ehren des Papstes in der Kathedrale Our Lady of Angels.  © Damian Dovarganes/dpa

Das Testament endet schließlich mit einem Gebet: „Möge der Herr all jenen, die mich geliebt haben und weiterhin für mich beten werden, einen wohlverdienten Lohn geben. Das Leid, das mir in der letzten Zeit meines Lebens widerfahren ist, habe ich dem Herrn für den Weltfrieden und die Brüderlichkeit unter den Völkern geopfert.“ (vw)

Rubriklistenbild: © Vatican Media/Vatican Media/AP/dpa

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