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Kilian Bäuml
Martina Lippl
Kai Hartwig
Jennifer Lanzinger
Nach dem schweren Erdbeben in Japan an Neujahr sind noch immer hunderte Personen vermisst und ihre Zahl steigt weiter an.
- Nach schweren Erdbeben in Japan: „Rettung von Menschen ist ein Kampf gegen die Zeit“
- Behörde warnt vor weiteren Erdbeben in Japan: Zehntausende Haushalte ohne Strom
- Dieser News-Ticker zum schweren Erdbeben in Japan wird regelmäßig aktualisiert
Update vom 6. Januar, 11.55 Uhr: Die Anzahl der Todesopfer nach dem verheerenden Erdbeben in Japan am Neujahrstag ist auf 126 gestiegen. 210 Menschen wurden nach jüngsten Angaben der örtlichen Behörden von Samstag nach wie vor vermisst. „Wir beten aufrichtig für die Ruhe der Seelen der Verstorbenen“, erklärte der japanische Regierungschef Fumio Kishida im Onlinedienst X (früher Twitter).
In einer Dringlichkeitssitzung forderte Kishida die Minister auf, „dringend und schnell“ Straßen zu reparieren, um hunderten Menschen in abgeschnittenen Gegenden zur Hilfe zu kommen. Die Arbeit von tausenden Rettungskräften wird derzeit von schlechten Wetterbedingungen und Straßenschäden sowie geschätzten rund tausend Erdrutschen behindert. Für Sonntag wird zudem Schnee erwartet.
Update vom 5. Januar, 7.23 Uhr: Nach dem schweren Erdbeben an der Japanischen Westküste am Neujahrstag steigt die Zahl der vermissten Personen auf über 240 weiter an. Wie japanische Medien am Freitag weiter berichteten, verdoppelte die Regierung die Zahl der in das Katastrophengebiet entsandten Soldaten auf 4600, um die Einsatzkräfte zu unterstützen. Bei der Suche nach Überlebenden sind die ersten 72 Stunden entscheidend. Wer in der Zeit nicht geborgen wird, dessen Überlebenschancen sinken drastisch.
Es gebe Dutzende von Berichten, wonach noch Menschen unter eingestürzten Häusern liegen sollen, hieß es weiter. Die Trümmerberge, beschädigte Straßen, Erdrutsche und Nachbeben behinderten weiterhin den Einsatz der Such- und Rettungstrupps.
In der am schwersten betroffenen Präfektur Ishikawa seien mindestens 700 Menschen noch immer von der Außenwelt abgeschnitten, hieß es. In etwa 30 000 Haushalten sei die Stromversorgung und in 80 000 Haushalten die Wasserversorgung unterbrochen, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo. Nach Angaben der örtlichen Behörden müssen rund 33 000 Menschen weiter in Hunderten Notunterkünften ausharren. Seit dem Erdbeben am Neujahrstag mit einer Stärke von 7,6 ist die Region am Japan-Meer von mehr als 150 Nachbeben erschüttert
Starkes Erdbeben und Tsunami-Warnung in Japan: Rettungskräfte suchen nach Überlebenden




Erdbeben der Stärke 7,6 in Japan: Zahl der Todesopfer steigt – Urlauberin berichtet von Todesangst
Update vom 3. Januar, 7.27 Uhr: Am Montag (1. Januar) erschüttert ein starkes Erdbeben die japanische Westküste. Seither sind zahlreiche Retter mit der Suche nach Überlebenden beschäftigt. Aber auch die Zahl der Todesopfer steigt stetig weiter. Laut aktuellen Angaben eines Sprechers der Präfektur Ishikawa, die besonders hart getroffen wurde, seien mindestens 62 Menschen gestorben. Die Zahl der Verletzten liegt aktuell bei 300, 20 davon sind schwer verletzt. 31.800 Menschen sind laut Behördenangaben momentan in Notunterkünften untergebracht. Rettungskräfte suchen weiter intensiv nach weiteren Überlebenden.
Erschwert wird die Suche durch die aktuelle Wetterlage. Den gesamten Mittwoch über ist mit Starkregen und möglichen Erdrutschen zu rechnen.
Auch haben nach wie vor viele Haushalte keinen Strom. Nach Angaben der örtlichen Versorgungsunternehmen waren fast 34.000 Häuser in Ishikawa am Mittwoch weiterhin von der Stromversorgung abgeschnitten. In einigen Städten gab es zudem keine Versorgung mit fließendem Wasser mehr. In den Städten wie Wajima, Suzu und Noto auf der Halbinsel Noto wurden zahlreiche Häuser zerstört oder fielen Bränden zum Opfer. Das ganze Ausmaß der Zerstörungen sei noch nicht erfasst, meldete der Fernsehsender NHK.
Suche nach Überlebenden des Erdbebens geht weiter
Update vom 2. Januar, 17.33 Uhr: Mehr als 30 Stunden sind nach dem verheerenden Erdbeben in Japan vergangen. „Es ist wieder einmal Nacht. Aber ich möchte, dass jeder sein Bestes gibt, um Leben zu retten“, schreibt der Gouverneur der Präfektur Ishikawa, Hioshi Hase, auf der Plattform X (ehemals Twitter). Es werde alles getan, um Hilfe aus der Luft- und über den Seeweg zu mobilisieren. Zudem warnte er vor der Gefahr von Erdrutschen als Folge des Bebens. In der Nacht sei örtlich Regen angesagt.
Nach schweren Erdbeben in Japan: Zahl der Todesopfer steigt auf mindestens 55
Die Zahl der Todesopfer ist auf 55 gestiegen, berichtet Skynews unter Berufung auf die Behörden. Ein Erdbeben der Stärke 7,6 ereignete sich am Montag (1. Januar 2024) gegen 16 Uhr Ortszeit an der Westküste Japans. Es erschütterte Gebäude sogar im rund 300 Kilometer entfernten Tokio.
„Ich dachte, ich würde sterben“ – Touristin beim Baden vom Erdbeben überrascht
Update vom 2. Januar, 15.36 Uhr: „Ich hatte große Angst, ich habe geschrien. Ich dachte, ich würde sterben“, erzählt eine australische Urlauberin dem The Sydney Morning Herald. Kumudu Thuyakontha war demnach gerade in einem der traditionellen Onsen-Bäder in der Stadt Kanazawa an der japanischen Westküste, als das Beben begann.
Ohne ein Telefon, um sie zu warnen, getrennt von ihrem Mann und Sohn befürchtete sie das Schlimmste. Die Familie aus Melbourne blieb glücklicherweise unverletzt. Nachdem die schweren Erschütterungen vorüber waren, nahmen sie den ersten Zug nach Kyoto, um der Region zu entkommen.
Erdbeben in Japan legt Gebäude in Schutt und Asche – Zahl der Todesopfer steigt weiter an
Update vom 2. Januar, 14.12 Uhr: Retter bergen weitere Opfer aus den Trümmern nach dem tödlichen Erdbeben in Japan. Mindestens 30 Menschen sind in der Präfektur Ishikawa ums Leben gekommen, berichtet der staatliche Nachrichtensender NHK. Die Zahl der Todesopfer könnte noch weiter steigen. Viele Menschen seien noch unter eingestürzten Gebäuden verschüttet.
Das Erdbeben der Stärke 7,6 am Neujahrstag löste eine Tsunami-Warnung aus. Alle Tsunami-Warnungen für das Japanische Meer sind von der japanischen Wetterbehörde am Dienstag aufgehoben worden. Die Behörden warnen jedoch vor weiteren Nachbeben in den nächsten Tagen.
„SOS“ – Gebiete nach schweren Erdbeben in Japan von der Außenwelt abgeschnitten
Update vom 2. Januar, 12.38 Uhr: Die Lage nach dem schweren Erbeben in Japan ist am Dienstag noch unübersichtlich. Die Regierung hat eigenen Angaben zufolge 10.000 Einsatzkräfte mobilisiert. 18 Flugzeuge, darunter auch Hubschrauber und ein Zerstörer mit Hilfsgütern sind bereits am Montagabend zur schwer getroffenen Halbinsel Noto aufgebrochen.
Die meisten Straßen zu der Küstenstadt Wajima (27.000 Einwohner) sind nach Angaben der Behörden unpassierbar. Auch andere Gebiete sind von der Außenwelt abgeschnitten. Auf Luftaufnahmen des staatlichen Senders NHK ist das Wort „SOS“ aus Klappstühlen in der Nähe einer Einrichtung der Kanazawa Universität in Misaki Town zu sehen.
Auf dem Noto Airport in Wajimi sind seit dem Beben am Montagabend (Ortszeit) 500 Menschen isoliert. Wie The Japan News berichtet, haben sie in Mietwagen und Reisebussen auf dem Flugplatz Zuflucht gefunden. Decken und Lebensmittel wurden verteilt. Tausende Reisende saßen über Nacht in Zügen bis Dienstagmorgen fest. Tausende Menschen mussten evakuiert werden. In einigen Gebieten ist die Wasserleitung unterbrochen. Auf Fotos von Nachrichtenagenturen ist zu sehen, wie die Bewohner für Trinkwasser Schlange stehen. 44.000 Haushalte seien den Behördenangaben ohne Strom.
Schwere Erdbeben in Japan: Land um 1,3 Meter verschoben
Update vom 2. Januar, 11.13 Uhr: Nach dem Beben vor der Küste Japans hat sich offenbar Land um 1,3 Meter verschoben. Die japanische Behörde für Geoinformationen (GIS) habe GPS-Daten nach dem Erdbeben der Stärke 7,6 habe ausgewertet, berichtet der japanische Sender NHK.
Dabei sei beim Beobachtungspunkt in Wajima City in der Präfektur Ishikawa die größte Verschiebung erfasst worden, die sich horizontal etwa 1,3 Meter nach Westen bewegte. Auch an anderen Punkten habe sich eine Westverschiebung von etwa 1 Meter gezeigt.
Zahl der Todesopfer steigt nach Erdbeben in Japan: Einsatzkräfte suchen in den Trümmern nach Überlebenden
Update vom 2. Januar, 10.17 Uhr: Nach den verheerenden Erdbeben an der Westküste Japans hat sich die Anzahl der Todesopfer weiter erhöht. Am Dienstag gaben die Behörden bekannt, dass in der schwer getroffenen Präfektur Ishikawa mindestens 48 Menschen ihr Leben verloren haben. Wie die Tageszeitung Mainichi Shimbun berichtet, wurden durch das besonders heftige Beben der Stärke 7,6, das am Neujahrstag die Halbinsel Noto am Japan-Meer erschütterte, mindestens 137 Menschen verletzt.
Starkes Erdbeben und Tsunami-Warnung in Japan: Rettungskräfte suchen nach Überlebenden




Die Zerstörung war enorm: Viele Wohnhäuser wurden zerstört. Straßen wurden aufgerissen oder durch Erdrutsche teilweise blockiert. In der Stadt Wajima in Ishikawa, die besonders schwer betroffen war, gingen über 200 Wohnhäuser und Geschäfte in Flammen auf.
Nach schweren Erdbeben in Japan – „Rettung von Menschen ist ein Kampf gegen die Zeit“
Update vom 2. Januar, 7.56 Uhr: Eine Serie von Erdbeben in Japan fordert weitere Todesopfer: Berichten des japanischen Fernsehsenders NHK zufolge sind in der Region Ishikawa mindestens acht weitere Menschen ums Leben gekommen. Demnach steigt auch die Zahl der Verletzten. Die Tagesschau berichtet derzeit von insgesamt 30 Toten, die bei der Tragödie starben. Infolge des Bebens stürzten in der Stadt Wajima mehrere Häuser ein. Zudem wurde dadurch ein Brand ausgelöst, von dem mehrere 100 Häuser betroffen waren. Noch für die gesamte Woche besteht in dem betroffenen Gebiet eine Erdbeben-Warnung. Diese dauern zurzeit an.
An der gesamten Westküste hatte die meteorologische Behörde zunächst auch vor einem starken Tsunami gewarnt und Anwohner angewiesen, ihre Häuser zu verlassen. Am Dienstagvormittag (Ortszeit) wurde diese Warnung aufgehoben. Durch das Beben wurden mehrere kleine Flutwellen ausgelöst. Die Suche nach möglichen Opfern wurde nach der Entwarnung von Sicherheitskräften fortgesetzt. „Die Suche und Rettung der vom Beben betroffenen Menschen ist ein Kampf gegen die Zeit“, erklärte Ministerpräsident Fumio Kishida auf einer Sitzung des Krisenstabes.
Behörde warnt vor weiteren Erdbeben in Japan: Zehntausende Haushalte ohne Strom
Update vom 1. Januar, 21.50 Uhr: Eine Reihe schwerer Erdbeben hat das Zentrum Japans am Neujahrstag erschüttert. Die Region wurde zudem von über einem Meter hohen Tsunamiwellen getroffen. Vier Menschen starben, wie die Nachrichtenagentur Kyodo am Dienstag (Ortszeit) meldete. Das schwerste Erdbeben hatte nach Angaben der japanischen Meteorologiebehörde (JMA) eine Stärke von 7,6, die US-Erdbebenwarte USGS gab die Stärke mit 7,5 an. Die JMA warnte vor weiteren Erdbeben in den kommenden Wochen, vor allem aber in den kommenden zwei, drei Tagen.
Insgesamt wurden mehr als 50 weitere weniger starke Beben registriert. Im Lauf des Tages gab das Pazifik-Tsunami-Warnzentrum Entwarnung hinsichtlich gefährlicher Flutwellen. Die Erschütterungen durch die Erdbeben brachten selbst in der Hauptstadt Tokio Häuser zum Wanken, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Das Epizentrum lag aber viel weiter westlich um die Präfekturen Toyama, Ishikawa und Niigata, dort waren etwa 33.500 Haushalte ohne Strom.
Japan: Erdbeben-Serie fordert vier Todesopfer – Militär in betroffene Region entsandt
Es gebe vier bestätigte Todesfälle, meldete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am frühen Dienstagmorgen unter Berufung auf die Behörden der Präfektur Ishikawa. Die Präfektur im Westen der Hauptinsel Honshu war von einem Beben der Stärke 7,5 getroffen worden. In Wajima in der Präfektur Ishikawa stürzten Häuser ein, in Straßen waren tiefe Risse zu sehen. Fernsehberichten und der örtlichen Feuerwehr zufolge gerieten in Wajima zudem mehrere Häuser in Brand. In der Stadt Suzu stürzten Berichten zufolge viele Häuser ein.
Der Betrieb der Atomkraftwerke in Japan wurde durch die Erdbeben und Flutwellen nach Angaben der Regierung nicht beeinträchtigt. Die Bewohner der betroffenen Gebiete waren mit Blick auf die Tsunami-Gefahr in japanischen Fernseh- und Radiosendern eindringlich aufgerufen worden, sich sofort in höher gelegenen Gebieten in Sicherheit zu bringen. Laut Verteidigungsminister Minoru Kihara wurden 20 Militärflugzeuge entsandt, um das Ausmaß der Schäden zu erfassen. Zudem sollten 1000 Militärangehörige in die betroffenen Gebiete entsandt werden, weitere 8500 stünden in Alarmbereitschaft.
Update vom 1. Januar, 16.11 Uhr: Die Westküste Japans ist am Neujahrstag von einer Serie starker Beben heimgesucht worden. Diese hatte Warnungen vor Tsunami-Flutwellen ausgelöst und Schäden verursacht. Offenbar gab es mindestens zwei Todesopfer: Zwei Menschen wurden in Nanao auf der schwer betroffenen Halbinsel Noto am Japan-Meer ohne Lebenszeichen gefunden, wie der japanische Fernsehsender NHK am späten Montagabend (Ortszeit) berichtete. Der Tod muss in Japan erst amtlich bestätigt werden. Mehrere Menschen erlitten laut lokalen Medienberichten Verletzungen.
Update vom 1. Januar, 14.19 Uhr: Nach der heftigen Erdbeben-Serie im Zentrum Japans hat das Pazifik-Tsunami-Warnzentrum hinsichtlich gefährlicher Flutwellen weitgehend Entwarnung gegeben. „Die Tsunami-Bedrohung ist nun weitgehend vorbei“, teilte das im US-Bundesstaat Hawaii ansässige Warnzentrum am Montag mit. Zuvor waren einige Küstengebiete von gut einem Meter hohen Flutwellen getroffen worden. Für die Halbinsel Noto hatte die japanische Meteorologiebehörde vor einer bis zu fünf Meter hohen Tsunami-Welle gewarnt. Die Meteorologiebehörde Japans warnt weiterhin vor Tsunamis, hat die Warnstufe aber von der höchsten auf eine niedrigere Warnstufe herabgestuft.
Durch das Erdbeben waren mehrere Personen in Gebäuden gefangen. In der Stadt Wajima in der Präfektur Ishikawa sollen mindestens sechs Menschen eingeschlossen sein, berichtet die Zeitung The Japan Times. In der Stadt brach nach dem Beben auch ein Großfeuer aus. 32.500 Haushalte in Ishikawa sind aktuell ohne Strom.
Südkorea veröffentlicht Tsunami-Warnung: Schweres Erdbeben in Japan
Auch in Südkorea gab es aufgrund des Erdbebens Warnungen vor Tsunami-Flutwellen. Die östliche Provinz Gangwon habe per Textnachricht die Bewohner in mehreren Städten und Landeskreisen vor Tsunamis gewarnt, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap. Menschen in der Nähe der Küste sollten sich demnach in höher gelegene Gebiete in Sicherheit begeben. Nach einer Abfolge kleinerer Flutwellen am frühen Abend (Ortszeit) habe das Wetteramt vor der Küstenstadt Donghae später eine Tsunami-Welle von 67 Zentimetern registriert. Das Amt warnte davor, nachfolgende Wellen im Japanischen Meer (koreanisch: Ostmeer) könnten ein gefährlicheres Niveau erreichen. Gangwon könnte in einem Zeitraum von mehr als 24 Stunden mit Flutwellen konfrontiert werden. Von Schäden war zunächst nichts bekannt.
Japan: Starkes Erdbeben der Stärke 7,6 und Tsunami-Warnung – Videos zeigen erste Wellen
Update vom 1. Januar, 12 Uhr: Auch auf andere Länder hat das Erdbeben vor Japan Einfluss, offenbar soll nun auch Russland erste Tsunami-Warnungen veröffentlicht haben.
Update vom 1. Januar, 11.30 Uhr: Wie japanische Fernsehsender am Montagabend (Ortszeit) berichteten, stürzten mehrere Häuser in den betroffenen Regionen an der Küste des Japan-Meeres ein. Einzelne Straßen und Parkplätze wurden aufgerissen, in einer Fabrik brach ein Feuer aus. In einigen Regionen wurden bald nach der Erschütterung erste Flutwellen von mehr als einem Meter registriert. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen.
In 36.000 Haushalten in der besonders betroffenen Präfektur Ishikawa sowie anderen Präfekturen fiel der Strom aus. Es gab Berichte über geplatzte Wasserleitungen. Die Wetterbehörde warnte für die kommende Woche vor möglichen weiteren starken Beben. Die Erschütterung ereignete sich am Neujahrstag um 16.10 Uhr (8.10 MEZ) in sehr geringer Tiefe und hatte eine Stärke von 7,6. Das Epizentrum lag in der Region Noto an der Küste des Japan-Meers. Es kam zu Nachbeben.
Tsunami-Warnung an Millionen Menschen gerichtet – Küste Japans betroffen
Update vom 1. Januar, 10.50 Uhr: Noch immer liegen keine offiziellen Meldungen über Verletzte oder schwere Schäden vor, doch bereits jetzt zeigen Videos aus den sozialen Netzwerken schlimme Zustände vor Ort in Japan. Zahlreiche Gebäude wurden demnach durch das Erdbeben beschädigt. Wie schwer die Naturkatastrophe das Land getroffen hat, ist noch nicht abzusehen. Aktuell gilt noch immer eine Tsunami-Warnung für zahlreiche Regionen.
Update vom 1. Januar, 10.20 Uhr: Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf die staatliche Nachrichtenagentur Tass berichtet, soll nun auch Russland erste Tsunami-Warnungen veröffentlicht haben. Diese gelten für die Städte Wladiwostok und Nachodka. Demnach soll eine Warnung auch für die Westküste der russischen Insel Sachalin gelten. Hier sollen sogar erste Bewohner bereits evakuiert worden sein.
Große Teile Japans von Erdbeben erschüttert – offenbar keine Unregelmäßigkeiten in Atomkraftwerken
Update vom 1. Januar, 10 Uhr: Noch immer gilt in großen Teilen Japans eine Tsunami-Warnung, Berichte über Schäden oder Verletzte liegen aktuell jedoch noch nicht vor. Die nationale meteorologische Behörde warnte am Montag vor einem drei Meter hohen Tsunami. Besonders betroffen war die Präfektur Ishikawa. Dort könne der Tsunami besonders stark ausfallen, bis zu fünf Meter hohe Wellen könnten hier auf die Küste treffen. Laut der Regierung kam es in Atomkraftwerken der Region zu keinen Unregelmäßigkeiten. In tausenden Häusern sei der Strom ausgefallen. Die Regierung richtete einen Krisenstab ein.
Die Erschütterung von 16.10 Uhr (8.10 MEZ) hatte nach vorläufigen Angaben eine Stärke von 7,6. Zunächst war sie mit 7,4 angegeben worden. Das Epizentrum lag nach Angaben der Wetterbehörde in der Region Noto in geringer Tiefe.
Tsunamiwarnungen wurden auch für die Küstengebiete der Präfekturen Yamagata, Niigata, Toyama, Fukui und Hyogo ausgegeben. In einigen Regionen wurden bald nach dem Beben erste Flutwellen registriert. Auch die Regierung forderte die Menschen in den betroffenen Gebieten auf, sich in Sicherheit zu bringen. Der Betrieb von Hochgeschwindigkeitszügen wurde vorübergehend gestoppt.
Im Vergleich zur Tsunami-Katastrophe im März 2011 fielen die Flutwellen diesmal deutlich geringer aus. Damals hatte ein Seebeben der Stärke 9 einen gewaltigen Tsunami ausgelöst, der weite Gebiete im Nordosten des Archipels verwüstete und rund 20.000 Menschen in den Tod riss. Im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi kam es zum Super-GAU.
Japan: Tsunami-Warnung für die gesamte Küste
Update vom 1. Januar, 9.30 Uhr: Wie unter anderem The Japan Times berichtet, wird die Region aktuell von zahlreichen Nachbeben erschüttert. Demnach werde an der gesamten Küste vor einem Tsunami gewarnt.
Update vom 1. Januar, 9.19 Uhr: Zunächst war es nur eine Warnung, nun sind tatsächlich die ersten Tsunami-Wellen in Japan auf Land getroffen. Das berichtet Focus.de unter Berufung auf die Meteorologiebehörde des Landes. Auch auf Videos in den sozialen Netzwerken sind erste Tsunami-Ausläfer zu sehen. Wie Focus.de weiter berichtet, soll das TV-Programm vor Ort unterbrochen worden sein, alle TV-Sender würden aktuell Einwohner Japans vor dem Tsunami warnen.
WATCH: Tsunami waves observed along the coast of western Japan. People being urged to evacuate pic.twitter.com/sY3bdpVZVc
— BNO News (@BNONews) January 1, 2024
Ursprungsmeldung vom 1. Januar: Tokio - Ein starkes Erdbeben hat Teile Japans erschüttert. Die nationale meteorologische Behörde gab am Montag eine Warnung vor einem drei Meter hohen Tsunami entlang der Küste am Japan-Meer aus. Auch im Raum der Hauptstadt Tokio gerieten Gebäude ins Schwanken. Berichte über Schäden oder Verletzte lagen zunächst nicht vor.
Starkes Erdbeben erschüttert Japan: Behörden geben Tsunami-Warnung heraus
Wie am Montag weiter bekannt wird, wird das Erdbeben mit einer Stärke von 7,4 beziffert, im Fokus habe die japanische Hauptinsel Honshu gelegen. Eine Sprecherin des japanischen Fernsehsenders NHK forderte die Bewohner ununterbrochen und mit eindringlicher Stimme auf, sich auf Anhöhen in Sicherheit zu bringen. Auf zahlreichen Videos in den sozialen Netzwerken zeigen Menschen vor Ort die dramatischen Minuten. Erst im Sommer hatte ein starkes Erdbeben Tokio zum Beben gebracht.
Das Beben ereignete sich auf der Noto-Halbinsel in der Präfektur Ishikawa. Japan ist eines der am stärksten von Beben gefährdeten Länder der Welt. Vor allem der 11. März 2011 dürfte noch vielen Menschen in Erinnerung sein. Ein verheerender Tsunami in Folge eines Erdbebens rollte auf die Küsten Japans zu, riss rund 20.000 Menschen in den Tod. (jl/kh mit dpa/afp)
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