Russische Lufthoheit soll bekämpft werden

F-16-Kampfjets für die Ukraine: Verbündeter behebt wichtiges Problem für Einsatz gegen Putin

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Es besteht ein Mangel an Piloten für die F-16-Jets, die in die Ukraine geliefert wurden. Nun treten einige neue Kandidaten ihre Ausbildung in Rumänien an.

Bukarest – F-16-Kampfjets sollten die Wende bringen in der Luftschlacht im von Aggressor Russland begonnenen Ukraine-Krieg. Moskau hatte von Beginn an die Lufthoheit, doch die modernen Maschinen sollten dieses Ungleichgewicht bekämpfen. Ein großes Problem aber waren diejenigen, die in den F-16 sitzen sollten, die Piloten.

Ein ukrainischer Spitzenpilot kam beim Absturz eines F-16-Kampfjets aus US-Produktion am Montag (26. August 2024) ums Leben, nur wenige Wochen nach der Ankunft der lang erwarteten Flugzeuge.

Problem bei F-16-Kampfjets: Zu wenige Ausbildungsplätze für Piloten

Für sie gab es in den verbündeten Nationen zu wenige Ausbildungsplätze, um diese Schwachstelle im Cockpit der F-16-Kampfjets im Kampf gegen Russland auszumerzen. Nun vermeldet die Ukraine eine positive Nachricht: Eine Gruppe ukrainischer Piloten ist kürzlich in Rumänien eingetroffen und hat mit dem Training an F-16-Kampfjets begonnen. Das sagte der ukrainische Verteidigungsminister Rustem Umerov am Donnerstag (12. September 2024).

Russland feuert Raketen auf Kinderkrankenhaus in Kiew: Fotos zeigen erschütternde Szenen

Rauch über Kiew. Die ukrainische Hauptstadt wurde am Montag von mehreren russischen Raketen getroffen.
Rauch über Kiew. Die ukrainische Hauptstadt wurde am Montag von mehreren russischen Raketen getroffen. © Evgeniy Maloletka / dpa
Die Schäden nach dem russischen Angriff auf Kiew sind beachtlich, wie hier zu sehen im Lukianivska Bezirk.
Die Schäden nach dem russischen Angriff auf Kiew sind beachtlich, wie hier zu sehen im Lukianivska Bezirk. © Andreas Stroh / dpa
Das Okhmatdyt-Kinderkrankenhaus in Kiew wurde durch die russischen Raketen schwer getroffen.
Das Okhmatdyt-Kinderkrankenhaus in Kiew wurde durch die russischen Raketen schwer getroffen. Rettungskräfte und Zivilisten suchen nach möglichen Verschütteten. © Evgeniy Maloletka / dpa
Ein augenscheinlich verletzter Mann telefoniert nach dem schweren Angriff auf Kiew.
Ein augenscheinlich verletzter Mann telefoniert nach dem schweren Angriff auf Kiew. © dpa/AP | Efrem Lukatsky
Eine Frau kümmert sich um ein Kind vor dem von russischen Raketen getroffenen Okhmatdyt-Kinderkrankenhaus in Kiew.
Eine Frau kümmert sich um ein Kind vor dem von russischen Raketen getroffenen Okhmatdyt-Kinderkrankenhaus in Kiew. © Evgeniy Maloletka / dpa
Ein Blick in das Kinderkrankenhaus zeigt, wie schwer die Raketen aus Russland die Klinik in der Ukraine verwüstet haben.
Ein Blick in das Kinderkrankenhaus zeigt, wie schwer die Raketen aus Russland die Klinik in der Ukraine verwüstet haben. © Evgeniy Maloletka / dpa
Mit blutigem Gewand steht ein Krankenhaus-Mitarbeiter vor den Trümmern nach dem russischen Raketenangriff auf Kiew.
Mit blutigem Gewand steht ein Krankenhaus-Mitarbeiter vor den Trümmern nach dem russischen Raketenangriff auf Kiew. © IMAGO/Madeleine Kelly/ZUMA Press Wire
Rettungskräfte räumen die Trümmer nach dem schweren russischen Angriff auf Kiew vor der Kinderklinik.
Rettungskräfte räumen die Trümmer nach dem schweren russischen Angriff auf Kiew vor der Kinderklinik. © Evgeniy Maloletka / dpa
In der nähe des von einer Rakete getroffenen Okhmatdyt-Kinderkrankenhauses trägt ein Mann ein Kind aus der Gefahrenzone.
In der nähe des von einer Rakete getroffenen Okhmatdyt-Kinderkrankenhauses trägt ein Mann ein Kind aus der Gefahrenzone. © Evgeniy Maloletka / dpa
Nach dem schweren russischen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt werden verletzte abtransportiert.
Nach dem schweren russischen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt werden Verletzte abtransportiert. © IMAGO/Madeleine Kelly/ZUMA Press Wire
Kinder warten in der Nähe des Okhmatdyt-Kinderkrankenhauses, das von russischen Raketen getroffen wurde.
Kinder warten in der Nähe des Okhmatdyt-Kinderkrankenhauses, das von russischen Raketen getroffen wurde. © Evgeniy Maloletka / dpa
Vereinte Kräfte bei den Bergungsarbeiten: Retter tragen ein Stück des Daches am Okhmatdyt-Kinderkrankenhaus in Kiew weg.
Vereinte Kräfte bei den Bergungsarbeiten: Retter tragen ein Stück des Daches am Okhmatdyt-Kinderkrankenhaus in Kiew weg. © Evgeniy Maloletka / dpa
Ein Feuerwehrmann sitzt bei Rettungsarbeiten in Kiew nach dem schweren russischen Angriff im Schutt.
Ein Feuerwehrmann sitzt bei Rettungsarbeiten in Kiew nach dem schweren russischen Angriff im Schutt. © Aleksandr Gusev / dpa
Auch am Tag nach dem russischen Raketenangriff auf ein Kinderkrankenhaus in Kiew gehen die Aufräumarbeiten weiter.
Auch am Tag nach dem russischen Raketenangriff auf ein Kinderkrankenhaus in Kiew gehen die Aufräumarbeiten weiter. © IMAGO/Maxym MarusenkoNurPhoto
Nach dem russischen Angriff auf das Kinderkrankenhaus mussten die schwer kranken Kinder draußen vor der Klinik behandelt werden.
Nach dem russischen Angriff auf das Kinderkrankenhaus mussten die schwer kranken Kinder draußen vor der Klinik behandelt werden. © IMAGO/Maxym Marusenko/NurPhoto
In Kiew stehen Krankenhaus-Betten auf der Straße, um nach dem Angriff auf die Kinderklinik die Patienten weiter betreuen zu können.
In Kiew stehen Krankenhaus-Betten auf der Straße, um nach dem Angriff auf die Kinderklinik die Patienten weiter betreuen zu können. © IMAGO/Bahmut Pavlo/Ukrinform/Abaca
Ein Blick in das Kinderkrankenhaus in Kiew zeigt, wie schwer die russischen Raketen die Klinik zerstört haben.
Ein Blick in das Kinderkrankenhaus in Kiew zeigt, wie schwer die russischen Raketen die Klinik zerstört haben. © IMAGO/Ruslan Kaniuka/Ukrinform/ABACA
Medizinisches Personal und Freiwillige räumen Trümmer, suchen unter dem Schutt des Kinderkrankenhauses nach Opfern.
Medizinisches Personal und Freiwillige räumen Trümmer, suchen unter dem Schutt des Kinderkrankenhauses nach Opfern. © Anton Shtuka / dpa
Verzweiflung herrscht in Kiew. Nach dem Angriff auf die Kinderklinik suchen Erwachsene und Kinder Schutz in Kellern.
Verzweiflung herrscht in Kiew. Nach dem Angriff auf die Kinderklinik suchen Erwachsene und Kinder Schutz in Kellern. © Anton Shtuka / dpa

Einsatz mit F-16-Kampfjets im Ukraine-Krieg: Piloten trainieren in Rumänen

Die Ukraine erhielt ihre ersten F-16-Kampfjets Ende Juli, ein Jahr nachdem ihre Verbündeten auf dem NATO-Gipfel in Vilnius die Kampfjet-Koalition gebildet hatten, um Kiew mit Training und Flugzeugen im Kampf gegen Russland und die Streitkräffte von Wladimir Putin zu unterstützen.

Ukrainische Piloten seien zum Beginn ihres Trainings für die F-16-Kampfjets „vor ein paar Tagen“ in Rumänien eingetroffen, um sich auf dem Luftwaffenstützpunkt Borcea mit den niederländischen Flugzeugen vertraut zu machen, berichtete der Nachrichtensender Digi24. Berichten zufolge erfahren sie nun Einzelheiten über die F-16 am Boden und sollen offenbar im Oktober mit den Trainingsflügen beginnen.

Und damit nicht genug: „Es wird auch mehr F-16 am ukrainischen Himmel geben: Eine Gruppe unserer Piloten absolviert bereits eine Ausbildung in Rumänien“, äußerte Umerov. Die ersten zwölf Piloten sind bereits fit für Flüge mit den F-16-Kampfjets gegen Russlands Streitkräfte am Himmel über der Ukraine.

F-16-Kampfflugzeuge für die Ukraine: Ist das Ausbildungsprogramm für dei Kampfjets überstürzt?

Die Niederlande haben zugesagt, der Ukraine 24 ihrer in den USA hergestellten Jets der vierten Generation zu liefern. Dänemark, Norwegen und Belgien haben ebenfalls zugesagt, die angegriffene Ukraine mit Dutzenden F-16-Kampfjets im Kampf gegen Putins Aggression zu beliefern. Auch andere Länder haben einige ihrer F-16-Jets für die Ausbildung ukrainischer Piloten zur Verfügung gestellt, um den Engpass an Ausbildungsplätzen aufzulösen. Andere ukrainische Piloten haben eine Ausbildung in den USA oder Dänemark absolviert, obwohl Kopenhagen erklärt hat, es werde ukrainischen Piloten auf seinem Territorium nach 2024 nicht mehr trainieren.

Das Wall Street Journal hatte im September unter Berufung auf ungenannte US-amerikanische und westliche Beamte die Frage nach dem Tempo der Ausbildung aufgeworfen, nachdem der Absturz eines F-16-Kampfjets in der Ukraine Ende August die Situation verschärft hatte. Das Training erfolgt wegen der dringlichen Kriegssituation in beschleunigtem Tempo. Ein ungenannter hochrangiger Verteidigungsbeamter sagte dem Medium, das Pilotenausbildungsprogramm der Ukraine laufe weiter, aber „der Absturz zeigt, was passiert, wenn man versucht, die Dinge zu überstürzen“.

Absturz eines F-16-Kampfjets im Ukraine-Krieg: Luftwaffe bekommt nach Verlust neue Führung

Die ukrainische Luftwaffe bekam nach dem Verlust der F-16 eine neue Führung. Präsident Wolodymyr Selenskyj entließ den bisherigen Luftwaffenkommandeur Mykola Oleschtschuk. Zwar wurde offiziell kein Grund genannt, allerdings lag der Zusammenhang mit dem Verlust der wertvollen westlichen Maschine mitsamt dem Piloten nahe. Kommissarisch wurde Anatolij Krywonoschko zum Kommandeur bestimmt, wie der Generalstab mitteilte.

Die Ankunft der ersten F-16 war in der Ukraine gefeiert worden, auch wenn es über die Effektivität der F-6-Kampfjets in Putins Krieg verschiedene Meinungen gibt. Das Kampfflugzeug gehört zu den leistungsfähigsten Militärjets weltweit und kommt in mehr als zwei Dutzend Ländern zum Einsatz. Die Maschinen der US-Firma Lockheed können sowohl in der Luftverteidigung als auch gegen Ziele am Boden eingesetzt werden, also zum Zurückdrängen feindlicher Verbände. Die F-16 ist in der Lage, auch in extrem niedriger Höhe und bei jedem Wetter zu fliegen. (cgsc mit dpa)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Gianluca Vannicelli / ZUMA Press

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