F-16-Kampfjets für die Ukraine: Verbündeter behebt wichtiges Problem für Einsatz gegen Putin
VonChristoph Gschoßmann
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Es besteht ein Mangel an Piloten für die F-16-Jets, die in die Ukraine geliefert wurden. Nun treten einige neue Kandidaten ihre Ausbildung in Rumänien an.
Ein ukrainischer Spitzenpilot kam beim Absturz eines F-16-Kampfjets aus US-Produktion am Montag (26. August 2024) ums Leben, nur wenige Wochen nach der Ankunft der lang erwarteten Flugzeuge.
Problem bei F-16-Kampfjets: Zu wenige Ausbildungsplätze für Piloten
Für sie gab es in den verbündeten Nationen zu wenige Ausbildungsplätze, um diese Schwachstelle im Cockpit der F-16-Kampfjets im Kampf gegen Russland auszumerzen. Nun vermeldet die Ukraine eine positive Nachricht: Eine Gruppe ukrainischer Piloten ist kürzlich in Rumänien eingetroffen und hat mit dem Training an F-16-Kampfjets begonnen. Das sagte der ukrainische Verteidigungsminister Rustem Umerov am Donnerstag (12. September 2024).
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Einsatz mit F-16-Kampfjets im Ukraine-Krieg: Piloten trainieren in Rumänen
Die Ukraine erhielt ihre ersten F-16-Kampfjets Ende Juli, ein Jahr nachdem ihre Verbündeten auf dem NATO-Gipfel in Vilnius die Kampfjet-Koalition gebildet hatten, um Kiew mit Training und Flugzeugen im Kampf gegen Russland und die Streitkräffte von Wladimir Putin zu unterstützen.
Ukrainische Piloten seien zum Beginn ihres Trainings für die F-16-Kampfjets „vor ein paar Tagen“ in Rumänien eingetroffen, um sich auf dem Luftwaffenstützpunkt Borcea mit den niederländischen Flugzeugen vertraut zu machen, berichtete der Nachrichtensender Digi24. Berichten zufolge erfahren sie nun Einzelheiten über die F-16 am Boden und sollen offenbar im Oktober mit den Trainingsflügen beginnen.
Und damit nicht genug: „Es wird auch mehr F-16 am ukrainischen Himmel geben: Eine Gruppe unserer Piloten absolviert bereits eine Ausbildung in Rumänien“, äußerte Umerov. Die ersten zwölf Piloten sind bereits fit für Flüge mit den F-16-Kampfjets gegen Russlands Streitkräfte am Himmel über der Ukraine.
F-16-Kampfflugzeuge für die Ukraine: Ist das Ausbildungsprogramm für dei Kampfjets überstürzt?
Die Niederlande haben zugesagt, der Ukraine 24 ihrer in den USA hergestellten Jets der vierten Generation zu liefern. Dänemark, Norwegen und Belgien haben ebenfalls zugesagt, die angegriffene Ukraine mit Dutzenden F-16-Kampfjets im Kampf gegen Putins Aggression zu beliefern. Auch andere Länder haben einige ihrer F-16-Jets für die Ausbildung ukrainischer Piloten zur Verfügung gestellt, um den Engpass an Ausbildungsplätzen aufzulösen. Andere ukrainische Piloten haben eine Ausbildung in den USA oder Dänemark absolviert, obwohl Kopenhagen erklärt hat, es werde ukrainischen Piloten auf seinem Territorium nach 2024 nicht mehr trainieren.
Das Wall Street Journal hatte im September unter Berufung auf ungenannte US-amerikanische und westliche Beamte die Frage nach dem Tempo der Ausbildung aufgeworfen, nachdem der Absturz eines F-16-Kampfjets in der Ukraine Ende August die Situation verschärft hatte. Das Training erfolgt wegen der dringlichen Kriegssituation in beschleunigtem Tempo. Ein ungenannter hochrangiger Verteidigungsbeamter sagte dem Medium, das Pilotenausbildungsprogramm der Ukraine laufe weiter, aber „der Absturz zeigt, was passiert, wenn man versucht, die Dinge zu überstürzen“.
Absturz eines F-16-Kampfjets im Ukraine-Krieg: Luftwaffe bekommt nach Verlust neue Führung
Die ukrainische Luftwaffe bekam nach dem Verlust der F-16 eine neue Führung. Präsident Wolodymyr Selenskyj entließ den bisherigen Luftwaffenkommandeur Mykola Oleschtschuk. Zwar wurde offiziell kein Grund genannt, allerdings lag der Zusammenhang mit dem Verlust der wertvollen westlichen Maschine mitsamt dem Piloten nahe. Kommissarisch wurde Anatolij Krywonoschko zum Kommandeur bestimmt, wie der Generalstab mitteilte.
Die Ankunft der ersten F-16 war in der Ukraine gefeiert worden, auch wenn es über die Effektivität der F-6-Kampfjets in Putins Krieg verschiedene Meinungen gibt. Das Kampfflugzeug gehört zu den leistungsfähigsten Militärjets weltweit und kommt in mehr als zwei Dutzend Ländern zum Einsatz. Die Maschinen der US-Firma Lockheed können sowohl in der Luftverteidigung als auch gegen Ziele am Boden eingesetzt werden, also zum Zurückdrängen feindlicher Verbände. Die F-16 ist in der Lage, auch in extrem niedriger Höhe und bei jedem Wetter zu fliegen. (cgsc mit dpa)