Dänemark spricht von „Anschlag“

Drohnen über Flughafen Kopenhagen: Experte äußert neue Russland-These – Reaktion aus Moskau

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Drohnen legen die Flughäfen Kopenhagen und Oslo lahm. Die dänische Regierung spricht von einem schweren Anschlag. War es Russland?

Update, 15.43 Uhr: Der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Støre glaubt an einen Zusammenhang zwischen den Drohnenflügen in Oslo und Kopenhagen. Er hat telefonisch mit der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen über die Vorfälle gesprochen und gegenüber Dagbladet erklärt, dass es Grund gebe, an eine Verbindung zwischen den beiden Fällen zu glauben. „Mehrere andere Länder haben dies erlebt. Und wir müssen nun engen Kontakt zwischen den Ländern im Rahmen der NATO haben.“

Nach Drohnen-Vorfall an Flughafen Kopenhagen: Auch NATO-Kriegsschiff war in der Nähe

Update, 15.27 Uhr: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat auf die Drohnenflüge in Kopenhagen reagiert. Sie schreibt auf X, dass sie mit der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen gesprochen habe.

In diesem Zusammenhang betont die Präsidentin, dass, obwohl die Fakten noch ermittelt werden, es offensichtlich sei, dass wir Zeuge eines Musters anhaltender Konflikte an den EU-Grenzen sind. „Unsere kritische Infrastruktur ist in Gefahr. Und Europa wird auf diese Bedrohung mit Stärke und Entschlossenheit reagieren“, schreibt sie.

Update, 14.55 Uhr: Offenbar war auch ein NATO-Kriegsschiff während des Drohnen-Zwischenfalls in der Køge Bugt östlich der dänischen Insel Seeland anwesend. Laut dem Portal MarineTraffic fuhr am Montagabend gegen 23 Uhr ein NATO-Kriegsschiff in die Køge Bugt ein und lag gegen 00:30 Uhr nahe der Küste still. Die Königlich Dänische Marine bestätigte die Anwesenheit des NATO-Kriegsschiffs in der Køge Bugt, wollte sich jedoch nicht näher dazu äußern. Man erklärte lediglich, dass es „sehr typisch ist, dass sich Kriegsschiffe von Verbündeten in dänischen Gewässern befinden“. Das berichtet der Sender TV 2.

Update, 14.11 Uhr: Nach dem schwerwiegenden Drohnen-Vorfall am Kopenhagener Flughafen Kastrup haben die dänischen Behörden Anti-Drohnen-Systeme eingesetzt. In der Nacht zum Dienstag musste der Flughafen fast vier Stunden lang geschlossen werden, nachdem zwei bis drei große, unidentifizierte Drohnen in der Nähe gesichtet wurden. Fotografen konnten am Dienstagmorgen ein Fahrzeug dokumentieren, das mit einem Anti-Drohnen-System ausgerüstet war – einen Toyota Hilux mit einem DroneSentry-X Mk2-System auf dem Dach. Dieses System kann Drohnen aufspüren und durch Störsignale außer Gefecht setzen.

In Kopenhagen wurde ein Fahrzeug gesichtet, das mit einem Anti-Drohnen-System ausgerüstet war – einen Toyota Hilux mit einem DroneSentry-X Mk2-System auf dem Dach.

Nato äußert sich zu Drohnen-Sichtung am Flughafen Kopenhagen

Update, 13.48 Uhr: NATO-Generalsekretär Mark Rutte teilte mit, dass er telefonisch mit der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen gesprochen habe, es aber noch zu früh sei, Schlussfolgerungen zu ziehen. Daher möchte er sich auch nicht weiter äußern, außer dass man die Situation aufmerksam verfolge.

Im Anschluss fragte ein dänischer Journalist, ob die NATO bereit sei, auf die Verletzungen zu antworten, die in Kopenhagen stattgefunden haben. „Dänemark bewertet noch, was passiert ist. Aber wir sind immer bereit zu helfen“, sagte Rutte. Er verwies auf russische Luftraumverletzungen über estnischem und polnischem Luftraum. „Die Ereignisse zeigen, dass das, was wir tun, funktioniert. Falls nötig, werden wir nicht zögern“, sagte Rutte.

Update, 13.26 Uhr: Ein Militäranalytiker vermutet, dass die Drohnen möglicherweise von einem Schiff aus gestartet wurden. Alexander With vom Verteidigungsakademie erklärte gegenüber dem dänischen Sender TV 2, dass es völlig ausgeschlossen sei, dass es sich um Jugendstreiche handle. „Weil wir auf den Videos sehen können, dass es Drohnen einer gewissen Größe sind, und es ist sowohl in Kopenhagen als auch in Oslo gleichzeitig passiert, also ist es auch, wie die Polizei selbst sagt, ein fähiger Akteur“, so With.

Der Experte erläuterte, dass die Drohnen beispielsweise von der russischen Exklave Kaliningrad aus gesendet worden sein könnten – auch wenn die Entfernung von dort nach Oslo groß ist. „Das könnte vielleicht wahrscheinlich machen, dass sie von einem Schiff aus gestartet wurden“, sagte der Militäranalytiker. Auch er hält es derzeit für wahrscheinlich, dass Russland dahintersteckt.

Update, 13.26 Uhr: Der Verdacht einer russischen Beteiligung sei unbegründet, sagte auch der russischer Botschafter in einer schriftlichen Antwort an den dänischen Sender TV 2. Der Vorfall am Kopenhagener Flughafen offenbare einen deutlichen Wunsch, die NATO-Länder zu einer direkten militärischen Konfrontation mit Russland zu provozieren. Es ist inakzeptabel, dazu beizutragen, sagt der russische Botschafter in Dänemark, Vladimir Barbin. Er schreibt weiter, dass Russland nicht daran interessiert sei, die Spannungen in Europa weiter zu eskalieren, da dies unvorhersehbare Konsequenzen haben könne.

Kreml weist Russlands Beteiligung an Drohnen-Vorfall am Flughafen Kopenhagen zurück

Update, 13.16 Uhr: Der Kreml hat jegliche Verdächtigungen einer russischen Beteiligung entschieden zurückgewiesen. Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte: „Wenn man jedes Mal grundlose Anschuldigungen vorbringt, führt dies ehrlich gesagt dazu, dass solche Aussagen nicht mehr beachtet werden.“ Er betonte, dass verantwortungsvolle Akteure nicht ständig mit solchen Vorwürfen um sich werfen sollten. Auch die anderen von Dänemark erwähnten Vorwürfe bezüglich Drohnen über Polen und Luftraumverletzungen in Estland hat Russland zurückgewiesen.

Update, 13.12 Uhr: Rund eine Stunde nach der Drohnensichtung am Flughafen Kopenhagen entdeckte ein Ehepaar im schwedischen Malmö eine „enorm große“ Drohne vor ihrem Fenster im 17. Stock. „Wir dachten zuerst, dass es ein Flugzeug war, aber dann holte mein Partner das Fernglas heraus und sah, dass es eine enorm große Drohne war“, sagte dir Frau dem Sender TV4 Nyheterna. Die Drohne war deutlich durch ihr surrendes Geräusch hörbar und befand sich sehr nah am Balkon des Paares, bevor sie über Sportplätze schwebte und dann Kurs Richtung Osten nach Svedala nahm. Als das Paar von dem Vorfall in Kastrup erfuhr, riefen sie sofort die Polizei an.

Die Polizei in Malmö bestätigt, dass man mehrere Anrufe wegen Drohnen am späten Montagabend und in der Nacht erhalten habe. Es ist unklar, ob es eine Verbindung zwischen den Drohnen über dem Kopenhagener Flughafen und der in Malmö gibt.

Ein Militäranalytiker vermutet, dass die Drohnen möglicherweise von einem Schiff aus gestartet wurden. Ein russisches Frachtschiff bewegte sich in der Nacht zu Montag auf ungewöhnliche Weise durch dänische Gewässer (Karte).

Drohnen am Flughafen Kopenhagen: Russisches Schiff fährt verdächtigen Kurs

Update, 12.51 Uhr: Ein russisches Frachtschiff bewegte sich in der Nacht zu Montag auf ungewöhnliche Weise durch dänische Gewässer, während gleichzeitig Drohnen über dem Kopenhagener Flughafen gesichtet wurden. Das 117 Meter lange Frachtschiff Astrol 1 war auf dem Weg von Archangelsk im nördlichen Russland nach Sankt Petersburg, als es östlich von Anholt am Sonntagabend seine Geschwindigkeit reduzierte und etwa 12 Stunden lang in einem langsamen Zickzack-Kurs südwärts durch das Kattegat fuhr, bevor es am Montagnachmittag wieder Fahrt aufnahm und den Öresund passierte.

Die Untersuchung der Schiffsbewegungen in der Region erfolgte vor dem Hintergrund der Drohnensichtungen über dem Kopenhagener Flughafen, da die Möglichkeit besteht, dass die Drohnen per Schiff nach Dänemark transportiert oder von einem Schiff aus gestartet wurden. Obwohl das Schiff nicht zwangsläufig mit den nächtlichen Ereignissen in Verbindung stehen muss, weist es sowohl eine Verbindung zu Russland auf, als auch ein von normalen Mustern abweichendes Fahrverhalten.

Name:Flughafen Kopenhagen-Kastrup
Eröffnung:20. April 1925
Fläche:1.100 Hektar
Passagiere:29.882.553 (2024)
Status:Größter Flughafen Skandinaviens und wichtigstes Drehkreuz für SAS Scandinavian Airlines
Betreiber:Copenhagen Airports A/S

Erstmeldung: Kopenhagen – Am Montagabend führten mysteriöse Drohnensichtungen zu stundenlangen Sperrungen der wichtigsten Flughäfen Skandinaviens. Während die dänische Regierung von einem gezielten Anschlag spricht, bleiben viele Fragen offen – es stellt sich die Frage nach einer Beteiligung Russlands.

Der Flughafen Kopenhagen-Kastrup, Dänemarks größter Airport, musste am Montagabend gegen 21 Uhr seinen Betrieb vollständig einstellen. Nach Angaben der Kopenhagener Polizei wurden zwei bis drei große Drohnen über dem Flughafengelände gesichtet. Die Sperrung dauerte rund vier Stunden, erst in den frühen Morgenstunden des Dienstags wurde der Flugverkehr wieder aufgenommen.

Drohnen-Anschlag am Flughafen Kopenhagen – auch Oslo-Gardermoen betroffen

Wenige Stunden später ereignete sich ein ähnlicher Vorfall am Flughafen Oslo-Gardermoen. Auch dort führten Drohnensichtungen zu einer dreistündigen Sperrung des Luftraums. Die norwegischen Behörden prüfen derzeit, ob ein Zusammenhang zwischen den beiden Vorfällen besteht.

Die Drohnensichtungen hatten erhebliche Folgen für den Luftverkehr in Nordeuropa. Am Flughafen Kopenhagen mussten 31 Flüge umgeleitet und rund 100 Verbindungen gestrichen werden. Insgesamt waren etwa 20.000 Passagiere von den Störungen betroffen. Ein Flugzeug musste trotz der Sperrung des Luftraums notlanden, da es nicht mehr genug Treibstoff hatte, um einen anderen Flughafen zu erreichen.

Die dänische Polizei geht davon aus, dass die Drohnen von einem versierten Piloten gesteuert wurden. „Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass es sich um einen, wie wir es nennen würden, fähigen Akteur handelt“, erklärte der Kopenhagener Polizeichef Jens Jespersen. Die Polizei spreche von einem Akteur, „der die Fähigkeiten, den Willen und die Mittel hat, sich auf diese Weise zu präsentieren“.

Drohnen am Flughafen Kopenhagen – Täter unklar, Festnahmen in Norwegen

Ein Verdächtiger konnte bislang nicht identifiziert werden. Die Drohnen seien nach der Sichtung verschwunden, ohne dass die Polizei eine von ihnen sicherstellen konnte. Die Ermittler entschieden bewusst, die Drohnen nicht abzuschießen, da dies über bewohntem Gebiet und in der Nähe von Treibstofftanks zu gefährlich gewesen wäre.

In Oslo nahmen die norwegischen Behörden zwei ausländische Staatsangehörige fest, die Drohnen über einer Verbotszone geflogen haben sollen. Ob diese Festnahmen in Verbindung mit den Drohnensichtungen am Osloer Flughafen stehen, ist jedoch noch nicht bekannt.

Militärparade in Peking: China präsentiert unter den Augen von Putin und Kim neue Superwaffen

Eine strategischen Interkontinentalraketen von Typ DF-61 wird bei der Militärparade zum 80. Jahrestag der Kapitulation Japans im Zweiten Weltkrieg gezeigt.
Eine strategischen Interkontinentalraketen von Typ DF-61 wird bei der Militärparade zum 80. Jahrestag der Kapitulation Japans im Zweiten Weltkrieg gezeigt. © Andy Wong/AP/dpa
Chinesische Bomber des Typs Xian H-6 während der Militärparade in Peking.
Chinesische Bomber des Typs Xian H-6 während der Militärparade in Peking. © Hector RETAMAL / AFP
Chinesische Kampfflugzeuge - Shenyang J-16 (r.), Chengdu J-20 Mighty Dragon (mitte), and Shenyang J-35 (l.) - fliegen während der Militärparade in Peking.
Chinesische Kampfflugzeuge - Shenyang J-16 (r.), Chengdu J-20 Mighty Dragon (mitte), and Shenyang J-35 (l.) - fliegen während der Militärparade in Peking. © GREG BAKER / AFP
Militärparade in Peking: China hat die interkontinentalen ballistischen Raketen DF-5C zur Schau gestellt.
Militärparade in Peking: China hat die interkontinentalen ballistischen Raketen DF-5C zur Schau gestellt. © GREG BAKER / AFP
Fahrzeuge mit der Laser-Waffe LY-1 fahren während der Militärparade in Peking am Platz des Himmlischen Friedens vorbei. China zeigte erstmals während der Parade diesen sogenannten Hochenergie-Lasers (HEL), der zur Abwehr von Schwärmen kleinerer Drohnen oder Lenkwaffen dienen könnte.
Fahrzeuge mit der Laser-Waffe LY-1 fahren während der Militärparade in Peking am Platz des Himmlischen Friedens vorbei. China zeigte erstmals während der Parade diesen sogenannten Hochenergie-Lasers (HEL), der zur Abwehr von Schwärmen kleinerer Drohnen oder Lenkwaffen dienen könnte. © Johannes Neudecker/dpa
Militärparade in Peking: Ein chinesischer Soldat posiert vor HHQ-9C Boden-Luft-Raketen.
Militärparade in Peking: Ein chinesischer Soldat posiert vor HHQ-9C Boden-Luft-Raketen. © Pedro PARDO / AFP
Eine chinesische Drohne während der Militärparade in Peking.
Eine chinesische Drohne während der Militärparade in Peking. © Pedro PARDO / AFP
Militärparade zum 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs: Helikopter fliegen eine Formation über Peking.
Militärparade zum 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs: Helikopter fliegen eine Formation über Peking. © Greg Baker/AFP
Militärparade in Peking: Soldatinnen marschieren in Reih und Glied am Platz des Himmlischen Friedens vorbei.
Militärparade in Peking: Soldatinnen marschieren in Reih und Glied am Platz des Himmlischen Friedens vorbei.  © Johannes Neudecker/dpa
Stargast bei der Militärparade in Peking: Kremlchef Wladimir Putin
Stargast bei der Militärparade in Peking: Kremlchef Wladimir Putin © Sergei Bobylev/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa
Ebenfalls zu Gast bei der Militärparade in Peking: Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un
Ebenfalls zu Gast bei der Militärparade in Peking: Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un © Alexander Kazakov/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa
Militärparade in Peking: Xi Jinping bei seiner anschließenden Ansprache
Militärparade in Peking: Xi Jinping bei seiner anschließenden Ansprache © Jade Gao/AFP
Vor Militärparade in Peking
Der chinesische Staatschef Xi Jinping hat zur Militärparade am 3. September illustre Gäste geladen. Darunter ist auch der russische Präsident Wladimir Putin. Schon vor der Parade haben sie bei einem Treffen in Peking ihr gutes Verhältnis betont. Putin und Xi betonten außerdem, zur Militärparade anlässlich des 80. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkrieges der jeweils anderen Seite gekommen zu sein. © Sergei Bobylev/dpa
Vor Militärparade in Peking - Treffen Xi und Putin
Am 1. September hatten sich Xi und Putin beim Gipfel der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) für eine neue Weltordnung ausgesprochen. Die russlandfreundliche SOZ gilt Gegengewicht zu westlichen Bündnissen. Putin hatte erklärt, das eurozentrische und euroatlantische Modell habe sich überlebt. © dpa
Vor Militärparade in Peking - Ankunft Gäste
544732808.jpg © Pang Xinglei/dpa
Kim Jong un
Kim Jong-un verlässt sein Land überaus selten. Die Militärparade in Peking ist für ihn das erste Treffen mehrerer Staatschefs überhaupt. Es wird erwartet, dass er Xi Jinping und Wladimir Putin in Peking auch zu persönlichen Gesprächen trifft.  © afp
Vor Militärparade in Peking
Wichtige Vertreter aus dem Westen werden bei der Militärparade in Peking nicht im Publikum sein. Dabei ist aber der serbische Präsident Aleksandar Vučić (hier bei seiner Ankunft). © Lintao Zhang/dpa
Vor Militärparade in Peking - Ankunft Gäste
Auch der slowakische Regierungschef Robert Fico ist vor Ort (hier am Flughafen von Peking). Beide stehen vor allem dem russischen Präsidenten Wladimir Putin nahe. © Jade Gao/dpa
Militärparade China
China erinnert am 3. September an den Sieg über Japan im Zweiten Weltkrieg. Nach 2015 zum 70. Jahrestag hält die Volksrepublik damit zum zweiten Mal eine Militärparade anlässlich des Gedenkens an den Sieg über Japan im Zweiten Weltkrieg ab. Die letzte große Militärparade in Peking fand 2019 statt. Damals erinnerte die herrschende Kommunistische Partei an den 70. Jahrestag der Gründung der Volksrepublik 1949. © Wang Zhao/afp
Militärparade China
Mit Zehntausenden Männern und Frauen will China bei der diesjährigen Militärparade anlässlich des 80. Jahrestages des Sieges im Widerstandskrieg gegen Japan seine Kampffähigkeit unter Beweis stellen.  © Pedro Pardo/afp
Übung zur Militärparade in Peking
Insgesamt sollen 45 Formationen über den Platz des Himmlischen Friedens in Peking laufen und fliegen. Darunter sind ausgewählte Einheiten des Heeres, der Marine, der Luftwaffe, aber auch der Luftabwehrtruppen.  © Johannes Neudecker/dpa
Militärparade China
Zudem will die Staatsführung in der rund 70-minütigen Vorführung Hunderte Panzer und Militärfahrzeuge sowie Kampfflugzeuge und Hubschrauber zur Schau stellen.  © Pedro Pardo/afp
Militärparade China
Schon seit geraumer Zeit trainieren am Stadtrand von Peking Einheiten in der Sommerhitze für die Militärparade.  © Pesro Pardo/afp
Übung zur Militärparade in Peking
Die Parade fällt in eine Zeit, in der Peking im Südchinesischen Meer und der Taiwanstraße unter westlicher Kritik zunehmend militärischen Druck aufbaut.  © Johannes Neudecker/dpa
Militärparade China
Alle gezeigten Waffensysteme sollen aus chinesischer Herstellung stammen. Darunter soll neue, bisher nicht gezeigte Ausrüstung sein, unter anderem Drohnen, elektronische Störsysteme, Hyperschallwaffen sowie Raketen- und Luftabwehrsysteme. © Pedro Pardo/afp
Militärparade China
Die bei der Parade zur Schau gestellten Waffen könnten Hinweise auf einen möglichen zukünftigen Konflikt mit Taiwan liefern. Es wird erwartet, dass dabei eine neue Serie von Anti-Schiffs-Raketen, die Ying Ji („Adlerangriff“), vorgestellt wird. Diese Marschflugkörper sowie ballistische und Hyperschallraketen könnten entscheidend sein in einem Gefecht mit der US-Marine. © Pedro Pardo/afp
Übung zur Militärparade in Peking
Die Parade wird auch die Rolle der Kommunistischen Partei der Volksrepublik beim Sieg über Japan herausstellen. © Johannes Neudecker/dpa
Übung zur Militärparade in Peking
Dabei sind sich die Historiker außerhalb Chinas weitgehend einig, dass das Hauptverdienst für diesen Sieg Chiang Kai-sheks Nationalisten zukommt, die damals den größten Teil Chinas regierten © Johannes Neudecker/dpa
Übung zur Militärparade in Peking
2015 würdigte die Kommunistische Partei die nationalistischen Soldaten, indem sie Veteranen zur Parade einlud. © Johannes Neudecker/dpa
Übung zur Militärparade in Peking
Auch ausländische Mächte trugen zur Niederlage Japans bei, darunter die als „Flying Tigers“ bekannten US-Piloten. Sie einzubeziehen, wäre eine versöhnliche Geste gegenüber der Regierung in Washington. © Johannes Neudecker/dpa
Siegesparade Moskau
Als Anerkennung der damaligen Unterstützung der Sowjetunion könnten russische Soldaten mitmarschieren – so wie auch chinesische Soldaten an der Moskauer Parade im Mai teilnahmen. © Kirill Kudryavtsev/afp
Übung zur Militärparade in Peking
In der Militärkapelle spielen laut staatlichen Medien 80 Hornisten mit, die für die 80 Jahre seit der Kapitulation Japans stehen.  © Johannes Neudecker/dpa
Übung zur Militärparade in Peking
Die insgesamt mehr als 1000 Musiker stehen in 14 Reihen – Sinnbild für die Jahre des chinesischen Widerstands.  © Johannes Neudecker/dpa
Militärparade China
In der offiziellen Geschichtsschreibung Chinas begann der Krieg mit der japanischen Invasion der Mandschurei 1931. © Wang Zhao/afp
Übung zur Militärparade in Peking
Groß angelegte Militärparaden in China sind selten. Peking selbst will die Parade und seine wachsende militärische Macht als einen Beitrag zum Frieden verstanden sehen. © Johannes Neudecker/dpa
Militärparade China
AFP__20250820__69ZJ7G6__v2__HighRes__TopshotChinaJapanHistoryWwiiMilitaryParade.jpg © Pedro Pardo/afp
Vor Militärparade in Peking - Treffen Xi und Putin
Nach der Parade wird Xi voraussichtlich eine Ansprache halten. Beobachter erwarten Kommentare zu den USA und zu Taiwan, das China als Teil der Volksrepublik betrachtet. © Sergei Bobylev/dpa

Die Kopenhagener Polizei bestätigte, dass es sich um „große“ Drohnen handelte, die wiederholt Flugmuster über dem Flughafengelände flogen. Der stellvertretende Polizeichef Jakob Hansen erklärte: „Die Polizei hat eine intensive Untersuchung eingeleitet, um festzustellen, um welche Art von Drohnen es sich handelt.“

Frederiksen: „Ich kann keinesfalls ausschließen, dass es Russland war“

Die Polizeidirektorin von Kopenhagen, Anne Tønnes, sprach am Dienstagvormittag von einem „Drohnenangriff“ und einem „Anschlag“. „Das ist unsere kritische Infrastruktur, und deshalb nenne ich es so“, sagte sie vor Reportern.

Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen stufte den Vorfall als den „bislang schwersten Anschlag auf dänische kritische Infrastruktur“ ein. In ihrer Stellungnahme erklärte sie, dass die Polizei davon ausgehe, „dass es sich um einen fähigen Akteur handelt“ und die Kopenhagener Polizei bei den laufenden Ermittlungen eng mit dem dänischen Geheimdienst PET, den Streitkräften und internationalen Partnern zusammenarbeite.

Frederiksen äußerte sich nicht zu möglichen Verdächtigen, schloss aber Russland als Verursacher nicht aus. „Ich kann keinesfalls ausschließen, dass es Russland war“, sagte sie am Dienstagvormittag im Interview mit dem dänischen Rundfunk DR.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach in sozialen Medien von einer „russischen Verletzung“ des NATO-Luftraums, nannte jedoch keine Quellen für diese Vermutung. Konkrete Hinweise auf eine russische Beteiligung liegen bislang nicht vor.

Was noch offen bleibt – wurden die Drohnen aus Russland gesteuert?

Viele zentrale Fragen sind weiterhin ungeklärt: Von wo aus die Drohnen gestartet wurden, wohin sie verschwunden sind und wer sie gesteuert hat, ist nach wie vor unbekannt. Die dänischen Behörden spekulieren, dass die Drohnen möglicherweise von einem Schiff aus gestartet wurden.

Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Luftraumverletzungen in Europa ein. Mitte September waren Drohnen im polnischen Luftraum aufgetaucht, wenige Tage später drangen russische Kampfflugzeuge in den estnischen Luftraum ein. Die NATO macht Russland für diese Luftraumverletzungen verantwortlich. Die Ermittlungen in beiden Ländern dauern an, während die Flughäfen ihren normalen Betrieb wieder aufgenommen haben – wenn auch mit anhaltenden Verspätungen und Ausfällen. (Quellen: DPA, Tagesschau, Jyllands-Posten) (jkk)

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