Baerbock-Mission nach Pannen abgebrochen – Außenministerin gibt Statement ab
Grünen-Außenministerin Baerbock sitzt für ihren Job häufig im Flugzeug. Jetzt kommt es wieder einmal zu einem Zwischenfall – und die Politikerin nicht vom Fleck.
Baerbock wollte nach dem Abbruch ihrer Reise noch am Dienstag per Linienflug nach Berlin zurückkehren. Dabei musste die Grünen-Politikerin nach den Pannen auch einen Umweg in Kauf nehmen - genauso wie viele Mitglieder ihrer Delegation. Baerbocks genaue Rückreise-Route wurde aus Sicherheitsgründen jedoch nicht veröffentlicht.
Baerbock-Mission nach Pannen abgebrochen – Außenministerin gibt Statement ab
Update 15. August, 7.20 Uhr: Außenministerin Annalena Baerbock hat sich nach der überraschenden Entscheidung für einen Abbruch ihrer Reise in die Pazifik-Region verärgert gezeigt. „Wir haben alles versucht: leider ist es logistisch nicht möglich, meine Indo-Pazifik-Reise ohne den defekten Flieger fortzusetzen. Das ist mehr als ärgerlich“, schrieb die Grünen-Politikerin am Dienstag auf der früher als Twitter bekannten Online-Plattform X.
Wir haben alles versucht: leider ist es logistisch nicht möglich, meine Indo-Pazifik-Reise ohne den defekten Flieger fortzusetzen. Das ist mehr als ärgerlich. 1/2
— Außenministerin Annalena Baerbock (@ABaerbock) August 15, 2023
„Im Indo-Pazifik haben wir nicht nur enge #Freunde und #Partner. Die Region wird die #Weltordnung des 21. Jahrhunderts entscheidend prägen“, ergänzte Baerbock. „Daher ist der inhaltliche und persönliche Austausch so wichtig.“
Update vom 15. August, 6.35 Uhr: Nach den wiederholten Pannen mit ihrem Regierungsflugzeug bricht Außenministerin Annalena Baerbock ihre geplante Reise zu einem einwöchigen Besuch in der Pazifik-Region ab. „Wir haben bis zuletzt geprüft und geplant, aber leider war es nicht mehr möglich, die geplanten Reisestationen der Indo-Pazifik-Reise nach dem Ausfall des Flugzeugs der Flugbereitschaft mit den noch verfügbaren Optionen logistisch darzustellen“, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts am Dienstagmorgen.
Update von Dienstag, 15. August, 6.25 Uhr: Gleich zweimal innerhalb von 24 Stunden hat Annalena Baerbock am Montag (14. August) vergeblich versucht, mit einem Airbus der Flugbereitschaft nach Australien zu kommen. Die Verärgerung der Außenministerin über die Doppel-Panne mit der Bundeswehr-Maschine dürfte ziemlich groß sein. Denn trotz eines erfolgreichen Testflugs über dem Golf-Emirat Abu Dhabi und der Versicherung der Luftwaffe, diesmal werde es aber wirklich klappen mit der lange geplanten Dienstreise nach Australien, Neuseeland und Fidschi, hat es die Grünen-Politikerin auch im zweiten Anlauf nicht dorthin geschafft. Doch anmerken lässt sie sich ihren anzunehmenden Groll nicht. Und aufgeben will sie schon gar nicht.
Schon an Bord entscheiden Baerbock und ihr Team, die Reise ein drittes Mal zu versuchen. Wenn die Bundeswehr es nicht schafft, fliegt man eben Linie, lautet die Devise. Denn der Bundesaußenministerin dürfte klar sein: Die neuerliche Panne des Regierungsfliegers ist zwar peinlich. Doch der politische Schaden, wenn sie ihren Gastgebern Down Under absagen und umdrehen würde, wäre um ein Vielfaches größer.
Auch zweiter Start nach Australien scheitert
Update von Montag, 14. August 2023, 23.48 Uhr: Auch im zweiten Anlauf ist der Versuch von Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) gescheitert, mit der Flugbereitschaft der Luftwaffe nach Australien zu fliegen. Darüber berichtet die dpa unter Berufung auf Angaben des Flugkapitäns.
15 Minuten nach dem Start um 1:00 Uhr Ortszeit (23:00 Uhr/MESZ) drehte der Airbus vom Typ A340-300 erneut vom Kurs ab und flog zunächst zurück in Richtung Abu Dhabi. Die Maschine war zu Anfang zwar gestiegen, nahm aber kein Tempo auf.
#A340 - Mission abgebrochen! Der Fehler ist erneut bei der nun wieder vollgetankten Maschine aufgetreten. Wir landen jetzt wieder in Abu Dhabi.
„Habe das in 35 Berufsjahren nicht erlebt“: Flugzeug-Schreck für Baerbock
Erstmeldung von Montag, 14. August 2023, 6.20 Uhr: Abu Dhabi – Erneute Flugzeugpanne für Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne): Nach einer Zwischenlandung zum Auftanken in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten musste die Grünen-Politikerin am frühen Montagmorgen ihren Flug zu einer einwöchigen Reise nach Australien, Neuseeland und Fidschi vorerst abbrechen.
Ein Sprecher des Auswärtigen Amts erklärte an Bord: „Wegen eines mechanischen Problems müssen wir aus Sicherheitsgründen nach Abu Dhabi zurückkehren. Die Optionen für die weitere Reiseplanung werden derzeit geklärt.“
Offenbar konnten Teile der Landeklappen nicht eingefahren werden. „Ich habe das in 35 Jahren Berufserfahrung nicht erlebt, nur im Simulator“, sagte der Pilot der Flugbereitschaft der Bundeswehr, der namentlich nicht genannt werden wollte, zu der Flugzeugpanne gegenüber t-online.
Flugzeugpanne auf Reise von Baerbock – nicht die erste
Die Maschine befand sich gegen 4.30 Uhr Ortszeit (2.30 Uhr MESZ) mit Baerbock und ihrer Delegation an Bord noch in der Luft. Um sicher in Abu Dhabi landen zu können, musste zunächst Treibstoff abgelassen werden. Der Flugkapitän hatte zuvor über den Bordlautsprecher darüber informiert, dass es Probleme beim Einfahren der Landeklappen gebe.
In Sydney trifft Baerbock am Mittwoch ihre australische Amtskollegin Penny Wong und weitere Gesprächspartner, um die deutsch-australischen Beziehungen zu vertiefen und die Zusammenarbeit im Bereich der Klima- sowie der Sicherheitspolitik auszubauen. Dabei geht es vor allem um Fragen der wirtschaftlichen Absicherung, den Ukraine-Krieg und Chinas Rolle im Indo-Pazifik. Am Donnerstag reist Baerbock nach Neuseeland weiter, am Freitag und Samstag stehen Gespräche im Inselstaat Fidschi auf dem Programm, der stark vom Anstieg der Meeresspiegel betroffen ist. (dpa/AFP/frs)