„Trendbarometer“

Union triumphiert in neuer Umfrage – Erwartungen an Kanzlerkandidat Habeck gering

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Vor allem die Union darf sich über die neue Umfrage freuen, ansonsten gibt es wenig Bewegung in der Parteienlandschaft. Ein möglicher Kanzlerkandidat Robert Habeck überzeugt noch wenige.

Berlin – Im neuen „Trendbarometer“ von RTL/ntv können die Unionsparteien hinzugewinnen. CDU und CSU verbessern sich auf 32 Prozent. Die AfD und das BSW geben hingegen jeweils einen Punkt ab und liegen bei 16 beziehungsweise 7 Prozent. Die Linke kann sich leicht verbessern und liegt wieder bei 3 Prozent. Die Werte der Ampel-Parteien SPD (14 Prozent), Grüne (11 Prozent) und FDP (5 Prozent) verändern sich gegenüber der Vorwoche nicht.

ParteiUmfrageergebnis
CDU/CSU32 Prozent
AfD16 Prozent
SPD14 Prozent
Grüne 11 Prozent
FDP5 Prozent
Die Linke3 Prozent
BSW 7 Prozent
Sonstige12 Prozent

Die 11 Prozent der Grünen stellen weiterhin den schlechtesten Wert der Partei seit etwas mehr als sechs Jahren dar. Nach dem Verzicht von Außenministerin Annalena Baerbock auf die Kanzlerkandidatur wird nun Wirtschaftsminister Robert Habeck als grüner Spitzenkandidat gehandelt. Doch auch ihm traut nicht einmal jeder fünfte Deutsche (17 Prozent) zu, die Grünen wieder in der Mitte der Gesellschaft zu verankern. Die große Mehrheit der Bundesbürger (77 Prozent) glaubt hingegen nicht, dass Habeck das gelingen wird.

„Trendbarometer“: Merz knapp vor Scholz in der Kanzlerfrage

Wenn die Bundesbürger den Bundeskanzler direkt wählen könnten, würde sich bei dem Duell Olaf Scholz gegen Friedrich Merz 28 Prozent für den CDU-Parteivorsitzenden und 26 Prozent für den amtierenden Bundeskanzler entscheiden. Beide können einen Prozentpunkt zulegen. 45 Prozent aller Wahlberechtigten würden sich aktuell weder für Merz noch für Scholz entscheiden. In den ostdeutschen Bundesländern sind es sogar 50 Prozent.

Friedrich Merz‘ CDU und Markus Söders CSU liegen laut Umfragen klar vorn (Archivfoto).

Bei der Frage, welche Partei mit den Problemen in Deutschland am besten fertig wird, können die Grünen etwas hinzugewinnen. Sie gewinnen einen Prozentpunkt und landen bei 6 Prozent. Auch die Union gewinnt einen Punkt und kommt auf 21 Prozent, die SPD liegt unverändert bei 7 Prozent. 6 Prozent der Befragten sehen bei der AfD die größte politische Kompetenz, 2 Prozent bei der FDP und 6 Prozent bei einer der sonstigen Parteien. Gut die Hälfte der Befragten traut keiner Partei die Lösung der Probleme in Deutschland zu.

Bundestagswahl-Umfrage: Grüne weiter schwach, Union gewinnt hinzu

Die Daten zu den Kanzler- und Parteipräferenzen wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag von RTL zwischen dem 9. und 15. Juli 2024 erhoben. Als Datenbasis dienen 2503 Befragte, die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,5 Prozentpunkten.

Die Daten zu Kanzlerkandidatur von Habeck wurden ebenfalls vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag von RTL am 12. Juli und 15. Juli 2024 erhoben. Als Datenbasis dienen hier 1004 Befragte, die statistische Fehlertoleranz liegt dabei bei +/- 3 Prozentpunkten. (fmü/dpa)

Rubriklistenbild: © Michael Kappeler/dpa

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