VonChristian Störschließen
Am 8. Oktober sind rund 9,4 Millionen Menschen in Bayern aufgerufen, einen neuen Landtag zu wählen. Hier finden Sie die letzten Umfragen zur Bayern-Wahl 2023.
München - Die letzten Umfragen vor der Bayern-Wahl am 8. Oktober deuten auf einen erwartet klaren Sieg der CSU hin. Allerdings dürften die Christsozialen die absolute Mehrheit diesmal klar verpassen. Sehr viel mehr Spannung verspricht da schon der Kampf um den zweiten Platz. Letzten Umfragen zufolge dürften sich hier die Freien Wähler mit den Grünen und der AfD ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern.
Für die SPD scheint Platz fünf reserviert. Offen ist lediglich die Frage, ob die Sozialdemokraten doch noch ein zweistelliges Ergebnis bei der Bayern-Wahl schaffen werden. Die letzten Umfragen deuten nicht darauf hin. Während sich die FDP immerhin noch geringe Hoffnungen auf den Einzug in den Landtag machen kann, dürfte Die Linke wohl jede Hoffnung darauf längst aufgegeben haben.
CSU in den letzten Umfragen vor der Bayern-Wahl 2023 deutlich vorne
Ein Blick auf die letzten Umfragen zeigt, dass der Wiederwahl von Ministerpräsident Markus Söder nichts im Wege steht. Im ZDF-„Politbarometer“ vom 5. Oktober liegt die CSU weiter deutlich in Führung. In der Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen legt sie bei der „Sonntagsfrage“ im Vergleich zur Vorwoche einen Prozentpunkt zu und landet bei 37 Prozent.
Unverändert im Vergleich zur Vorwoche sind dagegen die Werte des Koalitionspartners Freie Wähler (15 Prozent) sowie der Oppositionsparteien Grüne (16 Prozent), AfD (14 Prozent) und SPD (9 Prozent). Die FDP wäre laut Umfrage mit 3 Prozent (minus 1) nicht im Landtag vertreten. Auch andere Umfragen von Infratest dimap für die ARD, des Meinungsforschungsinstituts Insa im Auftrag der Bild-Zeitung sowie des Civey-Instituts im Auftrag des Spiegels ergaben zuletzt ähnliche Werte.
Auf Grundlage der letzten Umfragen vor der Bayern-Wahl wäre neben einer Neuauflage der Koalition aus CSU und Freien Wählern auch ein Bündnis aus CSU und Grünen möglich, was Söder aber kategorisch ausschließt. Die CSU allein hätte keine Mehrheit.
Hier finden Sie die Ergebnisse der letzten Umfragen zur Bayern-Wahl im Einzelnen:
Bayern-Wahl 2023: Umfrage vom 5. Oktober (ZDF-„Politbarometer“)
| Fraktion | Prozent |
| CSU | 37 |
| Grüne | 16 |
| Freie Wähler | 15 |
| AfD | 14 |
| SPD | 9 |
| FDP | 3 |
| Sonstige | 6 |
Für das repräsentative ZDF-Politbarometer wurden am 4. und 5. Oktober insgesamt 1.209 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte in Bayern von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen telefonisch und online befragt. Die maximale statistische Fehlertoleranz liegt laut dem ZDF bei plus/minus drei Prozentpunkten.
Bayern-Wahl 2023: Umfrage vom 3. Oktober (Insa)
| Fraktion | Prozent |
|---|---|
| CSU | 36 |
| Freie Wähler | 15 |
| Grüne | 15 |
| AfD | 14 |
| SPD | 9 |
| FDP | 4 |
| Linke | 2 |
| Sonstige | 5 |
Das Institut Insa hat vom 25. September bis zum 2. Oktober 2023 insgesamt 1.000 Bürgerinnen und Bürger online befragt. Die maximale statistische Fehlertoleranz liegt bei plus/minus 3,1 Prozentpunkten.
Bayern-Wahl 2023: Umfrage vom 1. Oktober (Civey)
| Fraktion | Prozent |
| CSU | 37 |
| Feie Wähler | 15 |
| Grüne | 15 |
| AfD | 14 |
| SPD | 9 |
| FDP | 4 |
| Linke | 1 |
| Sonstige | 5 |
Civey hat im Auftrag von Spiegel Online und der Augsburger Allgemeinen vom 24. September bis zum 1. Oktober rund 5.000 Wahlberechtigte online befragt. Die Ergebnisse sind aufgrund von Quotierungen und Gewichtungen repräsentativ unter Berücksichtigung der statistischen Fehlertoleranz von 2,5 Prozentpunkten.
Bayerns Ministerpräsidenten seit 1945




Bayern-Wahl 2023: Umfrage vom 28. September (ARD-„BayernTrend“)
| Fraktion | Prozent |
| CSU | 36 |
| Freie Wähler | 16 |
| Grüne | 15 |
| AfD | 14 |
| SPD | 9 |
| FDP | 4 |
| Sonstige | 6 |
Infratest dimap hat im Auftrag der ARD (BayernTrend) vom 25. bis 27. September 1512 Wahlberechtigte telefonisch und online befragt. Die Fehlertoleranz liegt je nach Größe des erzielten prozentualen Anteils zwischen zwei und drei Prozentpunkten.
Letzte Umfragen vor der Bayern-Wahl: Viele Wahlberechtigte sind noch unentschlossen
Laut „Politbarometer“ sind viele Wahlberechtigte jedoch noch immer unentschlossen. 28 Prozent der Befragten in Bayern wissen demnach noch nicht, wen sie wählen wollen. Zudem sind Wahlumfragen generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang.
Die Landtagswahl 2018 gewann die CSU mit 37,2 Prozent vor Grünen mit 17,6 Prozent und Freien Wählern mit 11,6 Prozent. Die AfD bekam 10,2 Prozent, die SPD 9,7 Prozent und die FDP 5,1 Prozent. (cs)
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