Landtagswahl am 8. Oktober

Alle aktuellen Umfragen zur Bayern-Wahl 2023 in der Übersicht

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Am 8. Oktober wird in Bayern der Landtag gewählt. Hier finden Sie die wichtigsten Umfragen zur Bayern-Wahl 2023. 

München - Am 8. Oktober wird in Bayern der nächste Landtag gewählt. CSU-Chef und Ministerpräsident Markus Söder stellt sich auch 2023 wieder zur Wahl. Die CSU und die Freien Wähler, für die erneut Hubert Aiwanger als Spitzenkandidat ins Rennen geht, peilen bei der Bayern-Wahl die Fortsetzung ihres seit 2018 bestehenden Regierungsbündnisses im Freistaat an.

Im Vorfeld der Landtagswahl sorgte die umstrittene Rede von Aiwanger bei einer Demonstration in Erding für Diskussionen. Die CSU distanzierte sich zwar von Aiwangers Äußerungen, dennoch betonte Söder später ausdrücklich, die Koalition mit den Freien Wählern auch nach der Wahl im Oktober fortsetzen zu wollen. An Aiwangers Umgang mit der Flugblatt-Affäre gab es immer wieder Kritik – auch Finanzminister Christian Lindner äußerte sich im Gespräch mit IPPEN.MEDIA zu Aiwanger.

Was sagen die Umfragen zur Bayern-Wahl 2023?

Landtagswahl in Bayern: Politikerinnen und Politiker können am 8. Oktober 2023 ins Münchner Maximilianeum gewählt werden.

Die ersten Umfragen machen deutlich, dass die Wiederwahl von Markus Söder außer Zweifel steht. Allerdings scheint die CSU die absolute Mehrheit klar zu verpassen. Beim Blick auf die erwarteten Ergebnisse der Bayern-Wahl bleibt völlig wer zweitstärkste Kraft wird. Allen Umfragen zufolge dürften sich hier die Freien Wähler mit den Grünen und der AfD, die bei der Bayern-Wahl auf das Team Höcke setzt, ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern. Für die SPD scheint Platz fünf reserviert. Während sich die FDP noch Hoffnungen auf den Einzug in den Landtag machen kann, dürfte Die Linke wohl jede Hoffnung darauf bereits aufgegeben haben.

Nachfolgend finden Sie die Ergebnisse der aktuellen Umfragen im Einzelnen:

Bayern-Wahl 2023: Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen vom 5. Oktober (ZDF-„Politbarometer“)

Drei Tage vor der Bayern-Wahl kann die CSU im ZDF-„Politbarometer“ leicht zulegen. In der Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen steigern sich die Christsozialen um einen Punkt auf 37 Prozent. Es folgen in der Umfrage unverändert die Grünen, die Freien Wähler, die AfD und die SPD. Die FDP würde aus dem bayerischen Landtag ausscheiden.

FraktionProzent
CSU37
Grüne16
Freie Wähler15
AfD14
SPD9
FDP3
Sonstige6

Für das repräsentative ZDF-Politbarometer wurden am 4. und 5. Oktober insgesamt 1.209 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte in Bayern von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen telefonisch und online befragt. Die maximale statistische Fehlertoleranz liegt laut dem ZDF bei plus/minus drei Prozentpunkten.

Bayern-Wahl 2023: Insa-Umfrage vom 3. Oktober

Wenige Tage vor der Bayern-Wahl sieht es weiter so aus, als müsste sich die CSU mit einem eher bescheidenden Ergebnis begnügen. In einer Umfrage des Instituts Insa im Auftrag der Bild-Zeitung rangiert die CSU aktuell bei 36 Prozent. Um Platz zwei streiten sich demnach die Freien Wähler, die Grünen und die AfD. Die FDP muss weiter um den Wiedereinzug in den Landtag bangen.

FraktionProzent
CSU36
Freie Wähler15
Grüne15
AfD14
SPD9
FDP4
Linke2
Bayernpartei-
Sonstige5

Das Institut Insa hat vom 25. September bis zum 2. Oktober 2023 insgesamt 1.000 Bürgerinnen und Bürger online befragt.

Bayern-Wahl 2023: Civey-Umfrage vom 1. Oktober

Die CSU liegt laut einer neuen Umfrage kurz vor der Bayern-Wahl laut einer neuen Umfrage unangefochten auf dem ersten Platz - das Rennen um Platz zwei ist aber offen. In der Befragung des Instituts Civey für den Spiegel und die Augsburger Allgemeine kommt die Partei von Ministerpräsident Markus Söder auf 37 Prozent. Grüne, Freie Wähler und AfD sind fast gleichauf. Abgeschlagen ist die SPD. Die FDP muss um den Wiedereinzug in den Landtag bangen.

FraktionProzent
CSU37
Feie Wähler15
Grüne15
AfD14
SPD9
FDP4
Linke1
Sonstige5

Civey hat im Auftrag von Spiegel Online und der Augsburger Allgemeinen vom 24. September bis zum 1. Oktober rund 5.000 Wahlberechtigte online befragt. Die Ergebnisse sind aufgrund von Quotierungen und Gewichtungen repräsentativ unter Berücksichtigung der statistischen Fehlertoleranz von 2,5 Prozentpunkten.

Bayerns Ministerpräsidenten seit 1945

Bundeskanzler Konrad Adenauer (mit Zylinder, CDU), Bundesratspräsident Karl Arnold (l, CDU) und Fritz Schäffer (r, CSU) bei der feierlichen Eröffnungssitzung des Deutschen Bundestages am 07.09.1949 in Bonn.
28. Mai 1945 – 28. September 1945: Fritz Schäffer (r, CSU) mit Konrad Adenauer (mit Zylinder, CDU), Bundesratspräsident Karl Arnold (l, CDU) bei der feierlichen Eröffnungssitzung des Deutschen Bundestages am 07.09.1949 in Bonn. © dpa
28. September 1945 – 21. Dezember 1946: Wilhelm Hoegner (SPD), ernannt durch die USA.
28. September 1945 – 21. Dezember 1946 (erste Amtszeit): Wilhelm Hoegner (SPD), ernannt durch die USA. © IMAGO/Rolf Poss
21. Dezember 1946 –
 14. Dezember 1954: Hans Ehard (CSU) mit Ehefrau Sieglinde.
21. Dezember 1946 – 14. Dezember 1954: Hans Ehard (CSU) mit Ehefrau Sieglinde. © IMAGO
14. Dezember 1954 – 16. Oktober 1957 (zweite Amtszeit): Wilhelm Hoenger (SPD) trat nach Verlust der Mehrheit im Landtag zurück.
14. Dezember 1954 – 16. Oktober 1957 (zweite Amtszeit): Wilhelm Hoenger (SPD) trat nach Verlust der Mehrheit im Landtag zurück. © IMAGO
16. Oktober 1957 – 26. Januar 1960: Hanns Seidel (CSU) überreicht General Lauris Norstad den Bayerischen Lowen.
16. Oktober 1957 – 26. Januar 1960: Hanns Seidel (CSU) überreicht General Lauris Norstad den Bayerischen Lowen. © IMAGO
26. Januar 1960 – 11. Dezember 1962 (zweite Amtszeit): Hans Erhard (CSU).
26. Januar 1960 – 11. Dezember 1962 (zweite Amtszeit): Hans Erhard (CSU). © IMAGO
11. Dezember 1962 – 7. November 1978: Ministerpräsident Alfons Goppel und Parteivorsitzender Franz Josef Strauß (beide CSU).
11. Dezember 1962 – 7. November 1978: Ministerpräsident Alfons Goppel, der aus Altersgründen zurücktrat, und Parteivorsitzender Franz Josef Strauß (beide CSU). © IMAGO
7. November 1978 – 3. Oktober 1988: Franz Josef Strauß (CSU) mit Münchens ehemaligem Oberbürgermeister Erich Kiesl.
7. November 1978 – 3. Oktober 1988: Franz Josef Strauß (CSU) mit Münchens ehemaligem Oberbürgermeister Erich Kiesl. © Heinz Gebhardt/IMAGO
3. Oktober 1988 – 19. Oktober 1988: Max Streibl (CSU) führte das Amt erst kommissarisch und trat dann in seiner offiziellen Amtszeit (19. Oktober 1988 – 28. Mai 1993) wegen der „Amigo-Affäre“ zurück.
3. Oktober 1988 – 19. Oktober 1988: Max Streibl (CSU) führte das Amt erst kommissarisch und trat dann in seiner offiziellen Amtszeit (19. Oktober 1988 – 28. Mai 1993) wegen der „Amigo-Affäre“ zurück. © IMAGO
28. Mai 1993 – 9. Oktober 2007: Edmund Stoiber (CSU) trat nach einem innerparteilichen Machtkampf zurück.
28. Mai 1993 – 9. Oktober 2007: Edmund Stoiber (CSU) trat nach einem innerparteilichen Machtkampf zurück. © IMAGO/Astrid Schmidhuber
9. Oktober 2007 – 27. Oktober 2008: Günther Beckstein (CSU) schied aus dem Amt, als die CSU bei der Landtagswahl 2008 einen deutlichen Stimmenverlust hinnehmen musste.
9. Oktober 2007 – 27. Oktober 2008: Günther Beckstein (CSU) schied aus dem Amt, als die CSU bei der Landtagswahl 2008 einen deutlichen Stimmenverlust hinnehmen musste. © IMAGO
27. Oktober 2008 – 13. März 2018: Horst Seehofer (CSU) gab das Amt ab, als die Ernennung zum Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat anstand.
27. Oktober 2008 – 13. März 2018: Horst Seehofer (CSU) gab das Amt ab, als die Ernennung zum Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat anstand. © Sammy Minkoff/IMAGO
13. März 2018 – 16. März 2018: Ilse Aigner (CSU) übernahm das Amt der Ministerpräsidentin kommissarisch.
13. März 2018 – 16. März 2018: Ilse Aigner (CSU) übernahm das Amt der Ministerpräsidentin kommissarisch. © Charles Yunck/IMAGO
Seit 16. März 2018: Markus Söder (CSU) ist Ministerpräsident von Bayern und CSU Vorsitzender.
Seit 16. März 2018: Markus Söder (CSU) ist Ministerpräsident von Bayern und CSU Vorsitzender. © IMAGO

Bayern-Wahl 2023: Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen vom 29. September (ZDF-„Politbarometer“)

Beinahe deckungsgleich mit den Ergebnissen des „BayernTrends“ der ARD vom 28. September fällt das „Politbarometer“ des ZDF zur Bayern-Wahl vom 29. September aus. Auch hier kommt die CSU auf für ihre Verhältnisse sehr schwache 36 Prozent. Die nahe beieinander liegenden Plätze zwei, drei und vier folgen mit weitem Abstand, allerdings diesmal wieder angeführt von den Grünen (16 Prozent) auf Platz zwei, während die Freien Wähler (15 Prozent) sich mit dem dritten Platz begnügen müssen. Wie in den meisten anderen Umfragen der letzten Zeit gehen die Plätze fünf, sechs und sieben an die AfD (14 Prozent), die SPD (9 Prozent) und die FDP (4 Prozent). Letztere muss, wie mittlerweile üblich, um den Wiedereinzug in den Wiesbadener Landtag bangen.

FraktionProzent
CSU36
Grüne16
Freie Wähler15
AfD14
SPD9
FDP4
Sonstige6

Für das repräsentative ZDF-Politbarometer wurden vom 25. bis 28. September 1222 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte in Bayern von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen telefonisch und online befragt. Die maximale statistische Fehlertoleranz liegt laut dem ZDF bei plus/minus drei Prozentpunkten.

Bayern-Wahl 2023: Umfrage von Infratest dimap vom 28. September (ARD-„BayernTrend“)

Die im Auftrag der ARD erhobene Befragung von Infratest dimap bestätigt keine zwei Wochen vor der Bayern-Wahl die relative Schwäche der CSU und den Höhenflug der Freien Wähler. Die Regierungspartei kommt auf nur 36 Prozent, während der von Hubert Aiwanger dominierte Koalitionspartner es auf 16 Prozent bringt. Auch hier folgen in geringem Abstand Grüne (15 Prozent) und AfD (14 Prozent), bevor mit größerem Abstand die SPD (9 Prozent) auf Platz fünf landet. Die FDP (4 Prozent) muss auch hier um den Wiedereinzug in den Landtag bangen.

FraktionProzent
CSU36
Freie Wähler16
Grüne15
AfD14
SPD9
FDP4
Sonstige6

Infratest dimap hat im Auftrag der ARD (BayernTrend) vom 25. bis 27. September 1512 Wahlberechtigte telefonisch und online befragt. Die Fehlertoleranz liegt je nach Größe des erzielten prozentualen Anteils zwischen zwei und drei Prozentpunkten. Die Ergebnisse sind bewusst gerundet worden, „um falsche Erwartungen an die Präzision zu vermeiden“. Da Rundungsfehler für kleinere Parteien erheblich sein können, wird in dieser Umfrage keine Partei unter drei Prozent ausgewiesen. Aus diesem Grund fehlt hier auch die Linkspartei.

Bayern-Wahl 2023: Civey-Umfrage vom 21. September

Ein etwas besseres Ergebnis erzielt die CSU in der am 21. September veröffentlichten Umfrage von Civey. Demnach käme sie auf 38 Prozent, während die Freien Wähler nach diesen Zahlen nur 14 Prozent erreichen würden. Gleichauf liegen die Grünen mit ebenfalls 14 Prozent, dicht gefolgt von der AfD mit 13 Prozent. Die SPD käme auch hier auf 9 Prozent, während die FDP wie in allen jüngeren Umfragen an der 5-Prozent-Hürde scheitern würde.

FraktionProzent
CSU38
Feie Wähler14
Grüne14
AfD13
SPD9
FDP4
Linke2
Sonstige6

Civey hat im Auftrag von Spiegel Online und der Augsburger Allgemeinen vom 13. bis 20. September 5002 Wahlberechtigte online befragt. Die Ergebnisse sind aufgrund von Quotierungen und Gewichtungen repräsentativ unter Berücksichtigung der statistischen Fehlertoleranz von 1,5 bis 3 Prozentpunkten.

Bayern-Wahl 2023: GMS-Umfrage vom 19. September

Knapp drei Wochen vor der Bayern-Wahl bleibt die CSU im Stimmungstief, während die Freien Wähler nach der Flugblatt-Affäre um ihren Chef Hubert Aiwanger ihren Rekordwert halten. Im neuen „Wählercheck“ von Sat.1 Bayern und Antenne Bayern kommt die CSU erneut nicht über 36 Prozent hinaus, wie in drei vorangegangenen Umfragen. Die Freien Wähler liegen in der Erhebung des Instituts GMS weiter bei 17 Prozent.

Wäre am kommenden Sonntag Landtagswahl, würden die Grünen der Umfrage zufolge auf Platz drei landen, gleichauf mit der AfD. Die SPD folgt auf Platz fünf. Für die FDP wird es immer enger: Auch dieser Umfrage zufolge würde sie an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern, säße also nicht mehr im Landtag. 

FraktionProzent
CSU36
Freie Wähler17
Grüne14
AfD14
SPD9
FDP3
Linke1
Bayernpartei1
Sonstige5

GMS hat für die repräsentative Umfrage vom 13. bis 18. September 1.004 Menschen in Bayern befragt.

Bayern-Wahl 2023: Infratest-dimap-Umfrage vom 12. September

Die CSU steckt vor der Bayern-Wahl weiter im Stimmungstief, während die Freien Wähler nach der Flugblatt-Affäre um ihren Chef Hubert Aiwanger ein neues Rekordhoch erreichen. Im neuen „Bayerntrend“ des Bayerischen Rundfunks kommt die CSU von Parteichef und Ministerpräsident Markus Söder erneut nicht über 36 Prozent hinaus, wie schon in zwei vorangegangenen Umfragen. Das ist der niedrigste Umfragewert seit mehr als eineinhalb Jahren - niedriger auch als das schon historisch schlechte Landtagswahlergebnis 2018 (37,2 Prozent).

Die Freien Wähler liegen in der Erhebung des Instituts Infratest dimap bei 17 Prozent. Das ist noch einmal ein Prozentpunkt mehr als in zwei Umfragen anderer Institute aus der vergangenen Woche und der höchste Wert, den die Freien Wähler je in einer Umfrage erzielten. Bei der Landtagswahl im Herbst 2018 hatten sie noch 11,6 Prozent geholt, seither regieren sie im Freistaat zusammen mit der CSU.

Wäre am kommenden Sonntag Landtagswahl, würden die Grünen der Umfrage zufolge nur noch auf Platz drei landen. Dahinter folgen die AfD und die SPD. Für die FDP wird es eng: Im „Bayerntrend“ würde sie klar an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern, säße also nicht mehr im Landtag.

Bei der Frage nach der Politikerzufriedenheit gab es bei Söder und Aiwanger im Vergleich zum Mai quasi keine Veränderung. Zulegen konnte hier SPD-Spitzenkandidat Florian von Brunn, der mit 17 Prozent (plus 5 Punkte) aber hinter Söder (56 Prozent), Aiwanger (48) und Grünen-Spitzenkandidatin Katharina Schulze (25) zurückliegt.

Das Video stammt aus der Sendung BR24 vom Bayerischen Rundfunk.

FraktionProzent
CSU36
Freie Wähler17
Grüne15
AfD13
SPD9
FDP3
Linke-
Bayernpartei-
Sonstige7

Für den „Bayerntrend“ hat Infratest dimap vom 5. bis 9. September 1.171 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte befragt, telefonisch und online.

Bayern-Wahl 2023: Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen vom 8. September

Einen Monat vor der Bayern-Wahl muss die CSU im ZDF-Politbarometer den niedrigsten Umfragewert seit mehr als eineinhalb Jahren hinnehmen. Die Freien Wähler können sich dagegen nach der Flugblatt-Affäre um ihren Vorsitzenden Hubert Aiwanger abermals über einen Rekordwert freuen. Wäre am Sonntag Landtagswahl, lägen sie demnach gleichauf mit den Grünen auf Platz zwei hinter der CSU. Dahinter folgen die AfD und die SPD. Die FDP muss um den Wiedereinzug in den Landtag zittern. Auffällig aber ist: 43 Prozent der Befragten wissen dem neuen Politbarometer zufolge noch nicht sicher, ob und wen sie tatsächlich wählen wollen.

FraktionProzent
CSU36
Grüne16
Freie Wähler16
AfD12
SPD9
FDP4
Linke-
Bayernpartei-
Sonstige7

Für das Politbarometer Extra hat die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen vom 4. bis 7. September mehr als 1.000 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte befragt, telefonisch und online. Die Befragung ist demnach repräsentativ für die in Bayern wahlberechtigte Bevölkerung.

Bayern-Wahl 2023: Civey-Umfrage vom 7. September

Rund einen Monat vor der Bayern-Wahl büßt die CSU laut einer Civey-Umfrage in der Gunst der bayerischen Wahlberechtigten zwei Prozentpunkte ein, wie aus der Erhebung im Auftrag von Augsburger Allgemeine und Spiegel hervorgeht. Zweitstärkste Kraft ist demnach die AfD, die die Grünen hinter sich lässt. Die Freien Wähler bleiben auch nach der Aiwanger-Affäre stabil bei ihrem alten Wert. Die SPD folgt auf Platz fünf. FDP und Linke liegen unter der Fünf-Prozent-Hürde und würden derzeit den Einzug in den Landtag verpassen.

FraktionProzent
CSU36
AfD17
Grüne15
Freie Wähler12
SPD10
FDP4
Linke1
Bayernpartei-
Sonstige5

Civey hat für die Sonntagsfrage vom 30. August bis 6. September 5.003 Personen in Bayern online befragt. Die Ergebnisse sind aufgrund von Quotierungen und Gewichtungen repräsentativ unter Berücksichtigung des statistischen Fehlers von 2,5 Prozentpunkten.

Bayern-Wahl 2023: Insa-Umfrage vom 5. September

Fünf Wochen vor der Landtagswahl sieht eine Umfrage die CSU gleichauf mit ihrem Ergebnis von 2018. In der Erhebung des Instituts Insa, die die Bild-Zeitung am 5. September veröffentlichte, rangiert die CSU aktuell bei 37 Prozent. Auf Platz zwei liegen in dieser Umfrage die Freien Wähler, dahinter folgen die Grünen, AfD und SPD. Die FDP muss weiter um den Wiedereinzug in den Landtag zittern.

FraktionProzent
CSU37
Freie Wähler15
Grüne14
AfD14
SPD9
FDP4
Linke2
Bayernpartei-
Sonstige4

Das Institut Insa hat vom 1. bis zum 5. September 2023 insgesamt 1.000 Bürgerinnen und Bürger befragt.

Bayern-Wahl 2023: Forsa-Umfrage vom 2. August

In einer Umfrage des Wahlforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Süddeutschen Zeitung verliert die CSU etwas an Zustimmung. Sie kommt auf 39 Prozent, im April lag sie noch zwei Prozentpunkte besser. Dahinter scheint sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um Platz zwei zu entwickeln. Chancen hat auch die AfD, die gleich drei Prozentpunkte gegenüber der Erhebung aus dem April zulegt.

FraktionProzent
CSU39
Grüne14
Freie Wähler14
AfD13
SPD9
FDP4
Linke2
Bayernpartei-
Sonstige5

Das Wahlforschungsinstitut Forsa befragte zwischen dem 24. und dem 28. Juli 2023 insgesamt 1.012 Wahlberechtigte per Telefon.

Umfragen vor Bayern-Wahl 2023 sind keine Prognosen für das Ergebnis

Die Umfragen der Meinungsforschungsinstitute geben einen Hinweis, wie die Ergebnisse der Bayern-Wahl 2023 am 8. Oktober ausfallen könnten. Allerdings ist dabei zu bedenken, dass solche Umfragen grundsätzlich nur die aktuelle politische Stimmung abbilden. Sie sind keine Prognosen für das Ergebnis der Landtagswahl. Sie sind zudem immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindung und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten.

Bayern: Ergebnisse der Landtagswahl 2018

Bei der Landtagswahl 2018 in Bayern musste die CSU schwere Verluste von mehr als zehn Prozentpunkten hinnehmen und benötigte einen Koalitionspartner zum Regieren. Es kam zum Bündnis mit den Freien Wählern. Zweitstärkste Kraft wurden die Grünen. Die AfD erreichte beim erstmaligen Antreten 10,2 Prozent, die SPD wurde nur noch fünftstärkste Partei. Die FDP zog mit 5,1 Prozent knapp in den Landtag ein. (cs)

Rubriklistenbild: © .Wolfgang Maria Weber/Imago

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