Alternative für Deutschland

Nach Festnahme von ehemaliger AfD-Abgeordneten: Parteispitze distanziert sich

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Die frühere AfD-Bundestagsabgeordnete Birgit Malsack-Winkemann

Nach eigenen Angaben wusste die Parteispitze der AfD nichts von den möglichen Aktivitäten der inzwischen festgenommenen Ex-Bundestagsabgeordneten Birgit Malsack-Winkemann im sogenannten Reichsbürgermilieu.

Berlin - «Von dem Fall haben wir heute, wie die meisten Bürger auch, erst aus den Medien erfahren», hieß es in einer gemeinsamen Erklärung der Co-Vorsitzenden Tino Chrupalla und und der in Gütersloh geborenen Alice Weidel vom Mittwoch.

Sie fügten hinzu: «Wir verurteilen solche Bestrebungen und lehnen diese nachdrücklich ab.» Nun müssten die Ergebnisse der Ermittlungen abgewartet werden. Die AfD-Vorsitzenden, die in der Vergangenheit mehrfach Kritik am Verfassungsschutz geübt hatten, sagten: «Wir haben vollstes Vertrauen in die beteiligten Behörden.»

Die Richterin und frühere AfD-Bundestagsabgeordnete Malsack-Winkemann, die in Darmstadt geboren wurde, war am Mittwoch in Berlin im Zuge einer bundesweiten Razzia in der sogenannten Reichsbürgerszene festgenommen worden. Insgesamt ließ die Bundesanwaltschaft 25 Menschen in 11 Bundesländern sowie in Italien und Österreich festnehmen. Die Beschuldigten sollen eine terroristische Vereinigung gebildet haben, die mutmaßlich den Umsturz des politischen Systems in Deutschland vorbereiten wollte. (dpa)

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