Ukraine-News: Selenskyj macht der Trump-Delegation bei Ukraine-Verhandlungen ein neues Angebot
VonNail Akkoyun
schließen
Jens Kiffmeier
schließen
Rückt ein Ende vom Ukraine-Krieg näher? Selenskyj ist in Berlin eingetroffen und verhandelt mit den USA. Die Angriffe gehen unterdessen weiter. Der News-Ticker.
Update, 7:30 Uhr: Selenskyj hat noch einmal betont, dass es derzeit keinen direkten Dialog mit der russischen Seite gebe. Vielmehr übermittle die amerikanische Seite, die russischen Positionen. Kiew wiederum bespreche mit den USA nicht nur die bilateralen Beziehungen, sondern auch die ukrainische Reaktion auf die „Signale der Russen“. Kompromisse von der russischen Seite seien nur zu erwarten, wenn die USA und andere Verbündete Druck ausübten.
Update, 6:30 Uhr: Russland nimmt nicht an den heutigen Ukraine-Gesprächen teil. Sollte es also demnächst einen zwischen den USA, der Ukraine und den Europäern abgestimmten Friedensplan geben, wird zunächst weiter völlig offen sein, ob und inwieweit Moskau den Vorschlägen zustimmen wird. Vor den jüngsten Gesprächen hatte sich Russland eher argwöhnisch geäußert. Die Beiträge der Europäer und der Ukraine zu Trumps Friedensplan würden „wohl kaum konstruktiv sein“, meinte der außenpolitische Berater von Kremlchef Wladimir Putin, Juri Uschakow.
Bundeskanzler Friedrich Merz sitzt bei den Ukraine-Verhandlungen in Berlin mit Trumps Gesandten Jared Kushner und Steve Witkoff neben dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Update, 15. Dezember, 5:05 Uhr: Die US-Delegation hat sich nach den Gesprächen in Berlin über einen Waffenstillstand zwischen der Ukraine und Russland positiv geäußert. Es seien große Fortschritte erzielt worden, postete der US-Sondergesandte Steve Witkoff auf X. Der 20-Punkte-Friedensplan, Wirtschaftsthemen und andere Fragen seien intensiv erörtert worden. Das Treffen der US-Delegation mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj habe mehr als fünf Stunden gedauert. Die Gespräche sollen heute fortgesetzt werden.
Update, 22:23 Uhr: Das erste Treffen zwischen Wolodymyr Selenskyj und den Donald Trumps Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner ist beendet. Morgen (15. Dezember) sollen die Verhandlungen über ein Ende des Ukraine-Kriegs fortgesetzt werden. Der ukrainische Präsident will Sicherheitsgarantien für die Ukraine erreichen. Dabei bekommt er Unterstützung von europäischen Kräften. Gleichzeitig machte Selenskyj offenbar ein Angebot. Für Frieden in der Ukraine sei ihr Präsident bereit, seinen Traum von der NATO-Mitgliedschaft der Ukraine aufzugeben.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine
Update, 19:23 Uhr:Wolodymyr Selenskyj hat vor den Gesprächen über ein Ende des Ukraine-Kriegs in Berlin mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron telefoniert. Das teilte Macron auf X mit und schrieb: „Frankreich steht der Ukraine zur Seite und wird dies auch weiterhin tun, um einen robusten und dauerhaften Frieden zu schaffen – einen Frieden, der die Sicherheit und Souveränität der Ukraine und Europas langfristig gewährleisten kann.“ Selenskyj bedankte sich unter dem Post bei Macron mit den Worten: „Wir arbeiten eng zusammen und koordinieren unsere Maßnahmen zum Wohle unserer gemeinsamen Sicherheit.“ Die Gespräche Selenskyjs mit den Vertretern Donald Trumps dauern an.
Ukraine greift russische Wirtschaft auf der Krim an: Treibstoffzug mit Drohnen getroffen
Update, 18:21 Uhr: Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs haben die ukrainischen Streitkräfte im Ukraine-Krieg in der Nacht auf Sonntag (14. Dezember) einen Treibstoffzug auf der Krim mit Drohnen getroffen. Das teilte der Generalstab auf Telegram mit. Ein beigefügtes Video zeigt scheinbar den Moment des Zugaufpralls und anschließend den brennenden Zug. Anschließend an den Angriff wurde wohl der Pendlerverkehr durch Jantarnoje auf der Krim eingestellt. Darüber berichtete die BBC.
Verhandlungen zwischen Ukraine und USA haben in Berlin begonnen
Update, 17:15 Uhr: Das Treffen über eine Lösung im Ukraine-Krieg hat in Berlin begonnen. Das teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj um 16:23 Uhr deutscher Zeit via Facebook mit. Auf den Fotos zum Beitrag ist Selenskyj zu sehen, der an der Seite von Friedrich Merz auf der einen Seite eines großen Verhandlungstisches sitzen. Die amerikanische Delegation unter der Leitung von Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner haben auf der anderen Seite Platz genommen.
Russland setzt trotz Verhandlungen Angriffe im Ukraine-Krieg fort
Update, 16:10 Uhr: Ungeachtet der Ukraine-Verhandlungen in Berlinsetzt Russland seinen Angriffskrieg ungerührt fort.Bei russischen Gleitbombenangriffen auf die südostukrainische Großstadt Saporischschja sind mindestens elf Menschen verletzt worden. Das meldet die Nachrichtenagentur dpa. Unter den Verletzten seien zwei Rettungskräfte und ein Polizist, hieß es. Von der Verwaltung veröffentlichte Bilder zeigten Schäden an einem Supermarkt in einem Wohngebiet. Saporischschja liegt nur gut 25 Kilometer von der Frontlinie entfernt und wird regelmäßig mit Gleitbomben angegriffen.
Update, 15:20 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist in Berlin zu Beratungen über einen Waffenstillstand im russischen Krieg gegen sein Land eingetroffen. Im Kanzleramt wurde er nach Angaben eines dpa-Reporters von Kanzler Friedrich Merz (CDU) herzlich begrüßt, nachdem zuvor eine US-Delegation mit dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, dort angekommen war.
Linke fordert vor den Berliner Ukraine-Verhandlungen dauerhaften Waffenstillstand
Update, 14:15 Uhr: Die Linke hat Russland und die Ukraine vor den Verhandlungen in Berlin zu einem dauerhaften Waffenstillstand aufgefordert. „Wir fordern die russische und ukrainische Regierung auf, das Weihnachtsfest 2025 für einen dauerhaften Waffenstillstand zu nutzen“, heißt es in einem Appell der Partei- und Fraktionsspitzen der Linken. Ein Waffenstillstand sei noch kein vereinbarter Frieden. Unterzeichnet ist der Appell von den Parteichefs Ines Schwerdtner und Jan van Aken, den Fraktionschefs Heidi Reichinnek und Sören Pellmann, Bundestagsvizepräsident Bodo Ramelow sowie Gregor Gysi und Dietmar Bartsch.
Update, 13:44 Uhr: Kaum in Berlin für die Ukraine-Verhandlungen eingetroffen, bringt Wolodymyr Selenskyj einen Vorschlag für eine Waffenruhe im Ukraine-Krieg ein. Vor der Presse sagte der ukrainische Präsident, er wolle die US-Unterhändler davon überzeugen, den Frontverlauf einzufrieren. „Die gerechteste mögliche Option ist, stehenzubleiben, wo wir sind“, sagte er und fügte an: „Es handelt sich um einen Waffenstillstand: Die Parteien bleiben auf ihren Stellungen und versuchen anschließend, alle gemeinsamen Probleme auf diplomatischem Wege zu lösen.“ Weiter sagte Selenskyj: „Ich weiß, dass Russland dies nicht positiv sieht, und ich würde mir wünschen, dass die Amerikaner uns in dieser Frage unterstützen.“
Selenskyj zu Ukraine-Verhandlungen in Berlin eingetroffen
Update, 12:56 Uhr: Der ukrainische Präsident Selenskyj ist in Deutschland eingetroffen, um Verhandlungen über ein Ende des Ukraine-Kriegs voranzutreiben. Das teilte Selenskyjs Büro laut ntv mit. Bei seiner Ankunft zeigte sich Selenskyj kompromissbereit für die Gespräche mit der US-Delegation. Sicherheitsgarantien der USA sowie europäischer und anderer Partner anstelle einer NATO-Mitgliedschaft für sein Land seien ein möglicher Weg, um den Konflikt mit Russland zu beenden, wurde der ukrainische Präsident zitiert.
Update, 12:00 Uhr:Die Grünen haben die Teilnahme der USA an den Berliner Verhandlungen zu einem Ende des Ukraine-Kriegs scharf kritisiert. „Wieder sitzen die USA mit am Tisch und bekommen so die Chance, alles für die Geschäftsinteressen des Trump-Clans zu manipulieren und im Sinne Putins die Linien des Denkbaren zu verschieben“, so Sara Nanni, Sicherheitsexpertin der Grünen-Bundestagsfraktion, gegenüber der Rheinischen Post.
Von den Berliner Gipfel-Beratungen erwarte sie „schöne Bilder, im schlimmsten Fall“ einen lukrativen „Deal für Trump auf Kosten der Ukraine und Europas, aber keinen Frieden“, sagte Nanni. Der CDU-Verteidigungsexperte Kiesewetter forderte im Gespräch mit dem Münchner Merkur von Ippen.Media ein „vehementes“ Handeln gegen Putins „Wunschliste“.
Update, 11:12 Uhr: Russland führt seinen Angriffskrieg in der Ukraine fort. Gleichzeitig laufen in Berlin Verhandlungen über ein Ende der Aggression. Eine US-Delegation soll mittlerweile zu den Beratungen über einen Waffenstillstand mit Vertretern aus Kiew eingetroffen sein, meldet die Nachrichtenagentur dpa. US-Sondergesandte Steve Witkoff und Jared Kushner, Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, seien am Vormittag in einem Hotel im Zentrum Berlins angekommen. Deutsche Vertreter nehmen ebenfalls an den Gesprächen teil. Ort und Inhalte der Verhandlungen blieben bisher geheim.
Schlag gegen Russlands Wirtschaft: Ukraine beschießt Putins Öldepot auf der Krim
Update, 10:48 Uhr: Vor den heutigen Ukraine-Verhandlungen in Berlin hat die Kiews Armee erneut russische Öldepots angegriffen. Dabei hat die Ukraine mit einem Drohnenangriff im russischen Gebiet Wolgograd einen Großbrand in dem Öldepot der Stadt Urjupinsk ausgelöst. Gouverneur Andrej Botscharow teilte am Morgen mit, dass benachbarte Häuser evakuiert worden seien. „Nach vorläufigen Angaben wurde niemand verletzt.“
Ukraine-Verhandlungen starten heute in Berlin: Auch Trump-Sondergesandter in Deutschland
Erstmeldung vom 14. Dezember: Kiew/Moskau – Die Verhandlungen um ein Ende des Ukraine-Krieges verlagert sich am heutigen Sonntag (14. Dezember) nach Berlin: Der US-Sondergesandte Steve Witkoff will sich dort nach Angaben des Weißen Hauses mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und europäischen Staatenlenkern treffen. Nach Angaben aus deutschen Regierungskreisen führen zunächst die außenpolitischen Berater „unter anderem der USA und der Ukraine“ Gespräche „zu einem möglichen Waffenstillstand in der Ukraine“.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte zuvor in Aussicht gestellt, dass am Wochenende die Ansätze für ein Ende des Ukraine-Kriegs in Berlin „abschließend“ erörtert würden. Am Montag (15. Dezember) empfängt Merz selbst Selenskyj zu deutsch-ukrainischen Wirtschaftsgesprächen und zu einem Austausch über den Stand der Friedensverhandlungen. Am Montagabend sollen dann zahlreiche europäische Staats- und Regierungschefs sowie die Spitzen von EU und NATO zu den Gesprächen hinzustoßen.
Damit dient Deutschland erstmals als Verhandlungsort für den Ukraine-Krieg, seitdem die Regierung von US-Präsident Donald Trump ihren umstrittenen Friedensplan bekannt gab. Anfang Dezember hatte sich Witkoff etwa fünf Stunden lang mit Russlands Machthaber Wladimir Putin getroffen, um die ursprünglich einmal 28 Punkte des Plans durchzugehen. Putin zeigte sich danach zwar weiterhin zu Verhandlungen bereit, betonte aber, dass Russland auf dem Schlachtfeld die strategische Initiative habe – und seine Kriegsziele auch mit militärischer Gewalt durchsetzen könne, falls eine diplomatische Einigung scheitern sollte.
Bei den Gesprächen in Berlin sind keine russischen Vertreter dabei. Moskau beobachtet die Entwicklungen allerdings genau – vor allem mit Blick auf die von Kanzler Friedrich Merz (CDU) vorangetriebenen Pläne einiger EU-Staaten, in Belgien eingefrorene russische Staatsmilliarden für die Unterstützung der Ukraine einzusetzen. Der Kreml lehnte die jüngsten Änderungen der Europäer an dem US-Friedensplan als inakzeptabel ab. Trump macht derweil Druck auf die Ukraine, einem Friedensabkommen zuzustimmen. Selenskyj hingegen machte einmal mehr deutlich, dass er keine russischen Maximalforderungen erfüllen werde, die einer Kapitulationserklärung seines Landes gleichkämen.
Während die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg angespannt bleibt, steigen Wladimir Putins Verluste weiter. Im Verlauf des vergangenen Tages hat die russische Armee nach Angaben des ukrainischen Generalstabs der Streitkräfte 710 Soldaten verloren. Die Kämpfer wurden entweder getötet oder verwundet. Seit Beginn der Kämpfe im Februar 2022 steigen die Verluste im Ukraine-Krieg damit auf etwa 1.188.490 Soldaten. Außerdem hat Russland 11.410 Panzer, 23.721 gepanzerte Kampffahrzeuge sowie 35.041 Artilleriesysteme verloren. (red mit Agenturen)