Recht auf Chancengleichheit

BSW und die ARD-Wahlarena: OVG verkündet Entscheidung zur Wagenknecht-Klage

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Die Vorsitzende des BSW wollte gerichtlich eine Teilnahme an einer ARD-Sendung erzwingen – ohne Erfolg. Das Gericht entscheidet gegen Wagenknecht.

Münster – Sahra Wagenknecht vom Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) würde gerne an einer ARD-Sendung im Vorfeld der Bundestagswahl teilnehmen. Gegen die Absage des Senders hatte sie geklagt, das Oberverwaltungsgericht NRW hat heute allerdings in zweiter Instanz bestätigt: Wagenknecht muss nicht eingeladen werden. Für das ehemalige Mitglied der Linkspartei ist das schmerzhaft, denn ihre Partei rutschte in den Umfragen zuletzt unter fünf Prozent und droht den Einzug zu verpassen. Glaubt man Wagenknecht, sind daran nicht zuletzt die Medien schuld.

Das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht (OVG) hat am Freitag (14. Februar) entschieden, dass der Westdeutsche Rundfunk (WDR) nicht verpflichtet ist, die Spitzenkandidatin des Bündnis Sahra Wagenknecht zur ARD-Sendung „Wahlarena 2025 zur Bundestagswahl“ am 17. Februar einzuladen. Diese Entscheidung bestätigt einen vorherigen Beschluss des Verwaltungsgerichts Köln. Eine Anfechtung ist nicht möglich, jedoch kann eine Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe eingereicht werden.

OVG urteilt gegen Wagenknecht: BSW-Chefin darf nicht an der ARD-„Wahlarena“ teilnehmen

Dem BSW zufolge verletzt die Entscheidung des Senders das Recht der Partei auf Chancengleichheit durch Nichtberücksichtigung. Das OVG teilt diese Auffassung jedoch nicht, ebenso wie das Gericht in Köln zuvor. Grundsätzlich müsse der öffentlich-rechtliche Sender bei redaktionell gestalteten Sendungen allen Parteien gleiche Chancen im Wahlkampf bieten. Ein willkürlicher Ausschluss sei unzulässig. Das Konzept der Sendung sehe jedoch vor, dass nur Kandidaten eingeladen werden, deren Parteien in Umfragen deutlich über zehn Prozent liegen und somit in den kommenden Jahren erheblichen Einfluss auf die politische Entwicklung haben könnten.

Die ARD muss Wagenknecht nicht zur „Wahlarena“ einladen.

Da das BSW in den Umfragen lediglich bei etwa fünf Prozent liegt, ist es laut OVG nicht erforderlich, Sahra Wagenknecht einzuladen. „Dies stimmt mit dem Gebot der (abgestuften) Chancengleichheit überein, denn Umfragewerte liefern jedenfalls gewisse Anhaltspunkte für die gegenwärtige Bedeutung der Parteien“, so das OVG in einer Pressemitteilung. Das Gericht hebt darin auch hervor, dass die Partei an zwei der vier Wahldebatten im ARD-Programm teilnimmt und auch in anderen Formaten der Wahlberichterstattung wie Dokumentationen, Interviews und Talkshows berücksichtigt wird.

BSW verliert in Umfragen und gerät unter Druck: Schaff es die Wagenknecht-Partei über fünf Prozent?

Für Wagenknecht stellt sich die Sache jedoch anders dar. Nachdem das vor einem Jahr gegründete BSW zunächst einen Höhenflug hingelegt hatte, schwächelt die Partei in den Umfragen zuletzt. Eine gute Woche vor der Bundestagswahl ist es mit Umfragewerten zwischen 4 und 5,5 Prozent nicht undenkbar, dass die Partei an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern wird – was dem Ende von Wagenknechts politischen Laufbahn gleichkäme. Diese Tatsache ist ihr bewusst. „Die Wahl ist auch eine Abstimmung über meine politische Zukunft“, gab sie zuletzt auf Nachfrage im ARD-Hörfunk zu.

Im Versuch, dieses Ende noch abzuwenden, teilt die BSW-Chefin kräftig aus. Es gebe „eine spürbare Blockade in den Mainstream-Medien“ und unfaire Berichterstattung über das BSW. „Die alten Parteien bekämpfen uns“, beklagte sie vor kurzem gegenüber der dpa. Man sei eben „unbequem“ und wolle „Veränderung“.

Medienblockade gegen das BSW? – Wagenknecht und Mohamed Ali kritisieren Berichterstattung scharf

Auch Co-Parteichefin Amira Mohamed Ali attackierte Mitte Januar die Medien. „Natürlich versucht man, uns jetzt runterzuschreiben, denn wir sind in der Tat eine echte Gefahr für den politischen Mainstream. Weite Teile der Medien berichten nun mal nicht objektiv, sondern machen mehr oder weniger offen Wahlkampf für Union, SPD, FDP und Grüne“, so Mohamed Ali beim Bundesparteitag des BSW. Eine starke AfD sei der Presse lieber als ein starkes BSW, so die Co-Vorsitzende.

Kommunistin, Ehefrau, BSW-Gründerin: Sahra Wagenknecht früher und heute

Aufgewachsen als Tochter eines iranischen Vaters und einer deutschen Mutter erlebte sie eine turbulente Kindheit. (hier 1995 auf dem PDS-Parteitag)
Aufgewachsen als Tochter eines iranischen Vaters und einer deutschen Mutter erlebte die 1969 geborene Sahra Wagenknecht eine turbulente Kindheit. (hier 1995 auf dem PDS-Parteitag) © Rolf Zöllner/dpa
Sahra Wagenknecht trat 1989 im Alter von 19 Jahren in die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) ein, was einen entscheidenden Wendepunkt in ihrer politischen Laufbahn darstellt. Ihr Eintritt fiel in eine Zeit des Umbruchs, kurz vor dem Fall der Berliner Mauer.
Sahra Wagenknecht trat 1989 im Alter von 19 Jahren in die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) ein, was einen entscheidenden Wendepunkt in ihrer politischen Laufbahn darstellt. Ihr Eintritt fiel in eine Zeit des Umbruchs, kurz vor dem Fall der Berliner Mauer. © dpa
Nach der Wende begann sie ein Studium in Philosophie und Neueren Deutschen Literatur, das sie 1996 abschloss.
Nach der Wende begann Wagenknecht ein Studium in Philosophie und Neueren Deutschen Literatur, das sie 1996 abschloss. © Sigi Tischler/dpa
Nach dem Mauerfall und der Auflösung der DDR äußerte sie ihre Trauer über den Verlust des sozialistischen Systems und kritisierte die sozialen Veränderungen in der Bundesrepublik. Ihre nostalgischen Äußerungen zur DDR sorgten für Kontroversen und prägten ihr öffentliches Bild.
Nach dem Mauerfall und der Auflösung der DDR äußerte sie ihre Trauer über den Verlust des sozialistischen Systems und kritisierte die sozialen Veränderungen in der Bundesrepublik. Ihre nostalgischen Äußerungen zur DDR sorgten für Kontroversen und prägten ihr öffentliches Bild. © Peer Grimm/dpa
Sahra Wagenknecht hat keine eigenen Kinder, bedauert dies jedoch nicht öffentlich; sie sieht es als Ergebnis ihrer politischen Karriere an.
In der Anfangszeit der PDS, insbesondere ab 1991, wurde sie schnell zu einer prominenten Figur und wurde in den Bundesvorstand gewählt. Ihr Einfluss in der Partei wuchs. © imago
Wagenknecht wurde Mitglied im Parteivorstand der PDS, was ihren Einfluss in der Partei stärkte.
Im Jahr 1992 bewertete Wagenknecht die wirtschaftliche Entwicklung der Sowjetunion während der „Stalin-Ära“ positiv. Wagenknecht erklärte 2009 ihre umstrittenen Äußerungen zum Stalinismus von 1992 retrospektiv mit „Trotz und Wut über rechte Geschichtsverfälschung“ und distanzierte sich von diesen, da sie „nicht minder einseitig waren als die Geschichtsschreibung des Mainstreams, nur mit umgekehrtem Vorzeichen“. © Imago
Von 1991 bis 2010 war Wagenknecht als Sprecherin der Kommunistischen Plattform (KPF) aktiv, einem politischen Zusammenschluss innerhalb der Partei Die Linke. In dieser Funktion vertrat sie orthodoxe kommunistische Positionen und setzte sich dafür ein, dass marxistische Ideen innerhalb der Linkspartei verankert bleiben.
Von 1991 bis 2010 war Wagenknecht als Sprecherin der Kommunistischen Plattform (KPF) aktiv, einem politischen Zusammenschluss innerhalb der Partei Die Linke. In dieser Funktion vertrat sie orthodoxe kommunistische Positionen und setzte sich dafür ein, dass marxistische Ideen innerhalb der Linkspartei verankert bleiben. © IMAGO / imagebroker
Sahra Wagenknecht stimmte 2005 auf dem PDS-Sonderparteitag gegen die Umbenennung in Die Linke.
Sahra Wagenknecht stimmte 2005 auf dem PDS-Sonderparteitag gegen die Umbenennung in Die Linke. © IMAGO / Fabian Matzerath
Gründung der Linkspartei (2007): Nach der Fusion von PDS und WASG war sie an der Gründung der Partei Die Linke beteiligt. Sie setzte sich für soziale Gerechtigkeit und eine kritische Haltung gegenüber neoliberalen Politiken ein und wurde schnell zu einer wichtigen Stimme in der Bundestagsfraktion.
Nach der Fusion von PDS und WASG war Wagenknecht an der Gründung der Partei Die Linke beteiligt. Sie setzte sich für soziale Gerechtigkeit und eine kritische Haltung gegenüber neoliberalen Politiken ein und wurde schnell zu einer wichtigen Stimme in der Bundestagsfraktion. © imago
Wagenknecht wurde 2009 erstmals in den Deutschen Bundestag gewählt und ist seitdem Abgeordnete.
Wagenknecht wurde 2009 erstmals in den Deutschen Bundestag gewählt und ist seitdem Abgeordnete. © imago
Wagenknecht betrachtet Rosa Luxemburg als eine Art Vorbild, insbesondere in Bezug auf ihren Kampf für die wahren kommunistischen Ideale und ihre Ablehnung des Opportunismus innerhalb der Sozialdemokratie. Hier nimmt sie 2011 an einer Gedenkveranstaltung in Berlin teil.
Wagenknecht betrachtet Rosa Luxemburg als eine Art Vorbild, insbesondere in Bezug auf ihren Kampf für die wahren kommunistischen Ideale und ihre Ablehnung des Opportunismus innerhalb der Sozialdemokratie. Hier nimmt sie 2011 an einer Gedenkveranstaltung für die Mitgründerin der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) in Berlin teil. © IMAGO / IPON
Beim Parteitag der Linken in Magdeburg am 28. Mai 2016 wurde Sahra Wagenknecht von einem Aktivisten mit einer Torte beworfen. Dieser Vorfall sorgte für große Aufmerksamkeit und Empörung innerhalb der Partei.
Beim Parteitag der Linken in Magdeburg am 28. Mai 2016 wurde Sahra Wagenknecht von einem Aktivisten mit einer Torte beworfen.  © Hendrik Schmidt/dpa
Der Tortenwurf wurde von einer Gruppe namens „Antifaschistische Initiative ‚Torten für Menschenfeinde‘“ als Protestaktion durchgeführt. Die Aktivisten kritisierten Wagenknechts Position zur Flüchtlingspolitik, insbesondere ihre Aussagen über Kapazitätsgrenzen bei der Aufnahme von Flüchtlingen, die sie mit der AfD in Verbindung brachten.
Der Tortenwurf wurde von einer Gruppe namens „Antifaschistische Initiative ‚Torten für Menschenfeinde‘“ als Protestaktion durchgeführt. Die Aktivisten kritisierten Wagenknechts Position zur Flüchtlingspolitik, insbesondere ihre Aussagen über Kapazitätsgrenzen bei der Aufnahme von Flüchtlingen, die sie mit der AfD in Verbindung brachten. © Hendrik Schmidt/dpa
Initiatorin der Sammlungsbewegung „Aufstehen“ (2018): Diese Bewegung zielte darauf ab, linke Kräfte zu vereinen und eine breitere Basis zu schaffen. Insgesamt scheiterte „Aufstehen“ aber daran, eine nachhaltige Bewegung zu etablieren.
Initiatorin der Sammlungsbewegung „Aufstehen“ (2018): Diese Bewegung zielte darauf ab, linke Kräfte zu vereinen und eine breitere Basis zu schaffen. Insgesamt scheiterte „Aufstehen“ aber daran, eine nachhaltige Bewegung zu etablieren. © imago
2014 heiratete Wagenknecht Oskar Lafontaine. Ihre erste Ehe mit Ralph-Thomas Niemeyer dauerte von 1997 bis 2013.
2014 heiratete Wagenknecht Oskar Lafontaine. Ihre erste Ehe mit Ralph-Thomas Niemeyer dauerte von 1997 bis 2013. © Michael Hanschke/dpa
Wagenknecht setzt sich kontinuierlich für Themen wie Wohnungsnot, Gesundheitssystem und Bildungsgerechtigkeit ein.
Wagenknecht setzt sich kontinuierlich für Themen wie Wohnungsnot, Gesundheitssystem und Bildungsgerechtigkeit ein. © Michele Limina/dpa
Wagenknecht ist bekannt für ihre scharfen politischen Reden.
Im März 2023 gab Wagenknecht bekannt, dass sie nicht erneut für die Linke kandidieren werde. Dies wurde als weiterer Beweis für den bestehenden Bruch zwischen ihr und der Partei gewertet. Am 23. Oktober 2023 trat Wagenknecht zusammen mit neun weiteren Abgeordneten aus der Linkspartei aus. Dies geschah im Kontext ihrer Pläne, eine eigene Partei zu gründen, was zu weiteren Spannungen innerhalb der Linken führte. © Horst Schnase / Imago
Sahra Wagenknecht hat keine eigenen Kinder, bedauert dies jedoch nicht öffentlich; sie sieht es als Ergebnis ihrer politischen Karriere an.
Sahra Wagenknecht hat keine eigenen Kinder, bedauert dies jedoch nicht öffentlich; sie sieht es als Ergebnis ihrer politischen Karriere an. © Hannes P Albert/dpa
Im Februar 2023 initiierte Wagenknecht zusammen mit Schwarzer ein „Manifest für den Frieden“, das auf breite Kritik stieß. Kritiker innerhalb der Linken warfen ihr vor, sich nicht ausreichend von extremen Rechten abzugrenzen, da auch AfD-Funktionäre an der Veranstaltung teilnahmen.
Im Februar 2023 initiierte Wagenknecht zusammen mit Schwarzer ein „Manifest für den Frieden“, das auf breite Kritik stieß. Kritiker innerhalb der Linken warfen ihr vor, sich nicht ausreichend von extremen Rechten abzugrenzen, da auch AfD-Funktionäre an der Veranstaltung teilnahmen. © Rolf Vennenbernd/dpa
Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) wurde offiziell im Januar 2024 gegründet, nachdem es zuvor als Verein ins Leben gerufen worden war. Wagenknecht betonte, dass die neue Partei das Potenzial habe, das bundesdeutsche Parteienspektrum grundlegend zu verändern.
Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) wurde offiziell im Januar 2024 gegründet, nachdem es zuvor als Verein ins Leben gerufen worden war. Wagenknecht betonte, dass die neue Partei das Potenzial habe, das bundesdeutsche Parteienspektrum grundlegend zu verändern.  © Bernd von Jutrczenka/dpa
Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) wurde am 2. Februar 2024 als parlamentarische Gruppe im Deutschen Bundestag anerkannt, nachdem eine Abspaltung von der Linksfraktion stattgefunden hatte. Dies ermöglicht dem BSW im Bundestag aktiv zu sein, jedoch mit eingeschränkten Rechten im Vergleich zu vollwertigen Fraktionen.
Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) wurde am 2. Februar 2024 als parlamentarische Gruppe im Deutschen Bundestag anerkannt, nachdem eine Abspaltung von der Linksfraktion stattgefunden hatte. Dies ermöglicht dem BSW im Bundestag aktiv zu sein, jedoch mit eingeschränkten Rechten im Vergleich zu vollwertigen Fraktionen. © IMAGO / NurPhoto
Am 29. August 2024 wurde Sahra Wagenknecht während einer Wahlkampfveranstaltung in Erfurt mit roter Farbe attackiert. Während sie dort eine Rede hielt, stürmte ein 50-jähriger Mann aus dem Publikum, kniete sich vor die Bühne und sprühte sie mit einer roten Flüssigkeit an. Nach dem Vorfall äußerte Wagenknecht, dass es ihr gut gehe, sie jedoch einen Schreck erlitten habe.
Am 29. August 2024 wurde Sahra Wagenknecht während einer Wahlkampfveranstaltung in Erfurt mit roter Farbe attackiert. Während sie dort eine Rede hielt, stürmte ein 50-jähriger Mann aus dem Publikum, kniete sich vor die Bühne und sprühte sie mit einer roten Flüssigkeit an. Nach dem Vorfall äußerte Wagenknecht, dass es ihr gut gehe, sie jedoch einen Schreck erlitten habe. © Martin Schutt/dpa
Nach der Gründung des BSW der Bundesspitze und dem Thüringer Landesverband, angeführt von Katja Wolf (l.). Wagenknecht äußerte Unzufriedenheit mit den Verhandlungsergebnissen der dortigen Koalitionsverhandlungen und bezeichnete einige Vorschläge als zu lasch, was zu Spannungen führte.
Nach der Gründung des Thüringer BSW-Landesverbands, angeführt von Katja Wolf (l.), äußerte Wagenknecht Unzufriedenheit mit den Verhandlungsergebnissen der dortigen Koalitionsverhandlungen. Sie bezeichnete einige Vorschläge als zu lasch, was zu Spannungen führte. © Christoph Soeder/dpa
Am 9. Oktober 2024 fand ein TV-Duell zwischen Sahra Wagenknech und AfD-Chefin Alice Weidel statt. Trotz der hitzigen Debatte gab es auch Übereinstimmungen in den Ansichten beider Politikerinnen, insbesondere in Bezug auf den Ukraine-Krieg und die Kritik an westlicher Politik.
Am 9. Oktober 2024 fand ein TV-Duell zwischen Sahra Wagenknech und AfD-Chefin Alice Weidel statt. Trotz der hitzigen Debatte gab es auch Übereinstimmungen in den Ansichten beider Politikerinnen, insbesondere in Bezug auf den Ukraine-Krieg und die Kritik an westlicher Politik.  © Kay Nietfeld/dpa
Derzeit schwankt Wagenknechts BSW in den Umfragen zwischen vier und acht Prozent schwankt. Interne Konflikte und Konkurrenz durch die anderen Parteien werden als mögliche Gründe für die schwache Entwicklung genannt.
Derzeit schwankt Wagenknechts BSW in den Umfragen zwischen vier und acht Prozent schwankt. Interne Konflikte und Konkurrenz durch die anderen Parteien werden als mögliche Gründe für die schwache Entwicklung genannt. © Imago / Funke Foto Services

Anderswo trugen die Beschwerden der Partei dann auch Früchte. Der Südwestdeutsche Rundfunk (SWR) musste vergangene Woche vor Gericht eine Schlappe einstecken. Nach einer unanfechtbaren Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs (VGH) in Mannheim müssen die BSW-Spitzenkandidaten zur „Wahlarena Baden-Württemberg“ und zur entsprechenden Sendung in Rheinland-Pfalz eingeladen werden. Damit scheiterte der SWR mit einer Beschwerde gegen die Eilentscheidung des Verwaltungsgerichts Stuttgart. „Der Senat geht davon aus, dass das BSW wie vom Verwaltungsgericht festgestellt einen Anspruch auf chancengleiche Teilhabe an den beiden Sendungen hat“, begründete der VGH das Urteil. (tpn mit dpa)

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