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Stephanie Munk
Nail Akkoyun
Harald Hinze
Am Flughafen München kommt es mehrfach zu Drohnen-Sichtungen. Die Bundespolizei patrouilliert den Luftraum – stecken Militärobjekte dahinter?
Update, 22:58 Uhr: Am Flughafen München wurde ein Polizeilaser in Stellung gebracht, der Drohnen abwehren soll. Dies berichtet die Bild. Zwei Polizeifahrzeuge sollen ein Radar- und Laser-Gerät aufgestellt haben. Der Flughafen wurde zwei Nächte in Folge wegen Drohnen über dem Gelände gesperrt. Die Bundeswehr leistet der Polizei inzwischen Amtshilfe.
Drohnen-Alarm am Münchner Flughafen: Dobrindt präzisiert Pläne im Kampf gegen Drohnen
Update, 18:35 Uhr: Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat seine Pläne für eine bessere Drohnenabwehr präzisiert. Eine Grundgesetzänderung sei nicht nötig, damit die Bundeswehr wie von ihm geplant Amtshilfe leisten kann, sagte der CSU-Politiker in München bei einem Treffen mit europäischen Amtskollegen. Zu den Hintergründen der jüngsten Drohnen-Überflüge am Flughafen München äußerte er sich nicht.
Dobrindt will ein gemeinsames Drohnenabwehrzentrum schaffen. „Wir haben heute schon Fähigkeiten, sowohl bei Bundespolizei, bei Zoll, bei BKA, in den Länderbehörden. Wir wollen diese Fähigkeiten aber deutlich ausbauen und wir wollen dafür sorgen, dass die Kommunikation zwischen Ländern und Bund und die Analysefähigkeit stärker wird“, sagte der Minister. Er sprach von einem „Wettrüsten“ zwischen Drohnenbedrohung und -abwehr.
Drohnenvorfälle in Deutschland: Dobrindt arbeitet an Mechanismus für Abwehr
Je nach Art der Drohnen, um die es gehe, könne eine Amtshilfe der Bundeswehr nötig werden, sagte Dobrindt - diese dürfe jedenfalls nicht ausgeschlossen werden. „Deswegen muss man die rechtlichen Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass das geht.“ Der Minister will zudem eine „Entwicklungs- und Forschungseinheit“ aufbauen zum Thema Drohnen und dabei mit Israel und der Ukraine zusammenarbeiten, aber auch mit anderen Ländern in Europa und der EU-Kommission.
Dobrindt betonte aber auch, nicht jede Drohne sei eine Bedrohung: „Auch vieles davon, selbst wenn es von ausländischen Mächten initiiert und gesteuert ist, ist Teil einer gezielten Provokation, nicht automatisch immer eine Bedrohung.“
Update, 14:20 Uhr: Nach den Störungen am Flughafen München wegen Drohnen-Überflügen leistet die Bundeswehr nun Amtshilfe bei der Überwachung. „Ich kann Ihnen bestätigen, dass die Bundeswehr seit dem 3. Oktober 2025 in der Amtshilfe mit Fähigkeit der Drohnendetektion am Flughafen München unterstützt“, sagte eine Sprecherin des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr der dpa.
Das bayerische Innenministerium habe sich mit der Bitte um Amtshilfe an die Bundeswehr gewandt, so die Sprecherin. Details wollte sie unter Verweis auf „operative Gründe“ nicht nennen. „Grundsätzlich gilt, dass für die Gefahrenabwehr außerhalb unserer Liegenschaften die Landessicherheitsbehörden zuständig sind.“ Die Bundeswehr unterstütze nur.
Update, 12:50 Uhr: Am Flughafen München könnten die gesichteten Drohnen militärische Aufklärungsdrohnen gewesen sein. Dies berichtet die Bild-Zeitung unter Berufung auf einen Bericht der Bundespolizei. Am Freitagabend seien sowohl über dem Vorfeld als auch in der Nähe des Flughafenzauns mehrere Flugobjekte beobachtet worden.
Drohnen am Flughafen München: Justizministerin warnt vor Bundeswehr-Einsätzen im Inneren
Update, 12:00 Uhr: Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) hat angesichts der Drohnen-Vorfälle am Flughafen München vor einer Ausweitung von Bundeswehreinsätzen im Inland gewarnt. Ihrer Ansicht nach sei die Drohnenabwehr eine zentrale Aufgabe der Sicherheitspolitik. „Bei Drohnenangriffen im Innern ist die Polizei gefragt“, erklärte sie gegenüber der Welt am Sonntag. Falls Anpassungen am rechtlichen Rahmen notwendig seien, würden diese vorgenommen. „Einsätze der Bundeswehr im Inneren sind aus guten Gründen nur in sehr engen Grenzen zulässig – und dabei muss es bleiben.“
Tausende nach Drohnensichtungen betroffen: Fotos vom Münchner Flughafen




Update, 10:53 Uhr: Wer hinter den Drohnen-Vorfällen am Flughafen München steckt, ist nach wie vor unklar. Die Bundespolizei versucht noch immer Hochdruck, die Verursacher ausfindig zu machen. Daher kreist inzwischen erneut ein Polizeihubschrauber über das Flughafengelände; „zur Sicherung“ des Luftraums, wie ein Sprecher der Bild-Zeitung sagte.
Update, 9:57 Uhr: Dem Flughafenbetreiber in München zufolge wurden nach den Drohnen-Sichtungen am Abend 23 ankommende Maschinen umgeleitet, 12 weitere annulliert. 46 geplante Starts hätten nicht stattfinden können, sagte ein Sprecher. Inzwischen würden die Kapazitäten zunehmend hochgefahren.
Update, 8:33 Uhr: Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) will, dass die Landespolizei im Freistaat künftig auch Drohnen abschießen darf, wenn es nötig ist. „Wir wollen die rechtlichen Möglichkeiten der bayerischen Polizei deutlich erweitern, damit sie sofort und effektiv gegen Drohnen vorgehen kann. Das bedeutet auch, dass die Polizei bei akuter Gefahr Drohnen sofort abschießen darf“, so Herrmann.
Auch auf einem Treffen von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) mit mehreren europäischen Amtskollegen, das heute in München stattfindet, sollen Drohnen ein zentrales Thema sein. Dobrindt hatte bereits am Freitag angekündigt, die Bundeswehr solle im Rahmen der Amtshilfe am Kampf gegen Drohnen beteiligt werden. Bislang ist dies Aufgabe der Polizei von Bund und Ländern. Nach eigenen Angaben plant Dobrindt, schon bald einen Entwurf für ein neues Luftsicherheitsgesetz vorzulegen, um die Zuständigkeiten zu klären.
Update, 7:45 Uhr: Nach den Drohnensichtungen hat der Münchner Flughafen den Betrieb um 7:00 Uhr am Morgen wieder aufgenommen. In der Nacht waren alle Starts und Landungen wegen der Sichtung von zwei Drohnen ausgesetzt worden. „Jetzt werden nach und nach die Kapazitäten wieder hochgefahren“, sagte ein Sprecher des Flughafens. Reisende müssen aber noch den ganzen Tag mit Verspätungen rechnen. Er empfiehlt den Passagieren, sich vor der Anreise über den Status ihres Fluges bei den entsprechenden Airlines zu informieren.
Update, 6:20 Uhr: Nach der Einstellung des Flugbetriebs wegen Drohnensichtungen kommt es am Samstagmorgen am Flughafen München zu Verzögerungen. Das teilte der Flughafen auf seiner Homepage mit. Reisende werden aufgefordert, sich vor der Anreise über den Status ihres Fluges zu informieren. Normalerweise heben an dem zweitgrößten Flughafen Deutschlands ab 05.00 Uhr wieder Flugzeuge ab. Tausende Reisende mussten die Nacht am Airport verbringen. Die Bundespolizei sprach von zwei Drohnensichtungen im Bereich der Nord- und der Südbahn. „Die Drohnen entfernten sich sofort, noch bevor sie identifiziert werden konnten“, teilte ein Sprecher mit.
Bundespolizei bestätigt zwei Drohnensichtungen am Flughafen in München
Update, 4. Oktober, 6.00 Uhr: Die Bundespolizei hat zwei Drohnensichtungen am Flughafen in München bestätigt. Die Drohnen seien am Freitag kurz vor 23.00 Uhr im Bereich der Nord- und der Südbahn gesehen worden, teilte ein Sprecher mit.
Update, 23:30 Uhr: Der Flughafen München hat am Freitagabend wegen möglicher neuer Drohnen-Sichtungen wieder den Betrieb eingestellt. Das sagte ein Flughafensprecher. Die Bundespolizei prüft demnach, ob es sich tatsächlich um unbemannte Flugobjekte handelt.
Der Flughafen schrieb auf seiner Internetseite von noch unbestätigten Drohnen-Sichtungen. Die Deutsche Flugsicherung habe vorsorglich den Flugbetrieb eingestellt. Betroffen waren am Abend zahlreiche Abflüge und Ankünfte. Wie viele Reisende betroffen sind, ist noch unklar. Für den Flughafen München gilt außerdem eine Nachtflugbeschränkung von 0:00 Uhr bis 5:00 Uhr. Wann am Samstag der Flugbetrieb wieder aufgenommen wird, ist noch unklar. Reisende sollten sich bei Ihren Fluggesellschaften informieren.
Update, 22:58 Uhr: Erneut Drohnen-Alarm in München: Der Flughafen wurde am Freitagabend wieder gesperrt, nach dem laut einer Reuters-Reporterin an Bord eines Flugzeugs zum zweiten Mal Drohnen gesichtet wurden. Dies habe der Flugkapitän den Passagieren mitgeteilt. Polizeihubschrauber seien bereits auf dem Weg, berichtete die Bild und zitierte einen Sprecher der Flughafen-Polizei, wonach beide Startbahnen geschlossen seien.
Update, 17:25 Uhr: Nun sind offenbar nicht nur in München, sondern auch über einem Militärstützpunkt im belgisch-deutschen Grenzgebiet mehrere Drohnen gesichtet worden. Die Drohnen hätten in der Nacht zum Freitag den grenznahen belgischen Armeestandort Elsenborn überflogen, berichtete die Nachrichtenagentur AFP am Freitagnachmittag unter Berufung auf eine Sprecherin des belgischen Verteidigungsministeriums. „Sicher ist, dass die lokale Polizei mehrere Drohnen gesichtet hat, sowohl auf der belgischen als auch auf der deutschen Seite“, sagte Belgiens Verteidigungsminister Theo Francken dem Sender RTBF. Die Behörden leiteten Ermittlungen ein, Details zum Herkunftsort der Drohnen sind noch nicht bekannt.
Update, 16:17 Uhr: Nach den Drohnensichtungen am Münchner Flughafen konkretisierte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) die nächsten Schritte der bayerischen Regierung. „Wir wollen die rechtlichen Möglichkeiten der bayerischen Polizei deutlich erweitern, damit sie sofort und effektiv gegen Drohnen vorgehen kann. Das bedeutet auch, dass die Polizei bei akuter Gefahr Drohnen sofort abschießen darf“, sagte der CSU-Minister.
Herrmann sprach nach den Drohnensichtungen von einem alarmierenden Zeichen. „Die Bedrohung durch Drohnen ist real und nimmt zu. Unsere kritische Infrastruktur ist zunehmend gefährdet.“ Bei der Kabinettssitzung in München am Dienstag solle Konkretes beschlossen werden.
Drohnen-Vorfall über Flughafen München – Söder: „Mehr herausgefordert als je zuvor“
Update, 16:02 Uhr: Söder stellte die Drohnensichtungen über dem Münchner Flughafen jetzt in eine Reihe mit weiteren Drohnensichtungen in Europa. „Das war jetzt kein Einzelfall“, sagte der CSU-Chef bei Welt TV. „Es ist die Sicherheitslage, in der wir stehen. Wir müssen einfach feststellen, dass wir mehr herausgefordert sind als je zuvor“, betonte er und fügte hinzu: „Wir sind nicht mehr ganz so im Frieden, wie wir waren.“
Die Ukraine könne aufgrund ihrer Erfahrungen im Abwehrkampf gegen Russland wertvolle Hilfestellung im Kampf gegen Drohnen leisten. Söder betonte aber auch: „Wir leben nicht im Kriegszustand.“ Es gebe Bestrebungen, die offenbar dazu dienen sollten, Nervosität zu verursachen. „Wir sollten uns nicht nervös machen lassen“, sagte Söder. Ziel müsse es sein, so stark zu werden, dass niemand eine Herausforderung auch nur überlege.
Drohnen kreisten wohl auch über Bundeswehr-Zentrum
Update, 15:26 Uhr: Drohnen wurden am Donnerstagabend offenbar nicht nur über dem Flughafen München gesichtet, sondern auch über dem Fliegerhorst in Erding, wo sich ein Zentrum der Bundeswehr befindet. Darüber berichtet Bild. In dem Innovationszentrum in Erding, nordöstlich von München, werden neuartige Drohnen der Bundeswehr erprobt. Gegen 19.30 Uhr seien dort Drohnen gesehen worden. Gegen 20.30 Uhr seien dann die ersten am Himmel über dem Münchner Flughafen aufgefallen. Die letzten Drohnensichtungen wurden offenbar gegen 23.30 Uhr registriert.
Dohnensichtungen in München: Vorfall auch auf Oktoberfest – schnelle Klärung
Update, 13:42 Uhr: Auch über dem Münchner Oktoberfest ist am Donnerstagabend eine Drohne gesichtet worden. Anders als beim Drohnen-Vorfall am Flughafen München liegen in diesem Fall bereits weitere Details vor. Laut Polizei beobachteten Beamte die Drohne spät am Abend über dem Biergarten eines Festzelts.
Als mutmaßlichen Piloten identifizierten die Einsatzkräfte einen 44-jährigen Mann aus Georgien ohne festen Wohnsitz in Deutschland. Gegen ihn wurden Anzeigen wegen Verstößen gegen die Luftverkehrs-Ordnung und das Luftverkehrsgesetz erstattet. Der Mann musste eine Sicherheitsleistung in Höhe von 1000 Euro hinterlegen und wurde anschließend wieder entlassen. Die Speicherkarte der Drohne wurde beschlagnahmt. Die Münchner Verkehrspolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Nach Drohnen-Vorfall am Münchner Flughafen: Auch Dobrindt fordert schnelles Handeln
Update, 12:40 Uhr: Nach den Drohnensichtungen am Flughafen München hat Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) verstärkte finanzielle Mittel für die Drohnenabwehr gefordert. „Wir brauchen jetzt mehr Finanzierung, Förderung und Forschung“, erklärte Dobrindt gegenüber der Bild-Zeitung. Bereits vor einigen Tagen hatte er auf eine wachsende Gefahr für die Sicherheit in Deutschland hingewiesen und den Aufbau eines neuen Drohnenabwehrzentrums angekündigt. Um Drohnen effektiv bekämpfen zu können, soll laut seinen Plänen künftig auch die Bundeswehr eingesetzt werden dürfen. Die Vorfälle in München bezeichnete er nun als „einen weiteren Weckruf“. Der Wettlauf „zwischen Drohnen-Bedrohung und Drohnen-Abwehr wird immer härter“, so Dobrindt.
„Mehrere und größere Drohnen“ am Flughafen München
Update, 11:54 Uhr: Laut einem Bericht der Bild, der sich auf Sicherheitskreise beruft, soll es sich bei den Drohnensichtungen am Münchner Flughafen um „mehrere und größere Drohnen“ gehandelt haben. Konkret sei von wahrscheinlich fünf oder sechs mehrflügeligen Drohnen mit circa einem Meter im Durchmesser die Rede, so ein hochrangiger Mitarbeiter einer deutschen Behörde, der laut Bild mit dem internen Bericht vertraut ist.
In der vergangenen Woche wurde in Schleswig-Holstein eine sogenannte „Flächenflügler“-Drohne entdeckt. Ob es sich bei den in München gesichteten Drohnen um denselben Typ handelt, bleibt jedoch unklar.
Söder will Konsequenzen nach Drohnen-Sichtung am Münchner Flughafen
Update, 10:59 Uhr: Nach dem Drohnen-Vorfall am Flughafen München fordert Markus Söder (CSU), dass unbekannte Flugobjekte künftig von der Polizei „sofort“ abgeschossen werden sollen. Die Bild-Zeitung zitiert Bayerns Ministerpräsidenten mit den Worten: „Abschießen statt Abwarten! Und zwar konsequent!“
Weiter erklärte Söder: „Der Iron Dome für Deutschland muss kommen. Wir brauchen endlich einen wirksamen Schutz unserer gesamten Infrastruktur und militärischen Einrichtungen.“ Bayern will dazu ein entsprechendes „Schnellgesetz“ voranbringen, das bereits am Dienstag im Ministerrat behandelt werden soll, so Söder gegenüber der Bild. Zudem fordert der CSU-Chef auch vom Bund Maßnahmen: Die Bundesregierung müsse „schleunigst das Flugsicherheitsgesetz anpassen“. Dabei gehe es nicht nur um den Schutz vor Spionage. „Unsere Infrastruktur muss jederzeit funktionsfähig bleiben. Wir brauchen Hoheit über unseren Luftraum.“
Polizei äußert sich nach Drohnen-Einsatz am Münchner Flughafen
Update, 9.55 Uhr: Ein Sprecher der Bundespolizei teilte der Nachrichtenagentur AFP mit, dass trotz „umfassender Fahndungsmaßnahmen“ bislang kein Verantwortlicher für den Drohnenvorfall am Flughafen München ermittelt werden konnte. Das Gelände wurde aus der Luft abgesucht, jedoch ohne Erfolg. Welche Art von Drohne beteiligt war, blieb zunächst unklar. Ebenso konnte nicht festgestellt werden, ob es sich um eine einzelne Drohne oder mehrere handelte.
Nicht nur am Flughafen München: Drohnen-Sichtung in Belgien gemeldet
Update, 9:21 Uhr: Nicht nur am Flughafen München, sondern auch in Belgien ist es nahe der deutschen Grenze offenbar zu einer Drohnensichtung gekommen. Am Stützpunkt Elsenborn – etwa 10 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt – wurde laut Berichten aus Zufall eine Drohne aufgespürt. Eine Testanlange „konnte die Drohnen erfassen. Es wird angenommen, dass die Drohnen von unserem Land nach Deutschland geflogen sind. Auch die deutsche Polizei in der Kleinstadt Düren hat sie dort beobachtet“, so ein Journalist des öffentlich-rechtlichen Rundfunks (VRT) in Belgien.
Drohnen-Vorfälle sind an deutschen Flughäfen keine Seltenheit
Update vom 3. Oktober, 8:22 Uhr: Störungen mit Drohnen an den Flughäfen hierzulande haben nach Angaben der Deutschen Flugsicherung deutlich zugenommen. Vor rund einer Woche hatte das Unternehmen, das zu 100 Prozent dem Bund gehört, mitgeteilt, im laufenden Jahr 2025 seien bis Ende August bereits 144 Behinderungen durch Drohnen registriert worden.
2024 seien es im selben Zeitraum 113 Vorkommnisse gewesen, im Jahr 2023 nur 99. Allein am Flughafen Frankfurt am Main, dem größten deutschen Drehkreuz, wurden in diesem Jahr bereits 35 Behinderungen gezählt. Der Drohnen-Vorfall in München birgt aufgrund der jüngsten Sichtungen jedoch eine besondere Brisanz.
Drohnen-Vorfall am Münchner Flughafen
Erstmeldung vom 3. Oktober: München – Am Münchner Flughafen ist es am Donnerstagabend zu einem Drohnen-Vorfall gekommen. Jedoch konnte die Bundespolizei in der Nacht zu Freitag weder die Flugobjekte noch Verantwortliche ausfindig machen – trotz eines großangelegten Einsatzes mit Beamten der Landes- und Bundespolizei sowie einem Polizeihubschrauber.
Zuvor meldeten mehrere Personen laut der dpa eine Drohne im Umfeld des Münchner Flughafens, anschließend seien weitere Drohnen in Nähe des Areals beobachtet worden. Ob es sich um eine oder mehrere Drohnen handelte, blieb unklar. Die Deutsche Flugsicherung reagierte mit einer Sperrung der Start- und Landebahnen.
Betrieb am Flughafen München läuft nach Drohnen-Sichtungen wieder normal an
Mittlerweile läuft der Flugverkehr am Münchner Flughafen nach der Unterbrechung aufgrund der Drohnen-Beobachtungen anscheinend wieder normal. Auf der Website des Flughafens wurden am Freitagmorgen verschiedene Flüge als „gestartet“ gemeldet. Ebenso zeigten Daten der Flugverfolgungsplattform „Flightradar24“ verschiedene Flüge an, welche vom Flughafen in München starteten.
Vorher mussten laut Flughafenbetreiber am Donnerstagabend 17 Flüge gestrichen werden. Etwa ab 22:15 Uhr konnten zudem keine Maschinen mehr landen: 15 Flugzeuge wurden daraufhin nach Stuttgart, Nürnberg, Wien und Frankfurt weitergeleitet, teilte der Betreiber über die Flughafen-Webseite mit. Rund 3000 Passagiere waren von den Flugausfällen betroffen und am Münchner Flughafen gestrandet. Das teilte der Flughafenbetreiber in der Nacht zu Freitag mit. Hunderte Menschen mussten die Nacht auf in den Terminals aufgestellten Feldbetten verbringen. Andere sollten in Hotels gebracht werden.
Nicht der erste Drohnen-Vorfall in Deutschland
Schon letzte Woche wurden mehrere Drohnen über Schleswig-Holstein beobachtet. Ermittler vermuten, dass die Drohnen über wichtige Infrastruktur gesteuert wurden. Aufgrund der zum Teil koordiniert durchgeführten Drohnenflüge bestehe der erste Verdacht einer Straftat des „sicherheitsgefährdenden Abbildens“, meldete die Staatsanwaltschaft Flensburg.
Zuletzt berichteten die NATO-Staaten Polen, Estland und Rumänien über das Eindringen von russischen Drohnen oder Militärmaschinen in ihren Luftraum. Falls sich solche Vorfälle in seinem Land wiederholen, werde Rumänien die Drohnen abschießen, erklärte der rumänische Präsident Nicosur Dan.
EU will massive Aufrüstung gegen Putins Drohnen: „Europa steht geschlossen“
Führende europäische Politiker forderten aufgrund der massiven Drohnen-Vorfälle am Donnerstagnachmittag bei einem Gipfel in Kopenhagen eine rasche Aufrüstung.
„Wir tun schon viel, aber wir müssen schneller handeln“, sagte Gastgeberin Mette Frederiksen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hob hervor: „Von Kopenhagen geht ein starkes Signal aus: Europa steht geschlossen.“ Die EU und ihre Verbündeten positionierten sich „klar gegen die russische Aggression“, unterstützten weiter die Ukraine und verteidigten sich selbst. (Quellen: dpa, AFP, VRT, Bild) (nak)
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