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Ukraine-Krieg aktuell: Griechische Tanker plötzlich unter Beschuss – Stromausfall in Russland

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    Franziska Schwarz

Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Selenskyj berichtet von heftigen Kämpfen. Im Schwarzen Meer kommt es zu einem Drohnen-Vorfall. News-Ticker.

Dieser Newsticker wird nicht weiter betreut. In unserem neuen Newsticker finden Sie alle aktuellen Entwicklungen im Ukraine-Krieg.

Update, 14. Januar, 5:38 Uhr: Das Analyseprojekt „DeepState“ berichtet, dass russische Truppen in bestimmten Gebieten der Regionen Charkiw und Saporischschja vorrücken. Laut der Ukrajinska Prawda seien die Stadt Losowa (Charkiw) sowie die Siedlung Stepnohirsk (Saporischschja) betroffen.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Update, 21:48 Uhr: Nach fast vier Jahren Ukraine-Krieg spitzt sich die Lage laut Präsident Wolodymyr Selenskyj immer weiter zu – sowohl an der Front als auch im Hinterland. Erneut sei die Ukraine von Russland beschossen worden. „Allein an ballistischen Raketen waren es 18 Stück“, sagte Selenskyj in seiner täglichen Videoansprache. Hinzu kämen Kampfdrohnen und Marschflugkörper. 

Die Elektriker seien seit Wochen im Einsatz, um das Stromnetz einigermaßen am Laufen zu halten, sagte Selenskyj. „Das Wetter stellt zusätzliche Herausforderungen – außerordentliche Herausforderungen“, fügte er mit Blick auf die zweistelligen Minustemperaturen hinzu. Probleme gebe es aber auch an der Front, räumte Selenskyj ein: „Überall ist es jetzt schwer – an der Front am schwersten“, sagte er. Trotz des Frosts greife Russland weiter an. Immerhin hält seinen Angaben nach auch die Verteidigung weiter stand.

Ukraine-Krieg aktuell: Drohnen-Vorfall auf dem Schwarzen Meer

Update, 21.00 Uhr: Zwei Tanker für den Transport kasachischen Öls sind offiziellen Angaben zufolge nahe dem russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk von Drohnen angegriffen worden. Das kasachische Energieministerium bestätigte auf seiner Webseite den Vorfall im Schwarzen Meer. „Der Tanker ‚Mathilda‘ unter maltesischer Flagge, der von einer Tochterorganisation des staatlichen Konzerns Kasmunaigas gechartert wurde, war einem Drohnenangriff ausgesetzt“, heißt es in der Mitteilung. Auch ein zweiter Frachter, die „Delta Harmony“, sei beschossen worden. Opfer habe es nicht gegeben.

Die „Mathilda“ sei weiterhin seetüchtig und weise trotz der Explosion keine größeren Schäden am Rumpf auf, teilte die Behörde mit. Auf der in Liberia gelisteten „Delta Harmony“ sei ein Feuer ausgebrochen, das aber schnell gelöscht werden konnte. Zu den Schäden machte das Ministerium keine Angaben. Bekannt wurde lediglich, dass beide Schiffe noch kein Öl geladen hatten, als sie beschossen wurden.

Ein orangener Frachttanker im Schwarzen Meer. (Symbolbild)

Ukraine-Krieg aktuell: Parlament scheitert an der Ernennung von neuem Verteidigungsminister

Update, 16:56 Uhr: Das ukrainische Parlament ist an der Ernennung eines neuen Verteidigungsministers gescheitert. In der Obersten Rada fanden sich nicht genug Unterstützer für eine Abstimmung über die Kandidatur von Mychajlo Fedorows. Der 34-Jährige hatte zuvor das 2019 geschaffene Digitalisierungsministerium geleitet. Fedorow wäre der vierte Verteidigungsminister seit dem russischen Einmarsch vom Februar 2022 gewesen. Seine Kandidatur war gemäß Verfassung von Präsident Wolodymyr Selenskyj eingereicht worden. Erwartet wird ein neuer Versuch am Mittwoch.

Ebenso scheiterte vor dem Hintergrund von massiven Ausfällen bei Strom und Heizung die Ernennung von Ex-Verteidigungsminister Denys Schmyhal zum neuen Energieminister. Schmyhal fehlten 16 Stimmen für seine Bestätigung. Schmyhal war zuvor als Verteidigungsminister entlassen worden. Er stand dem Ressort damit nicht einmal sechs Monate vor. Davor war er mehr als fünf Jahre Regierungschef. Der 50-Jährige gilt als loyal gegenüber Selenskyj.

Update, 16:32 Uhr: Die ukrainische Armee hat Ziele in der von Russland besetzten Region Donezk und auf der Halbinsel Krim angegriffen. Dabei wurden ein Munitionslager der 51. Armee in Makijiwka sowie Umspannwerke in Mariupol und auf der Krim beschädigt, wie die ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform berichtet.

Update, 15:42 Uhr: Drei griechische Öltanker sind im Schwarzen Meer von unbekannten Drohnen angegriffen worden. Die Schiffe waren auf dem Weg zu einem russischen Terminal, um Rohöl zu laden, wie Reuters berichtet. Wer hinter dem Angriff steckt ist aktuell unklar. Die Ukraine äußerte sich zu dem Vorfall bisher nicht.

Update, 15:13 Uhr: Das ukrainische Parlament hat Verteidigungsminister Denys Schmyhal abberufen und damit eine große Regierungsumbildung in Kriegszeiten eingeleitet. 265 Abgeordnete der Werchowna Rada stimmten am Dienstag für Schmyhals Entlassung, wie die Kyiv Post berichtet.

Präsident Wolodymyr Selenskyj will die Streitkräfte technologisch modernisieren, um Russlands zahlenmäßige Überlegenheit im Ukraine-Krieg auszugleichen. Schmyhal soll Vize-Ministerpräsident und Energieminister werden, während Digitalisierungsminister Mychajlo Fedorow das Verteidigungsressort übernehmen könnte. Fedorow gilt als treibende Kraft hinter der ukrainischen Schlachtfeld-Technologie.

Anhaltender Stromausfall in Russland: Mögliche Evakuierung in der russischen Belgorod-Region

Update, 14:42 Uhr: Der Gouverneur der russischen Grenzregion Belgorod hat die Bewohner aufgerufen, sich auf eine mögliche Evakuierung vorzubereiten. Wjatscheslaw Gladkow warnte vor anhaltenden Strom- und Heizungsausfällen nach ukrainischen Angriffen.

„Keinesfalls sage ich, dass wir all unsere Sachen zurücklassen und in eine andere Region ziehen müssen“, erklärte Gladkow auf Telegram. Er rief Familien dazu auf, Kinder zu Verwandten zu schicken, „wo es Wärme und Strom gibt“. Die Behörden arbeiten an Notfallplänen für eine Umsiedlung in andere Gemeinden oder Regionen. Russische Beamte machen ukrainische Angriffe vom 9. Januar für großflächige Stromausfälle in Belgorod verantwortlich.

Comeback der Atomwaffen-Tests: die nukleare Bedrohung kehrt zurück

Atompilz der nuklearen Explosion bei einem Test am 24. Juni 1957 in Nevada
Sie ist der Schrecken der Moderne und galt lange Zeit als die größte Bedrohung für das Überleben der Menschheit: die Atombombe. Ihre Erfindung nahm ihren Anfang mit der Entdeckung der Kernspaltung durch Otto Hahn und Fritz Straßmann im Jahr 1938. Der erste Test einer Atomwaffe fand am 16. Juli 1946 im US-Bundesstaat New Mexico statt. Dieses Foto zeigt den ikonografischen Atompilz der nuklearen Explosion bei einem Test am 24. Juni 1957 in Nevada. © dpa
Als Vater der Atombombe gilt Dr. J. Robert Oppenheimer.
Als Vater der Atombombe gilt Dr. J. Robert Oppenheimer. Der Atomphysiker leitete das „Manhattan Project“, in dem unter höchster Geheimhaltung ein nuklearer Sprengkörper entwickelt werden sollte. Nach dem ersten erfolgreichen Test war Oppenheimer die Tragweite seiner Erfindung offenbar schnell bewusst. Das machte der Wissenschaftler mit einem aus der Bhagavad Gita, einer heiligen Schrift im Hinduismus, entliehenen Zitat deutlich: „Ich bin zum Tod geworden, der Zerstörer der Welten.“ © Imago
Die erste jemals gezündete Kernwaffe trug den Code-Namen „The Gadget“
Die erste jemals gezündete Kernwaffe trug den Code-Namen „The Gadget“ und war Teil des „Trinity Tests“, der unter Leitung Oppenheimers am 16. Juli 1945 durchgeführt wurde. In diesem Bild posiert der Atomphysiker Norris Edwin Bradbury einen Tag zuvor, am 15. Juli 1945, mit der im Bau befindlichen Bombe. Die erste Atombombe der Menschheitsgeschichte hatte eine Sprengkraft von 21 Kilotonnen TNT.  © Imago
Die Druckwelle der ersten Atombombe in der Menschheitsgeschichte war über 160 Kilometer zu spüren.
Die Druckwelle der ersten Atombombe in der Menschheitsgeschichte war über 160 Kilometer zu spüren. Die Pilzwolke erreichte eine Höhe von etwa zwölf Kilometern. Aufgrund der enormen Hitze, die durch die Atomexplosion freigesetzt wurde, schmolz der Sand in der Umgebung zu grünlichem Glas, das auch als Trinitit bezeichnet wird. Es folgen zahlreiche weitere Tests, darunter dieser am 1. März 1954 auf dem Bikini Atoll im Pazifischen Ozean. © Imago
Die Aufnahme zeigt die Explosion der ersten Atombombe im Rahmen des Trinity-Tests am 16. Juli 1945.
Die Aufnahme zeigt die Explosion der ersten Atombombe im Rahmen des Trinity-Tests am 16. Juli 1945. © Imago
Diese Aufnahme zeigt die Explosion einer Kernwaffe mit der Sprengkraft von 61 Kilotonnen am 4. Juni 1953 in Nevada.
In den Folgejahren testeten die USA munter weiter. Die Sprengkraft der Atombomben wurde dabei sukzessive erhöht. Diese Aufnahme zeigt die Explosion einer Kernwaffe mit der Sprengkraft von 61 Kilotonnen am 4. Juni 1953 in Nevada. © Imago
Soldaten zu Versuchszwecken in der unmittelbaren Nähe von Atomtests
Zu Beginn der Atomwaffenforschung in den USA ignorierte die damalige Militärführung die Gefahren, die durch die radioaktive Strahlung für Menschen in der Umgebung der Explosion entstand. Stattdessen schickte man tausende Soldaten zu Versuchszwecken in die unmittelbare Nähe der Atomtests, wie hier im Jahr 1951 im US-Bundesstaat Nevada. Die größtenteils jungen Soldaten wurden angewiesen, während der Tests die Augen mit Händen oder Ellbogen zu schützen. © imago
Abwurf einer Atombombe auf Nagasaki
Im Zweiten Weltkrieg kam es zum ersten und bislang einzigen Einsatz von Atomwaffen. Am 6. August bombardierten die USA zuerst die japanische Stadt Hiroshima mit einer Kernwaffe. Am 9. August folgte der zweite Abwurf einer Atombombe auf Nagasaki (im Bild). Den Befehl zum Abwurf gab der damalige US-Präsident Harry S. Truman. Sechs Tage nach der Bombardierung von Nagasaki gab Kaiser Hirohito die Kapitulation Japans bekannt. © Imago
Die erste Atombombe (im Bild), die jemals zum Einsatz kam und über Hiroshima detonierte, trug den Codenamen „Little Boy“
Die erste Atombombe (im Bild), die jemals zum Einsatz kam und über Hiroshima detonierte, trug den Codenamen „Little Boy“. Den Sprengkörper, der kurz darauf Nagasaki zerstörte, taufte die US-Luftwaffe auf den Namen „Fat Man“. Die Militärführung der USA wählte die Großstadt Hiroshima als erstes Ziel, weil diese von Luftangriffen bis dahin verschont geblieben war. Die Auswirkungen einer Atombombe konnten so besser eingeschätzt werden. © Imago
Frau, die mit ihrem Kind auf dem Rücken durch die Trümmer des zerstörten Nagasakis läuft.
Die Folgen der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki waren verheerend. Die Explosionen töteten laut Schätzungen etwa 100.000 Menschen sofort. An Folgeschäden starben bis Ende 1945 weitere 130.000 Menschen. In den Folgejahren starben weitere Menschen an durch die nukleare Strahlung ausgelösten Krankheiten. Japan gibt die Gesamtzahl der Todesopfer mit etwa 540.000 an. Im Bild zu sehen ist eine Frau, die mit ihrem Kind auf dem Rücken durch die Trümmer des zerstörten Nagasakis läuft. © Imago
Friedensdenkmal von Hiroshima
An den Einschlag der Atombombe in Hiroshima erinnert noch heute das dortige Friedensdenkmal. Untergebracht ist es einem 1915 erbauten Haus, das infolge der Explosion vollständig ausbrannte. Wegen des geringen Abstands von 140 Metern zum Einschlagsort der Atombombe blieben viele Gebäudestrukturen erhalten, darunter auch die charakteristische Stützkonstruktion des Kuppeldachs. © Imago
Sasaki-Denkmal
In unmittelbarer Nähe des Friedensmuseums befindet sich das Friedensdenkmal der Kinder. Es erinnert an die Schülerin Sadako Sasaki, die zur weltweit bekanntesten Hibakusha (Überlebende der Atombombenabwürfe) wurde. Sie wurde 1943 geboren, blieb zunächst unverletzt, erkrankte aber zehn Jahre später an Leukämie. Sie starb am 25. Oktober 1955 im Alter von 12 Jahren. Die von ihr gefalteten Origami-Kraniche sind zu einem Symbol der internationalen Friedensbewegung und des Widerstands gegen den Atomkrieg geworden. © Imago
Ein Bild vom 6. August 1945 zeigt das vollständig zerstörte Hiroshima und verdeutlich so die Wirkung der Atombombe.
Ein Bild vom 6. August 1945 zeigt das vollständig zerstörte Hiroshima und verdeutlicht so die Wirkung der Atombombe. © Imago
Die erste Wasserstoffbombe in der Geschichte der Menschheit
Am 31. Oktober 1952 gelang den USA der nächste Durchbruch bei der Erforschung von Massenvernichtungswaffen. Unter dem Codenamen „Ivy Mike“ wurde die erste Wasserstoffbombe in der Geschichte der Menschheit über dem Pazifik gezündet. Die Bombe setzte eine Energie von mehr als 10 Megatonnen TNT-Äquivalent frei, was der 800-fachen Sprengkraft der Hiroshima-Bombe entsprach. © Imago
Am 29. August 1949 führte die UdSSR einen erfolgreichen Atombombentest durch
Die USA sind bis heute die einzige Nation, die je eine Atomwaffe in einem Krieg eingesetzt hat. Sie sind aber nicht das einzige Land, das nukleare Bomben im Arsenal hat. Am 29. August 1949 führte die UdSSR einen erfolgreichen Atombombentest durch (im Bild) – und leitete damit einen nuklearen Rüstungswettlauf mit den USA ein, der die Beziehungen beider Länder die nächsten 50 Jahre bestimmen sollte. © Imago
Rakete des Typs Topol-M
Heute soll Russland über mehr als 5400 Atomsprengköpfe verfügen. Bei den jährlich stattfindenden Militärparaden in Moskau präsentiert das Land unter Machthaber Wladimir Putin immer wieder voller Stolz seine atomar bestückbaren Langstreckenraketen, so geschehen im Jahr 2010, als eine Rakete des Typs Topol-M über den roten Platz rollte. © dpa
Aufnahme zeigt einen Atomwaffentest, den die Royal Air Force am 8. November 1957 im Pazifik nahe der Weihnachtsinsel durchführte.
Am 2. Oktober 1952 wurde Großbritannien als dritte Nation der Welt zur Atommacht. Diese Aufnahme zeigt einen Atomwaffentest, den die Royal Air Force am 8. November 1957 im Pazifik nahe der Weihnachtsinsel durchführte. © Imago
Erster erfolgreicher Atomwaffentest Frankreichs nahe der Stadt Reggane in Algerien
Am 13. Februar 1960 folgte Frankreich. Die „Grande Nation“ unternahm ihren ersten erfolgreichen Atomwaffentest nahe der Stadt Reggane, die sich in Algerien befindet und von Wüste umgeben ist. Insgesamt 17 nukleare Sprengkörper zündete die französische Armee dort zu Testzwecken in den Folgejahren, davon vier oberirdisch. © Imago
die Überbleibsel der französischen Militärbasis auf einer der unbewohnten Inseln des Atolls.
Es folgten zahlreiche weitere französische Atomwaffentests, der Großteil auf dem Moruroa-Atoll im Süd-Pazifik. Von 1966 bis 1995 sollen dort insgesamt 179 Kernwaffen gezündet worden sein. Im Bild zu sehen sind die Überbleibsel der französischen Militärbasis auf einer der unbewohnten Inseln des Atolls. © AFP
Jacques Chirac, hier bei einem Treffen mit Wladimir Putin am 30. Mai 2008 in Paris
Frankreichs Präsident Jacques Chirac, hier bei einem Treffen mit Wladimir Putin am 30. Mai 2008 in Paris, geriet infolge der Atomwaffentests in den 1990er Jahren in die Kritik. Es dauerte bis ins Jahr 2008, ehe Frankreich die negativen Auswirkungen der jahrelangen Atomwaffentests auf das Mururoa-Atoll anerkannte und sich bereit erklärte, Entschädigungen für das militärische Personal und betroffene Zivilisten zu übernehmen. © AFP
chinesische Arbeiter, die über den erfolgreichen Atomwaffen-Test in der autonomen Region Xinjiang jubeln.
Am 16. Oktober 1964 wurde die Volksrepublik China Mitglied im erlauchten Kreis der Atommächte. Mithilfe von sowjetischer Technik gelang es den Wissenschaftlern der sozialistischen Diktatur, 15 Jahre nach ihrer Gründung eine eigene Kernwaffe zu entwickeln. Auf dem Bild zu sehen sind chinesische Arbeiter, die über den erfolgreichen Atomwaffen-Test in der autonomen Region Xinjiang jubeln. © Imago
indische Soldaten, die an einem Militärmanöver teilnehmen, bei dem es auch zur Zündung einer Nuklerwaffe kam.
Indien gilt seit 1974 offiziell als Atommacht. Im Bild zu sehen sind indische Soldaten, die an einem Militärmanöver teilnehmen, bei dem es auch zur Zündung einer Nuklearwaffe kam. © Imago
Atrappe der pakistanischen Atombombe
Im Jahr 1976 begann daraufhin das Atomwaffentestprogramm in Pakistan. Der erste erfolgreiche Atomwaffentest Pakistans erfolgte aber erst 1998. Seitdem gilt auch das mit Indien verfeindete Nachbarland offiziell als Atommacht. Beide Staaten streiten bis heute über die Grenzregion Kaschmir. Bei einer dortigen Demonstration im Jahr 2002 trugen Teilnehmer eine Attrappe der pakistanischen Atombombe durch die Straßen. © AFP
israelische F-15-Kampfjets
Israel gilt seit 1985 als faktische Atommacht. Offiziell ist das Nuklear-Programm des Landes aber bis heute nicht. Das Atomwaffenarsenal des Landes wird auf bis zu 200 Sprengköpfe geschätzt. Abgefeuert werden können diese unter anderem von israelischen F-15-Kampfjets (im Bild) und U-Booten der Dolphin-Klasse. © Imago
m Jahr 2005 verkündete Nordkorea, eigene Kernwaffen entwickelt zu haben.
Im Jahr 2005 verkündete Nordkorea, eigene Kernwaffen entwickelt zu haben. International traf diese Behauptung zunächst auf Skepsis. Doch kurz darauf schienen seismische Messungen die Angaben zu bestätigen. Im Jahr 2009 sollen weitere erfolgreiche Tests unternommen worden sein. Zweifelsfrei bestätigt ist das Atomwaffenprogramm Nordkoreas bis heute aber nicht. Zeitgleich entwickelte Nordkorea unter der Führung von Kim Jong-un Trägerraketen mit hoher Reichweite (im Bild). © Imago
Uran-Anreicherungsanlage in Natanz, Iran
Auch der Iran betreibt seit Jahren atomare Forschung. Laut dem Mullah-Regime geht es dabei aber nur um die zivile Nutzung der Kernenergie. Sowohl Israel als auch die mit ihm verbündeten USA bezweifeln dies und gehen davon aus, dass der Iran in Uran-Anreicherungsanlagen wir hier in Natanz auch an der Entwicklung von waffenfähigem Plutonium forscht. © Imago

Wegen mutmaßlich russischer Spionage: Anklage gegen zwei Ukrainer in Deutschland

Update, 13:58 Uhr: Acht Monate nach der Festnahme von drei Ukrainern, die Sabotageplänen in russischem Auftrag zugestimmt haben sollen, hat die Bundesanwaltschaft Anklage gegen zwei von ihnen erhoben. Nach Angaben der Karlsruher Behörde vom Dienstag sollen sie vorgehabt haben, Pakete mit Sprengsätzen aufzugeben. Diese hätten sich in Deutschland oder auf dem Weg in die Ukraine entzünden sollen.

Der Generalbundesanwalt schrieb in einer Pressemitteilung, dass die beiden Beschuldigten „zwei Pakete mit aktivierten GPS-Trackern in Richtung Ukraine“ geschickt hätten. Den Auftrag hierzu hatte ein russischer Nachrichtendienst über Mittelsmänner in Mariupol erteilt.“ Der Zweck der Aktion habe dazu gedient, „Versandrouten und Transportabläufe bei dem Paketdienstleister auszuforschen“, um später Pakete mit Brandsätzen aufzugeben.

Iran-Deal mit Russland: Teheran hat Moskau Waffen im Wert von vier Milliarden Dollar verkauft

Update, 13:26 Uhr: Iran hat seit Ende 2021 Waffen im Wert von vier Milliarden Dollar an Russland verkauft – darunter Raketen für 2,7 Milliarden Dollar. Das berichtet die Kyiv Post. Ein westlicher Sicherheitsbeamter bestätigte gegenüber Bloomberg, dass die Lieferungen Hunderte Fath-360-Kurzstreckenraketen, fast 500 weitere Raketen verschiedener Typen und rund 200 Luftabwehrraketen umfassen.

Der Raketenvertrag wurde bereits im Oktober 2021 abgeschlossen – Monate vor Russlands Überfall auf die Ukraine im Februar 2022. In einem weiteren Vertrag von 2023 über 1,75 Milliarden Dollar lieferte Teheran zudem Schahed-136-Drohnen und half beim Aufbau der Produktion russischer Varianten. Die iranischen Fath-360-Raketen ermöglichen es Moskau, ukrainische Regionalhauptstädte wie Charkiw und Sumy im Ukraine-Krieg anzugreifen.

Update, 12:50 Uhr: Nach dem russischen Großangriff auf Kiew ist rund 70 Prozent der Stadt ohne Strom. Das berichtet der Kyiv Independent. Der staatliche Netzbetreiber Ukrenergo wirft Moskau vor, die Stadt „abschalten“ zu wollen, um Menschen zur Flucht zu zwingen. Ballistische Raketen erschütterten Kiew um 01:10 Uhr Ortszeit, weitere Explosionen folgten gegen 08:30 Uhr. Die Kiewer Vororte Butscha, Hostomel und Irpin sind ohne Strom und Wasser. „Die Russen versuchen, die Stadt abzuschalten und die Menschen zum Wegzug zu zwingen“, sagte Ukrenergo-Chef Witalij Saitschenko dem Kyiv Independent.

Update, 11:44 Uhr: Laut Angaben des russischen Verteidigungsministeriums hat Moskau mit einem Großangriff auf militärisch-industrielle Anlagen in der Ukraine begonnen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Der Angriff sei eine Reaktion auf die ukrainischen Luftschläge auf die russische zivile Infrastruktur.

Update, 11:04 Uhr: Russland hat den polnischen Botschafter wegen der Verhaftung eines russischen Archäologen einbestellt. Das russische Außenministerium forderte, der Archäologe solle freigelassen und nicht an die Ukraine überstellt werden, wie Reuters berichtet. Der Wissenschaftler Alexander Butjagin arbeitet für das Eremitage-Museum in St. Petersburg. Laut ukrainischen Angaben soll er ungenehmigte Ausgrabungen auf der Krim-Halbinsel vorgenommen und Artefakte geplündert haben.

Russland greift mit Raketen ukrainisches Postzentrum in Charkiw an

Update, 10:25 Uhr: Russische Raketen haben das Postzentrum von Nova Post in Charkiw getroffen und vier Menschen getötet. Bei dem nächtlichen Angriff kamen zwei Mitarbeiter des Sortierzentrums und zwei Fahrer eines Partner-Spediteurs ums Leben, wie das Unternehmen laut Ukrinform mitteilte.

Update, 09:58 Uhr: Russland hat die Ukraine in der Nacht zum Dienstag mit der bisher intensivsten Raketenangriffswelle des Jahres attackiert und dabei vier Menschen getötet. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Nach Schäden an der Infrastruktur verhängte der Netzbetreiber Ukrenergo Notabschaltungen in Kiew.

Laut ukrainischen Telegram-Kanälen feuerte Russland binnen einer Stunde etwa 20 ballistische Raketen ab. Das private Energieunternehmen DTEK meldete schwere Schäden an einem Wärmekraftwerk. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar 2022 greift Russland systematisch die Stromversorgung an, um die Energie- und Heizungsversorgung im Winter zu stören.

NATO-Jets fangen russische Flugzeuge nahe Kaliningrad ab

Update, 09:31 Uhr: NATO-Kampfjets haben vergangene Woche zwei russische Militärflugzeuge über internationalem Luftraum zwischen Kaliningrad und Russland abgefangen. Das erklärte das litauische Verteidigungsministerium am Montag. Die russischen Maschinen flogen ohne Flugplan und mit deaktivierten Transpondern.

Bei den Zwischenfällen handelte es sich um einen Suchoi-30-Kampfjet und ein Antonov-26-Transportflugzeug. Die Spannungen in der Region sind seit dem Einsatz einer russischen Oreschnik-Rakete gegen zivile Ziele in Lwiw im Ukraine-Krieg deutlich gestiegen. Laut Bloomberg hat die NATO die Türkei gebeten, amerikanische F-16-Kampfjets vorzeitig für die Baltikum-Überwachung bereitzustellen.

Nach russischer Angriffswelle: Lage in Kiew weiter dramatisch

Erstmeldung: Kiew – Die Lage für die Zivilbevölkerung in der Ukraine ist zunehmend dramatisch. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko rief die Bewohner dazu auf, die Stadt vorübergehend zu verlassen. Am vergangenen Wochenende brach die Wärme- und Wasserversorgung in Kiew nach anhaltenden russischen Luftangriffen im Ukraine-Krieg vorübergehend zusammen. 6000 Wohnblocks, die Hälfte aller Mehrfamilienhäuser, können nicht geheizt werden, berichtete Klitschko auf Telegram.

Ukraine-Krieg aktuell: Schwerste Infrastruktur-Schäden seit Kriegsbeginn

Der Bürgermeister sprach von den schlimmsten Schäden an der Infrastruktur seit Beginn des Ukraine-Kriegs 2022, schreibt der Spiegel. Die anhaltenden Bombardements zeigen die Strategie Russlands, die zivile Infrastruktur der Ukraine systematisch zu zerstören. Seit fast vier Jahren terrorisiert Russland die Ukraine mit Bombardements.

Die USA verurteilten unterdessen den Angriff Russlands mit der atomwaffenfähigen Mittelstreckenrakete Oreschnik. „Dies ist eine weitere gefährliche und unerklärliche Eskalation, während die Vereinigten Staaten mit Kiew, anderen Partnern und Moskau zusammenarbeiten, um den Krieg durch eine Verhandlungslösung zu beenden“, sagte die stellvertretende US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Tammy Bruce, bei einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats.

Ukraine-Krieg: eine russische Übung zur Drohnenabwehr in der Region Moskau (Aufnahme vom 25. Dezember 2025)

Lage in der Ukraine aktuell: UN wirft Russland Ausweitung des Krieges vor

Washington verurteile „die anhaltenden und sich verstärkenden Angriffe Russlands auf Energieanlagen und weitere zivile Infrastruktur der Ukraine“, sagte Bruce. Das Vorgehen Moskaus drohe, „den Krieg auszuweiten und zu verschärfen“.

Der amtierende britische Botschafter bei der UN, James Kariuki, zeigte sich ebenfalls empört. Der Angriff nahe der polnischen Grenze sei „rücksichtslos“ und gefährde „die regionale und internationale Sicherheit“. Der Einsatz der atomwaffenfähigen Rakete berge ein „erhebliches Risiko einer Eskalation und Fehleinschätzung“, sagte er.

Ukraine-Krieg aktuell: Russlands Hyperschallrakete trifft Fabrik

Die russischen Streitkräfte hatten die Oreschnik-Rakete bei massiven Angriffen in der Nacht zum Freitag (9. Januar) eingesetzt. Nach Angaben Moskaus traf die Hyperschallrakete eine Flugzeug-Instandsetzungsfabrik in der westukrainischen Stadt Lwiw. Die Ukraine erklärte, es sei ein „ziviles“ Ziel in der Region getroffen worden.

Es war der zweite bekannte Angriff mit einer Rakete dieses Typs in der Ukraine. Die ukrainische Armee verfolgt derweil weiter die Strategie, Putins Ölwirtschaft zu attackieren. (Redaktion mit Nachrichtenagenturen)

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