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Nail Akkoyun- Simon Schröder
Franziska Schwarz
Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Selenskyj berichtet von heftigen Kämpfen. Im Schwarzen Meer kommt es zu einem Drohnen-Vorfall. News-Ticker.
Dieser Newsticker wird nicht weiter betreut. In unserem neuen Newsticker finden Sie alle aktuellen Entwicklungen im Ukraine-Krieg.
Update, 14. Januar, 5:38 Uhr: Das Analyseprojekt „DeepState“ berichtet, dass russische Truppen in bestimmten Gebieten der Regionen Charkiw und Saporischschja vorrücken. Laut der Ukrajinska Prawda seien die Stadt Losowa (Charkiw) sowie die Siedlung Stepnohirsk (Saporischschja) betroffen.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Update, 21:48 Uhr: Nach fast vier Jahren Ukraine-Krieg spitzt sich die Lage laut Präsident Wolodymyr Selenskyj immer weiter zu – sowohl an der Front als auch im Hinterland. Erneut sei die Ukraine von Russland beschossen worden. „Allein an ballistischen Raketen waren es 18 Stück“, sagte Selenskyj in seiner täglichen Videoansprache. Hinzu kämen Kampfdrohnen und Marschflugkörper.
Die Elektriker seien seit Wochen im Einsatz, um das Stromnetz einigermaßen am Laufen zu halten, sagte Selenskyj. „Das Wetter stellt zusätzliche Herausforderungen – außerordentliche Herausforderungen“, fügte er mit Blick auf die zweistelligen Minustemperaturen hinzu. Probleme gebe es aber auch an der Front, räumte Selenskyj ein: „Überall ist es jetzt schwer – an der Front am schwersten“, sagte er. Trotz des Frosts greife Russland weiter an. Immerhin hält seinen Angaben nach auch die Verteidigung weiter stand.
Ukraine-Krieg aktuell: Drohnen-Vorfall auf dem Schwarzen Meer
Update, 21.00 Uhr: Zwei Tanker für den Transport kasachischen Öls sind offiziellen Angaben zufolge nahe dem russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk von Drohnen angegriffen worden. Das kasachische Energieministerium bestätigte auf seiner Webseite den Vorfall im Schwarzen Meer. „Der Tanker ‚Mathilda‘ unter maltesischer Flagge, der von einer Tochterorganisation des staatlichen Konzerns Kasmunaigas gechartert wurde, war einem Drohnenangriff ausgesetzt“, heißt es in der Mitteilung. Auch ein zweiter Frachter, die „Delta Harmony“, sei beschossen worden. Opfer habe es nicht gegeben.
Die „Mathilda“ sei weiterhin seetüchtig und weise trotz der Explosion keine größeren Schäden am Rumpf auf, teilte die Behörde mit. Auf der in Liberia gelisteten „Delta Harmony“ sei ein Feuer ausgebrochen, das aber schnell gelöscht werden konnte. Zu den Schäden machte das Ministerium keine Angaben. Bekannt wurde lediglich, dass beide Schiffe noch kein Öl geladen hatten, als sie beschossen wurden.
Ukraine-Krieg aktuell: Parlament scheitert an der Ernennung von neuem Verteidigungsminister
Update, 16:56 Uhr: Das ukrainische Parlament ist an der Ernennung eines neuen Verteidigungsministers gescheitert. In der Obersten Rada fanden sich nicht genug Unterstützer für eine Abstimmung über die Kandidatur von Mychajlo Fedorows. Der 34-Jährige hatte zuvor das 2019 geschaffene Digitalisierungsministerium geleitet. Fedorow wäre der vierte Verteidigungsminister seit dem russischen Einmarsch vom Februar 2022 gewesen. Seine Kandidatur war gemäß Verfassung von Präsident Wolodymyr Selenskyj eingereicht worden. Erwartet wird ein neuer Versuch am Mittwoch.
Ebenso scheiterte vor dem Hintergrund von massiven Ausfällen bei Strom und Heizung die Ernennung von Ex-Verteidigungsminister Denys Schmyhal zum neuen Energieminister. Schmyhal fehlten 16 Stimmen für seine Bestätigung. Schmyhal war zuvor als Verteidigungsminister entlassen worden. Er stand dem Ressort damit nicht einmal sechs Monate vor. Davor war er mehr als fünf Jahre Regierungschef. Der 50-Jährige gilt als loyal gegenüber Selenskyj.
Update, 16:32 Uhr: Die ukrainische Armee hat Ziele in der von Russland besetzten Region Donezk und auf der Halbinsel Krim angegriffen. Dabei wurden ein Munitionslager der 51. Armee in Makijiwka sowie Umspannwerke in Mariupol und auf der Krim beschädigt, wie die ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform berichtet.
Update, 15:42 Uhr: Drei griechische Öltanker sind im Schwarzen Meer von unbekannten Drohnen angegriffen worden. Die Schiffe waren auf dem Weg zu einem russischen Terminal, um Rohöl zu laden, wie Reuters berichtet. Wer hinter dem Angriff steckt ist aktuell unklar. Die Ukraine äußerte sich zu dem Vorfall bisher nicht.
Update, 15:13 Uhr: Das ukrainische Parlament hat Verteidigungsminister Denys Schmyhal abberufen und damit eine große Regierungsumbildung in Kriegszeiten eingeleitet. 265 Abgeordnete der Werchowna Rada stimmten am Dienstag für Schmyhals Entlassung, wie die Kyiv Post berichtet.
Präsident Wolodymyr Selenskyj will die Streitkräfte technologisch modernisieren, um Russlands zahlenmäßige Überlegenheit im Ukraine-Krieg auszugleichen. Schmyhal soll Vize-Ministerpräsident und Energieminister werden, während Digitalisierungsminister Mychajlo Fedorow das Verteidigungsressort übernehmen könnte. Fedorow gilt als treibende Kraft hinter der ukrainischen Schlachtfeld-Technologie.
Anhaltender Stromausfall in Russland: Mögliche Evakuierung in der russischen Belgorod-Region
Update, 14:42 Uhr: Der Gouverneur der russischen Grenzregion Belgorod hat die Bewohner aufgerufen, sich auf eine mögliche Evakuierung vorzubereiten. Wjatscheslaw Gladkow warnte vor anhaltenden Strom- und Heizungsausfällen nach ukrainischen Angriffen.
„Keinesfalls sage ich, dass wir all unsere Sachen zurücklassen und in eine andere Region ziehen müssen“, erklärte Gladkow auf Telegram. Er rief Familien dazu auf, Kinder zu Verwandten zu schicken, „wo es Wärme und Strom gibt“. Die Behörden arbeiten an Notfallplänen für eine Umsiedlung in andere Gemeinden oder Regionen. Russische Beamte machen ukrainische Angriffe vom 9. Januar für großflächige Stromausfälle in Belgorod verantwortlich.
Comeback der Atomwaffen-Tests: die nukleare Bedrohung kehrt zurück




Wegen mutmaßlich russischer Spionage: Anklage gegen zwei Ukrainer in Deutschland
Update, 13:58 Uhr: Acht Monate nach der Festnahme von drei Ukrainern, die Sabotageplänen in russischem Auftrag zugestimmt haben sollen, hat die Bundesanwaltschaft Anklage gegen zwei von ihnen erhoben. Nach Angaben der Karlsruher Behörde vom Dienstag sollen sie vorgehabt haben, Pakete mit Sprengsätzen aufzugeben. Diese hätten sich in Deutschland oder auf dem Weg in die Ukraine entzünden sollen.
Der Generalbundesanwalt schrieb in einer Pressemitteilung, dass die beiden Beschuldigten „zwei Pakete mit aktivierten GPS-Trackern in Richtung Ukraine“ geschickt hätten. Den Auftrag hierzu hatte ein russischer Nachrichtendienst über Mittelsmänner in Mariupol erteilt.“ Der Zweck der Aktion habe dazu gedient, „Versandrouten und Transportabläufe bei dem Paketdienstleister auszuforschen“, um später Pakete mit Brandsätzen aufzugeben.
Iran-Deal mit Russland: Teheran hat Moskau Waffen im Wert von vier Milliarden Dollar verkauft
Update, 13:26 Uhr: Iran hat seit Ende 2021 Waffen im Wert von vier Milliarden Dollar an Russland verkauft – darunter Raketen für 2,7 Milliarden Dollar. Das berichtet die Kyiv Post. Ein westlicher Sicherheitsbeamter bestätigte gegenüber Bloomberg, dass die Lieferungen Hunderte Fath-360-Kurzstreckenraketen, fast 500 weitere Raketen verschiedener Typen und rund 200 Luftabwehrraketen umfassen.
Der Raketenvertrag wurde bereits im Oktober 2021 abgeschlossen – Monate vor Russlands Überfall auf die Ukraine im Februar 2022. In einem weiteren Vertrag von 2023 über 1,75 Milliarden Dollar lieferte Teheran zudem Schahed-136-Drohnen und half beim Aufbau der Produktion russischer Varianten. Die iranischen Fath-360-Raketen ermöglichen es Moskau, ukrainische Regionalhauptstädte wie Charkiw und Sumy im Ukraine-Krieg anzugreifen.
Update, 12:50 Uhr: Nach dem russischen Großangriff auf Kiew ist rund 70 Prozent der Stadt ohne Strom. Das berichtet der Kyiv Independent. Der staatliche Netzbetreiber Ukrenergo wirft Moskau vor, die Stadt „abschalten“ zu wollen, um Menschen zur Flucht zu zwingen. Ballistische Raketen erschütterten Kiew um 01:10 Uhr Ortszeit, weitere Explosionen folgten gegen 08:30 Uhr. Die Kiewer Vororte Butscha, Hostomel und Irpin sind ohne Strom und Wasser. „Die Russen versuchen, die Stadt abzuschalten und die Menschen zum Wegzug zu zwingen“, sagte Ukrenergo-Chef Witalij Saitschenko dem Kyiv Independent.
Update, 11:44 Uhr: Laut Angaben des russischen Verteidigungsministeriums hat Moskau mit einem Großangriff auf militärisch-industrielle Anlagen in der Ukraine begonnen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Der Angriff sei eine Reaktion auf die ukrainischen Luftschläge auf die russische zivile Infrastruktur.
Update, 11:04 Uhr: Russland hat den polnischen Botschafter wegen der Verhaftung eines russischen Archäologen einbestellt. Das russische Außenministerium forderte, der Archäologe solle freigelassen und nicht an die Ukraine überstellt werden, wie Reuters berichtet. Der Wissenschaftler Alexander Butjagin arbeitet für das Eremitage-Museum in St. Petersburg. Laut ukrainischen Angaben soll er ungenehmigte Ausgrabungen auf der Krim-Halbinsel vorgenommen und Artefakte geplündert haben.
Russland greift mit Raketen ukrainisches Postzentrum in Charkiw an
Update, 10:25 Uhr: Russische Raketen haben das Postzentrum von Nova Post in Charkiw getroffen und vier Menschen getötet. Bei dem nächtlichen Angriff kamen zwei Mitarbeiter des Sortierzentrums und zwei Fahrer eines Partner-Spediteurs ums Leben, wie das Unternehmen laut Ukrinform mitteilte.
Update, 09:58 Uhr: Russland hat die Ukraine in der Nacht zum Dienstag mit der bisher intensivsten Raketenangriffswelle des Jahres attackiert und dabei vier Menschen getötet. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Nach Schäden an der Infrastruktur verhängte der Netzbetreiber Ukrenergo Notabschaltungen in Kiew.
Laut ukrainischen Telegram-Kanälen feuerte Russland binnen einer Stunde etwa 20 ballistische Raketen ab. Das private Energieunternehmen DTEK meldete schwere Schäden an einem Wärmekraftwerk. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar 2022 greift Russland systematisch die Stromversorgung an, um die Energie- und Heizungsversorgung im Winter zu stören.
NATO-Jets fangen russische Flugzeuge nahe Kaliningrad ab
Update, 09:31 Uhr: NATO-Kampfjets haben vergangene Woche zwei russische Militärflugzeuge über internationalem Luftraum zwischen Kaliningrad und Russland abgefangen. Das erklärte das litauische Verteidigungsministerium am Montag. Die russischen Maschinen flogen ohne Flugplan und mit deaktivierten Transpondern.
Bei den Zwischenfällen handelte es sich um einen Suchoi-30-Kampfjet und ein Antonov-26-Transportflugzeug. Die Spannungen in der Region sind seit dem Einsatz einer russischen Oreschnik-Rakete gegen zivile Ziele in Lwiw im Ukraine-Krieg deutlich gestiegen. Laut Bloomberg hat die NATO die Türkei gebeten, amerikanische F-16-Kampfjets vorzeitig für die Baltikum-Überwachung bereitzustellen.
Nach russischer Angriffswelle: Lage in Kiew weiter dramatisch
Erstmeldung: Kiew – Die Lage für die Zivilbevölkerung in der Ukraine ist zunehmend dramatisch. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko rief die Bewohner dazu auf, die Stadt vorübergehend zu verlassen. Am vergangenen Wochenende brach die Wärme- und Wasserversorgung in Kiew nach anhaltenden russischen Luftangriffen im Ukraine-Krieg vorübergehend zusammen. 6000 Wohnblocks, die Hälfte aller Mehrfamilienhäuser, können nicht geheizt werden, berichtete Klitschko auf Telegram.
Ukraine-Krieg aktuell: Schwerste Infrastruktur-Schäden seit Kriegsbeginn
Der Bürgermeister sprach von den schlimmsten Schäden an der Infrastruktur seit Beginn des Ukraine-Kriegs 2022, schreibt der Spiegel. Die anhaltenden Bombardements zeigen die Strategie Russlands, die zivile Infrastruktur der Ukraine systematisch zu zerstören. Seit fast vier Jahren terrorisiert Russland die Ukraine mit Bombardements.
Die USA verurteilten unterdessen den Angriff Russlands mit der atomwaffenfähigen Mittelstreckenrakete Oreschnik. „Dies ist eine weitere gefährliche und unerklärliche Eskalation, während die Vereinigten Staaten mit Kiew, anderen Partnern und Moskau zusammenarbeiten, um den Krieg durch eine Verhandlungslösung zu beenden“, sagte die stellvertretende US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Tammy Bruce, bei einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats.
Lage in der Ukraine aktuell: UN wirft Russland Ausweitung des Krieges vor
Washington verurteile „die anhaltenden und sich verstärkenden Angriffe Russlands auf Energieanlagen und weitere zivile Infrastruktur der Ukraine“, sagte Bruce. Das Vorgehen Moskaus drohe, „den Krieg auszuweiten und zu verschärfen“.
Der amtierende britische Botschafter bei der UN, James Kariuki, zeigte sich ebenfalls empört. Der Angriff nahe der polnischen Grenze sei „rücksichtslos“ und gefährde „die regionale und internationale Sicherheit“. Der Einsatz der atomwaffenfähigen Rakete berge ein „erhebliches Risiko einer Eskalation und Fehleinschätzung“, sagte er.
Ukraine-Krieg aktuell: Russlands Hyperschallrakete trifft Fabrik
Die russischen Streitkräfte hatten die Oreschnik-Rakete bei massiven Angriffen in der Nacht zum Freitag (9. Januar) eingesetzt. Nach Angaben Moskaus traf die Hyperschallrakete eine Flugzeug-Instandsetzungsfabrik in der westukrainischen Stadt Lwiw. Die Ukraine erklärte, es sei ein „ziviles“ Ziel in der Region getroffen worden.
Es war der zweite bekannte Angriff mit einer Rakete dieses Typs in der Ukraine. Die ukrainische Armee verfolgt derweil weiter die Strategie, Putins Ölwirtschaft zu attackieren. (Redaktion mit Nachrichtenagenturen)
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