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Spitzenkandidaten im „Moma“: Habecks Deutschlandticket-Ansage lässt Moderatorin ungläubig zurück

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Vor der Bundestagswahl hat das ZDF alle Spitzenkandidaten zu Gast. Kein Duell, heute wird es beim „moma“ Einzelgespräche geben.

Update, 9.54 Uhr: Der Live-Talk im ZDF-„Morgenmagazin“ war der letzte TV-Schlagabtausch vor der Bundestagswahl. Eines der Hauptthemen: Friedenstruppen für die Ukraine. Wie stehen die Spitzenkandidatinnen und -Kandidaten in der Frag? Für Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz war es noch „zu früh“, über die Entsendung deutscher Soldaten nachzudenken. „Es könnte sein, dass es Sicherheitsgarantien für die Ukraine geben muss. Aber das geht nicht, solange dort der Krieg herrscht“, erläuterte der CDU-Chef. 

Auch Kanzler Olaf Scholz (SPD) sah noch keine belastbare Grundlage für Diskussionen. „Das ist aus meiner Sicht eine Debatte, die wir jetzt noch gar nicht führen sollten“, sagte er, denn es sei völlig offen, ob es zu einem Waffenstillstand komme und die Frage nach einer Absicherung durch internationale Truppen überhaupt relevant werde. Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) verwies in der Frage auf den Ansatz der US-Regierung, mit Russland ohne die Ukraine über deren Schicksal zu verhandeln:  „Das ist Verrat und Imperialismus, was die da machen.“ Die Frage nach deutschen Friedenstruppen stellt sich unter diesen Voraussetzungen für ihn derzeit nicht. Es sei „absurd, jetzt zu sagen, was immer uns die Russen und die US-Administration da hinkippen, wir werden es akzeptieren und absichern“.

Bundestagswahl 2025: Von „Tünkram“ bis zum „Tor zur Hölle“ – denkwürdige Zitate aus dem Wahlkampf

Bundestag - Vertrauensfrage
„Fritze Merz erzählt gern Tünkram“ – SPD-Kanzler Scholz am 16. Dezember zu Vorwürfen von Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz (CDU), der Amtsinhaber sei bei Debatten auf EU-Ebene passiv und melde sich nicht zu Wort. „Tünkram“ ist Plattdeutsch und bedeutet dummes Zeug oder Unsinn. © Michael Kappeler/dpa
Olaf Scholz, Wahlparteitag SPD
„Manch einer hat uns schon abgeschrieben. Das kann unsere sozialdemokratische Partei mit über 160 Jahren Kampferfahrung aber überhaupt nicht beeindrucken.“ – SPD-Ko-Chefin Saskia Esken (rechts) beim Parteitag am 11. Januar in Berlin zu den schwachen Umfragewerten für die Sozialdemokraten und der Hoffnung auf eine Aufholjagd bis zur Wahl. © Imago
Nach Todesfahrt auf Weihnachtsmarkt in Magdeburg-Rechte Proteste
„Wenn es dann Remigration heißen soll, dann heißt es eben Remigration.“ – AfD-Kanzlerkandidatin Alice Weidel beim Parteitag am 11. Januar in Riesa zur Aufnahme des umstrittenen Begriffs in das Wahlprogramm, der im rechten Spektrum für die massenhafte Ausweisung von Menschen mit Migrationshintergrund steht. © dpa
AfD-Bundesparteitag in Riesa
„Wenn wir am Ruder sind, wir reißen alle Windkraftwerke nieder. Nieder mit diesen Windmühlen der Schande!“ – AfD-Kanzlerkandidatin Weidel beim Parteitag am 11. Januar in Riesa. © Sebastian Kahnert/dpa
Habeck liest aus seinem neuen Buch
„Ich war nicht gut in Rechtschreibung früher und hatte einen leichten Schlag in Richtung Legasthenie.“ – Der Grünen-Kanzlerkandidat Robert Habeck räumt am 12. Januar ein, als Schüler eine Rechtschreibschwäche gehabt zu haben. Habeck thematisierte bei der „Wahlarena“ des „Mannheimer Morgen“ in Mannheim seine Schulzeit und persönliche Schwächen. © Kay Nietfeld/dpa
Wahlplakate in Wiesbaden - SPD
„Es gibt, glaube ich, keinen Kanzler in der Bundesrepublik, der sich so im Detail in Gesetze eingemischt hat, damit sie pragmatisch werden.“ – Olaf Scholz zieht am 13. Januar eine positive Bilanz seines Wirkens als Regierungschef. „Es sind unglaublich viele Entscheidungen getroffen worden, die ohne meine Intervention gar nicht zustande gekommen wären“, sagte er den NRW-Lokalradios. © Arne Dedert/dpa
Nach tödlichem Angriff in einem Park in Aschaffenburg
„Das Maß ist endgültig voll.“ – Unions-Kanzlerkandidat Merz am 23. Januar nach dem Messerangriff von Aschaffenburg auf eine Kindergartengruppe mit zwei Toten, den ein Geflüchteter aus Afghanistan begangen haben soll. © Daniel Vogl/dpa
Demo gegen Rechts - Berlin
„Ich gucke nicht rechts und nicht links. Ich gucke in diesen Fragen nur geradeaus.“ – Merz am 24. Januar bei der Ankündigung, für Anträge zur Verschärfung der Migrationspolitik im Bundestag auch eine Mehrheit mit AfD-Unterstützung zu tolerieren. Die Menschen sehen das kritisch und gehen auf die Straße. © Christophe Gateau/dpa
Demonstration zur Migrationspolitik - Berlin
„Die Brandmauer bröckelt.“ – Die AfD-Fraktion am 29. Januar im Online-Dienst X zur bisher geltenden Abgrenzung der CDU von der in Teilen als rechtsextremistisch eingestuften Partei, nachdem erstmals mit ihrer Hilfe ein Unionsantrag eine Mehrheit im Bundestag erhalten hat. © Sebastian Gollnow/dpa
209. Bundestagssitzung: Heidi Reichinnek, Linke
„Allen politischen Differenzen zum Trotz hätte ich mir niemals vorstellen können, dass eine christlich-demokratische Partei diesen Dammbruch vollzieht und mit Rechtsextremen paktiert.“ – Die Vorsitzende der Linken im Bundestag, Heidi Reichinnek, am 29. Januar im Bundestag in ihrer viral gegangenen Rede zum mit AfD-Stimmen verabschiedeten Unionsantrag. © Imago
Bundestag - Regierungserklärung
„Und deshalb, finde ich, kann ich ihm nicht mehr trauen.“ – Kanzler Olaf Scholz über das Verhalten von Friedrich Merz am 29. Januar 2025. Das sei „wahrscheinlich ein ganz bedeutender Tag in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland“ gewesen, sagte Scholz in der ARD-Sendung „Maischberger“. Die Union habe einen Konsens aufgekündigt, den es die ganze Nachkriegsgeschichte über unter den Demokraten in Deutschland gegeben habe.  © Kay Nietfeld/dpa
Demonstration fuer die Brandmauer und gegen die CDU
„Für falsch halte ich es, (…) sehenden Auges erstmalig bei einer Abstimmung im Deutschen Bundestag eine Mehrheit mit den Stimmen der AfD zu ermöglichen.“ – Altkanzlerin Angela Merkel (CDU) kritisiert am 30. Januar das Vorgehen von Merz. © Matthias Gränzdörfer/Imago
Wahlkampf Grüne - Berlin
„Tun Sie es nicht, Herr Merz.“ – Grünen-Kanzlerkandidat Robert Habeck appelliert am 28. Januar eindringlich an Unionsfraktionschef Friedrich Merz, keine gemeinsame Sache mit der AfD zu machen.  © Christoph Soeder/dpa
Sitzung, Bundestag, Plenum
„Das Tor zur Hölle können wir noch gemeinsam schließen.“ – SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich am 31. Januar in der Bundestagsdebatte über eine angekündigte Zustimmung der AfD auch zu einem Migrationsgesetz der Union. Dieses scheiterte aber letztlich auch an fehlender Unterstützung aus der Union. © Bernd Elmenthaler/Imago
Bundestag
„Ich bin mit mir persönlich sehr im Reinen, dass wir es wenigstens versucht haben.“ – Merz am 31. Januar nach dem Scheitern seines Gesetzentwurfs zur Verschärfung der Migrationspolitik im Bundestag, obwohl auch dieser von den AfD-Abgeordneten geschlossen unterstützt wurde. © Kay Nietfeld/dpa
Nach tödlichem Angriff in Aschaffenburg - Trauerfeier
„Diese Woche hat die Union klargemacht, dass es ihr ernst ist. Und damit ist die Glaubwürdigkeit auch eines neuen Bundeskanzlers Friedrich Merz enorm gestiegen.“ – CSU-Chef Markus Söder sieht am 2. Februar die Position der Union nach den umstrittenen Abstimmungen zur Migrationspolitik im Bundestag deutlich gestärkt.  © Daniel Vogl/dpa
Bundesparteitag der CDU - Friedrich Merz + Markus Söder
„Mit den Grünen ist kein Richtungswechsel und keine Koalition möglich.“ – CSU-Chef Markus Söder anlässlich des CDU-Parteitags am 3. Februar auf X. © Imago
Wahlkampf – ZDF-Livesendung "Schlagabtausch"
„Wie dumm kann man sein zu sagen, man macht Sanktionen, um Russland zu schaden. Am Ende schaden wir vor allem unserer Wirtschaft.“ – BSW-Chefin Sahra Wagenknecht am 6. Februar in einer ZDF-Wahlrunde zu ihrer Forderung nach einer Wiederaufnahme der Gaslieferungen aus Russland. © Christoph Soeder/dpa
Scholz und Merz im TV-Duell
„Wir können auf die FDP keine Rücksicht nehmen.“ – Merz am 7. Februar, nachdem er mögliche Wähler der in Umfragen weiterhin schwächelnden FDP aufgerufen hat, ihre Stimme der Union zu geben. © Kay Nietfeld/dpa
FDP Bundesparteitag
„33 oder 31 Prozent für die CDU machen keinen Unterschied, aber vier oder sechs Prozent für die FDP ändern maßgeblich das Gefüge in der Bundesrepublik.“ – FDP-Spitzenkandidat Christian Lindner reagiert beim Sonderparteitag in Potsdam am 9. Februar auf die Aussage von Merz. © Michael Kappeler/dpa
Scholz und Merz im TV-Duell
„Was ist Bubatz?“ – Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz kann am 9. Februar mit dem Begriff „Bubatz“ nichts anfangen. Auf dem Live-Streaming-Portal Twitch antwortete Merz nach dem TV-Duell bei ARD und ZDF mit Kanzler Olaf Scholz (SPD) auf die Frage, ob „Bubatz“ legal bleibe: „Bleibt was legal?“ Daraufhin entgegnete die Moderatorin: „Bubatz“. Merz’ Replik: „Was ist Bubatz?“ Die Moderatorin: „Gras.“ Merz sagte dann: „Also wenn Sie meinen, Cannabis, dann sage ich: Nein, wir wollen das wieder korrigieren.“ © Kay Nietfeld/dpa
Kundgebung "Brandmauer statt Brandstiftung"
„Friedrich Merz tritt an, Europa zu Grabe zu tragen“ – Kanzler Scholz am 11. Februar in der letzten Plenardebatte des Bundestags vor der Wahl mit Blick auf Merz’ Pläne, Geflüchtete an den Grenzen zu den EU-Nachbarn zurückzuweisen. © Fabian Sommer/dpa
TV-Runde im Bundestagswahlkampf
„Weil ich dieses animalische Grunzen der AfD-Fraktion voraussehen konnte, möchte ich einordnen, worüber wir reden, wenn wir Klimaschutz sagen.“ – Grünen-Spitzenkandidat Robert Habeck reagiert in einer Rede im Bundestag am 11. Februar auf Zwischenrufe der AfD, nachdem er den Klimaschutz als drängendste Aufgabe der Zukunft bezeichnet hat. © Kay Nietfeld/dpa
Bundestag
„Wir werden möglicherweise miteinander reden müssen.“ – Unions-Kanzlerkandidat Merz wendet sich in seiner Plenarrede am 11. Februar im Bundestag an die SPD – und nimmt dabei eine mögliche Koalitionsoption für die Zeit nach der Wahl in den Blick. © Kay Nietfeld/dpa
ZDF-Sendung "Klartext"
„Wenn sich die Menschen zurückziehen, dann ist es vorbei mit Deutschland. (…) Demokratie ist kein Zuschauersport, es geht nur, wenn Menschen sich bei den Wahlen engagieren.“ – Grünen-Kanzlerkandidat Robert Habeck am 13. Februar in der ZDF-Sendung „Klartext“ auf den Kommentar eines Zuschauers hin, der erklärt hatte, er wisse nicht mehr, was er wählen solle. © Michael Kappeler/dpa

AfD-Chefin Weidel sieht vor Bundestagswahl Europa „mit Vollgas in die Eskalation“ gehen

Update, 8.51 Uhr: Auch AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel ist jetzt im Live-Talk im „Moma“. Sie fordert, dass sich Deutschland in Bezug auf den Ukraine-Krieg neutral verhalten soll – und lobt die von US-Präsident Donald Trump angestoßenen Ukraine-Gespräche. „Trump hat sich aber auch an die Propaganda des Kremls angepasst“, wirft Hayali ein. „Kommt auf die Sichtweise an, wer hier Propaganda macht“, erwidert Weidel provokativ. Die Europäer mit ihrem Ukraine-Kurs sieht Weidel nach eigenen Worten „mit Vollgas in die Eskalation“ gehen. 

Weidel spricht sich außerdem dagegen aus, dass die Bundeswehr an einer möglichen Friedensmission in der Ukraine beteiligt. Ihre Begründung: Die Truppe sei nicht ertüchtigt. Hayali kritisiert Weidel dafür, dass die AfD keine Verantwortung bei einer Friedensmission übernehmen wolle, aber vehement für Friedensverhandlungen plädiere. Die Ukraine-Gespräche werden aktuell „über die Köpfe der EU und auch der Ukraine hinweg“ geführt, meint Hayali. Aber Weidel wolle quasi teilnehmen. „Wollen Sie, ja? Dürfen aktuell nicht, fragt Hayali spöttisch. „Unbeding!”, beteuert Weidel. 

Update, 8.37 Uhr: Wieder wird es hitzig im Live-Talk zur Bundestagswahl 2025: Die SPD hat dem Fünf-Punkte-Plan der Union im Bundestag nicht zugestimmt, weil die AfD mit an Bord war. Auf kommunaler Ebene gebe es aber SPD-Zustimmung zu AfD-Anträgen, wirft Moderatorin Hayali Kanzler Olaf Scholz vor: „Glauben Sie ernsthaft, dass Bürgerinnen und Bürger da einen Unterschied machen?“

Es gebe keine kommunale Zusammenarbeit, verneint der Kanzler den Vorwurf. Es gebe kommunale Parlamente, „die ganz anders zusammengesetzt sind, sagt er, ohne sein Argument näher zu erläutern – und lenkt sogleich wieder auf Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz: „Wir wollen nicht verballhornen, verniedlichen, was im Bundestag passiert ist.” Hayali lässt sich nicht ablenken und beharrt auf ihrer Frage. Scholz wirft den beiden stoisch ein „Ablenkungsmanöver“ vor. Der Disput bleibt ohne Ergebnis.

Kanzler Olaf Scholz (SPD) live im ZDF-Talk – Hayali fragt ihn nach der AfD

Update, 8.23 Uhr: Kanzler Olaf Scholz ist im „Morgenmagazin“ live aus Hamburg zugeschaltet. Warum haben sich die Zustimmungswerte für die AfD während seiner Ampel-Koalition verdoppelt?, lautet eine Frage an ihn. Der SPD-Kanzlerkandidat verweist auf den Rechtsruck in ganz Europa, auf Österreich, Finnland und Schweden etwa. Die Moderatoren werden bei seinen Ausführungen ungeduldig. „Aber Herr Scholz, das ist die Analyse und Beschreibung, aber was ist der Grund?“, unterbricht Hayali ihn.

„Der Grund ist ganz einfach: Weil viele unsicher sind über die Zukunft“, so Scholz’ recht philosophische Antwort. Deutschland sei immerhin unverändert die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt, will er beruhigen. Mit der „Made in Germany”-Prämie zum Beispiel könne die deutsche Wirtschaft jetzt wieder wachsen, wirbt er.

Update, 8.04 Uhr: In der „Schnellfragerunde“ geht es um kurze Antworten. Auch Habeck ist wie alle anderen Gäste zum Ende seines Besuchs an der Reihe. Eine Frage: Bleibt das Deutschlandticket? „Absolut“, betont Habeck, und es werde wieder günstiger. „Wird wieder günstiger?!”, hakt Hayali ungläubig nach. Habeck will jetzt ausschweifend erläutern, wie das gehen soll, was aber nun einmal nicht den Regeln einer Schnellfragerunde entspräche. Er wirkt frustriert.

Habeck im Live-Talk im Frühstücksfernsehen: Trump hat „Verrat“ begangen

Update, 7.55 Uhr: Seinen Auftritt im ZDF-Live-Talk des „Morgenmagazins“ setzt Robert Habeck mit einem Angriff auf Donald Trump fort. Dessen Ukraine-Verhandlungen mit Russland sei „Verrat“, schimpft der Kanzlerkandidat der Grünen. Trump und Putin würden „über die Köpfe der Ukraine hinweg“ völlig willkürlich irgendwelche Grenzen ziehen. „Das ist Imperialismus“, wettert Habeck weiter und rät Deutschland und der Europäischen Union dringend dazu, eine eigene Strategie gegen dieses Treiben aufzusetzen.

Robert Habeck vor Bundestagswahl 2025 im „Moma“: Live-Talk wird direkt hitzig

Update, 7.50 Uhr: Beim Live-Talk mit Robert Habeck wird es direkt in den ersten Minuten hitzig. 14 Prozent in den Umfragen für seine Partei findet der Grünen-Kanzlerkandidat „beachtlich“, klingt dabei aber wenig überzeugt – und schiebt nach: „Klar hätte ich auch 16 genommen.“ Sein trotziges „Argument“: Bei dem von Migrationsfragen bestimmten Wahlkampf hätten die Grünen auch bei acht Prozent landen können. „Sie hätten das Thema Klima doch setzen können“, stellt Moderatorin Hayali – mit einigem Recht – fest. „Wir!“, ruft Habeck empört. „Nee, das kann ich nicht so stehen lassen.“ Seine Plakate würden zeigen, dass er auf das Klimathema setze. Aber er werde im Wahlkampf nicht danach gefragt.

Update, 7.28 Uhr: Beim Thema „Brandmauer“ zur AfD ist Merz sichtlich gereizt. Moderator Wunn stellt ihn vor die Frage, ob er sich zur Not auch mit Stimmen der AfD zum Kanzler wählen lassen würde. Denn ein Szenario ist nach der Bundestagswahl durchaus möglich: Verhandlungen mit SPD und Grünen über eine Koalition scheitern und Neuwahlen werden nötig. Doch Merz will sich auf dieses „Gedankenspiel“ nicht einlassen, „Sie merken ja selbst, wie oft Sie im Konjunktiv reden!“, fährt er den Moderator an.

Doch Wunn beharrt – aber Merz auch. Seine „eindeutige“ Ablehnung „jeglicher“ Zusammenarbeit mit der AfD, die er „in den vergangenen Tagen so deutlich“ gemacht habe, muss für den CDU-Chef als Argument reichen. „Es schadet ja nicht, das nochmal zu wiederholen“, zeigt sich Wunn zufrieden. „Ich hätte eigentlich gedacht, dass Sie es mittlerweile mal gehört hätten“, ätzt Merz zurück.

Update vom 7.18 Uhr: Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz bringt Angriffslust in den Live-Talk mit. Gefragt nach der von ihm abgelehnten Frauenquote, begründet er sie mit der Notwendigkeit, „die Besten“ zu brauchen. Also gibt es aus seiner Sicht nicht nur unqualifizierte Frauen, sondern auch Männer, will Wunn wissen. Merz lacht auf. „Oh ja! Angefangen im Kanzleramt.“ Eine klare Spitze gegen Kanzler Olaf Scholz.

Live-Talk im ZDF-„moma“: Christian Lindner keilt gegen Moderatorin Hayali

Update, 6.59 Uhr: Beim Thema Schulden zählt Lindner auf, auf welche Kernaufgaben der Staat seine Ausgaben fokussieren sollte. „Wenn ich da einmal nachfassen darf...“, hakt Hayali ein. „Nee! Noch nicht an der Stelle“, unterbricht Lindner sie energisch. Der Chef der Liberalen zählt weiter die bekannten wirtschaftlichen Konzepte seiner Partei auf, bis Wunn ihn mit dem Hinweis, dass diese Positionen hinreichend bekannt seien, unterbricht.

Schuldenbremse, Tempolimit – muss sich die FDP nicht inzwischen Ideologie vorwerfen lassen, provoziert er Lindner. Der attestiert der deutschen Regierung als Antwort einen „Mangel an Intelligenz“, mit dem vorhandenen Geld „effektiv“ umzugehen – vergisst die Provokation des Moderators aber natürlich nicht. „Beim Tempolimit, das möchte ich Ihnen sagen, habe ich meine Meinung nicht verändert“, sagt er plötzlich zum Ende des Themenblocks. „Sag‘ ich doch, Ideologie!“, kontert Wunn.

FDP-Spitzenkandidat Christian Lindner live im „Morgenmagazin“ des ZDF

Update, 6.48 Uhr: FDP-Chef Christian Lindner gibt sich im Frühstücksfernsehen betont kämpferisch („Bin fest überzeugt, wir kommen rein!“), auch wenn seine Partei in Umfragen zur Bundestagswahl konstant unter der Fünf-Prozent-Hürde liegt. Unbedingt möchte er darüber sprechen, dass Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz ohne die Liberalen im Bundestag ja eine „Kenia“-Koalition bilden müsste. Die beiden Moderatoren Hayali und Wunn interessiert Lindners Was-wäre-wenn-Gerede wenig.

Update, 6.36 Uhr: Wagenknechts BSW hat ebenfalls für das Zustrombegrenzungsgesetz gestimmt, will – mit Blick auf Magdeburg, Aschaffenburg, und zuletzt München – Gewalttäter abschieben. Auf die Frage, wie solche Gewalttaten in erster Linie verhindert werden können, hat Wagenknecht keine Antwort. In welchen Punkten unterscheidet sich ihre Partei in Migrationsfragen noch von der AfD?, fragt Hayali. „In vielen“, weicht Wagenknecht aus. „Natürlich wollen wir keine ‚Remigration‘!“, empört sich Wagenknecht.

Update, 6.21 Uhr: Jetzt wird es hitzig im Moma-Live-Talk: Wagenknecht wirft dem ZDF vor, mit falschen Umfragen zu operieren. Die drei Prozent, die kürzlich dem BSW attestiert worden seien, würden nicht der Realität entsprechen, sagt die Spitzenkandidatin zur Bundestagswahl. „Das ist Quatsch“, fällt ihr Moderator Wunn ins Wort. „Mit Umfragen wird auch Politik gemacht“, schiebt Wagenknecht leise hinterher. Jetzt reicht es den Moderatoren. Sie wechseln das Thema.

Vor Bundestagswahl 2025: BSW-Chefin Wagenknecht beharrt auf „Lifestyle-Linke“

Update, 6.20 Uhr: Das Aushängeschild des BSW ist jetzt dran. Sahra Wagenknecht muss sich eine Frage zu ihren verbalen Zuspitzungen gefallen lassen. Was macht denn ihre Ex-Partei – die sie jetzt als „Lifestyle-Linke“ schmäht – aktuell besser als ihr BSW? In den Umfragen liegt das BSW hinter den Linken. Wagenknecht bleibt unversöhnlich und attestiert der Linken ein „Alleinstellungsmerkmal“, nämlich das Thema offene Grenzen. Wagenknecht behauptet, dass die Linke im Prinzip nur ein Milieu erreiche, nämlich ein großstädtisches, vermögenderes – „vermutlich“ Ex-Grüne. Ihr BSW hingegen erreiche Menschen, „die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen”, behauptet Wagenknecht.

Update, 6.02 Uhr: Beim Wahlkampf-Hauptthema Migration pocht van Aken darauf, „ein Verteidiger des Asylrechts“ zu sein. Ob ein Anspruch darauf bestehe, könne anschließend entschieden werden. Bestimmen zu wollen, wer an die Grenzen kommt, ist für ihn nur ein „Wünsch Dir was“. Hayali hakt nach: Wer an die Grenzen kommt, natürlich nicht, aber wer über die Grenzen kommt? Und die Belastungen für die Kommunen? Van Aken lässt die Geldfrage nicht gelten. Aus seiner Sicht seien die Kommunen jahrelang „systematisch“ kaputtgespart worden – und das habe nichts mit Migration zu tun.

Van Aken live im Moma: Umfragen zur Bundestagswahl beflügeln den Auftritt des Linken

Update, 5.54 Uhr: In Jeans und Sakko tritt der 63-jährige van Aken an den Gesprächstisch, und die erste Frage gilt – wie zu erwarten – den aktuellen acht Prozent für seine Linke. Liegt der „Höhenflug“ an der Inszenierung auf TikTok und Co.?, will Moderator Wunn wissen. Van Aken wiegelt ab. Seine Partei behandele Themen, „die alle interessieren“ wie Mieten oder Lebenshaltungskosten – und „viele“ seien ja gar nicht auf Social Media, meint er.

Update, 5.44 Uhr: Im aktuellem ZDF-„Politbarometer“, welches das Moderatoren-Duo Dunja Hayali und Andreas Wunn zunächst bespricht, erreicht Die Linke acht Prozent. Werden die beiden heute wegen der Umfrage zur Bundestagswahl einen gut gelaunten van Aken erleben?

Update vom 21. Februar, 5.34 Uhr: Das ZDF-„Morgenmagazin“ vor der Bundestagswahl läuft seit wenigen Minuten. Mehr als 100 Zuschauer sitzen bei der Live-Sendung im Studio in Berlin. Den Auftakt in der Spitzenkandidatenrunde wird innerhalb der ersten halben Stunde der Hamburger Jan van Aken (Die Linke) machen.

Im Live-Ticker: ZDF-„Morgenmagazin“ lädt Spitzenkandidaten vor Bundestagswahl ein

Erstmeldung: Berlin – Das zweite TV-Duell zwischen Olaf Scholz und Friedrich Merz erzielte eine beeindruckende Einschaltquote. Durchschnittlich verfolgten 659.000 Zuschauer den verbalen Schlagabtausch zwischen Olaf Scholz und Friedrich Merz. Der Marktanteil lag bei 2,7 Prozent. Die Sendung startete um 20.15 Uhr. Ob ein solches Interesse auch für einen Live-Talk am frühen Morgen besteht, wird sich am Freitag (21. Februar) vor der Bundestagswahl zeigen.

  • Friedrich Merz (CDU)
  • Olaf Scholz (SPD)
  • Alice Weidel (AfD)
  • Robert Habeck (Die Grünen)
  • Jan van Aken (Die Linke)
  • Sahra Wagenknecht (BSW)
  • Christian Lindner (FDP)

Nur zwei Tage vor der Wahl lädt das „Morgenmagazin“ des ZDF die Spitzenkandidatinnen und -kandidaten ins Studio ein. Es wird weder ein Duell noch ein Triell geben, und auch kein „Quadrell“ (RTL) oder „Vierkampf“ (ARD). Stattdessen sollen die Gäste im „Morgenmagazin“, kurz „moma“, jeweils eine halbe Stunde lang einzeln Rede und Antwort stehen. Alle Infos zum Stream des „moma“-Talks vor der Bundestagswahl hier.

Am Freitag (21. Februar) werden laut ZDF-Ankündigung in der „moma-Wahlarena“ auch 120 Zuschauerinnen und Zuschauer live im Studio anwesend sein. Die Moderatoren Dunja Hayali und Andreas Wunn möchten herausfinden, welche Themen den Menschen in Deutschland bei dieser Wahl besonders am Herzen liegen.

Dunja Hayali und Andreas Wunn mit „moma vor der Wahl“ aus dem Innenhof des ZDF-Hauptstadtstudios.
TV-Talk im ZDF-Morgenmagazin (moma)
KandidatenFriedrich Merz (CDU), Olaf Scholz (SPD), Alice Weidel (AfD), Robert Habeck (Die Grünen), Jan van Aken (Die Linke), Sahra Wagenknecht (BSW), Christian Lindner (FDP)
Wann beginnt der Talk?Freitag (21. Februar) von 5.30 - 9 Uhr
Wo kann ich das Event verfolgen?Bei uns im Live-Ticker, im analogen Fernsehen oder in der ZDF-Mediathek
Wer moderiert den Talk?Dunja Hayali und Andreas Wunn
Wie lange wird der Talk dauern? Jedes Einzelgespräch etwa eine halbe Stunde

Vor dieser Bundestagswahl wurde diskutiert, ob TV-Duelle zwischen SPD und Union angesichts der Umfragewerte das geeignete Format seien. Die AfD liegt in den Umfragen auf dem zweiten Platz, und die Grünen sind der SPD dicht auf den Fersen. RTL hatte ursprünglich ebenfalls ein Duell zwischen Scholz und Merz geplant, entschied sich dann jedoch für eine Viererrunde, an der auch Habeck und Weidel teilnahmen. (mit Agenturen)

Rubriklistenbild: © Screenshot: ZDF

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