Trump legt im Grönland-Streit nach: „Es gibt kein Zurück“ – Treffen in Davos geplant
Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos liegt der Fokus auf US-Präsident Donald Trump. Wie geht es weiter im Streit um Grönland – und gibt es Treffen zur Ukraine?
Update, 20. Januar, 7:47 Uhr: Wie geht es zwischen den USA und Europa weiter im Grönland-Konflikt? US-Präsident Donald Trump hat ein Treffen der beteiligten Parteien in Davos angekündigt. Den avisierten Gesprächen sei ein Telefonat mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte vorangegangen, schrieb Trump auf Truth Social.
Wer konkret an dem Treffen teilnehmen wird, ließ der Republikaner offen. Die Gespräche dürften am Rande des WEF stattfinden. Trump wird morgen (21. Januar) in Davos erwartet, wo er am selben Tag eine Rede halten wird. Trump bekräftigte, dass die zu Dänemark gehörende Insel Grönland „von entscheidender Bedeutung“ für die internationale Sicherheit und die nationale Sicherheit der USA sei. „Es gibt kein Zurück – darin sind sich alle einig!“, schrieb Trump.
Ende des Ukraine-Kriegs? USA und Ukraine verhandeln in Davos – Treffen von Trump und Selenskyj
Erstmeldung: Davos – Der beschauliche Skiort Davos in der Schweiz gerät gerade zu einer Lupe für das weltpolitische Geschehen. Von Montag (19. Januar) bis Freitag (23. Januar) findet dort das Weltwirtschaftsforum statt. Zwischen den verschneiten Gipfeln der Alpen treffen sich Staats- und Regierungschefs aus aller Welt. Thema Nummer 1: Donald Trump. Der US-Präsident hat in den letzten Monaten mit mehreren politischen Stunts auf sich aufmerksam gemacht – von Venezuela über Grönland bis zu seinem Friedensplan für den Ukraine-Krieg. Die ukrainische Delegation unter Präsident Wolodymyr Selenskyj hofft, die Verhandlungen darüber in Davos weiterzuführen.
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Bereits am Samstag (17. Januar) waren ukrainische Verhandler in den USA. Selenskyjs Unterhändler Rustem Umerow sprach mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und Präsidenten-Schwiegersohn Jared Kushner in Florida. Umerow erklärte am Sonntag (18. Januar) laut Reuters, es sei dabei um einen Plan zur wirtschaftlichen Entwicklung sowie um Sicherheitsgarantien für die Ukraine gegangen. Die ukrainische Botschafterin in Washington stellte laut dpa sogar in Aussicht, dass in Davos bereits ein Abkommen unterzeichnet werden könnte, wenn die Gespräche gut laufen.
Trump und Selenskyj könnten sich in Davos auf ein Ende im Ukraine-Krieg einigen
Nach den Gesprächen am Samstag schrieb der ukrainische Chefunterhändler laut Reuters auf Telegram: „Wir haben vereinbart, die Arbeit in den Teams bei den nächsten Beratungen in Davos fortzusetzen.“ Die Zeichen deuten also auf eine Einigung zwischen der Ukraine und den USA in Davos. Womöglich könnten die Gespräche bereits am Dienstag (20. Januar) stattfinden. Laut Informationen der dpa könnten zu dem Treffen neben Trump und Selenskyj auch die Europäer geladen sein. Die dpa berichtet von Bundeskanzler Friedrich Merz und dem französischen Staatschef Emmanuel Macron.
Die Ukraine und ihre europäischen Verbündeten hatten sich am Ende des letzten Jahrs mit den USA auf einen 20-Punkte-Plan zur Beendigung des russischen Angriffskriegs geeinigt. Zuvor hatten die USA im November einen 28-Punkte-Plan vorgelegt, der als sehr russlandfreundlich kritisiert worden war. Moskau hat bislang jegliche Anpassungen zurückgewiesen. (Quellen: Reuters, dpa, eigene Recherche) (cdz)