Fest entschlossen

Trotz Polizei-Aufforderung und schlechtem Wetter: Aktivisten besetzen Lützerath weiter

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In Lützerath werden bei schlechtem Wetter Aktivisten aus dem besetzten Gebiet vertrieben

Die Polizei versucht Aktivisten dazu zu ermutigen, den Braunkohleort Lützerath freiwillig zu verlassen. Dennoch wollen viele Aktivisten das Dorf weiterhin besetzt halten.

Erkelenz/Essen - «Die Menschen sind fest entschlossen dazubleiben, auszuharren, die Bäume und die Gebäude zu schützen», sagte Mara Sauer, eine Sprecherin der Initiative «Lützerath lebt». Zu möglichen Verletzten habe sie noch keine Erkenntnisse.

Die Polizei hatte am Mittwochmorgen mit der Räumung von Lützerath begonnen. Unter anderem seien Aktivisten auf Baumhäusern, in Gebäuden und Hütten, sagte Sauer. «Das wird auf jeden Fall noch lange dauern», betonte sie mit Blick auf die Räumung.

Wind und Regen bei Räumung von Lützerath vorhergesagt

Bei der Räumung des Braunkohledorfs Lützerath haben alle Akteure auch in den nächsten Tagen absehbar mit ungemütlichem Wetter zu kämpfen. In der Nacht zum Mittwoch habe es unmittelbar vor Beginn der Räumung drei bis fünf Liter Regen pro Quadratmeter gegeben, sagte Jana Beck, Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Essen. Die Böden in dem besetzten Ort und drumherum waren bereits völlig aufgeweicht.

Auch am Mittwochnachmittag werde es weiter regnen. In der Nacht zum Donnerstag soll außerdem der Wind weiter auffrischen, vereinzelt seien stürmische Böen möglich. Dabei rechnet die Meteorologin noch einmal mit bis zu 10 Litern Regen pro Quadratmeter.

In den kommenden Tagen soll es in Lützerath ebenfalls immer wieder regnen. «Bis zum Wochenende wird es keine dauerhaft niederschlagsfreie Phase geben», sagte Beck. Die Temperaturen fallen aber verhältnismäßig mild aus: Für Mittwoch rechnet der DWD mit bis zu 11 Grad; am Donnerstag soll das Thermometer auf 12 bis 13 Grad steigen. (dpa)

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