Polizisten stoßen weiterhin auf Widerstand

Ultimatum in Lützerath: Polizei bittet Aktivisten um friedliche Räumung

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Auch stille Proteste sollen in Lützerath für Widerstand sorgen

In einer letzten Aufforderung hat die Polizei die Klimaaktivisten in Lützerath gebeten, die Betzung des Braunkohlegebiets freiwillig aufzugeben.

Erkelenz - Es gebe nun noch eine letzte Möglichkeit, den Ort freiwillig zu verlassen. Andernfalls «müssen Sie mit der Anwendung unmittelbaren Zwangs rechnen», hieß es in einer Durchsage der Polizei am Mittwochmorgen. Erste Aktivisten folgten der Aufforderung und gingen freiwillig. Sie wurden von Polizisten vom Gelände in Nordrhein-Westfalen eskortiert. Viele wollen aber weiter Widerstand leisten.

Im Kontrast: Bewusste Proteste in leisen Tönen

Der Kontrast könnte größer kaum sein: Als Polizisten mit Schutzschild, Helm und in voller Montur am Mittwoch in den besetzten Braunkohleort Lützerath kamen, waren auch Klavierklänge, Gebete und geistliche Gesänge zu hören. Einige Aktivisten protestierten bewusst mit leisen Tönen gegen den Polizeieinsatz. Ein Aktivist saß mitten im Regen an einem alten Klavier und spielte. Andere hatten sich um ein Kreuz versammelt, beteten und sangen «Von guten Mächten wunderbar geborgen». Weit oben auf einem Baumhaus saß ein Aktivist und spielte Gitarre.

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