Wahl des EU-Parlaments

Le Pens Kronprinz auf Siegeskurs: Aktuelle Umfragen zur Europawahl in Frankreich

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Die Europawahl 2024 steht kurz bevor. Frankreich hat 81 Sitze im Parlament inne. Hier finden Sie die aktuellen Umfragen und Prognosen.

Rom – Am 9. Juni findet in Frankreich die Wahl zum Europäischen Parlament statt. Sie ist Teil der EU-weiten Europawahl 2024. Das Europäische Parlament besteht diesmal aus 720 Sitzen. Das sind 15 mehr als im ausgehenden Parlament, aber 31 weniger als vor dem Austritt des Vereinigten Königreiches aus der Europäischen Union. Frankreich hat 81 Sitze inne.

Aktuelle Umfragen zur Europawahl 2024 in Frankreich: Wahltrend

In Frankreich dürfte die EU-Parlamentswahl zum Denkzettel für Präsident Emmanuel Macron werden. Laut Umfragen zur Europawahl in Frankreich könnte fast ein Drittel der abgegebenen Stimmen beim rechten Rassemblement National (RN) landen. Parteichef und Spitzenkandidat Jordan Bardella wirbt unter anderem für mehr nationale Souveränität und will weniger Europa. Damit trifft er vielerorts auf offene Ohren. Das RN gehört in Europa der rechten Fraktion ID (Identität und Demokratie) an.

Für Marine Le Pen und Parteichef Jordan Bardella könnte die Europawahl in Frankreich zum Triumph werden. In den Umfragen liegt der RN klar vorne.

In den Umfragen zur Europawahl in Frankreich weit abgeschlagen ist das von Macron gegründete Parteienbündnis Ensemble, das verschiedene Gruppierungen vereint: Christdemokraten, Wirtschaftsliberale, Sozialliberale, Sozialdemokraten des Dritten Weges und Grünliberale. Im Europaparlament ist sie Teil der Fraktion Renew Europe, der auch die FDP angehört. Auf Platz Drei folgt in Frankreich die sozialistische PS. Dahinter folgen die linkspopulistische LFI und die 2015 gegründeten Republikaner (LR).

ParteiWahltrend in %
RN32,3
Ensemble15,5
PS13,5
LFI7,8
LR6,9

(Quelle: PolitPro)

Le Pens Kronprinz Bardella gilt als Favorit bei EU-Wahl in Frankreich

Marine Le Pen, die 2027 zum vierten Mal bei der französischen Präsidentschaftswahl antreten will, wirbt seit Jahren um konservative Wählerschichten und hat der Rassemblement National einen Kurs der „Dédiabolisation“ (Entteufelung) verschrieben. Das bekam kurz vor der Europawahl auch die AfD zu spüren. Nach dem Eklat um SS-Äußerungen von Maximilian Krah kündigten Frankreichs Rechtspopulisten die Zusammenarbeit im Europaparlament auf.

Den Wahlkampf des RN für die Europawahl in Frankreich führt Le Pens politischer Ziehsohn Jordan Bardella. Der 28-Jährige ist vor der Europawahl vor allem mit flammenden Reden gegen die „massive Einwanderung“ in Erscheinung getreten. Mit der Strategie liegt der erklärte Kronprinz von Marine Le Pen offenbar richtig. Die Umfragen deuten jedenfalls auf einen klaren Sieg des Rassemblement National in Frankreich hin. (cs/AFP)

Rubriklistenbild: © Christophe Simon/AFP

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