Produktion in NRW

Rumpfteile für Kampfjet F-35 sollen am Flughafen Weeze gebaut werden

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Der Rüstungskonzern Rheinmetall plant eine Fabrik zum Bau von Kampfjet-Teilen am Flughafen Weeze. Ab 2025 sollen dort dann Teile für F-35-Jets gebaut werden.

Weeze – Der Rüstungskonzern Rheinmetall kommt an den Flughafen Weeze Niederrhein. Dort soll laut dem Unternehmen eine Fabrik für Kampfjet-Teile entstehen. Künftig sollen in Weeze dann Teile für den Kampfjet F-35 gebaut werden. Bis die Produktion der Bauteile im Kreis Kleve beginnen kann, wird es allerdings noch etwas dauern.

Rheinmetall AG
BrancheRüstung und Automobilzulieferung
Gründung1989
HauptsitzDüsseldorf
Produkte (Auswahl)Flugabwehrsysteme, Panzerfahrzeuge, Waffen

Rheinmetall plant Fabrik am Flughafen Weeze: Rumpfteile für 400 Kampfjets sollen entstehen

Am Flughafen Weeze werden ab 2025 Teile für F-35-Kampfjets produziert (Symbolbild).

Der in Düsseldorf ansässige Rüstungskonzern Rheinmetall verkündete am Dienstag (4. Juli), eine Produktionsstätte am Flughafen Weeze am Niederrhein eröffnen zu wollen. Diese soll laut dem Unternehmen im Gewerbegebiet neben dem Flughafen entstehen und eine Fläche von fast 60.000 Quadratmetern umfassen.

Neben der Produktion soll es dort nach Rheinmetall-Angaben dann auch Logistik- und Lagerbereiche, Forschungs- und Erprobungszentren sowie Schulungsräume geben. Rund 400 Mitarbeiter sollen in der Fabrik arbeiten. Betrieben werden soll die Produktionsstätte nach der geplanten Eröffnung 2025 von der Rheinmetall Aviation Services GmbH.

Fabrik für F-35-Kampfje-Teile in Weeze

Standort: Am Flughafen Weeze, NRW

► Betreiber: Rheinmetall Aviation Services GmbH.

Was wird produziert? Rumpfteile für F-35-Kampfjets

Fläche: fast 60.000 Quadratmeter

Mitarbeiteranzahl: circa 400 geplant

Geplante Eröffnung: 2025

Klar ist bereits auch, welche Teile genau in der neuen Fabrik gebaut werden sollen. „In dem neuen Werk sollen mindestens 400 F-35A-Rumpfmittelteile für die Luftwaffe und andere befreun­dete Nationen produziert werden“, so Rheinmetall.

F-35-Kampfjets werden zusammen US-Konzernen produziert – Bundeswehr bekommt 35 Kampfjets

Die Produktion der F-35-Kampfjets erfolgt laut Rheinmetall in Zusammenarbeit mit den beiden US-Unternehmen Northrop Grumman und Lockheed Martin. Beide sind für den Bau von Flugzeugen bekannt. Beispielsweise sollen in Weeze Automatisierungs- und Fertigungstechnologien der Firma Northrop Grumman für die Produktion eingesetzt werden.

Kampfjet F-35

Der F-35 gehört zu den meistgenutzten Kampfflugzeugen der Welt. Er wird in den Varianten F-35A, F-35B und F-35C produziert und kann eine Geschwindigkeit von bis zu 1976 km/h erreichen. Aktuell wird der F-35-Kampfjet unter anderem von den Niederlanden und den USA geflogen. Deutschland hat 35 F-35 bestellt.

Einige Teile der in Weeze produzierten F-35-Kampfjets sollen dann direkt in Deutschland bleiben. Denn die Bundeswehr bestellte bereits Ende 2022 insgesamt 35 Kampfjets des Typs F-35 für die Luftwaffe. Diese sollen nach und nach die Tornado-Flotte der Bundeswehr ersetzen. Übrigens: Auch bei der Nato-Großübung Air Defender waren im Juni F-35-Kampfjets im Einsatz.

Neue F-35-Fabrik in Weeze: „wichtiger Beitrag zur globalen Sicherheitsvorsorge“

„Wir sind stolz, dass unsere langjährige Partnerschaft mit Northrop Grumman und Lockheed Martin sowie unsere seit Jahrzehnten bestehenden sehr engen Verbindungen zur Bundeswehr zu einem echten Know-how-Transfer an den Standort Deutschland führen“, sagte der Rheinmetall-Vorstandsvorsitzende Armin Papperger.

Der Vice President für das F-35-Programm von Northrop Grumman, Glenn Masukawa, sieht in der neuen Fabrik mehr, als nur Produktionsvorteile. „In Kombination mit den Fähigkeiten von Rheinmetall ist unsere Zusammenarbeit mit Lockheed Martin bei der Herstellung des Mittelrumpfes ein wichtiger Beitrag zur globalen Sicherheitsvorsorge“, so Masukawa. (jr mit dpa) Fair und unabhängig informiert, was in Köln, Düsseldorf und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Rubriklistenbild: © Björn Trotzki/Imago

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