Epstein-Akten verschwinden plötzlich von Seite des Justizministeriums – auch Trump-Foto dabei
Demokraten und Medien weisen darauf hin, dass etwa 16 Dateien von der Website des Justizministeriums verschwunden sind – darunter auch ein Foto von Donald Trump.
Washington, D.C. – Mehrere Dateien sind von dem Online-Portal des Justizministeriums (DOJ) verschwunden, auf das eine Reihe von Dokumenten hochgeladen worden war, die mit den Ermittlungen zu Jeffrey Epstein in Verbindung stehen – darunter ein Foto von Präsident Donald Trump. Demokraten im Repräsentantenhaus im „Oversight Committee“ stellen diese Maßnahme infrage.
Die Nachrichtenagentur Associated Press meldete, dass seit Samstagnachmittag 16 Dateien aus den ursprünglichen fünf Dokumentenreihen verschwunden sind, die auf der Website des DOJ im Rahmen des Epstein Files Transparency Act zur öffentlichen Einsicht bereitgestellt worden waren.
„Transparenteste“ US-Regierung in der Geschichte? Tausende Epstein-Akten geschwärzt
In einer Erklärung gegenüber Newsweek sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Abigail Jackson am Samstag: „Die Trump-Regierung ist die transparenteste in der Geschichte. Durch die Freigabe von Tausenden Seiten an Dokumenten, die Kooperation bei der Vorladung durch das House Oversight Committee und dadurch, dass Präsident Trump jüngst zu weiteren Ermittlungen gegen Epsteins demokratische Freunde aufgerufen hat, hat die Trump-Regierung mehr für die Opfer getan, als die Demokraten jemals getan haben.“
Epstein-Fotos veröffentlicht: Erschreckende Bilder von Trump, Gates und Co.
Sie fuhr fort: „Und während Präsident Trump seine Versprechen einlöst, müssen Demokraten wie Hakeem Jeffries und Stacey Plaskett noch erklären, warum sie auch nach Epsteins Verurteilung als Sexualstraftäter weiterhin um Geld und Treffen mit ihm baten. Das amerikanische Volk verdient Antworten.“
Trumps Justizministerium muss Epstein-Akten veröffentlichen
Mit einer nahezu einstimmigen Billigung eines Gesetzentwurfs wurde das Justizministerium gesetzlich verpflichtet, am 19. Dezember alle Epstein-Dokumente zu veröffentlichen. Das Ministerium legte jedoch nur einen Teil der Akten offen und erklärte, es werde mehr Zeit für die Schwärzung von Daten benötigt, um die Identität von Opfern oder Minderjährigen zu schützen und zu verhindern, dass laufende Ermittlungen gefährdet werden – beides Ausnahmen, die nach dem vom Kongress verabschiedeten Gesetz zulässig sind.
Epstein-Akten verschwinden von Website des Justizministeriums
Demokraten im Repräsentantenhaus und Medien stellten am Samstag fest, dass einige der zuvor freigegebenen Epstein-Akten auf der Website des DOJ nicht mehr zugänglich waren – auch wenn Personen die Dateien in der Zwischenzeit hätten herunterladen können.
Unter den nun fehlenden Dateien befanden sich Abbildungen von Gemälden mit nackten Frauen, doch am meisten ins Auge sprang ein Foto einer Schublade mit mehreren Fotos darin, darunter eine Aufnahme von Trump zusammen mit Epstein, First Lady Melania Trump und Ghislaine Maxwell. Demokraten im House Oversight Committee machten das Verschwinden des Fotos öffentlich, indem sie es auf X veröffentlichten und fragten, warum Datei 468 aus der DOJ-Veröffentlichung entfernt worden war.
Demokraten machen auf Verschwinden von brisanten Epstein-Akten aufmerksam
„Stimmt das? Was wird sonst noch unter der Decke gehalten? Wir brauchen Transparenz für die amerikanische Öffentlichkeit“, schrieb der „OversightDems“-Account auf X. Das DOJ hat bislang keinerlei Erklärung oder Mitteilung zu den verschwundenen Dateien abgegeben, insbesondere nicht dazu, ob es sich um eine bewusste Entfernung handelt.
Die teilweise Freigabe der Akten hat die Sorgen um Transparenz nur noch verstärkt. Zehntausenden von Seiten, die am Freitag öffentlich gemacht wurden, boten nur wenige neue Erkenntnisse zu den Verbrechen oder zu den Entscheidungen der Strafverfolgungsbehörden, die es Epstein jahrelang ermöglichten, schwerwiegenden Anklagen zu entgehen. Die Veröffentlichung lässt bislang auch Material wie FBI-Vernehmungen von Opfern und interne Vermerke zu Entscheidungen über Anklagen außen vor.
Der stellvertretende Justizminister Todd Blanche hatte zuvor gewarnt, dass das Ministerium nur einen Teil der Akten freigeben werde, da Informationen über Opfer und Minderjährige unkenntlich gemacht werden müssten, um sie zu schützen. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsweek.com)