VonFriederike Hilzschließen
Wie sorge ich dafür, dass mein einziges Kind kein wandelndes Klischee wird? BuzzFeed News Deutschland hat den ein oder anderen Vorschlag.
Einzelkinder sind verwöhnt, sie können nicht teilen, sie sind arrogant – es gibt wirklich viele Klischees über Einzelkinder und seien wir mal ehrlich, manchmal sind das nicht nur Stereotypen, sondern die (unschöne) Wahrheit. Andererseits sind diese Kinder oft, gerade weil sie keine Geschwister haben, unglücklich.
Wenn Eltern also wissen, dass sie nur ein Kind haben oder haben wollen, können sie bei der Erziehung ein paar Dinge beachten. Das macht das Leben der Eltern leichter, das Einzelkind glücklicher und erleichtert Freundschaften. Denn seien wir mal ehrlich: Mit einem Klischee-Einzelkind wollen eher wenige befreundet sein.
BuzzFeed News Deutschland hat ein paar Tipps für alle (werdenden) Eltern da draußen gesammelt. Als Einzelkind kann ich nur sagen: Nehmt sie euch zu Herzen – bitte!
Apropos Kinder: Diese 10 Kindersendungen wünschen wir uns wieder im TV, damit auch unsere Kinder sie anschauen können.
1. (Gleichaltrige) Freund:innen
Auch wenn Geschwister ab und zu (sehr oft) verdammt nervig sein können, sind sie dennoch, vor allem in junge Jahren, neben den Eltern wohl die wichtigsten Kontaktpersonen. Das fehlt Einzelkindern offensichtlich, weshalb es umso wichtiger ist, dass Eltern ihnen so früh wie möglich die Gelegenheit bieten, gleichaltrige Kinder kennenzulernen, mit ihnen Freundschaften zu schließen und mit ihnen zu spielen. So lernen die Kleinen, in einer Gruppe zu agieren. Spätere Mitschüler:innen und Arbeitskolleg:innen werden es dir danken! Ganz im Gegensatz dazu, solltest du diese alten Erziehungstrends lieber meiden.
Wo zieht man mit Kind(ern) am besten hin, Dorf oder Stadt? Unsere Autorinnen streiten.
2. Teilen lernen, von Anfang an
Einzelkinder erleben zu Hause viel weniger Situationen, in denen sie teilen müssen. Damit das im Erwachsenenalter nicht zum Problem wird, sollten Eltern möglichst früh schon darauf achten, dass ihr Kind lernt, was es heißt zu teilen – auch wenn es mal unangenehm wird. Mit drei Jahren reichen die süßen Kulleraugen vielleicht noch aus, um einen Wutanfall vergessen zu machen, aber mit 30 funktioniert das definitiv nicht mehr. Tu dir und deinem Kind also einen Gefallen und bring ihm oder ihr bei, zu teilen. Oder willst du, dass es so wird wie Rory Gillmore, aka der Inbegriff eines verwöhnten Einzelkindes?
3. Fehlverhalten nicht härter bestrafen und Grenzen aufzeigen
Nein, das heißt nicht, dass Einzelkinder alles dürfen und nie Ärger bekommen sollen. Während sich in einer Familie mit mehreren Kindern der Ärger selten nur auf eines konzentriert, kann genau das bei einem Einzelkind zum Problem werden. Wenn sie sich mal daneben benehmen, empfinden Eltern das häufig als schlimmer, als es vielleicht ist. Wie alle anderen, müssen auch Einzelkinder die Chance haben, Fehler zu machen.
Gleichzeitig sollten Einzelkinder natürlich nicht alles dürfen. Auch sie werden irgendwann mal Mist bauen, aber daraus lernen können sie nur, wenn Eltern ihnen zeigen und erklären, was sie falsch gemacht haben. Da den richtigen Mittelweg zu finden, ist definitiv nicht leicht. Was du aber auf keinen Fall tun solltest (egal ob du ein oder mehrere Kinde hast), ist die #eggchallenge auf TikTok.
Mehr zum Thema: Wie rede ich mit meinem Kind am besten über TikTok, ohne dabei voll der alte Sack zu sein?
4. Freiraum lassen
Natürlich ist es grundsätzlich die Aufgabe von Eltern, sich um ihr Kind zu kümmern. Aber, und das ist wichtig, werdet nicht zu Helikopter-Eltern! Euer Kind darf auch mal Sachen nicht erzählen oder einfach mal so schlechte Laune haben. Das heißt nicht, dass ihr euer Kind ignorieren sollt. Aber lass es dir gesagt sein: Es ist manchmal verdammt nervig, wenn die Eltern ständig nachfragen und man nicht die Möglichkeit hat, sich hinter einer Schwester oder einem Bruder zu verstecken. Und weil wir gerade dabei sind: Tiger-Eltern sind mindestens genauso schlimm, versucht euch lieber am feministischen Erziehungstrend.
5. Kinderfreundlicher Urlaub
Klar, bei der Urlaubsplanung sollten Eltern so oder so an ihr(e) Kind(er) denken, aber Eltern von Einzelkindern vielleicht noch ein bisschen mehr. Weil sie ohne Geschwister aufwachsen und ihre Freund:innen wahrscheinlich nicht für eine Woche mitnehmen können, ist es umso wichtiger, dass Einzelkinder dennoch Zeit mit anderen in ihrem Alter verbringen können. Also, buche lieber das Hotel mit extra Kinderprogramm in Österreich als das Fünf-Sterne-Resort auf den Malediven. Wie du dich bei der Fahrt dahin fühlst, beschreiben diese Tweets wahrscheinlich ziemlich gut.
Für alle, die ihren Urlaub lieber ganz ohne Kinder verbringen wollen, haben wir hier die perfekten Urlaubsorte gesammelt.
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