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Das Treffen von Trump und Selenskyj ist nach dem Schlagabtausch geplatzt. Vor laufenden Kameras entbrennt ein heftiger Streit. Die Reaktionen im News-Ticker.
Update, 19.19 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat in einem X-Beitrag den Eklat im Weißen Haus vom vergangenen Freitag bedauert und wieder einen Schritt auf US-Präsident Trump zugemacht. „Mein Team und ich sind bereit, unter Präsident Trumps starker Führung zu arbeiten, um einen dauerhaften Frieden zu erreichen“, schrieb Selenskyj in dem Beitrag und sprach sich für eine Waffenruhe im Ukraine-Krieg aus, die zu einem dauerhaften Abkommen führen soll.
Update, 8.25 Uhr: US-Vizepräsident J.D. Vance hat sich in einem Fox-News-Interview zu den von Kiew geforderten Sicherheitsgarantien geäußert. Seiner Meinung nach ist „ein wirtschaftliches Interesse Washingtons an der Zukunft der Ukraine“ eine Sicherheitsgarantie. „Das ist eine viel bessere Sicherheitsgarantie als 20.000 Truppen aus irgendeinem Land, das seit 30 oder 40 Jahren keinen Krieg mehr geführt hat“, zitierte die Nachrichtenagentur Reuters Vance aus dem Interview.
Nach Eklat mit Selenskyj im Oval Office: J.D. Vance rechtfertigt sich
Update, 6.53 Uhr: US-Vize J.D. Vance hat sein Verhalten im Oval Office gegen Wolodymyr Selenskyj jetzt gerechtfertigt. Er warf dem ukrainischen Staatschef dabei vor, nicht bereit für Friedensverhandlungen mit Russland zu sein. US-Präsident Donald Trump habe deutlich gesagt, dass die „Tür“ für Selenskyj „offen“ stehe. „Man kann nicht ins Oval Office oder sonst wohin kommen und sich weigern, auch nur die Details eines Friedensabkommens zu besprechen“, monierte der Republikaner jetzt in einem Interview mit dem Sender Fox News.
Update vom 4. März, 5.26 Uhr: Donald Trump setzt seine Verbalattacken gegen Wolodymyr Selenskyj fort: Der US-Präsident schrieb jetzt in seinem Onlinedienst Truth Social über den ukrainischen Präsidenten: „Dieser Typ will keinen Frieden, solange er die Rückendeckung Amerikas hat.“ Trump zitierte einen Bericht, demzufolge Selenskyj gesagt habe, ein Ende des Ukraine-Kriegs sei noch weit entfernt. „Dies ist die schlimmste Erklärung, die Selenskyj hätte abgeben können, und Amerika wird sich das nicht länger gefallen lassen“, kommentierte Trump.
Später machte Trump vor Journalisten im Weißen Haus weiter: Er erklärte, dass Selenskyj „nicht mehr lange da sein wird“, wenn es nicht zu einer Waffenruhe kommt. „Auf so eine Person würde man nicht lange hören“, sagte Trump. „Denn ich glaube, dass Russland eine Einigung anstrebt.“ Trump hat unterdessen nach Angaben eines Regierungsvertreters die Aussetzung der Hilfe für die Ukraine angeordnet.
Donald Trumps Amtseinführung: Promis und Superstars feiern in Washington DC




Nach Ukraine-Gipfel in London: Trump erneuert Vorwürfe gegen Selenskyj
Update, 22.22 Uhr: Als Reaktion auf Donald Trump hat sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj für ein schnelles Ende des Ukraine-Kriegs ausgesprochen. „Wir brauchen Frieden, eben einen gerechten, fairen Frieden und keinen endlosen Krieg“, sagte das Staatsoberhaupt in seiner abendlichen Videobotschaft. Das Basisszenario sei, die derzeitigen ukrainischen Positionen an der Front zu halten und somit die Voraussetzung für „richtige Diplomatie“ zu schaffen. Zuvor hatte Trump Selenskyj ein weiteres Mal vorgeworfen, nicht an einem Friedensschluss interessiert zu sein.
Dazu beharrte Selenskyj erneut auf Sicherheitsgarantien für sein Land. „Eben fehlende Sicherheitsgarantien haben es Russland vor elf Jahren gestattet, mit der Besetzung der (Halbinsel) Krim und dem Krieg im Donbass zu beginnen“, unterstrich der Staatschef. Die 2022 begonnene und bis heute andauernde Großinvasion der Ukraine durch die russische Armee sei ebenso die Folge nicht gewährter Sicherheitsgarantien. „Und das sieht die ganze Welt und erkennt die ganze Welt an“, hob Selenskyj hervor.
Trump schießt gegen Selenskyj und EU – „Was denken die sich?“
Update, 19.58 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat seine Verbalattacken gegen den ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj mit unverminderter Härte fortgesetzt. Trump schrieb in seinem Onlinedienst Truth Social über Selenskyj: „Dieser Typ will keinen Frieden, solange er die Rückendeckung Amerikas hat.“ Trump zitierte einen Bericht, demzufolge Selenskyj gesagt habe, ein Ende des Ukraine-Kriegs sei noch weit entfernt. „Dies ist die schlimmste Erklärung, die Selenskyj hätte abgeben können, und Amerika wird sich das nicht länger gefallen lassen“, kommentierte Trump.
Weiter kritisierte Trump die europäischen Staats- und Regierungschefs, die sich am Vortag in London zu einem Unterstützungsgipfel für die Ukraine getroffen hatten. Unter Bezug auf die Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs schrieb Trump, die europäischen Staatenlenker hätten bei dem Treffen „rundweg erklärt, dass sie den Job nicht ohne die Vereinigten Staaten machen können“. Dies sei aber „wahrscheinlich nicht ein großartiges Statement“, um „Stärke gegenüber Russland“ zu demonstrieren. „Was denken die sich?“, fügte Trump hinzu.
Selenskyj-Eklat: Polens Ex-Präsident schreibt drastischen Brief an Trump
Update, 16.24 Uhr: Der ehemalige polnische Präsident und Gewerkschaftsführer, Lech Walesa, hat sich in einem Brief an US-Präsident Donald Trump gerichtet. „Wir haben Ihr Gespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit Entsetzen und Abscheu verfolgt“, schreibt Friedensnobelpreisträger Walesa in dem Brief, den er auf Facebook veröffentlicht hat. 39 ehemalige polnische politische Gefangene haben unterzeichnet.
„Wir finden Ihre Erwartung von Respekt und Dankbarkeit für die materielle Hilfe der USA für die Ukraine in ihrem Kampf gegen Russland beleidigend“, heißt es darin. Dankbarkeit gebühre „den heldenhaften ukrainischen Soldaten, die ihr Blut vergossen haben, um die Werte der freien Welt zu verteidigen“. Das Treffen der beiden Staatsoberhäupter im Oval Office habe Erinnerungen an die Befragungen der Geheimdienste zu Zeiten des Kommunismus geweckt.
Reaktionen nach Streit im Weißen Haus: Merz äußert sich zu Trump-Selenskyj-Eklat
Update, 14.46 Uhr: CDU-Chef Friedrich Merz erhebt nun schwere Anschuldigungen gegen den US-Präsidenten Donald Trump. Laut Merz wurde der Eklat zwischen Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bewusst von der US-Seite herbeigeführt. Er habe sich die Szene mehrfach angeschaut, sagte der Unions-Kanzlerkandidat nach Beratungen der CDU-Gremien in Berlin. „Es ist nach meiner Einschätzung keine spontane Reaktion auf Interventionen von Selenskyj gewesen, sondern offensichtlich eine herbeigeführte Eskalation in dieser Begegnung im Oval Office.“
Bei dem Eklat am Freitag im Weißen Haus hatten Trump und sein Vize J.D. Vance Selenskyj im Oval Office mit schweren Vorwürfen überzogen und ihm unter anderem mangelnde Dankbarkeit vorgeworfen.
Üblicherweise dauerten die Pressetermine im Oval Office nur wenige Minuten – am Freitag sei dies anders gewesen, sagte Merz. Er fügte hinzu: „Ich bin einigermaßen erstaunt gewesen, auch über den gegenseitigen Umgangston. Das war der Sache nicht dienlich.“ Dennoch werbe er dafür, „dass wir alles tun, um die Amerikaner auch in Europa zu halten“, sagte er vor dem Hintergrund von Spekulationen, Trump könne Teile der US-Truppen aus Deutschland abziehen.
Hegseth mit Anweisung an das Pentagon, um Russland an den Verhandlungstisch zu holen
Update, 13.50 Uhr: Der neue US-Verteidigungsminister Pete Hegseth soll das „U.S. Cyber Command“ angewiesen haben, Operationen gegen Russland zu beenden. Das „USCYBERCOM“ ist eine militärische US-Behörde, die mit der elektronischen Kriegsführung betraut ist. Die New York Times berichtet, dies sei Teil der US-Maßnahmen, um Wladimir Putin an den Verhandlungstisch über den Ukraine-Krieg zu bringen. Tatsächlich soll die Anweisung Hegseths schon vor dem Treffen im Weißen Haus an die Pentagon-Behörde gegangen sein.
Update, 11.23 Uhr: Kremlsprecher Dmitri Peskow hat sich bei einer Pressekonferenz in Moskau heute gewohnt kaltblütig geäußert: „Das war ein beispielloses Ereignis“, sagte er mit Blick auf den Eklat zwischen Trump und Selenskyj. „Selenskyj hat einen völligen Mangel an diplomatischen Fähigkeiten gezeigt. Um es milde auszudrücken.“ Der Vorfall verdeutliche, „wie schwierig es sein wird, den Weg zu einer Lösung in der Ukraine zu finden“. Peskow warf ihm außerdem vor, keinen Frieden zu wollen: „Jemand muss Selenskyj zwingen, seine Meinung zu ändern.“
Ukraine-Botschafter in Deutschland will Trump-Selenskyj-Eklat nicht bewerten
Update, 9.36 Uhr: Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Olexii Makeiew, will den Eklat zwischen Trump und Selenskyj nicht bewerten. „Ich spreche über Inhalte“, sagt er jetzt im ZDF auf eine entsprechende Frage. Die USA würden als Verbündeter gebraucht und nicht als Vermittler, sagt er mit Blick auf die Haltung von Trump, der sich eher als Vermittler sieht und nicht von Russland als Aggressor spricht. Auf die Frage, ob Europa US-Hilfen ersetzen könnte, erklärte er laut Reuters: „Ich bin mir sicher, dass Europa sehr viel mehr tun kann, aber die Amerikaner brauchen wir mit am Tisch.“
Nach Eklat im Weißen Haus: Republikaner warnt Selenskyj vor Putin – „KGB-Schurke“
Update, 8.31 Uhr: Innerparteiliche Kritik an Trumps Ukraine-Kurs ist selten. Auch der republikanische Senator James Lankford stellt sich nicht gegen den US-Präsidenten – zeigte jedoch Verständnis für die schwierige Lage von Selenskyj. Er bekräftigte, dass die USA der Ukraine nicht den Rücken kehren würden. Gleichzeitig sagte er, dass sich der Krieg in einer „Pattsituation“ befinde. Zugleich kritisierte Lankford Wladimir Putin scharf: Der Kremlchef sei ein „Diktator“ und „KGB-Schurke, der seine politischen Gegner ermordet“, sagte er dem US-Sender NBC. Selenskyj sei „zu Recht besorgt darüber, dass Putin jedes einzelne Abkommen, das er jemals unterzeichnet hat, gebrochen hat und man ihm nicht trauen kann“.
Selenskyj: Es gab keinen Tag ohne Dankbarkeit für US-Hilfe
Update vom 3. März, 7.37 Uhr: Trump und Vance warfen Selenskyj beim Eklat im Weißen Haus mangelnde Dankbarkeit vor. Der Ukrainer hat nun seine Wertschätzung für die Hilfe der USA betont: „Natürlich wissen wir um die Bedeutung Amerikas, und wir sind dankbar für die ganze Unterstützung, die wir von den Vereinigten Staaten erhalten haben“, sagte er in seiner in der Nacht nach dem Ukraine-Gipfel veröffentlichten Video-Botschaft. „Es gab keinen Tag, an dem wir keine Dankbarkeit empfunden haben.“
Reaktionen auf Trumps Eklat im Weißen Haus: „War inszeniert“
Update, 16.58 Uhr: Nach dem Vorfall im Weißen Haus zwischen Donald Trump und Wolodymyr Selenskyj hat sich auch die FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann mit einer Reaktion zu Wort gemeldet. „Der Eklat im Weißen Haus war inszeniert“, sagte sie laut ntv. Das Verhalten Trumps habe sie zwar kommen sehen – allerdings nicht in dieser „Hässlichkeit und Geschwindigkeit“.
Senator kritisiert Trump für Selenskyj-Eklat
Update, 16.19 Uhr: Nach dem Eklat im Weißen Haus hat sich nun auch Senator Chris Murphy, Demokrat aus Connecticut, zu dem Selenskyj-Treffen mit Trump zu Wort gemeldet. Gegenüber CNN sagte der Kritiker der zweiten Trump-Regierung: „Es ist absolut beschämend, was gerade passiert.“ Der Politiker verwies auf Trumps Bemühungen, ein Ende des Ukraine-Kriegs zu erreichen. „Das Weiße Haus ist zu einem Arm des Kremls geworden“, sagte Murphy. „Das Weiße Haus tut so, als hätte die Ukraine diesen Krieg begonnen. Das bedeutet im Wesentlichen, dass Polen zu Beginn des Zweiten Weltkriegs in Deutschland einmarschiert ist. Es gibt noch Fakten auf dieser Welt.“
Update, 12.06 Uhr: Der Kreml hat offiziell auf den neuen Ukraine-Kurs von Donald Trump reagiert – und begrüßte ihn ausdrücklich. „Die neue Regierung verändert rapide alle außenpolitischen Strukturen. Das stimmt größtenteils mit unserer Vision überein“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow im russischen Staatsfernsehen. Zu beachten ist dabei, dass das Interview am Mittwoch (26. Februar) geführt und erst heute ausgestrahlt wurde. Es fand somit vor dem jüngsten Eklat im Weißen Haus statt.
Europäische Staatschefs bei Ukraine-Gipfel in London – ohne Trump
Update, 10.43 Uhr: Trotz des Zusammenstoßes mit Wolodymyr Selenskyj: Der britische Premierminister Keir Starmer ist nach eigenen Worten davon überzeugt, dass US-Präsident Donald Trump einen dauerhaften Frieden in der Ukraine anstrebt. Er habe Trump mehrmals gesprochen und ihn zweimal getroffen. Es sei ihm unangenehm gewesen, das Treffen von Trump und Selenskyj im Weißen Haus zu beobachten, sagte Starmer jetzt dem Sender BBC. Starmer hat für den heutigen Sonntag zum Ukraine-Gipfel nach London eingeladen. An dem Treffen werden unter anderem teilnehmen:
- Bundeskanzler Olaf Scholz
- Frankreichs Präsident Emmanuel Macron
- Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni
- Polens Ministerpräsident Donald Tusk
- EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen
Update, 9.57 Uhr: Ex-Außenminister Sigmar Gabriel hat vor einer Bedrohung für Europa durch die Politik von US-Präsident Donald Trump gewarnt – und eine „Koalition der Willigen“ gefordert. Der SPD-Politiker sagte der Augsburger Allgemeinen: „Ich bin sicher, dass er Europa schwächen oder sogar zerstören will, denn wir sind eben doch ziemlich groß“, warnte Gabriel.
„Deutschland, Frankreich, Polen, Großbritannien und sicher auch die skandinavischen Staaten müssen sozusagen neben der Europäischen Union in einer gemeinsamen Sicherheits- und Außenpolitik vorangehen“, sagte er der Zeitung. Mit den Schwachen springe Trump um wie mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj beim Eklat im Weißen Haus, meinte Gabriel.
Ex-Botschafter Melnyk will nach Eklat im Weißen Haus „Wogen glätten“
Update vom 2. März, 6.56 Uhr: Der frühere ukrainische Botschafter in Deutschland Andrij Melnyk fordert nach dem Eklat im Weißen Haus eine Wiederannäherung an die USA. Wie Deutschlandfunk berichtet, sagte Melnyk den Funke-Zeitungen, es sei Zeit, „die Wogen zu glätten“. Die Ukraine sei im Abwehrkampf gegen Russland „massiv“ auf Unterstützung aus dem Westen angewiesen. Melnyk fügte laut dem Bericht hinzu, die Ukrainer blieben den USA und der EU unermesslich dankbar.
Trump beharrt weiterhin auf Entschuldigung von Selenskyj
Update, 20.51 Uhr: Donald Trump gibt nicht klein bei: Nach dem Eklat mit Wolodymyr Selenskyj im Weißen Haus beharrt der US-Präsident weiter auf einer öffentlichen Entschuldigung. Erst wenn er diese von dem ukrainischen Präsidenten bekommen habe, könne man die Beziehungen wieder aufbauen, sagte Trump laut dem US-Nachrichtensender Bloomberg. Eine ähnliche Bedingung hatte er schon am Freitag geäußert. Zwar zeigte sich Selenskyj nach dem Streit im Oval Office milde und bedankte sich mehrfach für die US-Unterstützung für den Ukraine-Krieg. Eine offizielle Entschuldigung lehnte er bislang als Reaktion aber ab.
Reaktionen nach Eklat im Weißen Haus: Nato-Chef hat Rat
Update, 17.15 Uhr: Nach dem Eklat im Weißen Haus wächst der internationale Druck auf die Ukraine: So reagierte Nato-Generalsekretär Mark Rutte auf den Streit im Oval Office und forderte den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj auf, seine Beziehung zu US-Präsident Donald Trump zu kitten: „Was ich Präsident Selenskyj gesagt habe, war: ‚Lieber Wolodymyr, ich glaube, Du musst einen Weg finden, Deine Beziehung zu Donald Trump und der US-Regierung wiederherzustellen‘“, sagte Rutte am Samstag dem britischen Sender BBC. Die Ukraine, die USA und Europa müssten zusammenhalten, damit in der Ukraine ein dauerhafter Frieden Einzug halten könne, sagte der Nato-Generalsekretär. Selenskyj und US-Präsident Trump waren am Freitag in Washington heftig aneinandergeraten.
Reaktionen zum Trump-Eklat: AfD feiert öffentlichen Streit mit Selenskyj
Update, 10.41 Uhr: Während deutsche Politikerinnen und Politiker der Mitte dem ukrainischen Präsidenten die Unterstützung Deutschlands zusichern, haben sich Vertreter der in Teilen rechtsextremen AfD auf die Seite von Donald Trump geschlagen. Infolge des Eklats im Weißen Haus schrieb AfD-Chefin Alice Weidel auf X: „Historisch. Trump & Vance!“
Reaktionen zum Trump-Eklat: Russland feiert – Selenskyj schließt Rücktritt aus
Update, 8.30 Uhr: Selenskyj hat nach dem Eklat im Weißen Haus den eigenen Rücktritt ausgeschlossen. „Die Amerikaner wählen ihre Präsidenten … und nur die Ukrainer wählen die Ukrainer“, erklärte der Präsident der Ukraine bei Fox News kurz nach dem öffentlich ausgetragenem Streitgespräch mit Donald Trump und JD Vance. Unter anderem der republikanische Senator Lindsey Graham hatte Selenskyj zum Rücktritt aufgefordert. Auch eine Entschuldigung schloss Selenskyj aus: „Ich respektiere den Präsidenten und ich respektiere das amerikanische Volk“, sagte er. „Aber ich bin nicht sicher, ob wir etwas Schlechtes getan haben.“
Gleichzeitig bedauere Selenskyj das Ergebnis des Treffens. „Ich möchte einfach nur ehrlich sein. Ich möchte nur, dass unsere Partner alles richtig verstehen“, zitiert ihn die kyivpost. Die Ukraine wäre weiterhin bereit für ein Abkommen mit den USA – sobald darin auch Sicherheitsgarantien enthalten seien, heißt es weiter.
Nach Trump-Eklat: US-Politiker unterstützen Selenskyj
Update, 8.16 Uhr: Neben dem parteilosen Senator Bernie Sanders haben sich weitere Senatoren empört über den Eklat im Weißen Haus geäußert. Über Wolodymyr Selenskyj schrieb der demokratische Senator Chris Van Hollen: „Er hat etwas, was Trump nie haben oder verstehen wird: Mut und Prinzipien. Jeder Amerikaner sollte empört sein.“ Van Hollen betonte auf X, er habe Selenskyj vor dem Eklat im Oval Office getroffen: „Wie immer bedankte er sich für Amerikas Unterstützung für das ukrainische Volk.“
Hakeem Jeffries, Minority Leader der Demokraten im Repräsentantenhaus, warf der Trump-Administration vor, die USA vor der Welt zu blamieren. Trumps Verhalten werde nur dazu dienen, „einen brutalen Diktator weiter zu ermutigen“, erklärte der Demokrat bezogen auf Russlands Präsidenten Wladimir Putin.
Auch einige Republikaner äußerten Kritik. Der republikanische Abgeordnete Don Bacon erklärte: „Manche wollen die Wahrheit beschönigen, aber wir können die Wahrheit nicht ignorieren. Russland ist schuld an diesem Krieg.“ Es sei ein schlechter Tag für Amerikas Außenpolitik.
Reaktionen auf Trump-Selenskyj-Streit: Kreml-Schergen feiern
Update, 20.35 Uhr: Nach Dmitri Medwedew hat auch die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, auf Telegram auf den Streit zwischen Donald Trump und Wolodymyr Selenskyj reagiert. „Ich denke, die größte Lüge Selenskyjs von allen ist seine Aussage im Weißen Haus, man habe das Kiewer Regime im Jahr 2022 allein und ohne Unterstützung gelassen“, schrieb sie. Und weiter: „Dass Trump und Vance sich zurückgehalten und diesem Dreckskerl keine Schläge versetzt haben, ist ein Wunder an Durchhaltevermögen.“
Erstmeldung vom 28. Februar: Washington D.C. – Nach dem außerordentlichen Streit auf offener Bühne mit US-Präsident Donald Trump hat der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj das Weiße Haus vorzeitig verlassen. Selenskyj fuhr in seiner Limousine ab. Die eigentlich geplante gemeinsame Pressekonferenz Trumps und Selenskyjs, die auf die Unterschrift eines Rohstoffabkommens zwischen der Ukraine und den USA folgen sollte, wurde abgesagt - so auch die Unterzeichnung selbst.
Trump-Selenskyj-Streit im Oval Office: Putin-Freund Medwedew feiert
Beim engen Kreis des russischen Präsidenten Wladimir Putin sorgt das für Lob des amerikanischen Präsidenten. So etwa beim ehemaligen russischen Präsidenten und aktuellen Vize-Chef des russischen Sicherheitsrats, Dmitri Medwedew.
„Eine brutale Standpauke im Oval Office. Trump sagte dem Kokain-Clown zum ersten Mal die Wahrheit ins Gesicht: Das Kiewer Regime spielt mit dem Dritten Weltkrieg“, schrieb Medwedew im Kurznachrichtendienst Telegram mit Blick auf die Aussagen des US-Präsidenten. Weiter hieß es: „Und das undankbare Schwein bekam von den Besitzern des Schweinestalls eine kräftige Ohrfeige. Das ist nützlich. Aber das ist nicht genug – wir müssen die Militärhilfe für die Nazi-Maschinerie beenden.“
Trump schmeißt ukrainischen Präsidenten raus: Selenskyj verlässt Weißes Haus
Trump hat dem ukrainischen Präsidenten über sein Online-Sprachrohr Truth Social die Tür gewiesen. „Er kann zurückkommen, wenn er zu Frieden bereit ist“, schrieb Trump dort. Selenskyj habe „die Vereinigten Staaten von Amerika in ihrem geschätzten Oval Office nicht respektiert“.
Der Ukrainer sei „nicht zum Frieden bereit ist, wenn Amerika beteiligt ist, weil er glaubt, dass unsere Beteiligung ihm einen großen Vorteil bei den Verhandlungen verschafft“. Beim Trump-nahen Fernsehsender Fox News hieß es, Selenskyj sei schlicht hinausgeworfen worden. Unter Berufung auf US-Beamte hieß es, die Ukrainer hätten die USA „für einen Reset angeflogen“, doch Außenminister Marco Rubio und Vize-Präsident JD Vance hätten Selenskyj informiert, er müsse das Weiße Haus nun verlassen.
Trump und Selenskyj liefern sich Streit: „Respektlosigkeit“
Zu dem Streit war es gekommen, nachdem Trump Selenskyj aufgefordert hatte, „Kompromisse“ mit dem russischen Präsidenten Putin einzugehen. Selenskyj erwiderte, es dürfe keine „Kompromisse mit einem Mörder auf dem eigenen Staatsgebiet“ geben - und zeigte Trump Fotos von Kriegsgräueln.
Daraufhin sagte Vizepräsident JD Vance, der an dem Treffen teilnahm, „Diplomatie“ sei nötig, um den Krieg zu beenden. Selenskyj fragte zurück: „Welche Diplomatie?“ Vance warf dem ukrainischen Staatschef daraufhin vor, sich „respektlos“ im Büro des Präsidenten der USA zu verhalten.
Trump sagte im Verlauf des Wortgefechts zu Selenskyj: „Sie spielen mit dem Leben von Millionen von Menschen. Sie spielen mit dem Dritten Weltkrieg.“ Zudem sagte er, Selenskyj sei „überhaupt nicht dankbar“. „Es wird schwer sein, auf diese Weise ins Geschäft zu kommen“, fügte Trump hinzu. Im Verlauf des Treffens sagte der amerikanische Präsident zudem, er habe bereits „zahlreiche Male“ mit dem russischen Präsidenten Putin gesprochen. (red mit Agenturen)
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