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Ukraine-Kurs: Trump droht Selenskyj erneut – „Wird nicht mehr lange da sein“

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Das Treffen von Trump und Selenskyj ist nach dem Schlagabtausch geplatzt. Vor laufenden Kameras entbrennt ein heftiger Streit. Die Reaktionen im News-Ticker.

Update, 19.19 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat in einem X-Beitrag den Eklat im Weißen Haus vom vergangenen Freitag bedauert und wieder einen Schritt auf US-Präsident Trump zugemacht. „Mein Team und ich sind bereit, unter Präsident Trumps starker Führung zu arbeiten, um einen dauerhaften Frieden zu erreichen“, schrieb Selenskyj in dem Beitrag und sprach sich für eine Waffenruhe im Ukraine-Krieg aus, die zu einem dauerhaften Abkommen führen soll.

Update, 8.25 Uhr: US-Vizepräsident J.D. Vance hat sich in einem Fox-News-Interview zu den von Kiew geforderten Sicherheitsgarantien geäußert. Seiner Meinung nach ist „ein wirtschaftliches Interesse Washingtons an der Zukunft der Ukraine“ eine Sicherheitsgarantie. „Das ist eine viel bessere Sicherheitsgarantie als 20.000 Truppen aus irgendeinem Land, das seit 30 oder 40 Jahren keinen Krieg mehr geführt hat“, zitierte die Nachrichtenagentur Reuters Vance aus dem Interview.

Nach Eklat mit Selenskyj im Oval Office: J.D. Vance rechtfertigt sich

Update, 6.53 Uhr: US-Vize J.D. Vance hat sein Verhalten im Oval Office gegen Wolodymyr Selenskyj jetzt gerechtfertigt. Er warf dem ukrainischen Staatschef dabei vor, nicht bereit für Friedensverhandlungen mit Russland zu sein. US-Präsident Donald Trump habe deutlich gesagt, dass die „Tür“ für Selenskyj „offen“ stehe. „Man kann nicht ins Oval Office oder sonst wohin kommen und sich weigern, auch nur die Details eines Friedensabkommens zu besprechen“, monierte der Republikaner jetzt in einem Interview mit dem Sender Fox News

Update vom 4. März, 5.26 Uhr: Donald Trump setzt seine Verbalattacken gegen Wolodymyr Selenskyj fort: Der US-Präsident schrieb jetzt in seinem Onlinedienst Truth Social über den ukrainischen Präsidenten: „Dieser Typ will keinen Frieden, solange er die Rückendeckung Amerikas hat.“ Trump zitierte einen Bericht, demzufolge Selenskyj gesagt habe, ein Ende des Ukraine-Kriegs sei noch weit entfernt. „Dies ist die schlimmste Erklärung, die Selenskyj hätte abgeben können, und Amerika wird sich das nicht länger gefallen lassen“, kommentierte Trump.

Später machte Trump vor Journalisten im Weißen Haus weiter: Er erklärte, dass Selenskyj „nicht mehr lange da sein wird“, wenn es nicht zu einer Waffenruhe kommt. „Auf so eine Person würde man nicht lange hören“, sagte Trump. „Denn ich glaube, dass Russland eine Einigung anstrebt.“ Trump hat unterdessen nach Angaben eines Regierungsvertreters die Aussetzung der Hilfe für die Ukraine angeordnet.

Donald Trumps Amtseinführung: Promis und Superstars feiern in Washington DC

Das Ergebnis der US-Wahl 2024 fiel überraschend eindeutig aus: Donald Trump gewann alle sieben Swing States und wurde damit zum zweiten Mal zum Präsidenten gewählt.
Das Ergebnis der US-Wahl 2024 fiel überraschend eindeutig aus: Donald Trump gewann alle sieben Swing States und wurde damit zum zweiten Mal zum Präsidenten gewählt.  © Jim Watson/AFP
Es ist Tradition, dass frühere Präsidenten und ihre Ehepartner bei der Feier anwesend sind – unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit. Joe Biden hat schon im Dezember klargemacht, dass er „selbstverständlich“ an Trumps Amtseinführung teilnehmen werde.
Es ist Tradition, dass frühere Präsidenten und ihre Ehepartner bei der Feier anwesend sind – unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit. Joe Biden hat schon im Dezember klargemacht, dass er „selbstverständlich“ an Trumps Amtseinführung teilnehmen werde.  © Saul Loeb/AFP
Auch für Jill Biden heißt es Abschied nehmen vom Weißen Haus. Die Ehefrau von Joe Biden hat ihre Zeit als First Lady genossen. Sie hätte es gerne gesehen, wenn ihr Ehemann noch einmal zur Wahl angetreten wäre.
Auch für Jill Biden heißt es Abschied nehmen vom Weißen Haus. Die Ehefrau von Joe Biden hat ihre Zeit als First Lady genossen. Sie hätte es gerne gesehen, wenn ihr Ehemann noch einmal zur Wahl angetreten wäre. © Robyn Beck/AFP
Zur Tradition gehört auch, dass die scheidende Vizepräsidentin bei der Amtseinführung zugegen ist. Das gilt auch für diejenigen, die die US-Wahl verloren haben. Kamala Harris und Second Gentleman Doug Emhoff dürften also zugegen sein.
Zur Tradition gehört auch, dass die scheidende Vizepräsidentin bei der Amtseinführung zugegen ist. Das gilt auch für diejenigen, die die US-Wahl verloren haben. Kamala Harris und Second Gentleman Doug Emhoff dürften also zugegen sein. © Angela Weiss/AFP
In der Regel sind in den USA auch die früheren Präsidenten bei einer Amtseinführung dabei. Das gilt auch für Barack Obama, der vor der US-Wahl 2024 die Werbetrommel für Harris gerührt hat.
In der Regel sind in den USA auch die früheren Präsidenten bei einer Amtseinführung dabei. Das gilt auch für Barack Obama, der vor der US-Wahl 2024 die Werbetrommel für Harris gerührt hat.  © Matthew Hatcher/AFP
Michelle Obama
Seine Ehefrau Michelle Obama (Archivbild) wiederum wird Donald Trumps Amtseinführung nicht besuchen. Die ehemalige First Lady der USA bleibt auf dem Familienanwesen in Hawaii.  © Charles Rex Arbogast/AP/dpa
Als ehemaliger Präsident ist auch Bill Clinton als Teilnehmer an Trumps Amtseinführung gesetzt. Ebenfalls vor Ort ist die ehemalige Außenministerin Hillary Clinton, die 2016 die Wahl gegen Donald Trump verloren hat.
Als ehemaliger Präsident ist auch Bill Clinton als Teilnehmer an Trumps Amtseinführung gesetzt. Ebenfalls vor Ort ist die ehemalige Außenministerin Hillary Clinton, die 2016 die Wahl gegen Donald Trump verloren hat. © Aaron Schwartz/Imago
Auch George W. Bush und die ehemalige First Lady Laura Bush werden an der Veranstaltung teilnehmen. Zur Erinnerung: Bei der Amtseinführung von Joe Biden waren weder Donald Trump noch seine Ehefrau Melania Trump vor Ort.
Auch George W. Bush und die ehemalige First Lady Laura Bush werden an der Veranstaltung teilnehmen. Zur Erinnerung: Bei der Amtseinführung von Joe Biden waren weder Donald Trump noch seine Ehefrau Melania Trump vor Ort. © Jerome Miron/Imago
Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni wird voraussichtlich teilnehmen, prüft jedoch noch ihren Terminplan. CNN berichtete, sie habe eine offizielle Einladung erhalten.
Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni wird voraussichtlich teilnehmen, prüft jedoch noch ihren Terminplan. Der TV-Sender CNN berichtete, sie habe eine offizielle Einladung erhalten. © Phil Noble/dpa
Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán soll laut CBS News eine Einladung erhalten haben. Ob er teilnehmen wird, ist noch offen.
Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán soll laut CBS News eine Einladung erhalten haben. Ob er teilnehmen wird, ist noch offen.  © Frederick Florin/AFP
Bloomberg berichtete im Dezember unter Berufung auf einen Präsidentensprecher, dass der argentinische Präsident Javier Milei voraussichtlich teilnehmen werde.
Bloomberg berichtete im Dezember unter Berufung auf einen Präsidentensprecher, dass der argentinische Präsident Javier Milei voraussichtlich teilnehmen werde. © Lucas Vinicius Correia/dpa
Der chinesische Präsident Xi Jinping erhielt eine persönliche Einladung von Donald Trump. Er wird aber nicht selbst teilnehmen, sondern an seiner Stelle einen offiziellen Gesandten schicken. Vizepräsident Han Zheng oder Außenminister Wang Yi könnten China am 20. Januar vertreten.
Der chinesische Präsident Xi Jinping erhielt eine persönliche Einladung von Donald Trump. Er wird aber nicht selbst teilnehmen, sondern an seiner Stelle einen offiziellen Gesandten schicken. Vizepräsident Han Zheng oder Außenminister Wang Yi könnten China am 20. Januar vertreten. © Johannes Neudecker/dpa
Laut NBC News hat Trump auch El Salvadors Präsidenten Nayib Bukele eingeladen. Trumps Sohn, Donald Trump Jr., nahm 2024 an Bukeles Amtseinführung teil. Es ist aber unklar, ob Bukele teilnehmen wird.
Laut NBC News hat Trump auch El Salvadors Präsidenten Nayib Bukele eingeladen. Trumps Sohn, Donald Trump Jr., nahm 2024 an Bukeles Amtseinführung teil. Es ist aber unklar, ob Bukele teilnehmen wird.  © Anna Moneymaker/AFP
Der japanische Außenminister Takeshi Iwaya bestätigte gegenüber NHK seine Teilnahme an Trumps Amtseinführung als Teil der Bemühungen Japans, die Beziehungen mit der neuen Regierung zu stärken.
Der japanische Außenminister Takeshi Iwaya bestätigte seine Teilnahme an Trumps Amtseinführung als Teil der Bemühungen Japans, die Beziehungen mit der neuen Regierung zu stärken. © dpa
Der frühere brasilianische Präsident Jair Bolsonaro gab via X bekannt, dass er eine Einladung zu Trumps Amtseinführung erhalten habe. Er versuche nun, seinen Pass zurückzubekommen, der im Zuge der Ermittlungen zum Putschversuch von 2023 konfisziert wurde.
Der frühere brasilianische Präsident Jair Bolsonaro gab via X bekannt, dass er eine Einladung zu Trumps Amtseinführung erhalten habe. Er versuche nun, seinen Pass zurückzubekommen, der im Zuge der Ermittlungen zum Putschversuch von 2023 konfisziert wurde. © Nelson Almeida/AFP
Der britische Rechtspopulist Nigel Farage hat seine Teilnahme über Sky News bestätigt.
Der britische Rechtspopulist Nigel Farage hat seine Teilnahme über Sky News bestätigt. © Henry Nicholls/AFP
Laut Politico wurden auch der rechtsextreme französische Politiker Éric Zemmour und seine Partnerin, die Europaabgeordnete Sarah Knafo, zur Zeremonie eingeladen. Ob sie allerdings teilnehmen werden, ist unklar.
Laut Politico wurden auch der rechtsextreme französische Politiker Éric Zemmour und seine Partnerin, die Europaabgeordnete Sarah Knafo, zur Zeremonie eingeladen. Ob sie allerdings teilnehmen werden, ist unklar. © Valery Hache/AFP
Die Anwesenheit von Elon Musk ist nicht überraschend. Der in Südafrika geborene Chef von SpaceX und Tesla investierte mindestens 270 Millionen Dollar in Trumps Wahlkampf. Im Gegenzug macht Trump Musk, der sich über seinen Onlinedienst X weltweit in die Politik einmischt, zum Co-Leiter einer zukünftigen Abteilung für effizientes Regieren (Doge). Auch Kid Rock (Mitte) lässt sich gerne mit Trump sehen.
Die Anwesenheit von Elon Musk ist nicht überraschend. Der in Südafrika geborene Chef von SpaceX und Tesla investierte mindestens 270 Millionen Dollar in Trumps Wahlkampf. Im Gegenzug macht Trump Musk, der sich über seinen Onlinedienst X weltweit in die Politik einmischt, zum Co-Leiter einer zukünftigen Abteilung für effizientes Regieren (Doge). Auch Kid Rock (Mitte) lässt sich gerne mit Trump sehen. © Kena Betancur/AFP
Mark Zuckerberg gilt als weniger eng verbündet mit Trump als Musk. Doch zuletzt hatte Zuckerberg erklärt, sein Konzern Meta werde das Faktencheck-Programm bei den Diensten Facebook und Instagram in den USA einstellen. Der Meta-Chef hatte sich dabei der Rhetorik von Trump angenähert und war für seine Aussagen international kritisiert worden.
Mark Zuckerberg gilt als weniger eng verbündet mit Trump als Musk. Doch zuletzt hatte Zuckerberg erklärt, sein Konzern Meta werde das Faktencheck-Programm bei den Diensten Facebook und Instagram in den USA einstellen. Der Meta-Chef hatte sich dabei der Rhetorik von Trump angenähert und war für seine Aussagen international kritisiert worden. © Brendan Smialowski/AFP
Bei Amazon-Gründer Jeff Bezos, der auch die Zeitung „The Washington Post“ besitzt, hatte sich schon vor der US-Wahl 2024 ein Wandel hin zu Trump angedeutet. Anders als sonst üblich veröffentlichte die „Washington Post“ keine Wahlempfehlung. Laut einem Bericht der Zeitung hatte Bezos die Veröffentlichung einer Empfehlung für Trumps Gegenkandidatin Kamala Harris verhindert. Bei Trumps Amtseinführung wird er gemeinsam mit Musk und Zuckerberg auf der Tribüne sitzen.
Bei Amazon-Gründer Jeff Bezos, der auch die Zeitung „The Washington Post“ besitzt, hatte sich schon vor der US-Wahl 2024 ein Wandel hin zu Trump angedeutet. Anders als sonst üblich veröffentlichte die „Washington Post“ keine Wahlempfehlung. Laut einem Bericht der Zeitung hatte Bezos die Veröffentlichung einer Empfehlung für Trumps Gegenkandidatin Kamala Harris verhindert. Bei Trumps Amtseinführung wird er gemeinsam mit Musk und Zuckerberg auf der Tribüne sitzen. © Michael M. Santiago/AFP
Dana White ist ein enger Verbündeter von Donald Trump. Jetzt hat Mark Zuckerberg den Chef des Kampfsportverbands UFC in den Vorstand des Internetkonzerns Meta berufen.
Auch Schlagkraft ist bei der Amtseinführung gefragt. Dana White ist ein enger Verbündeter von Donald Trump. Jetzt hat Mark Zuckerberg den Chef des Kampfsportverbands UFC in den Vorstand des Internetkonzerns Meta berufen. © Brad Penner/Imago
Influencer und Social-Media-Promi Jake Paul (links) und sein Bruder Logan Paul sorgen auf ihre Art für Schlagzeilen. Im November forderte Jake den früheren Schwergewichtschampion Mike Tyson zum Kampf – und gewann.
Influencer und Social-Media-Promi Jake Paul (links) und sein Bruder Logan Paul sorgen auf ihre Art für Schlagzeilen. Im November forderte Jake den früheren Schwergewichtschampion Mike Tyson zum Kampf – und gewann. © Ed Mulholland/Imago
Es bleibt sportlich: Caitlyn Jenner spielt gerne Golf – wie hier in Trumps Golfclub in Bedminster. Jenner wurde 1976 als Bruce Olympiasieger im Zehnkampf, lebt seit 2015 als Frau und nennt sich seitdem Caitlyn. Jenner war dreimal verheiratet, zuletzt mit Kris Jenner – Mutter des unter anderem durch zahlreiche Reality-Shows bekannten Kardashian-Clans.
Es bleibt sportlich: Caitlyn Jenner spielt gerne Golf – wie hier in Trumps Golfclub in Bedminster. Jenner wurde 1976 als Bruce Olympiasieger im Zehnkampf, lebt seit 2015 als Frau und nennt sich seitdem Caitlyn. Jenner war dreimal verheiratet, zuletzt mit Kris Jenner – Mutter des unter anderem durch zahlreiche Reality-Shows bekannten Kardashian-Clans. © Peter Foley/Imago
Model Amber Rose (Mitte) war schon beim Parteitag der Republikaner im Juli in Milwaukee zu Gast.
Model Amber Rose (Mitte) war schon beim Parteitag der Republikaner im Juli in Milwaukee zu Gast.  © IMAGO/Mark Hoffman
TV-Moderatorin Megyn Kelly hat die Vergangenheit hinter sich gelassen. Während des Wahlkampfes 2016 war sie über die USA hinaus bekannt geworden, nachdem Donald Trump sie heftig beleidigt hatte. Vor der US-Wahl 2024 hat sie dann die Werbetrommel für ihn gerührt.
TV-Moderatorin Megyn Kelly hat die Vergangenheit hinter sich gelassen. Während des Wahlkampfes 2016 war sie über die USA hinaus bekannt geworden, nachdem Donald Trump sie heftig beleidigt hatte. Vor der US-Wahl 2024 hat sie dann die Werbetrommel für ihn gerührt.  © Charly Triballeau/AFP
Die Band Village People wird nach eigenen Angaben bei Veranstaltungen rund um die Amtseinführung auftreten. „Unser Song Y.M.C.A ist eine globale Hymne, die hoffentlich dazu beiträgt, das Land nach einem turbulenten und gespaltenen Wahlkampf, in dem unsere bevorzugte Kandidatin verloren hat, zusammenzubringen“, erklärte Sänger Victor Willis (Dritter von rechts) auf Facebook.
Die Band Village People wird nach eigenen Angaben bei Veranstaltungen rund um die Amtseinführung auftreten. „Unser Song Y.M.C.A ist eine globale Hymne, die hoffentlich dazu beiträgt, das Land nach einem turbulenten und gespaltenen Wahlkampf, in dem unsere bevorzugte Kandidatin verloren hat, zusammenzubringen“, erklärte Sänger Victor Willis (Dritter von rechts) auf Facebook.  © Hutchins Photo/Imago
Tatsächlich ist der Disco-Hit Y.M.C.A aus dem Jahr 1978 oft bei Wahlkampfauftritten Trumps verwendet worden. Häufig tanzte der Republikaner dazu auf der Bühne, so wie zum Beispiel am 22. Oktober in Greensboro im US-Bundestaat North Carolina.
Tatsächlich ist der Disco-Hit Y.M.C.A aus dem Jahr 1978 oft bei Wahlkampfauftritten Trumps verwendet worden. Häufig tanzte der Republikaner sogar dazu auf der Bühne, so wie zum Beispiel am 22. Oktober in Greensboro im US-Bundestaat North Carolina. © Josh Brown/Imago
Country-Sängerin Carrie Underwood wird ebenfalls auftreten. „Ich liebe unser Land und fühle mich geehrt, dass man mich gebeten hat, bei der Amtseinführung zu singen und ein kleiner Teil dieses historischen Ereignisses zu sein“, teilte Underwood mit. Die 41-Jährige soll den Song „America The Beautiful“ singen.
Country-Sängerin Carrie Underwood wird ebenfalls auftreten. „Ich liebe unser Land und fühle mich geehrt, dass man mich gebeten hat, bei der Amtseinführung zu singen und ein kleiner Teil dieses historischen Ereignisses zu sein“, teilte Underwood mit. Die 41-Jährige soll den Song „America The Beautiful“ singen. © John Angelillo/Imago
Auch der Countrysänger Lee Greenwood wird auftreten. Sein Song „God Bless The USA“ gehört ebenfalls zu den Klassikern bei Trumps Kundgebungen.
Auch der Countrysänger Lee Greenwood wird auftreten. Sein Song „God Bless The USA“ gehört ebenfalls zu den Klassikern bei Trumps Kundgebungen. © Archie Carpenter/Imago
Der Opernsänger Christopher Macchio, der bei Trumps umstrittener Kundgebung im Madison Square Garden unter anderem den Siong „New York, New York“ intonierte, wird die Nationalhymne singen.
Der Opernsänger Christopher Macchio, der bei Trumps umstrittener Kundgebung im Madison Square Garden unter anderem den Siong „New York, New York“ intonierte, wird die Nationalhymne singen.  © Angela Weiss/AFP
John Roberts ist der Oberste Richter der USA. Der Chief Justice des Supreme Courts nimmt Donald Trump den Amtseid ab.
John Roberts ist der Oberste Richter der USA. Der Chief Justice des Supreme Courts nimmt Donald Trump den Amtseid ab. © Ricky Carioti/Imago
Tim Cook bei einer Präsentation von Apple
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Sundar Pichai. CHef von Google.
Sundar Pichai, CEO des Internetriesen Google, erweitert die Liste der Tech-Unternehmer bei Trumps Amtseinführung in Washington. Vor Beginn der Feierlichkeiten wurden Bilder von Pichai und Tesla-Chef Elon Musk im vertrauten Gespräch veröffentlicht. © Christoph Soeder/dpa

Nach Ukraine-Gipfel in London: Trump erneuert Vorwürfe gegen Selenskyj

Update, 22.22 Uhr: Als Reaktion auf Donald Trump hat sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj für ein schnelles Ende des Ukraine-Kriegs ausgesprochen. „Wir brauchen Frieden, eben einen gerechten, fairen Frieden und keinen endlosen Krieg“, sagte das Staatsoberhaupt in seiner abendlichen Videobotschaft. Das Basisszenario sei, die derzeitigen ukrainischen Positionen an der Front zu halten und somit die Voraussetzung für „richtige Diplomatie“ zu schaffen. Zuvor hatte Trump Selenskyj ein weiteres Mal vorgeworfen, nicht an einem Friedensschluss interessiert zu sein.

Dazu beharrte Selenskyj erneut auf Sicherheitsgarantien für sein Land. „Eben fehlende Sicherheitsgarantien haben es Russland vor elf Jahren gestattet, mit der Besetzung der (Halbinsel) Krim und dem Krieg im Donbass zu beginnen“, unterstrich der Staatschef. Die 2022 begonnene und bis heute andauernde Großinvasion der Ukraine durch die russische Armee sei ebenso die Folge nicht gewährter Sicherheitsgarantien. „Und das sieht die ganze Welt und erkennt die ganze Welt an“, hob Selenskyj hervor.

Trump schießt gegen Selenskyj und EU – „Was denken die sich?“

Update, 19.58 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat seine Verbalattacken gegen den ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj mit unverminderter Härte fortgesetzt. Trump schrieb in seinem Onlinedienst Truth Social über Selenskyj: „Dieser Typ will keinen Frieden, solange er die Rückendeckung Amerikas hat.“ Trump zitierte einen Bericht, demzufolge Selenskyj gesagt habe, ein Ende des Ukraine-Kriegs sei noch weit entfernt. „Dies ist die schlimmste Erklärung, die Selenskyj hätte abgeben können, und Amerika wird sich das nicht länger gefallen lassen“, kommentierte Trump.

Weiter kritisierte Trump die europäischen Staats- und Regierungschefs, die sich am Vortag in London zu einem Unterstützungsgipfel für die Ukraine getroffen hatten. Unter Bezug auf die Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs schrieb Trump, die europäischen Staatenlenker hätten bei dem Treffen „rundweg erklärt, dass sie den Job nicht ohne die Vereinigten Staaten machen können“. Dies sei aber „wahrscheinlich nicht ein großartiges Statement“, um „Stärke gegenüber Russland“ zu demonstrieren. „Was denken die sich?“, fügte Trump hinzu.

Selenskyj-Eklat: Polens Ex-Präsident schreibt drastischen Brief an Trump

Update, 16.24 Uhr: Der ehemalige polnische Präsident und Gewerkschaftsführer, Lech Walesa, hat sich in einem Brief an US-Präsident Donald Trump gerichtet. „Wir haben Ihr Gespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit Entsetzen und Abscheu verfolgt“, schreibt Friedensnobelpreisträger Walesa in dem Brief, den er auf Facebook veröffentlicht hat. 39 ehemalige polnische politische Gefangene haben unterzeichnet.

„Wir finden Ihre Erwartung von Respekt und Dankbarkeit für die materielle Hilfe der USA für die Ukraine in ihrem Kampf gegen Russland beleidigend“, heißt es darin. Dankbarkeit gebühre „den heldenhaften ukrainischen Soldaten, die ihr Blut vergossen haben, um die Werte der freien Welt zu verteidigen“. Das Treffen der beiden Staatsoberhäupter im Oval Office habe Erinnerungen an die Befragungen der Geheimdienste zu Zeiten des Kommunismus geweckt.

Trump (r.) und Selenskyj während ihrer hitzigen Diskussion im Oval Office (28. Februar)

Reaktionen nach Streit im Weißen Haus: Merz äußert sich zu Trump-Selenskyj-Eklat

Update, 14.46 Uhr: CDU-Chef Friedrich Merz erhebt nun schwere Anschuldigungen gegen den US-Präsidenten Donald Trump. Laut Merz wurde der Eklat zwischen Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bewusst von der US-Seite herbeigeführt. Er habe sich die Szene mehrfach angeschaut, sagte der Unions-Kanzlerkandidat nach Beratungen der CDU-Gremien in Berlin. „Es ist nach meiner Einschätzung keine spontane Reaktion auf Interventionen von Selenskyj gewesen, sondern offensichtlich eine herbeigeführte Eskalation in dieser Begegnung im Oval Office.“ 

Bei dem Eklat am Freitag im Weißen Haus hatten Trump und sein Vize J.D. Vance Selenskyj im Oval Office mit schweren Vorwürfen überzogen und ihm unter anderem mangelnde Dankbarkeit vorgeworfen.

Üblicherweise dauerten die Pressetermine im Oval Office nur wenige Minuten – am Freitag sei dies anders gewesen, sagte Merz. Er fügte hinzu: „Ich bin einigermaßen erstaunt gewesen, auch über den gegenseitigen Umgangston. Das war der Sache nicht dienlich.“ Dennoch werbe er dafür, „dass wir alles tun, um die Amerikaner auch in Europa zu halten“, sagte er vor dem Hintergrund von Spekulationen, Trump könne Teile der US-Truppen aus Deutschland abziehen. 

Hegseth mit Anweisung an das Pentagon, um Russland an den Verhandlungstisch zu holen

Update, 13.50 Uhr: Der neue US-Verteidigungsminister Pete Hegseth soll das „U.S. Cyber Command“ angewiesen haben, Operationen gegen Russland zu beenden. Das „USCYBERCOM“ ist eine militärische US-Behörde, die mit der elektronischen Kriegsführung betraut ist. Die New York Times berichtet, dies sei Teil der US-Maßnahmen, um Wladimir Putin an den Verhandlungstisch über den Ukraine-Krieg zu bringen. Tatsächlich soll die Anweisung Hegseths schon vor dem Treffen im Weißen Haus an die Pentagon-Behörde gegangen sein.

Update, 11.23 Uhr: Kremlsprecher Dmitri Peskow hat sich bei einer Pressekonferenz in Moskau heute gewohnt kaltblütig geäußert: „Das war ein beispielloses Ereignis“, sagte er mit Blick auf den Eklat zwischen Trump und Selenskyj. „Selenskyj hat einen völligen Mangel an diplomatischen Fähigkeiten gezeigt. Um es milde auszudrücken.“ Der Vorfall verdeutliche, „wie schwierig es sein wird, den Weg zu einer Lösung in der Ukraine zu finden“. Peskow warf ihm außerdem vor, keinen Frieden zu wollen: „Jemand muss Selenskyj zwingen, seine Meinung zu ändern.“

Ukraine-Botschafter in Deutschland will Trump-Selenskyj-Eklat nicht bewerten

Update, 9.36 Uhr: Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Olexii Makeiew, will den Eklat zwischen Trump und Selenskyj nicht bewerten. „Ich spreche über Inhalte“, sagt er jetzt im ZDF auf eine entsprechende Frage. Die USA würden als Verbündeter gebraucht und nicht als Vermittler, sagt er mit Blick auf die Haltung von Trump, der sich eher als Vermittler sieht und nicht von Russland als Aggressor spricht. Auf die Frage, ob Europa US-Hilfen ersetzen könnte, erklärte er laut Reuters: „Ich bin mir sicher, dass Europa sehr viel mehr tun kann, aber die Amerikaner brauchen wir mit am Tisch.“

Nach Eklat im Weißen Haus: Republikaner warnt Selenskyj vor Putin – „KGB-Schurke“

Update, 8.31 Uhr: Innerparteiliche Kritik an Trumps Ukraine-Kurs ist selten. Auch der republikanische Senator James Lankford stellt sich nicht gegen den US-Präsidenten – zeigte jedoch Verständnis für die schwierige Lage von Selenskyj. Er bekräftigte, dass die USA der Ukraine nicht den Rücken kehren würden. Gleichzeitig sagte er, dass sich der Krieg in einer „Pattsituation“ befinde. Zugleich kritisierte Lankford Wladimir Putin scharf: Der Kremlchef sei ein „Diktator“ und „KGB-Schurke, der seine politischen Gegner ermordet“, sagte er dem US-Sender NBC. Selenskyj sei „zu Recht besorgt darüber, dass Putin jedes einzelne Abkommen, das er jemals unterzeichnet hat, gebrochen hat und man ihm nicht trauen kann“.

Selenskyj: Es gab keinen Tag ohne Dankbarkeit für US-Hilfe

Update vom 3. März, 7.37 Uhr: Trump und Vance warfen Selenskyj beim Eklat im Weißen Haus mangelnde Dankbarkeit vor. Der Ukrainer hat nun seine Wertschätzung für die Hilfe der USA betont: „Natürlich wissen wir um die Bedeutung Amerikas, und wir sind dankbar für die ganze Unterstützung, die wir von den Vereinigten Staaten erhalten haben“, sagte er in seiner in der Nacht nach dem Ukraine-Gipfel veröffentlichten Video-Botschaft. „Es gab keinen Tag, an dem wir keine Dankbarkeit empfunden haben.“

Reaktionen auf Trumps Eklat im Weißen Haus: „War inszeniert“

Update, 16.58 Uhr: Nach dem Vorfall im Weißen Haus zwischen Donald Trump und Wolodymyr Selenskyj hat sich auch die FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann mit einer Reaktion zu Wort gemeldet. „Der Eklat im Weißen Haus war inszeniert“, sagte sie laut ntv. Das Verhalten Trumps habe sie zwar kommen sehen – allerdings nicht in dieser „Hässlichkeit und Geschwindigkeit“.

Senator kritisiert Trump für Selenskyj-Eklat

Update, 16.19 Uhr: Nach dem Eklat im Weißen Haus hat sich nun auch Senator Chris Murphy, Demokrat aus Connecticut, zu dem Selenskyj-Treffen mit Trump zu Wort gemeldet. Gegenüber CNN sagte der Kritiker der zweiten Trump-Regierung: „Es ist absolut beschämend, was gerade passiert.“ Der Politiker verwies auf Trumps Bemühungen, ein Ende des Ukraine-Kriegs zu erreichen. „Das Weiße Haus ist zu einem Arm des Kremls geworden“, sagte Murphy. „Das Weiße Haus tut so, als hätte die Ukraine diesen Krieg begonnen. Das bedeutet im Wesentlichen, dass Polen zu Beginn des Zweiten Weltkriegs in Deutschland einmarschiert ist. Es gibt noch Fakten auf dieser Welt.“

Update, 12.06 Uhr: Der Kreml hat offiziell auf den neuen Ukraine-Kurs von Donald Trump reagiert – und begrüßte ihn ausdrücklich. „Die neue Regierung verändert rapide alle außenpolitischen Strukturen. Das stimmt größtenteils mit unserer Vision überein“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow im russischen Staatsfernsehen. Zu beachten ist dabei, dass das Interview am Mittwoch (26. Februar) geführt und erst heute ausgestrahlt wurde. Es fand somit vor dem jüngsten Eklat im Weißen Haus statt.

Europäische Staatschefs bei Ukraine-Gipfel in London – ohne Trump

Update, 10.43 Uhr: Trotz des Zusammenstoßes mit Wolodymyr Selenskyj: Der britische Premierminister Keir Starmer ist nach eigenen Worten davon überzeugt, dass US-Präsident Donald Trump einen dauerhaften Frieden in der Ukraine anstrebt. Er habe Trump mehrmals gesprochen und ihn zweimal getroffen. Es sei ihm unangenehm gewesen, das Treffen von Trump und Selenskyj im Weißen Haus zu beobachten, sagte Starmer jetzt dem Sender BBC. Starmer hat für den heutigen Sonntag zum Ukraine-Gipfel nach London eingeladen. An dem Treffen werden unter anderem teilnehmen:

Update, 9.57 Uhr: Ex-Außenminister Sigmar Gabriel hat vor einer Bedrohung für Europa durch die Politik von US-Präsident Donald Trump gewarnt – und eine „Koalition der Willigen“ gefordert. Der SPD-Politiker sagte der Augsburger Allgemeinen: „Ich bin sicher, dass er Europa schwächen oder sogar zerstören will, denn wir sind eben doch ziemlich groß“, warnte Gabriel.

„Deutschland, Frankreich, Polen, Großbritannien und sicher auch die skandinavischen Staaten müssen sozusagen neben der Europäischen Union in einer gemeinsamen Sicherheits- und Außenpolitik vorangehen“, sagte er der Zeitung. Mit den Schwachen springe Trump um wie mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj beim Eklat im Weißen Haus, meinte Gabriel.

Ex-Botschafter Melnyk will nach Eklat im Weißen Haus „Wogen glätten“

Update vom 2. März, 6.56 Uhr: Der frühere ukrainische Botschafter in Deutschland Andrij Melnyk fordert nach dem Eklat im Weißen Haus eine Wiederannäherung an die USA. Wie Deutschlandfunk berichtet, sagte Melnyk den Funke-Zeitungen, es sei Zeit, „die Wogen zu glätten“. Die Ukraine sei im Abwehrkampf gegen Russland „massiv“ auf Unterstützung aus dem Westen angewiesen. Melnyk fügte laut dem Bericht hinzu, die Ukrainer blieben den USA und der EU unermesslich dankbar.

Trump beharrt weiterhin auf Entschuldigung von Selenskyj

Update, 20.51 Uhr: Donald Trump gibt nicht klein bei: Nach dem Eklat mit Wolodymyr Selenskyj im Weißen Haus beharrt der US-Präsident weiter auf einer öffentlichen Entschuldigung. Erst wenn er diese von dem ukrainischen Präsidenten bekommen habe, könne man die Beziehungen wieder aufbauen, sagte Trump laut dem US-Nachrichtensender Bloomberg. Eine ähnliche Bedingung hatte er schon am Freitag geäußert. Zwar zeigte sich Selenskyj nach dem Streit im Oval Office milde und bedankte sich mehrfach für die US-Unterstützung für den Ukraine-Krieg. Eine offizielle Entschuldigung lehnte er bislang als Reaktion aber ab.

Reaktionen nach Eklat im Weißen Haus: Nato-Chef hat Rat

Update, 17.15 Uhr: Nach dem Eklat im Weißen Haus wächst der internationale Druck auf die Ukraine: So reagierte Nato-Generalsekretär Mark Rutte auf den Streit im Oval Office und forderte den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj auf, seine Beziehung zu US-Präsident Donald Trump zu kitten: „Was ich Präsident Selenskyj gesagt habe, war: ‚Lieber Wolodymyr, ich glaube, Du musst einen Weg finden, Deine Beziehung zu Donald Trump und der US-Regierung wiederherzustellen‘“, sagte Rutte am Samstag dem britischen Sender BBC. Die Ukraine, die USA und Europa müssten zusammenhalten, damit in der Ukraine ein dauerhafter Frieden Einzug halten könne, sagte der Nato-Generalsekretär. Selenskyj und US-Präsident Trump waren am Freitag in Washington heftig aneinandergeraten.

Reaktionen zum Trump-Eklat: AfD feiert öffentlichen Streit mit Selenskyj

Update, 10.41 Uhr: Während deutsche Politikerinnen und Politiker der Mitte dem ukrainischen Präsidenten die Unterstützung Deutschlands zusichern, haben sich Vertreter der in Teilen rechtsextremen AfD auf die Seite von Donald Trump geschlagen. Infolge des Eklats im Weißen Haus schrieb AfD-Chefin Alice Weidel auf X: „Historisch. Trump & Vance!“

Reaktionen zum Trump-Eklat: Russland feiert – Selenskyj schließt Rücktritt aus

Update, 8.30 Uhr: Selenskyj hat nach dem Eklat im Weißen Haus den eigenen Rücktritt ausgeschlossen. „Die Amerikaner wählen ihre Präsidenten … und nur die Ukrainer wählen die Ukrainer“, erklärte der Präsident der Ukraine bei Fox News kurz nach dem öffentlich ausgetragenem Streitgespräch mit Donald Trump und JD Vance. Unter anderem der republikanische Senator Lindsey Graham hatte Selenskyj zum Rücktritt aufgefordert. Auch eine Entschuldigung schloss Selenskyj aus: „Ich respektiere den Präsidenten und ich respektiere das amerikanische Volk“, sagte er. „Aber ich bin nicht sicher, ob wir etwas Schlechtes getan haben.“

Gleichzeitig bedauere Selenskyj das Ergebnis des Treffens. „Ich möchte einfach nur ehrlich sein. Ich möchte nur, dass unsere Partner alles richtig verstehen“, zitiert ihn die kyivpost. Die Ukraine wäre weiterhin bereit für ein Abkommen mit den USA – sobald darin auch Sicherheitsgarantien enthalten seien, heißt es weiter.

Nach Trump-Eklat: US-Politiker unterstützen Selenskyj

Update, 8.16 Uhr: Neben dem parteilosen Senator Bernie Sanders haben sich weitere Senatoren empört über den Eklat im Weißen Haus geäußert. Über Wolodymyr Selenskyj schrieb der demokratische Senator Chris Van Hollen: „Er hat etwas, was Trump nie haben oder verstehen wird: Mut und Prinzipien. Jeder Amerikaner sollte empört sein.“ Van Hollen betonte auf X, er habe Selenskyj vor dem Eklat im Oval Office getroffen: „Wie immer bedankte er sich für Amerikas Unterstützung für das ukrainische Volk.“

Hakeem Jeffries, Minority Leader der Demokraten im Repräsentantenhaus, warf der Trump-Administration vor, die USA vor der Welt zu blamieren. Trumps Verhalten werde nur dazu dienen, „einen brutalen Diktator weiter zu ermutigen“, erklärte der Demokrat bezogen auf Russlands Präsidenten Wladimir Putin.

Auch einige Republikaner äußerten Kritik. Der republikanische Abgeordnete Don Bacon erklärte: „Manche wollen die Wahrheit beschönigen, aber wir können die Wahrheit nicht ignorieren. Russland ist schuld an diesem Krieg.“ Es sei ein schlechter Tag für Amerikas Außenpolitik.

Reaktionen auf Trump-Selenskyj-Streit: Kreml-Schergen feiern

Update, 20.35 Uhr: Nach Dmitri Medwedew hat auch die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, auf Telegram auf den Streit zwischen Donald Trump und Wolodymyr Selenskyj reagiert. „Ich denke, die größte Lüge Selenskyjs von allen ist seine Aussage im Weißen Haus, man habe das Kiewer Regime im Jahr 2022 allein und ohne Unterstützung gelassen“, schrieb sie. Und weiter: „Dass Trump und Vance sich zurückgehalten und diesem Dreckskerl keine Schläge versetzt haben, ist ein Wunder an Durchhaltevermögen.“

Erstmeldung vom 28. Februar: Washington D.C. – Nach dem außerordentlichen Streit auf offener Bühne mit US-Präsident Donald Trump hat der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj das Weiße Haus vorzeitig verlassen. Selenskyj fuhr in seiner Limousine ab. Die eigentlich geplante gemeinsame Pressekonferenz Trumps und Selenskyjs, die auf die Unterschrift eines Rohstoffabkommens zwischen der Ukraine und den USA folgen sollte, wurde abgesagt - so auch die Unterzeichnung selbst.

Trump-Selenskyj-Streit im Oval Office: Putin-Freund Medwedew feiert

Beim engen Kreis des russischen Präsidenten Wladimir Putin sorgt das für Lob des amerikanischen Präsidenten. So etwa beim ehemaligen russischen Präsidenten und aktuellen Vize-Chef des russischen Sicherheitsrats, Dmitri Medwedew.

„Eine brutale Standpauke im Oval Office. Trump sagte dem Kokain-Clown zum ersten Mal die Wahrheit ins Gesicht: Das Kiewer Regime spielt mit dem Dritten Weltkrieg“, schrieb Medwedew im Kurznachrichtendienst Telegram mit Blick auf die Aussagen des US-Präsidenten. Weiter hieß es: „Und das undankbare Schwein bekam von den Besitzern des Schweinestalls eine kräftige Ohrfeige. Das ist nützlich. Aber das ist nicht genug – wir müssen die Militärhilfe für die Nazi-Maschinerie beenden.“

Trump schmeißt ukrainischen Präsidenten raus: Selenskyj verlässt Weißes Haus

Trump hat dem ukrainischen Präsidenten über sein Online-Sprachrohr Truth Social die Tür gewiesen. „Er kann zurückkommen, wenn er zu Frieden bereit ist“, schrieb Trump dort. Selenskyj habe „die Vereinigten Staaten von Amerika in ihrem geschätzten Oval Office nicht respektiert“. 

Der Ukrainer sei „nicht zum Frieden bereit ist, wenn Amerika beteiligt ist, weil er glaubt, dass unsere Beteiligung ihm einen großen Vorteil bei den Verhandlungen verschafft“. Beim Trump-nahen Fernsehsender Fox News hieß es, Selenskyj sei schlicht hinausgeworfen worden. Unter Berufung auf US-Beamte hieß es, die Ukrainer hätten die USA „für einen Reset angeflogen“, doch Außenminister Marco Rubio und Vize-Präsident JD Vance hätten Selenskyj informiert, er müsse das Weiße Haus nun verlassen.

Trump und Selenskyj liefern sich Streit: „Respektlosigkeit“

Zu dem Streit war es gekommen, nachdem Trump Selenskyj aufgefordert hatte, „Kompromisse“ mit dem russischen Präsidenten Putin einzugehen. Selenskyj erwiderte, es dürfe keine „Kompromisse mit einem Mörder auf dem eigenen Staatsgebiet“ geben - und zeigte Trump Fotos von Kriegsgräueln.

Daraufhin sagte Vizepräsident JD Vance, der an dem Treffen teilnahm, „Diplomatie“ sei nötig, um den Krieg zu beenden. Selenskyj fragte zurück: „Welche Diplomatie?“ Vance warf dem ukrainischen Staatschef daraufhin vor, sich „respektlos“ im Büro des Präsidenten der USA zu verhalten.

Trump sagte im Verlauf des Wortgefechts zu Selenskyj: „Sie spielen mit dem Leben von Millionen von Menschen. Sie spielen mit dem Dritten Weltkrieg.“ Zudem sagte er, Selenskyj sei „überhaupt nicht dankbar“. „Es wird schwer sein, auf diese Weise ins Geschäft zu kommen“, fügte Trump hinzu. Im Verlauf des Treffens sagte der amerikanische Präsident zudem, er habe bereits „zahlreiche Male“ mit dem russischen Präsidenten Putin gesprochen. (red mit Agenturen)

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