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News zum Ende des Gaza-Kriegs: Die USA vermitteln eine Waffenruhe. Doch die Hamas lehnt eine Entwaffnung ab. Der Ticker.
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Update, 22:05 Uhr: Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu hat vor der erwarteten Übergabe der Geiseln aus dem Gazastreifen von einem „historischen Ereignis“ gesprochen. „Morgen ist der Beginn eines neuen Weges. Ein Weg des Aufbaus, ein Weg der Heilung“, sagte Netanjahu in einer Videoansprache.
Der Tag werde neben der Freude über die Rückkehr der entführten Geiseln aber auch von Trauer über „die Freilassung der Mörder“ geprägt sein, fügte er in offensichtlicher Anspielung auf die palästinensischen Gefangenen hinzu, die Israel im Gegenzug für die Geiseln freilassen will. Israel habe mit vereinten Kräften enorme Siege errungen, betonte Netanjahu. Doch der Kampf sei noch nicht vorbei. „Es liegen noch große Sicherheitsherausforderungen vor uns.“ Einige Feinde versuchten, sich zu erholen, um erneut anzugreifen, so der Regierungschef.
Update, 15:02 Uhr: Gegenüber NBC News sagte US-Vizepräsident JD Vance am Sonntag, dass die verbleibenden israelischen Geiseln in Gaza „jederzeit“ als Teil der ersten Phase eines Friedensplans zwischen Israel und der Hamas freigelassen werden könnten. „Es müsste jetzt wirklich jeden Moment so weit sein“, sagte der Vizepräsident in der Sendung „Meet the Press“ und führte aus: „Der Präsident der Vereinigten Staaten plant, am Montagmorgen nahöstlicher Zeit in den Nahen Osten zu reisen, um die Geiseln zu begrüßen.“
Update, 13:35 Uhr: Israel ist nach Worten des Regierungschefs Benjamin Netanjahu zur sofortigen Aufnahme der Geiseln bereit, die von der islamistischen Hamas freigelassen werden sollen. Netanjahus Büro teilte mit, der Ministerpräsident habe in der Frage mit dem Geisel-Beauftragten Gal Hirsch gesprochen. „Israel ist vorbereitet und bereit, alle unsere Geiseln sofort in Empfang zu nehmen“, sagte Netanjahu demnach. Ein 72 Stunden lange Frist zur Freilassung der Geiseln im Rahmen des Gaza-Friedensplans von US-Präsident Donald Trump läuft am Montagmittag aus.
Update, 10:58 Uhr: Die ägyptische Regierung erwartet bei dem Friedensgipfel zur Waffenruhe nach zwei Jahren Gaza-Krieg am Montag Staats- und Regierungschefs aus mehr als 20 Staaten. Das von US-Präsident Donald Trump und Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi organisierte Treffen soll nachmittags im Badeort Scharm el-Scheich stattfinden, wie das Präsidialamt in Kairo mitteilte. In einer Zeremonie soll dann der Friedensplan unterzeichnet werden, dem Israel und die islamistische Hamas Ende der Woche zugestimmt haben.
Ihre Teilnahme bereits bestätigt haben Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und UN-Generalsekretär António Guterres. Großbritanniens Premierminister Keir Starmer wird an dem Treffen ebenfalls teilnehmen, wie die britische Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf Regierungskreise meldete. Es wird erwartet, dass auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) anreist.
Update, 12. Oktober, 6.38 Uhr: US-Präsident Donald Trump fliegt heute für gleich mehrere Termine in den Nahen Osten. Die einzelnen Stationen seiner Reise stehen jetzt fest: Vor seiner Rede im israelischen Parlament am Montagvormittag (13. Oktober) wird sich Trump in der Knesset mit Angehörigen der Hamas-Geiseln treffen. Das teilte das Weiße Haus mit. Am Nachmittag werde Trump dann zu einer „Nahost-Friedenszeremonie“ anlässlich des von ihm vermittelten Abkommens zwischen Israel und der Palästinenserorganisation Hamas in den ägyptischen Küstenort Scharm El-Scheich weiterreisen.
Update, 16.51 Uhr: Die Hamas lehnt offenbar die zweite Phase von Trumps Friedensplan für den Gaza-Krieg ab. Die dort festgelegte Niederlegung der Waffen durch die islamische Terrororganisation „kommt nicht in Frage und ist nicht verhandelbar“, sagte ein Hamas-Vertreter am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. US-Präsident Trump hatte zuvor erklärt, eine Entwaffnung der Hamas sei Teil der zweiten Phase seines Friedensplans für den Gazastreifen.
Nach Pläne für Gaza-Frieden: Trump kündigt Nahost-Reise an
Update, 11. Oktober, 6:05 Uhr: US-Präsident Donald Trump wird auf seiner bevorstehenden Nahost-Reise vor dem israelischen Parlament sprechen. Außerdem werde er in der ägyptischen Hauptstadt Kairo Station machen, kündigte der Republikaner im Weißen Haus vor dem geplanten Beginn seiner Reise am Sonntag an. Genaue Termine für die einzelnen Stationen nannte er nicht. In die USA zurückkehren will Trump voraussichtlich am Dienstagabend.
Ägyptens Präsident lädt Merz zu Zeremonie ein, um Gaza-Waffenruhe zu feiern
Update, 19:31 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wurde von Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi zu einer feierlichen Veranstaltung eingeladen, um die Einigung auf eine Waffenruhe im Gazastreifen zu feiern. Das Präsidialamt in Kairo teilte mit, dass die beiden Staatsoberhäupter telefonisch über die Einzelheiten des von US-Präsident Donald Trump vorgeschlagenen Friedensplans für die Region gesprochen haben.
Ein konkreter Termin für die Zeremonie wurde zunächst nicht bekanntgegeben. US-Präsident Donald Trump hatte kürzlich angekündigt, nach Ägypten zu reisen, um an einer „offiziellen Unterzeichnung“ des Abkommens zwischen Israel und der islamistischen Hamas teilzunehmen. Er plant, am Sonntag seine Reise in den Nahen Osten anzutreten.
Update, 17:52 Uhr: Die israelische Armee hat den im Gaza-Abkommen festgelegten Teilabzug ihrer Truppen aus dem Gazastreifen vollzogen. Dies markiert den Beginn der Freilassung der Geiseln. Der US-Sondergesandte Steve Witkoff erklärte am Freitag im Onlinedienst X, dass „die israelischen Streitkräfte die erste Phase des Rückzugs“ um 12:00 Uhr Ortszeit (11:00 Uhr MESZ) abgeschlossen hätten. Infolgedessen habe „die 72-Stunden-Frist zur Freilassung der Geiseln begonnen“, wie er unter Berufung auf das US-Regionalkommando im Nahen Osten mitteilte.
Ende des Krieges in Gaza: Wladimir Putin unterstützt Donald Trumps Friedensplan
Update, 15:22 Uhr: Russland zeigt ebenfalls Unterstützung für den Friedensplan von US-Präsident Donald Trump. Moskaus Machthaber Wladimir Putin äußerte, dass möglicherweise eine Anfrage zur russischen Beteiligung am Friedensprozess gestellt werden könnte, wie Reuters berichtet. Putin betonte zudem, dass Russland über vertrauensvolle Beziehungen zu den arabischen Staaten und insbesondere zu den Palästinensern verfüge.
Vor dem Gaza-Krieg: Die Geschichte des Israel-Palästina-Konflikts in Bildern




Update, 9:27 Uhr: Deutschland steht nach den Worten von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bereit, die Umsetzung der Waffenruhe in Nahost und einen Friedensprozess zu unterstützen. Die Frage einer militärischen Beteiligung an einer internationalen Stabilisierungsmission stelle sich für Deutschland nicht, hieß es von Merz in einer Erklärung. „Aber wir wollen helfen, den rechtlichen Rahmen für eine solche Präsenz zu schaffen, etwa durch eine Resolution des Sicherheitsrates.“
Nach Waffenstillstand in Gaza: Merz schließt Beteiligung der Bundeswehr aus
Insgesamt listet der Bundeskanzler in der Erklärung eine Reihe von Punkten auf, wie sich Deutschland am Friedensprozess in Gaza beteiligen könnte. Darunter sind etwa:
- eine sofortige humanitäre Hilfe in Höhe von 29 Millionen Euro
- mit Ägypten zusammen die Einladung zu einer internationalen Wiederaufbaukonferenz für Gaza und
- die Beteiligung Deutschlands am von US-Präsident Donald Trump vorgeschlagenen Friedensrat
Bei diesen Punkten folge die Bundesregierung einem klaren Kompass, so Merz. „Deutschland tritt für die Existenz und die Sicherheit Israels ein. Das gehört zum unveränderlichen Wesenskern unserer Beziehungen.“ Die Bundesregierung sei zudem der festen Überzeugung, dass die Zwei-Staaten-Lösung die beste Aussicht auf eine friedliche Zukunft für Israelis und Palästinenser eröffne.
Update, 8:40 Uhr: Nach der Zustimmung der Regierung in Israel zum Gaza-Abkommen mit der Hamas ist der Weg für ein Ende der Kämpfe sowie eine Rückkehr der Geiseln frei. So sieht der Fahrplan Nahost jetzt aus:
- Laut dem vom Fernsehsender Kan veröffentlichten Vertragstext sollen die Militäreinsätze sofort eingestellt werden. Binnen 24 Stunden nach dem Beschluss sollen sich die israelischen Streitkräfte auf eine vereinbarte Linie zurückziehen.
- Hilfslieferungen sollen umgehend ermöglicht werden.
- Innerhalb von 72 Stunden sollen alle Geiseln in der Gewalt der Hamas und anderer Terroristen freigelassen und die Leichen toter Geiseln übergeben werden.
- Israel soll rund 250 wegen schwerer Straftaten zu lebenslanger Haft verurteilte Palästinenser und etwa 1700 weitere Palästinenser freilassen, die nach dem 7. Oktober 2023 inhaftiert wurden.
Update, 6:25 Uhr: Das Abkommen zwischen Israel und der Hamas sieht laut einem Bericht des Fernsehsenders Kan ein sofortiges Ende des Gaza-Kriegs nach der – inzwischen erfolgten – Zustimmung der israelischen Regierung vor. Alle militärischen Einsätze, einschließlich Luftangriffen und Artilleriebeschuss sowie gezielter Operationen, seien einzustellen, heißt es in dem unterzeichneten Abkommen, das Kan auf der Plattform X veröffentlichte. Zudem sind demnach unverzüglich Hilfslieferungen in den Gazastreifen zu bringen.
Update, 5:10 Uhr: Soldaten aus den USA sollen nach Angaben von US-Regierungsvertretern im Nahen Osten stationiert werden, um die Einhaltung der Waffenruhe im Gazastreifen zu überwachen. Der Leiter des US-Zentralkommandos Centcom, Admiral Brad Cooper, werde zu Beginn 200 Kräfte haben, sagte ein hochrangiger US-Regierungsvertreter zu Journalisten. Seine Aufgabe werde es sein, „zu überwachen, zu beobachten und sicherzustellen, dass es keine Verstöße gibt".
Update, 10. Oktober, 5:00 Uhr: Die israelische Regierung hat das Abkommen zur Freilassung der Geiseln aus dem Gazastreifen genehmigt. „Die Regierung hat gerade den Rahmen für die Freilassung aller Geiseln - sowohl der lebenden als auch der verstorbenen – gebilligt“, hieß es in einer in der Nacht zum Freitag veröffentlichten Erklärung des Büros von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu.
Update, 21:16 Uhr: Der rechtsextreme israelische Sicherheitsminister Itamar Ben Gvir lehnt die Vereinbarung mit der radikalislamischen Hamas über die erste Phase des Gaza-Friedensplans von US-Präsident Donald Trump ab. Im Onlinedienst X begrüßte Ben Gvir am Donnerstagabend zwar die geplante Freilassung der israelischen Geiseln im Gazastreifen. „Dennoch ist es absolut unzulässig, die Frage des Preises dafür beiseite zu lassen: die Freilassung von tausenden Terroristen, einschließlich 250 Mörder, die aus Gefängnissen freigelassen werden sollen.“ Er fügte hinzu: „Das ist ein unerträglich hoher Preis.“
Ben Gvir erklärte mit Blick auf die Abstimmung im israelischen Kabinett über die erzielte Vereinbarung mit der Hamas: „Ich kann nicht für eine Vereinbarung stimmen, die diese mörderischen Terroristen freilässt, und wir werden uns in der Regierung widersetzen.“
Update, 20:45 Uhr: Nach der Einigung auf eine Waffenruhe zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen hat der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erneut den Friedensnobelpreis für US-Präsident Donald Trump gefordert. „Gebt Donald Trump den Friedensnobelpreis – er verdient ihn!“, erklärte Netanjahus Büro auf X. Auch Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi betonte während eines Telefonats mit Trump, er verdiene für das Erreichen der Einigung den Friedensnobelpreis.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sagte unterdessen in der ARD auf die Frage, ob Trump den Friedensnobelpreis, der am Freitag bekannt gegeben wird, verdient hätte, dass das Nobelkomitee „längst entschieden“ habe. „Ich würde Donald Trump auch einladen, das, was er jetzt erfolgreich – möglicherweise erfolgreich – in Israel gemacht hat, mit uns zusammen auch gemeinsam erfolgreich in der Ukraine hinzubekommen“. Wenn er das hinbekomme, „dann hat er wirklich große Verdienste“, sagte Merz.
Erstmeldung: Tel Aviv/Gaza/Washington - Im Ringen um eine Beilegung des Gaza-Kriegs haben sich Israel und die islamistische Hamas in indirekten Verhandlungen auf erste wichtige Punkte geeinigt. Demnach werden die in den Gazastreifen verschleppten Geiseln freigelassen und Israel wird seine Truppen auf eine vereinbarte Linie zurückziehen, wie US-Präsident Donald Trump für die Vereinigten Staaten als Vermittlerland auf seiner Plattform Truth Social bekannt gab. „Alle Parteien werden fair behandelt“, schrieb er dort.
Die Hamas bestätigte die Einigung. Die Vereinbarung sehe ein Ende der Kampfhandlungen im Gazastreifen, einen Rückzug des israelischen Militärs, Zugang für Hilfsgüter in das Küstengebiet und einen Austausch von Geiseln und Häftlingen vor, hieß es in einer Mitteilung der Terrororganisation.
Durchbruch nach zwei Jahren Krieg
Damit ist zwei Jahre nach dem Beginn des Gaza-Kriegs ein Durchbruch gelungen. Man sei sich über die erste Phase des US-Friedensplans einig geworden, schrieb Trump. Im ägyptischen Scharm el Scheich hatten Verhandler um Details gerungen. Trump brachte bereits einen Besuch in Israel am Wochenende ins Spiel. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu lud Trump ein, vor der Knesset zu sprechen.
Auslöser des Gaza-Kriegs war der Überfall der Hamas und anderer islamistischer Terrorgruppen auf Israel am 7. Oktober 2023. Rund 1.200 Menschen wurden dabei getötet und mehr als 250 als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Israel reagierte seinerseits mit Angriffen. Seitdem wurden laut der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde mehr als 67.000 Palästinenser getötet.
Was ist über die Abmachung bekannt?
Alle Geiseln sollen freikommen, und zwar sehr bald, schrieb Trump. Außerdem werde Israel seine Truppen hinter eine vereinbarte Linie zurückziehen. Das seien die ersten Schritte hin zu einem „starken, dauerhaften und ewigen Frieden“. Laut einem Bericht der „Times of Israel“ will die israelische Regierung am Donnerstag zusammenzukommen, um das Abkommen zu genehmigen. Der TV-Sender CNN berichtete unter Berufung auf eine israelische Quelle, dass die Geiseln voraussichtlich am Samstag oder Sonntag freigelassen werden könnten. Trump hingegen sprach in einem Audio-Interview des Senders Fox News von voraussichtlich Montag.
Das Abkommen über die erste Phase einer Waffenruhe im Gazastreifen werde zu einem Ende des Krieges, zur Freilassung israelischer Geiseln und palästinensischer Gefangener sowie zur Einfuhr von Hilfsgütern führen, schrieb der Sprecher des katarischen Außenministeriums, Madschid al-Ansari, auf der Plattform X. „Die Einzelheiten werden später bekanntgegeben.“ Katar gilt als zentraler Vermittler zwischen Israel und den Palästinensern.
20 Geiseln im Gazastreifen sollen noch am Leben sein
Im Gazastreifen befinden sich noch 48 Geiseln, von denen nach israelischen Informationen noch 20 am Leben sind. „Das ist ein wichtiger und bedeutender Schritt auf dem Weg, alle nach Hause zu bringen, aber unser Kampf ist noch nicht vorbei und wird erst enden, wenn die letzte Geisel zurückgekehrt ist“, hieß es in einer Mitteilung des Forums der Geisel-Familien. „Es ist unsere moralische und nationale Pflicht, sie alle nach Hause zu holen – sowohl die Lebenden als auch die Toten. Ihre Rückkehr ist für die Heilung und Genesung der gesamten israelischen Gesellschaft von entscheidender Bedeutung.“
Trumps Plan sieht vor, dass Israel im Gegenzug rund 250 zu lebenslanger Haft verurteilte palästinensische Häftlinge sowie etwa 1.700 nach dem 7. Oktober 2023 Inhaftierte freilässt. Trotz der angekündigten Geiselfreilassung bleiben viele Fragen offen.
Gibt die Hamas ihre Waffen ab?
Nicht erwähnt wird bisher ein wichtiger Knackpunkt des Friedensplans: die Entwaffnung von Terroristen im Gazastreifen. Das sieht Trumps Friedensplan vor: Sobald alle Geiseln freigelassen sind, bekommen demnach Hamas-Mitglieder, die sich zu friedlicher Koexistenz und zur Niederlegung ihrer Waffen verpflichten, Amnestie. Die USA sind überzeugt, dass der Terror wiederkommen wird, wenn es keine Entwaffnung gibt. US-Außenminister Marco Rubio sagte am Sonntag zu den längerfristigen Zielen, zu denen auch eine Entwaffnung gehöre: „Das wird schwierig sein, aber es ist entscheidend, denn ohne das wird es keinen dauerhaften Frieden geben. Man mag die Geiseln zurückbekommen, man mag eine Einstellung der Feindseligkeiten erreichen, aber langfristig wird sich alles wiederholen.“
Die USA hatten betont, dass es zwei Phasen der Verhandlungen gäbe. Zum einen die über die Geiselfreilassung, die absolute Priorität habe. Zum anderen eine zweite Phase, in der der langfristige Frieden gesichert werden sollte. Darunter zählten die USA auch die Entwaffnung.
Übergangsregierung
Wird es wirklich so kommen wie im Friedensplan formuliert? Die Islamistenorganisation hatte jüngst zwar gesagt, sie sei damit einverstanden, dass das Gebiet nach Kriegsende zunächst von einer Übergangsregierung palästinensischer Technokraten unter Aufsicht eines internationalen Gremiums regiert werde. Es blieb aber unklar, ob sie damit auch der Forderung von Trumps Friedensplan zustimmte, dass sie selbst dabei keine Rolle spielen darf.
UN-Generalsekretär António Guterres rief nach der Einigung in Ägypten alle Beteiligten auf, „diese einmalige Gelegenheit“ für den Weg hin zu einer Zweistaatenlösung zu nutzen, die es Israelis und Palästinensern ermöglichen würde, in Frieden und Sicherheit zu leben. „Noch nie stand so viel auf dem Spiel“, betonte er. Mit Zweistaatenlösung ist ein unabhängiger palästinensischer Staat gemeint, der friedlich Seite an Seite mit Israel existiert. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu lehnt eine Zweistaatenlösung ebenso ab wie die Hamas.
Israels Militär zieht sich auf vereinbarte Linie zurück
Die israelischen Streitkräfte sollen sich laut Trumps Plan auf eine vereinbarte Linie zurückziehen, um die Geiselfreilassung vorzubereiten. Wo diese Linie exakt verlaufen soll, war zunächst allerdings unklar. Netanjahu sagte zuletzt, das israelische Militär solle weiterhin strategisch wichtige Gebiete „tief im Gazastreifen“ kontrollieren. Der vollständige Rückzug ist laut Trumps Plan erst zu einem späteren Zeitpunkt vorgesehen, wenn eine internationale Stabilisierungstruppe (ISF) für Sicherheit vor Ort sorgt.
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