Schmutzige Tricks der Hamas

Satellitenaufnahmen enthüllen: Hamas feuert offenbar Raketen zwischen Moscheen und Kindergärten ab

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Screenshot aus einem Video der israelischen Verteidigungsstreitkräfte, das die Abschusspositionen von Hamas-Raketen direkt neben zivilen Einrichtungen zeigt.
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Die Terrororganisation Hamas will Israel gewaltsam zerstören und setzt in ihrer Strategie offenbar gezielt auf zivile Opfer in der palästinensischen Bevölkerung. Das dient auch dem eigenen Narrativ.

Gaza – Als Reaktion auf den Terrorangriff der radikal-islamischen Hamas am 7. Oktober rief Israel den Kriegszustand aus. Allein in den vergangenen 24 Stunden habe man 320 Militärziele im Gazastreifen angegriffen, teilte die israelische Armee am Montag (23. Oktober) mit. Dabei arbeitet das Militär auch mit Aufklärungssatelliten, deren Bilder offenbar eine perfide Strategie der Hamas enthüllen: Die Terroristen sollen bewusst aus der Nähe von Schulen und Kindergärten angreifen und Zivilisten damit zu menschlichen Schutzschilden machen.

Satellitenbilder aus dem Krieg in Israel: Hamas verwendet Zivilisten als menschliche Schutzschilde

Die Hamas-Terroristen verstecken sich im Gazastreifen – und Israel versucht, sie aufzuspüren. Palästinensische Opfer in der Zivilbevölkerung nehme die Terrororganisation im Kampf nicht nur in Kauf, sondern setze sogar gezielt darauf, so der Vorwurf Israels. Der Sprecher der israelischen Streitkräfte (IDF), Daniel Hagari, teilte dazu auf der Plattform X (vormals Twitter) Satellitenbilder. „Seit Beginn des Krieges nutzt die Terrororganisation Hamas Zivilisten und zivile Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen und Moscheen, um Raketen auf Israel abzuschießen“, erklärte der Armeesprecher am Sonntag.

Bei ballistischen Geschossen lässt sich der Abschussort zurückberechnen. Oftmals erfolgen Gegenschläge auf diese Positionen. Im Narrativ der Hamas lässt sich dann auf das Leid des palästinensischen Volkes verweisen, was auch dem eigenen Machterhalt dient.

5087 Menschen kamen im Gazastreifen seit Beginn des Krieges angeblich ums Leben, wie die Hamas geführten Gesundheitsbehörden mitteilten. Unter den Todesopfern seien über 2000 Kinder, zusätzlich verzeichne man bislang über 15.000 Verletzte. Die Zahlen der Terrororganisation lassen sich nicht unabhängig verifizieren, ihre Belastbarkeit ist daher unklar. Die Vereinten Nationen sprachen in einem Bericht ebenfalls von über 5.000 Todesopfern, beziehen sich bei ihren Zahlen jedoch auch auf die „de facto Behörden“ im Gazastreifen.

Krieg in Israel: Leidtragende sind vor allem die Zivillisten – auf beiden Seiten

Nicht nur auf palästinensischer Seite leiden die Zivilisten unter der Terrororganisation. Die Hamas feuere ihre Raketen absichtlich auf israelische Zivilisten ab, kommentierte Armeesprecher Hagari die Satellitenbilder. Bei dem schlimmsten Terroranschlag in der Geschichte Israels hatten die Kämpfer der Hamas zudem wahllos hunderte jüdische Zivilisten getötet. Die Zahl der Opfer wird mittlerweile mit mehr als 1400 beziffert.

Über 200 Menschen hatten die Terroristen als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. „Den Terroristen, die die Geiseln als Schutzschild missbrauchen, rufe ich zu: Beenden Sie die Barbarei!“, sagte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) am Sonntag in Berlin bei einer Solidaritätskundgebung mit Israel. „Lassen Sie die Unschuldigen frei“.

Westen mahnt, zivile Opfer zu vermeiden: USA rät offenbar zur Verschiebung der Bodenoffensive

Indes gehen die militärischen Schläge im Gazastreifen weiter. „Es ist Israels Ziel, die Hamas vollständig zu zerstören“, sagte Brigadegeneral Amir Avivi. Angesichts der Gräueltaten könne man keine Herrschaft der Terrororganisation im Gazastreifen mehr dulden. „Was die Hamas uns angetan hat, verlangt eine Behandlung wie von Nazis“, so der General. Israels Armee plant eigenen Angaben zufolge eine Bodenoffensive. Derzeit greife man weiter Infrastruktur an, die eine Gefahr für Bodentruppen darstellen könnte, erklärte Armeesprecher Hagari.

Westliche Staaten hatten Israel im Nahost-Konflikt vor einem unverhältnismäßig harten Gegenschlag gewarnt. „Wir wollen Zivilisten schützen und zivile Opfer vermeiden“, hatte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) bei seinem Besuch in Israel kurz nach dem brutalen Überfall der Hamas gesagt. Es sei geboten, dass die Zivilbevölkerung in Gaza, die von der Hamas als menschliche Schutzschilde genutzt werde, humanitäre Hilfe erhält, ergänzte Scholz bei einem Treffen in Berlin. Laut New York Times haben die USA der israelischen Regierung geraten, die Bodenoffensive im Kampf gegen die Hamas zu verschieben. Damit wolle man mehr Zeit für Verhandlungen zur Freilassung der Geiseln bekommen, so der Bericht.

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